Webanalytics – Aus Daten werden Informationen bis hin zur Neukundengewinnung durch Webanalytics (z.B. aus Google Analytics).

Webanalytics, Analyse, Google Analytics – Entscheidungshilfe für Unternehmen aufgrund von Dateninterpretationen.

Diese Kategorie beinhaltet Informationen rund um Analyse, Webanalyse und verwandte Themen aus dem Sichtbarkeitsmanagement entwickelt von Ralf Seybold und ausgezeichnet mit dem Innovationspreis IT 2014 – Best of Web 2.0

Die Zusammenführung von Daten im Rahmen einer Big Data Analyse sorgt durch die Aggregierung verschiedenster Aspekte und Datenbanken eines Unternehmens für neue Erkenntnisse und Einsichten.

Aus den bis dahin angesammelten Daten werden so Informationen, die zur Entscheidungsfindung des Unternehmers dienen.

Basierend auf diesen Informationen ist es möglich, z. B. Kundeninformationen besser einschätzen zu können. Solche Informationen dienen beispielsweise der Identifikation von Kundentypen und Kundenklassifizierungen. So werden solche Informationen zum Beispiel auch im Rahmen von Online-Shop-Projekten herangezogen, um die unterschiedlichen Typen in ihrer Konsumentenpsychologie entsprechend anzusprechen.

Ziel einer besseren Ansprache ist immer die Optimierung von Konsumentenwünschen passend zum Unternehmensziel. Entscheidungsfindungen werden so passend auf den Unternehmenszweck gestaltet.

Die Analyse stellt dabei die Interpretation von Datenmaterial hinsichtlich der Entscheidungsfindung.

 

Daten richtig analysieren

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Daten richtig analysieren: Das lernt SEO aus den BREXIT-Nachrichten der Journalisten

Daten zu analyisieren ist richtig.

Ausreichendes Zahlenmaterial zu haben, um eine Analyse vornehmen zu können, ist auch wichtig.

Zahlen in einen Zusammenhang zu stellen ist überaus wichtig.

Die richtigen Zahlen in Zusammenhang zu stellen, ist der wichtigste Punkt an der ganzen Analyse.

 

Entscheidungen fallen aufgrund von interpretierten Daten

In der heutigen Zeit werden nahezu alle Entscheidungen basierend auf Zahlenmaterial gemacht. Das bedeutet, dass man sich auf das Zahlenmaterial auch verlassen können muss. Stimmt nämlich etwas an den Zahlen nicht, kommt man voreilig zu falschen Schlüssen. Gerade bei Geschäftsentscheidungen kann das existenziell sein und aus einem negativen Trend werden ganz schnell postive Zahlen gezaubert.

Bei der Meinungsbildung hat dieser Effekt einen entsprechenden Einfluss auf eine Vielzahl von Menschen.

Nehmen wir uns den #BREXIT vor.

 

Datenbeispiel: Haben die Briten wirklich keine Ahnung, was der #Brexit ist?

Der Spiegel skandierte diese Nachricht am 24. Juni 2016

Spinenn die Briten? SPiegel - Brexit

Quelle: Screenshot von Spiegel-Onlilne

Zur Unterstützung der Aussage wird Google Trends herangezogen. Damit soll bewiesen werden, dass sich die Briten erst nach der Wahl darüber informierten, was eigentlich der Brexit ist und bedeutet.

Was stört an diesem Chart?

Der Analyst Danny Page ärgert sich darüber, dass Journalisten Google Trends heranziehen, um meinungsmachende Nachrichten zu verbreiten. Vorallem ist ärgerlich, dass Journalisten die Zahlen nie in einen Zusammenhang stellen. (Quelle: Danny Page). Inspiriert von dieser Informationen und den damit geöffneten Augen findet sich z.B. auf obigem Chart des seriösen Blatts "Spiegel" nur eine Kurve im Verlauf zur Zeit. Wie viele Anfragen dahinterstehen, wird nicht ersichtlich.

Schaut man sich die Informationen von Google an, dann sind die wichtigsten Fragen der Briten:

BRexit- Google Trends analyse

(Quelle: Google News Lab) - Die wichtigsten Fragen sind also gewesen "Wann ist das EU Referendum?", "Was ist Brexit?", "Wer kann im EU Referendum wählen?", "Wie wählt man im EU Referendum" und "Was passiert mit den EU-Einwohnern nach dem Brexit?"... Laut Google Trends ist die Frage, wie sich der Wert des Eigenheims entwickelt, wesentlich wichtiger. So sind die Nachfragen zu den "Hauspreisen in Groß Britannien" nach dem Brexit um mehr als 250% gestiegen. Sensationell?

 

Schaut man sich die Fragen der Briten im Verhältnis zu anderen wichtigen Ereignissen an, wird schnell klar, weshalb man Daten immer in Relation zu anderen Daten setzen muss, um Informationen zu gewinnen:

Google Trends: Brexit vs Euro 2016 vs Game of Thrones

Im Verhältnis der wichtigsten Ereignisse für die Briten (#Fussball, #TV-Serie GoT, #Brexit) sehen die analysierten Zahlen anders aus.

 

Die blaue Linie zeigt den Suchbegriff "Brexit". Das ist das im Moment wichtigste politische Ereignis.

Die rote Linie zeigt den Suchbegriff "Euro 2016". Das ist für ein Land, das von sich selbst behauptet, das Fußballspiel erfunden zu haben und außer einem Titel in einem recht merkwürdigen Finale mit umstrittenem Wembley-Tor, keinen einzigen Titel weltweit jemals geholt hat (... lassen wir das...)... Nun, bringen wir es auf den Punkt: Das ist ein wichtiges Thema für die Briten.

Die gelbe Linie zeigt den Suchbegriff "Game of Thrones". Das ist die beliebteste TV-Serie der Briten und steht unumstritten auf Platz 1.

Die grüne Linie ist das, was die Journalisten eigentlich meinen.. "What does Brexit mean?". Um was geht es eigentlich bei Brexit? Was bedeutet Brexit für die Briten?

Wie wir hier sehen, ist das Interesse dafür deutlich geringer, als das Interesse an Euro 2016 oder Game of Thrones.

 

In Zahlen ausgedrückt:

Google Trends: Die echten Zahlen für Brexit

Am 25. Juni hatte sich die Aufregung schon wieder gelegt. Und die Anzahl der Suchanfragen ist Prozentual zu den anderen Themen gesehen, wenig spektakulär.

Übrigens, zum Zeitpunkt des Spiegel-Artikels sah es so aus:

Google Trends: Echtes Interesse

Was man daraus lernt? "Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast", lautet ein altes Sprichwort. In diesem Fall sollte man wirklich das Datenmaterial gründlich studieren und dann erst einen Entschluss fassen.

 

SEO und Brexit - Ein Zusammenhang?

Bei SEO ist das nicht anders. Wenn man zum Beispiel herausfinden möchte, welche Positionierung für einen Backlink im Link Building die Beste ist, dann findet man eine Reihe von Informationen. Diese sagen durch die Bank aus, dass ein perfekter Backlink aus dem Content zu kommen hat.

Hier eines der Beispiele eines "Link-Händlers"

Backlinks: Linkverkäufer propagieren Content Links

 

In der Praxis sieht das leider oft ganz anders aus: Hier ein Beispiel eines Kunden, der bei uns Link Risk Management gebucht hat.

LinkLage - Im Content ist nicht immer am besten

Anmerkung: Im Content bedeutet, dass der Link im Fließtext der Seite untergebracht ist. Im Paragraph bedeutet, dass der Link in einem separaten Paragraph (<p>link</p>) innerhalb des Contents platziert ist.

Im Beispiel oben ist die Linklage des Kunden (orange) hauptsächlich in der Sidebar und im Content.

Verfolgt man die oben genannten Informationen, so würde man nun sagen, die Sidebar-Links sind die schlechteren und 38% der Backlinks sind Perfekt. Die Datenlage gibt aber ein anderes Bild: 16% der Links sind perfekt, der Rest passt nicht. Links müssen an anderen Positionen aufgebaut werden, um das Backlink-Profil zu verbessern.

Warum? Schaut man sich die Google-Top3, Google-Top5 oder den Gesamtdurchschnitt der analysierten Domains an, dann erkennt man deutlich, dass die meisten Links in einem Paragraph und im Footer liegen. Wenn also die anderen Domains in Google eine wichtige Rolle spielen und ein anderes Link-Profil besitzen, als das des Kunden, dann muss am Linkprofil etwas geändert werden (sofern z.B. das OnPage-SEO stimmt etc.).

Wie man sieht ist es also sehr wichtig, die Daten richtig zu deuten. Und das geht erst, wenn man alle Daten vorliegen hat.

 

Solche und andere Missverständnisse in SEO finden Sie in meinem eBook "Sichtbarkeitsmanagement", das Sie sich unter diesem Link runterladen können.

 

 

Verlass dich nie auf ein SEO-Tool alleine

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Der Sichtbarkeitsindex als Hilfsmittel der Sichtbarkeit?

Jedes SEO-Tool hat seinen eigenen Sichtbarkeitsindex, egal, wie dieser nun benannt wird. In der Regel stützt sich dieser Index auf Datenmaterial, das vom Hersteller des Tools erarbeitet wurde.

Gerade Inhouse-SEOs verlassen sich oft auf die Auswertung eines einzelnen Produktes, da die Anschaffung und Aufrechterhaltung mehrerer (verschiedener) Produkte immer auch mit Kosten zusammen hängt.

Gerade im Thema SEO ist es aber besonders schwierig, sich auf eine Wahrheit zu verlassen, ohne diese zu überprüfen.

Vergleich der Sichtbarkeit einer Domain über verschiedene SEO-Tools

Betrachtet man die Sichtbarkeit der Domain über die verschiedenen Tools, ohne dabei andere Faktoren auch zu berücksichtigen, wie z.B. Traffic, kann ein Unternehmen hieraus falsche Schlüsse ziehen.

Meist werden die Keywords herangezogen, für die eine Domain in den Top 100 ist. Was aber nutzt mir für die Sichtbarkeit die Position 95 oder 99 oder selbst die Position 80?

Welche Keywords tatsächlich herangezogen werden, ist auch nicht definiert. Sind es tatsächlich die Keywords, die für die eigene Domain relevant sind?

Zudem werden im Sichtbarkeitsindex auch nicht mehr relevante Keywords mitgeführt. Das können Keywords sein, die nicht mehr gesucht werden (weil das Produkt nicht mehr verfügbar ist, z.B. Samsung Galaxy S2 vs. Samsung Galaxy S5 oder iPhone 3GS vs iPhone 6plus und und und).

Worauf stützt sich die Bewertung einer Domain, wenn nicht auf den Sichtbarkeitsindex-Zahlen der SEO-Tools?

Folgende Punkte sollten berücksichtigt werden:

  • Relvanz der Seite für die eigene Zielgruppe
  • Relevanz der Seite für die wichtigen Keywords (z.B. alte Keywords wichtig, weil man "Upgrade-Produkte" anbietet oder "Reparaturservice")
  • Rang der Domain für Keywords, die das Unternehmen sinnvoll erachtet, die einen höheren Wettbewerb besitzen
  • Wäre ein Link von dieser Domain für das rankende Keyword sinnvoll und nützlich?
  • Wie ist der Traffic im Vergleich zum angegebenen Sichtbarkeitsindex. Hat dieser sich verbessert, verschlechtert oder ist er gleich geblieben?
  • Wie sind die Online erzielten Umsätze?
  • Wie ist die Sichtbarkeit für Keywords, die eine hohe Relevanz haben, gesäubert um die alten Keywords?

 

Wenn man sich diese Fragen stellt, dann kann man getrost auf die vorgefertigten Sichtbarkeitsindex-Zahlen verzichten, denn die Gefahr, dass man falsche Schlüsse zieht, betrachtet man nur diese Werte, ist ohne Zweifel vorhanden.

Externe SEOs prüfen (meist) sowieso mit mehreren Tools, bevor sie eine Strategie vorschlagen. Für inhouse-SEOs bedeutet das aber auch, wie kann man die eigene Datenmenge und -qualität absichern?

Hilfe für inhouse-SEOs:

  • Sichtung der Informationen aus dem SEO-Tool
  • Was sagen die Google Webmastertools über die Sichtbarkeit der Suchanfragen?
  • Was sagt Google Analytics zu Traffic, Suchanfragen und Conversion?
  • Welche Performance haben die Google AdWords Anzeigen?
  • Wie ist die Nennung der Website oder Produkte über Social Media?
  • Wie ist der Verlauf der Backlinks? (Gewonnen, Verloren etc.)

Diese Werte entsprechend gegenüber gestellt geben einen guten Überblick darüber, welche Maßnahmen zur Optimierung der Sichtbarkeit einer Website angedacht werden müssen. Mit dieser Datengrundlage ist es möglich, eine entsprechende Strategie zu entwickeln und diese Datenbasis bietet eine bessere Ausgangssituation als der Sichtbarkeitsindex eines SEO-Tools.

 

Update: Google unterschlägt Daten

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Google unterschlägt Daten - und wie man sich dagegen wehrt.

(Update am 10.04.2014)

Do no evil wurde schon vor vielen Jahren aus der Unternehmensphilosophie von Google entfernt.

Und aus einer anfänglichen Win-Win-Situation, bei der Google Informationen bekommt und dafür den Benutzern von Google Informationen zurückgibt, ist spätestens seit dem 18. Oktober 2011 eine deutliche Google-Wins-Strategie geworden.

Google beraubt die Betreiber von Webseiten um ihre wichtigsten Suchworte, die Google den Sitebetreibern dann vorenthält. Und je besser die Performance einer Unternehmenswebsite ist, desto weniger Informationen über die Suchworte, die Geld verdienen, erhält der Betreiber.

Damit nimmt Google den Unternehmen einen wichtigen Baustein wirtschaftlicher Arbeit, sozusagen die Grundlage einer ökonomischen Strategie.

Um zu verstehen, warum Google den Unternehmen die Geschäftsgrundlage nimmt, muss man zuerst verstehen, womit Google Geld verdient und welche Werkzeuge Google anbietet.

Schon seit Jahren entwickelt Google neben der klassischen Internetsuche weitere Tools, die meist kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. So zum Beispiel Google Maps, einen Kartendienst der in die eigene Website integriert werden kann, um die Roote zum Unternehmen anzuzeigen oder die Google Suchroutine zur Integration in die eigene Website oder Google Analytics, mit dem ein Unternehmen den Datenverkehr auf der eigenen Website analysieren kann und viele, viele weitere Produkte.

Google gibt diese Produkte alle kostenfrei her.

Warum verschenkt Google diese Produkte?

Google verschenkt diese Produkte, weil sie damit den Nutzer noch enger an die Suchmaschine und das Unternehmen bindet. Aus den verwendeten Tools fischt Google wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten und Suchverhalten auf Webseiten.

Google ist die allumfassende, weltumspannende und am häufigst genutzte Suchmaschine.

Jeden Monat gibt es 100 Milliarden Suchanfragen bei Google. Jedes Unternehmen - nein, jeder, der eine Website betreibt - möchte unter den Top Suchergebnissen bei Google stehen.

Und das sind immerhin über 30 Billionen Webseiten auf über 230 Millionen Domains.
(Quelle: TWT, Deutschland)

Einer Untersuchung von Marketing-Land (Quelle: Marketingland.com) nutzen über 10 Millionen Websites Google Analytics. Herausfinden wollen alle gleichermaßen, mit welchen Keywords die Besucher auf die Website kommen, wie lange sie bleiben und welche Umsätze sie generieren.

Der Grund ist einfach: Je eher bekannt ist, mit welchen Suchworten die Website (Umsatz bringend) besucht wird, desto eher, schneller, einfacher kann die Website genau für diese Suchworte optimiert werden.

Ein Win-Win-Situation für Google

Zunächst klingt das nach einer Win-Win-Situation. Unternehmen und Website-Betreiber erhalten Informationen darüber, mit welchen Suchworten die Besucher auf ihre Seite kommen, wie lang sie dort bleiben und durch den Einsatz von Analytics kann sogar noch definiert werden, welche Umsätze diese Kunden mit genau diesem Suchwort realisieren.

Gleichzeitig erhält Google genau diese Informationen auch. Aus den unbekannten Informationen, welches Suchwort einen Nutzer auf welche Seite führt, wird durch geschicktes aggregieren die Informationen dazu, welche Suchworte richtig, richtig viel Geld bringen.

Diese Information nutzt Google dazu, die Suchergebnisse zu optimieren. Einerseits hinsichtlich den Informationen, welche Seiten für die Nutzer von höchstem Interesse sind, andererseits dazu, das eigene Produkt Google AdWords zu puschen.

Google AdWords ist das Werbenetzwerk von Google. Dort können Anzeigen für bestimmte Suchphrasen geschaltet werden. Der Vorteil für den Werbetreibenden ist, dass er sofort sichtbar ist für seine Suchworte - ohne Optimierung, einfach nur durch den Einwurf von Münzen.

Google verdiente 2011 fast 38 Milliarden US$. 96% davon mit Google AdWords. Allein die Finanz- und Versicherungsindustrie gab weltweit über 4 Milliarden US$, gefolgt vom Handel mit 2,8 Milliarden US$ (Quelle: Worldstreams sehr schöne Infographic).
Google Verdienst nach Industriezweig

Für das Jahr 2012 liest man bei Wikipedia sogar von fast 60 Milliarden US$.

Die Win-Win-Situation für Google kommt jetzt, indem man die Suchinformationen nimmt, um die Suchmaschinen so zu verbessern, dass die Werbetreibenden praktisch nicht drumherum kommen, AdWords zu buchen.

500 Algorithmus-Updates pro Jahr sorgen für eine konstante Bewegung bei rund 200 Faktoren, die zur Optimierung von Webseiten notwendig sind.

500 Algorithmus Änderungen in der Google Suchmaschine pro Jahr

Matt Cutts, Anti-Spam-Verantwortlicher bei Google und Guru aller Suchmaschinenoptimierung, hat diese Zahl unlängst via Twitter veröffentlicht.
(siehe hierzu auch SearchEngineLand)

Spätestens nachdem Google beschloss, vermehrt Suchworte, mit denen Interessenten auf die Website kamen, nicht mehr zu veröffentlichen, sondern unter der Rubrik "(not provided)" in Google Analytics aufzuführen, wurde der Unternehmer ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Am Dienstag, dem 18. Oktober 2011 verkündete Google, dass ein Teil der Daten versteckt wird, als Maßnahme für den Datenschutz. Den Benutzern der Google Suchmaschine sollte ermöglicht werden, Webseiten zu besuchen, ohne dass ein Unternehmer, der sein Angebot bereitstellt weiß, welche Suchworte daran beteiligt sind, dass ein Einkauf oder Vertragsabschluß zustande kommt.

Freilich, so Google, soll das nur maximal 10% der Suchanfragen betreffen und nicht weiter ausgedehnt werden.

Freilich, kann man noch immer die Google Webmaster Tools verwenden, um die Website zu pflegen und erhält dort alle Informationen.

Und freilich hat Google selbst noch uneingeschränkten Zugriff auf alle Daten.

Ein weiterer kluger Schachzug von Google

Mit dem Verweis auf die Google Webmaster Tools gelingt es Google, den Unternehmer noch enger an Google zu binden und gleichzeitig zwingt er ihn damit, noch mehr an Informationen preis zu geben. In den Google Webmaster Tools sind alle Informationen enthalten, die ein Betreiber auch aus Google Analytics herausfiltern könnte. Nett aufbereitet sieht das auf den ersten Blick auch brauchbar aus.

Allerdings können nur bis maximal 2000 Suchworte und auch nur aus den letzten 90 Tagen herausgelesen werden. Ein Trend ist damit nicht mehr herauslesbar.

So täuscht und trickst uns Google aus

Bei der Überprüfung zahlreicher Google Analytics Konten habe ich zudem zwei Dinge festgestellt:

1) Es sind deutlich mehr als 10% der Daten, die nicht auswertbar sind für den Unternehmer.

2) Diese Daten sind die Moneykeywords

3) Je besser das Ranking einer Seite, umso mehr Keywords werden ausgeblendet

Beweise? Bitte schön:

Google nimmt die Suchworte, die den größten Umsatzanteil habenDieses Beispiel eines Kunden zeigt, dass Google genau die Keywords nicht anzeigt, mit denen das Unternehmen 1/3 seines Umsatzes generiert. Das sind in diesem Falle dann sogar über 25% anstatt nur 10% aller Keywords.

Für den Unternehmer ist es schwieriger, speziell auf einen Trend hin zu optimieren. Er muss Werbeplatz bei Google AdWords kaufen, um diese Informationen bestmöglich bedienen zu können.

Geschäftsschädigend?

Oder dieses Beispiel für meine Seite, die für Suchmaschinenoptimierung, also die Optimierung von Webseiten für eine bessere Position in den Google Suchergebnissen, an einer Top Position steht:

Google unterschlägt Daten: Google will nicht, dass wir die Keywords kennen, mit denen die Seite gefunden wird

Knapp 65% der Suchworte, die auf diese Seite verweisen, sind von Google einfach ausgeblendet. Google will nicht, dass ich weiß, welche Ergebnisse zu meiner Seite führen.

Aber Google lässt mich das zweit platzierte Suchwort wissen, das immerhin noch für knapp 10% der Besucher verantwortlich ist. Position 3 ist schon nur noch für 1,65% der Besucher brauchbar.

Für diese Art des Handelns hat Wikipedia noch keinen Namen in der Liste der Betrugsdelikte.

 

Jetzt kündigt Google an, dass mit den (not provided) Keywords noch mehr passieren wird und die Branche denkt darüber nach, was das sein kann.

Die Top 5 Gerüchte sind:

- Google gibt alle organischen Keywords via Webmaster Tools weiter
- Google wird die Abfrage-Daten freigeben für Seiten, die eine SSL-Verschlüsselung anbieten
- Google wird auch die Abfrage-Daten für AdWords blockieren

- Google bringt die Daten wieder so, wie sie es vor Jahren taten
- Google macht rein gar nichts

Es ist davon auszugehen, dass weitere Einschränkungen im Informationsfluss gemacht werden - vielleicht diesmal aus einer mit der NSA-Affäre begründeten Sicherheitsparanoia.

Update:
Google kündigt an, auch für die Keywords, die über das bezahlte Anzeigenprogramm von Google (AdWords) an Analytics ausgeliefert werden, zukünftig "(not provided)" zu verwenden. (Quelle: Searchengineland)

Damit ist die bestehende Lücke, über die zumindest die Kunden von bezahlter Suche noch Informationen über die Suchphrasen (und - worte) erhalten konnten, endgültig geschlossen.

 

Die Google-Zukunft

Künftig wird es Daten nur noch für zahlende Kunden geben. Die anderen Produkte von Google werden langsam monetarisiert - aber nur langsam, damit die riesige Datenkrake noch viele weitere Informationen sammeln kann, die gewinnbringend Verwendung finden. Immer unter dem Vorwand, der liebe Benutzer bekommt doch etwas für die Daten, die er liefert (auch wenn die Wertigkeit nicht (mehr) stimmt).

Es gibt einen Ausweg. Zugegebener Maßen nur einen kleinen Ausweg, aber immerhin gibt es eine Möglichkeit, dagegen zu steuern.

So lässt man sich von Google nicht weiter beklauen

Wir werden nicht um die wichtigste Suchmaschine herumkommen und wir werden weiterhin - zum Teil auch gezwungener Maßen - Produkte von Google verwenden (müssen).

1. Schritt: Alternative zu Google Analytics separat installieren

Google Analytics ist immer noch das umfänglichste, kostenlose (?) Produkt in der Datenanalyse. Die Alternativen, wie Piwik oder Open Web Analytics, bieten nur deutlich reduzierte Möglichkeiten - vor allem aber weniger Benutzerfreundlichkeit oder aber in der Anbindung an Excel zur Auswertung. Auch die Kombination AdWords-Dateneinbindung in Analytics ist dort nicht vorhanden.

PIWIK Analytics als Option zu Google Analytics

Piwik - Alternative zu Google Analytics. Trotzdem müssen auch bei Piwik die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.

OWA

OWA - Open Web Analytics - eine Open Source Alternative zu Google Analytics

Trotzdem: Bereits jetzt sollte mit dem Sammeln der Daten in separaten Analyse-Programmen begonnen werden, um zu einem späteren (baldigen?) Zeitpunkt umsteigen zu können.

Es gibt außerdem auch Wege, die bereits jetzt gesammelten Informationen aus Analytics zu werden und zur Weiterverwertung aufzubereiten. Dazu ist es aber notwendig, möglichst bald zu handeln, bevor noch mehr Daten unkenntlich gemacht werden.

2. Schritt: Export der Keywords aus Google Analytics

Als erster Schritt zur künftigen Analyse der Keywords hinsichtlich Ranking sollten die Suchworte aus Google Analytics exportiert werden. So weit zurückgehend, wie nur möglich.

Google Analytics Daten zurückverfolgen und exportieren

Das können ganz schnell weit über mehrere 10-Tausend-Keyword-Daten sein, auf die zugegriffen werden kann.

 

Diese Basis an Suchworten stellt das Kapital der letzten Jahre dar. Es wird wichtig, für eine Großzahl dieser Suchworte das Ranking der eigenen Webseiten zu verfolgen. Diese Suchworte bilden die Grundlage des vergangenen unternehmerischen (Website)-Erfolgs.

3. Schritt: Import der Keywords in Ranking-Checking Software oder Übergabe an Dienstleister

Genau für diese Suchworte ist der Rang der eigenen Website in Google wichtig und diese Rangliste sollte verfolgt werden.

Dazu gibt es diverse Software, beginnend bei wenigen hundert Euro bis hin zu vielen Tausend Euro im Jahr. Oder aber auch Angebote von Dienstleistern, die sich auf die Sichtbarkeit von Unternehmen und Marken spezialisiert haben.

Beispiele für Ranktracking-Software sind SEOPROFILER und RANKTRACKER, aber z.B. auch PRORANKTRACKER oder das im Preis/Leistungsverhältnis sehr gute XOVI SEO Suite.

Hier ein Screenshots zu den Produkten (Klick aufs Bild führt zu den Seiten der Anbieter):

Mit SEOPROFILER das Ranking überprüfen

 

Ranktracking mit Market Samurairanktracker_

Warum ist die Keyword-Ranking-Prüfung so wichtig?

Gerade seit dem Hummingbird-Update Mitte August 2013 hat sich der Blick auf Keywords geändert. Sie sind heute wahrscheinlich viel wertvoller und sinnvoller, als man denkt. Besonders deshalb, weil eine Verknappung der Ressource Keywords erfolgt (ist).

Was "long tail keywords", also Suchanfragen aus zusammengesetzten Worten/Sätzen, anbelangt (z.B. "grüne Turnschuhe mit weißen Streifen") anbelangt, wird die tatsächliche Wertung für die Suchworte schwer einschätzbar. Seit Hummingbird ist es nicht mehr wichtig, den genauen Wortlaut im Inhalt der Webseite zu tragen, denn Google ersetzt die Abfrage mit populären Abfragen - damit tauchen Seiten auf, die den genauen Wortlaut gar nicht nutzen.

Das bedeutet, dass eine Seite nicht mehr "Grüne Turnschuhe mit weißen Streifen" in Überschrift, Titel oder Text tragen muss, um für diese Suchphrase ganz Vorne zu stehen, sondern sehr wohl auch andere Seiten, die sich Thematisch mit "Turnschuhen" beschäftigen, besser platziert sein können.

Es ist also nicht mehr wichtig, die exakte Keyword-Phrase zu nutzen, sondern es wird notwendig, die Suchworte zu kennen, die konzeptionell zu ähnlichen Suchergebnissen führen und eine beliebte Abfrage darstellen. (Quelle: Advanced Web Ranking)

Leicht ersichtlich, dass die so notwendige Arbeit an den Seiten nur mit dem Wissen durchgeführt werden kann, dass Google unterschlägt bzw. ausschließlich für sich selbst nutzt (oder gar zum Kauf anbieten wird?).

Die Sichtbarkeit der unternehmerischen Angebote entscheidet über den Verkaufskanal Website.

Sichtbarkeit zahlt sich aus

Nur wenn das Unternehmen die Sichtbarkeit der eigenen Website prüft und überwacht, also aktives Sichtbarkeitsmanagement betreibt, ist es in der Lage, die wirtschaftliche Entwicklung der eigenen Website (Marke) im Blick zu behalten.

Es ist also von großer Wichtigkeit, dass das Ranking der Unternehmenswebsite für einzelne Suchworte regelmäßig überprüft und überwacht wird, um frühzeitig reagieren zu können.

Ohne das Prüfen des RankingsWenn die Position der Website für die wichtigen Moneykeywords (alle Suchworte, die Ihnen Umsatz bringen) nicht überwacht wird, dann kann es geschehen, dass man ein verantwortliches Google Update dafür verschläft und für den Rückgang zuerst entsprechende Gründe findet (Ferienzeit, schlechter Winter, Putin, Finanzkrise...) und bis der Grund entdeckt und behoben ist, vergeht schnell ein halbes Jahr oder mehr, während dessen ein Ernst zunehmender Umsatzrückgang zu verzeichnen ist.

Die wirtschaftliche Grundlage des Unternehmens hängt also davon ab, den Überblick zu behalten - Google wird es einem Unternehmen nicht leichter machen, für sein Ranking selbst zu sorgen, es sei denn via AdWords (Google Umsatz mit AdWords  ca. 56.640.000.000 US$).

Je besser das organische Ranking ist, desto weniger Kosten werden für AdWords notwendig.
Die Grundlage des unternehmerischen Tuns hängt davon ab, aus den Daten Informationen zu gewinnen, die zu Wissen führen. Ohne dieses Wissen, wird es zunehmend schwieriger, einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg im Web abzubilden.