Verlass dich nie auf ein SEO-Tool alleine

Der Sichtbarkeitsindex als Hilfsmittel der Sichtbarkeit?

Jedes SEO-Tool hat seinen eigenen Sichtbarkeitsindex, egal, wie dieser nun benannt wird. In der Regel stützt sich dieser Index auf Datenmaterial, das vom Hersteller des Tools erarbeitet wurde.

Gerade Inhouse-SEOs verlassen sich oft auf die Auswertung eines einzelnen Produktes, da die Anschaffung und Aufrechterhaltung mehrerer (verschiedener) Produkte immer auch mit Kosten zusammen hängt.

Gerade im Thema SEO ist es aber besonders schwierig, sich auf eine Wahrheit zu verlassen, ohne diese zu überprüfen.

Vergleich der Sichtbarkeit einer Domain über verschiedene SEO-Tools

Betrachtet man die Sichtbarkeit der Domain über die verschiedenen Tools, ohne dabei andere Faktoren auch zu berücksichtigen, wie z.B. Traffic, kann ein Unternehmen hieraus falsche Schlüsse ziehen.

Meist werden die Keywords herangezogen, für die eine Domain in den Top 100 ist. Was aber nutzt mir für die Sichtbarkeit die Position 95 oder 99 oder selbst die Position 80?

Welche Keywords tatsächlich herangezogen werden, ist auch nicht definiert. Sind es tatsächlich die Keywords, die für die eigene Domain relevant sind?

Zudem werden im Sichtbarkeitsindex auch nicht mehr relevante Keywords mitgeführt. Das können Keywords sein, die nicht mehr gesucht werden (weil das Produkt nicht mehr verfügbar ist, z.B. Samsung Galaxy S2 vs. Samsung Galaxy S5 oder iPhone 3GS vs iPhone 6plus und und und).

Worauf stützt sich die Bewertung einer Domain, wenn nicht auf den Sichtbarkeitsindex-Zahlen der SEO-Tools?

Folgende Punkte sollten berücksichtigt werden:

  • Relvanz der Seite für die eigene Zielgruppe
  • Relevanz der Seite für die wichtigen Keywords (z.B. alte Keywords wichtig, weil man „Upgrade-Produkte“ anbietet oder „Reparaturservice“)
  • Rang der Domain für Keywords, die das Unternehmen sinnvoll erachtet, die einen höheren Wettbewerb besitzen
  • Wäre ein Link von dieser Domain für das rankende Keyword sinnvoll und nützlich?
  • Wie ist der Traffic im Vergleich zum angegebenen Sichtbarkeitsindex. Hat dieser sich verbessert, verschlechtert oder ist er gleich geblieben?
  • Wie sind die Online erzielten Umsätze?
  • Wie ist die Sichtbarkeit für Keywords, die eine hohe Relevanz haben, gesäubert um die alten Keywords?
Lesen Sie auch  Search Quality Update: Neue Features

 

Wenn man sich diese Fragen stellt, dann kann man getrost auf die vorgefertigten Sichtbarkeitsindex-Zahlen verzichten, denn die Gefahr, dass man falsche Schlüsse zieht, betrachtet man nur diese Werte, ist ohne Zweifel vorhanden.

Externe SEOs prüfen (meist) sowieso mit mehreren Tools, bevor sie eine Strategie vorschlagen. Für inhouse-SEOs bedeutet das aber auch, wie kann man die eigene Datenmenge und -qualität absichern?

Hilfe für inhouse-SEOs:

  • Sichtung der Informationen aus dem SEO-Tool
  • Was sagen die Google Webmastertools über die Sichtbarkeit der Suchanfragen?
  • Was sagt Google Analytics zu Traffic, Suchanfragen und Conversion?
  • Welche Performance haben die Google AdWords Anzeigen?
  • Wie ist die Nennung der Website oder Produkte über Social Media?
  • Wie ist der Verlauf der Backlinks? (Gewonnen, Verloren etc.)

Diese Werte entsprechend gegenüber gestellt geben einen guten Überblick darüber, welche Maßnahmen zur Optimierung der Sichtbarkeit einer Website angedacht werden müssen. Mit dieser Datengrundlage ist es möglich, eine entsprechende Strategie zu entwickeln und diese Datenbasis bietet eine bessere Ausgangssituation als der Sichtbarkeitsindex eines SEO-Tools.

 

follow me

Ralf Seybold

Sichtbar statt SEO.

Inhaber bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit, Begründer des Sichtbarkeitsmanagements, IT Professional seit 1989, Internet Professional seit 1998

Top 100 SEO Dienstleister

Autor verschiedener Publikationen, regelmäßig Experte bei IMPULSE - Das Unternehmermagazin, Experte bei Website Boosting,

Verschiedene Preise und Auszeichnungen für Dienstleistungen und Produkte

Verfügbar als Consultant, Dienstleister und fürSeminare, Vorträge
follow me
  • Irgendwie hat es noch kein SEO Toolanbieter geschafft, einen Sichtbarkeitswert zu erstellen der ziemlich identisch mit dem Traffic ist. Kann ich mir nur so erklären, dass die meisten Anbieter zum einen zu den Rankings auf den ersten 3 Positionen nicht deutlich mehr Gewichtung schenken, weil man eben nur dort deutlich mehr Traffic bekommt und zum anderen bei dem ein oder anderen Anbieter viel zu wenige Suchbegriffe in die Gewichtung des Sichtbarkeitswertes mit einbezogen werden.

  • Pingback: 9 SEO Strategien, die nichts mehr bringen()

  • Pingback: 9 SEO-Strategien, die ein Unternehmen garantiert ruinieren | SEYBOLDREPORT()

  • Ja. Man nutzt „Standardkeywords“ – egal ob die für die betreffende Website interessant sind oder nicht. Ich denke, es bleibt dabei GWMT und GA – Auswertungen zeigen deutlich, wie der Traffic läuft… Und dann am besten mit mindestens zwei Tools recherchieren… Letztlich zeigt sich doch, dass es gefährlich ist, sich auf ein Tool zu verlassen. Das ist auch der große Vorteil von externen SEOs. Denn versuch mal inhouse mehr als ein Tool genehmigt zu bekommen…