Spinenn die Briten? SPiegel - Brexit

Daten richtig analysieren

Lesezeit: 5 Minuten

Daten richtig analysieren: Das lernt SEO aus den BREXIT-Nachrichten der Journalisten

Daten zu analyisieren ist richtig.

Ausreichendes Zahlenmaterial zu haben, um eine Analyse vornehmen zu können, ist auch wichtig.

Zahlen in einen Zusammenhang zu stellen ist überaus wichtig.

Die richtigen Zahlen in Zusammenhang zu stellen, ist der wichtigste Punkt an der ganzen Analyse.

 

Entscheidungen fallen aufgrund von interpretierten Daten

In der heutigen Zeit werden nahezu alle Entscheidungen basierend auf Zahlenmaterial gemacht. Das bedeutet, dass man sich auf das Zahlenmaterial auch verlassen können muss. Stimmt nämlich etwas an den Zahlen nicht, kommt man voreilig zu falschen Schlüssen. Gerade bei Geschäftsentscheidungen kann das existenziell sein und aus einem negativen Trend werden ganz schnell postive Zahlen gezaubert.

Bei der Meinungsbildung hat dieser Effekt einen entsprechenden Einfluss auf eine Vielzahl von Menschen.

Nehmen wir uns den #BREXIT vor.

 

Datenbeispiel: Haben die Briten wirklich keine Ahnung, was der #Brexit ist?

Der Spiegel skandierte diese Nachricht am 24. Juni 2016

Spinenn die Briten? SPiegel - Brexit

Quelle: Screenshot von Spiegel-Onlilne

Zur Unterstützung der Aussage wird Google Trends herangezogen. Damit soll bewiesen werden, dass sich die Briten erst nach der Wahl darüber informierten, was eigentlich der Brexit ist und bedeutet.

Was stört an diesem Chart?

Der Analyst Danny Page ärgert sich darüber, dass Journalisten Google Trends heranziehen, um meinungsmachende Nachrichten zu verbreiten. Vorallem ist ärgerlich, dass Journalisten die Zahlen nie in einen Zusammenhang stellen. (Quelle: Danny Page). Inspiriert von dieser Informationen und den damit geöffneten Augen findet sich z.B. auf obigem Chart des seriösen Blatts “Spiegel” nur eine Kurve im Verlauf zur Zeit. Wie viele Anfragen dahinterstehen, wird nicht ersichtlich.

Schaut man sich die Informationen von Google an, dann sind die wichtigsten Fragen der Briten:

BRexit- Google Trends analyse

(Quelle: Google News Lab) – Die wichtigsten Fragen sind also gewesen “Wann ist das EU Referendum?”, “Was ist Brexit?”, “Wer kann im EU Referendum wählen?”, “Wie wählt man im EU Referendum” und “Was passiert mit den EU-Einwohnern nach dem Brexit?”… Laut Google Trends ist die Frage, wie sich der Wert des Eigenheims entwickelt, wesentlich wichtiger. So sind die Nachfragen zu den “Hauspreisen in Groß Britannien” nach dem Brexit um mehr als 250% gestiegen. Sensationell?

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Schaut man sich die Fragen der Briten im Verhältnis zu anderen wichtigen Ereignissen an, wird schnell klar, weshalb man Daten immer in Relation zu anderen Daten setzen muss, um Informationen zu gewinnen:

Google Trends: Brexit vs Euro 2016 vs Game of Thrones

Im Verhältnis der wichtigsten Ereignisse für die Briten (#Fussball, #TV-Serie GoT, #Brexit) sehen die analysierten Zahlen anders aus.

 

Die blaue Linie zeigt den Suchbegriff “Brexit”. Das ist das im Moment wichtigste politische Ereignis.

Die rote Linie zeigt den Suchbegriff “Euro 2016”. Das ist für ein Land, das von sich selbst behauptet, das Fußballspiel erfunden zu haben und außer einem Titel in einem recht merkwürdigen Finale mit umstrittenem Wembley-Tor, keinen einzigen Titel weltweit jemals geholt hat (… lassen wir das…)… Nun, bringen wir es auf den Punkt: Das ist ein wichtiges Thema für die Briten.

Die gelbe Linie zeigt den Suchbegriff “Game of Thrones”. Das ist die beliebteste TV-Serie der Briten und steht unumstritten auf Platz 1.

Die grüne Linie ist das, was die Journalisten eigentlich meinen.. “What does Brexit mean?”. Um was geht es eigentlich bei Brexit? Was bedeutet Brexit für die Briten?

Wie wir hier sehen, ist das Interesse dafür deutlich geringer, als das Interesse an Euro 2016 oder Game of Thrones.

 

In Zahlen ausgedrückt:

Google Trends: Die echten Zahlen für Brexit

Am 25. Juni hatte sich die Aufregung schon wieder gelegt. Und die Anzahl der Suchanfragen ist Prozentual zu den anderen Themen gesehen, wenig spektakulär.

Übrigens, zum Zeitpunkt des Spiegel-Artikels sah es so aus:

Google Trends: Echtes Interesse

Was man daraus lernt? “Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast”, lautet ein altes Sprichwort. In diesem Fall sollte man wirklich das Datenmaterial gründlich studieren und dann erst einen Entschluss fassen.

 

SEO und Brexit – Ein Zusammenhang?

Bei SEO ist das nicht anders. Wenn man zum Beispiel herausfinden möchte, welche Positionierung für einen Backlink im Link Building die Beste ist, dann findet man eine Reihe von Informationen. Diese sagen durch die Bank aus, dass ein perfekter Backlink aus dem Content zu kommen hat.

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Hier eines der Beispiele eines “Link-Händlers”

Backlinks: Linkverkäufer propagieren Content Links

 

In der Praxis sieht das leider oft ganz anders aus: Hier ein Beispiel eines Kunden, der bei uns Link Risk Management gebucht hat.

LinkLage - Im Content ist nicht immer am besten

Anmerkung: Im Content bedeutet, dass der Link im Fließtext der Seite untergebracht ist. Im Paragraph bedeutet, dass der Link in einem separaten Paragraph (<p>link</p>) innerhalb des Contents platziert ist.

Im Beispiel oben ist die Linklage des Kunden (orange) hauptsächlich in der Sidebar und im Content.

Verfolgt man die oben genannten Informationen, so würde man nun sagen, die Sidebar-Links sind die schlechteren und 38% der Backlinks sind Perfekt. Die Datenlage gibt aber ein anderes Bild: 16% der Links sind perfekt, der Rest passt nicht. Links müssen an anderen Positionen aufgebaut werden, um das Backlink-Profil zu verbessern.

Warum? Schaut man sich die Google-Top3, Google-Top5 oder den Gesamtdurchschnitt der analysierten Domains an, dann erkennt man deutlich, dass die meisten Links in einem Paragraph und im Footer liegen. Wenn also die anderen Domains in Google eine wichtige Rolle spielen und ein anderes Link-Profil besitzen, als das des Kunden, dann muss am Linkprofil etwas geändert werden (sofern z.B. das OnPage-SEO stimmt etc.).

Wie man sieht ist es also sehr wichtig, die Daten richtig zu deuten. Und das geht erst, wenn man alle Daten vorliegen hat.

 

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