Zu den Fehlern, die bei der Optimierung von Webseiten für Google und für die Nutzer immer wieder passieren, gehören häufig Dinge, die aufgrund von Halbwissen oder Unwissen geschehen.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • Kein Sicherheitszertifikat
  • Langsame Ladezeiten für die Website
  • Interne Verlinkung ohne Wert (klassisches “Klicken Sie hier“) anstatt interne Themen und Keywords zu stärken
  • Keine ALT-Texte für Bilder
  • Verwenden von Keywords in Google MyBusiness-Einträgen
  • Keine Verlinkung von Google Maps mit der Website
  • Häufiges wiederholen von Keywords im Text (“Deine Keyword-Density muss 30% beinhalten”)
  • Eigene Einträge nicht regelmäßig prüfen und überarbeiten, egal auf welcher Seite sie sind

 

1. Kein Sicherheitszertifikat

Unter Berücksichtigung des Datenschutzes müssen persönliche Daten im Internet verschlüsselt übertragen werden. Ein installiertes SSL-Zertifikat ist also zwangsweise erforderlich, um dem Schutz der Daten gerecht zu werden. Ein nicht SSL-Verschlüsseltes Kontaktformular ist demnach auch nicht DSGVO-konform.

Die neuen Browser von Firefox und Chrome weißen explizit darauf hin, wenn eine Seite aufgerufen wird, die kein Zertifikat hat:

Fehlendes SSL Zertifikat führt zu nicht sicherer Anzeige im Browser

Ein SSL-Zertifikat für die Website vermittelt Seriosität. Viele dieser Sicherheitszertifikate sind kostenlos oder für weniger als 50€ im Jahr erhältlich.

2. Langsame Ladezeiten der Website

Mindestens die wichtigsten Seiten der Webseite sollten ordentlich schnell verfügbar und ladbar sein. Das heißt explizit sollte die Website mit den PageSpeed Insight Tools von Google getestet werden. Google gibt dabei Tipps, die direkt umgesetzt werden können.
Ladezeit ist ein Ranking-Kriterium: Eine schlechte Ladezeit wirkt sich negative auf eine gute Position in den Google-Suchergebnissen aus.

Page Speed Insights - Anzeige von schlechter Ladezeit für Webseiten

Optimierungsvorschläg in Page Speed Insights

Weitere Optimierungsvorschläg in Page Speed Insights

3. Interne Verlinkung

Die interne Verlinkung hat den Sinn und Zweck, einzelne Seiten und Themenbereiche für diese Themen zu stärken. Eine Verlinkung mit “klicken Sie hier”, wobei das hier unterstrichen wird und verlinkt, ist sicherlich weniger Aussagekräftig als ein Seybold – Anfahrt zur Agentur.

4. Keine ALT-Texte für Bilder

Bildmaterial im Internet wird sehr umfangreich gesucht: 50% der Suchen sind Bildersuchen. Gerade auch mit den neuen Bildersuche-Features von Google. Google zeigt in der Bildersuche Informationen zu den Bildern. Im Kontext zu Bildern gibt es textliche Informationen, einschließlich Bildunterschriften, die auch den Titel der Website verraten, auf der das Bild veröffentlicht ist. Mit Google Lens können ganz gezielt Produkte von Bildern gesucht werden. Ohne eine Verschlagwortung der Bilder ist ein Auffinden der Bilder schwer möglich. Denken Sie auch daran, die Bilder entsprechend vor dem Hochladen in Ihrem CMS zu benennen. Ein “Google-Platzierung-nach-optimierung.jpg” ist wesentlich aussagekräftiger als ein “b23423ndsm.jpg”.

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fehlende-alt-tags-bei-bildern

 

5. Verwendung von Keywords in Google My Business

Immer wieder sieht man Firmen, die Keywords im Unternehmensnamen bei Google My Business verwenden. Das steht dann schon mal “strafrecht anwalt stuttgart” als Unternehmensname:

Nicht regelkonforme Einträge in Google My Business führen zu Abstrafung

Das widerspricht den Richtlinien von Google für einen Eintrag in Google My Business. Hier droht ein Ausschluss aus Google Maps. Ein solches Risiko einzugehen und nicht auffindbar in Google Maps zu sein ist eine solche Vorgehensweise auf keinen Fall wert.

6. Keine Verlinkung von Google Maps mit der Website

Die Verlinkung von Google Maps mit der Website gibt ein klares Signal an Google zur Zusammengehörigkeit von Maps-Eintrag und Website. Google sieht, dass diese Firmenadresse zu Ihnen gehört.

Google Maps - So präsentiert sich SEYBOLD Agentur für Sichtbarkeit auf Google Maps

7. Keywords im Text

Häufiges wiederholen von Keywords im Text (“Deine Keyword-Density muss 30% beinhalten”). Diese “Urban Legend” hält sich, seit es Google und Keywords und WDF*IDF gibt – also schon recht lange. Bestimmte Keywords sollen in einer bestimmten Anzahl auf der Website verwendet werden.

Das ist Humbug: Wichtig ist, ein Thema umfassend, also holistisch, zu beschreiben. Dazu gehören eher weitere Themen, die man zum Beispiel mit hilfreichen Tools wie Answerthepublic erarbeiten kann.

Themen für die Website finden mit Answer the Public

 

8. Alte Blogeinträge: regelmäßig Positionierung überprüfen und Inhalte überarbeiten

Ältere Einträge, die es vielleicht noch nicht auf die vorderste Seite von Google schaffen, sollten regelmäßig überprüft, zusammengefasst und ergänzt werden. Damit entsteht zum Einen Aktualität, aber auch mit der Zeit genau der holistische Zusammenhang, den die Seite erhalten soll. Wir haben eine Checkliste (so wird Ihr Content besser gefunden) für Content Marketing zusammengestellt, die genau diese Punkte enthält.

Eine Prüfung, welche Beiträge dafür in Frage kommen, kann sowohl über Google Analytics erfolgen. Dort kann man herausfinden, welche Seiten wenig Zugriffe bekommen, aber eigentlich ein interessantes Thema beantworten.

Oder aber auch die Google Search Console, bei der man die Position einzelner Seiten in den Suchergebnissen und auch zu einzelnen Suchanfragen sehr genau sehen kann. Dazu filtert man in der Search Console die Position auf größer elf:

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Verbesserungen finden für Website: Filtern der Search Console nach Positionen >11

Nach der Filterung sieht man alle Suchanfragen, bei denen das Ergebnis in der Suchergebnisliste > Position 11 ist. Aus dieser Liste klickt man nun auf das gewünschte Thema:

Potenzial für Optimierung: Viele Impressionen, wenig Klicks. Mehr Inhalte führen hier auch zu einer besseren Position.

Im Beispiel oben ist die Terminologie durchschnittlich auf Seite 14,9 zu finden. Lediglich 0,2% klicken den Beitrag an.

Wenn man die Search Console auf “Seiten” umstellt, sieht man, welche Seiten ein entsprechendes Ranking für diese Suchphrase besitzen. Eine Optimierung kann dann dazu verhelfen, dass die betreffende Seite besser aufgefunden wird und es auch unter die Top 10 schafft.

Verbesserung der Position in Google durch bessere Textinhalte

 

Eine Verbesserung der Seite führt nicht nur zu einer besseren Positionierung, sondern in der Regel auch zu einer besseren Klickrate (0,2% vs 20%).

 

Unser Tipp:
Bitte prüfen Sie, ob auf Ihrer Website diese klassischen Fehler vorkommen. Eine gut optimierte Seite sorgt für besseres Ranking und mehr Besucher.

 

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Ralf Seybold

Diplom-Betriebswirt (FH) bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit
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Sichtbar statt SEO.

Inhaber bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit, Begründer des Sichtbarkeitsmanagements, IT Professional seit 1989, Internet Professional seit 1998

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Autor verschiedener Publikationen, regelmäßig Experte bei IMPULSE - Das Unternehmermagazin, Experte bei Website Boosting,

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