WDF*IDF=WTF?

Zusammenfassung:

Dieser Text beschreibt, wie man mit Hilfe eines Word-Makros eine WDF*IDF-Analyse erstellen kann, die hilfreich bei der Erstellung von relevanten Texten ist. Herkömmliche Tools sind nicht nur teuer, sondern liefern oft nicht die Informationen, die man als Autor für einen Text auch wirklich möchte. Die nachstehenden Informationen zeigen eine Vorgehensweise, die es ermöglicht, mit Hilfe kostenloser Tools eine WD*IDF-Analyse vorzunehmen und basierend auf den Erkenntnissen relevante Textinhalte zu erstellen. 

 

Suchmaschinenoptimierte Texte mit der WDF*IDF-Methode wird in der SEO-Szene heiß diskutiert. Wie wertvoll ein Text ist, der basierend auf einem Vergleich erstellt wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass guter Inhalt mit entsprechender Relevanz dafür sorgt, einen Baustein der 200 optimierbaren SEO-Bausteine zu bearbeiten.

In der Theorie lässt sich ein Text mit der WDF*IDF-Formel sehr genau analysieren. Diese Formel berechnet, wie häufig bestimmte Worte innerhalb einer Webseite vorkommen und wie häufig andere Suchworte darin vorkommen, die möglicherweise im Dunstkreis eines Keywords eine Rolle spielen.

Die marktüblichen Tools schauen sich dabei die Top 10 der Google-Suchergebnisse zu einem bestimmten Wort an und untersuchen die Webseiten nach diesem Suchwort. Dabei werden verschiedene Werte angegeben, wie z.B. die maximale Anzahl des Suchwortes. Das ist für die Texterstellung eine wichtige Information.

In der Kritik steht die WDF*IDF-Analyse meistens deshalb, weil der Text einer Webseite zwar ein wichtiger Wert ist, jedoch nicht der einzige Rankingfaktor. Mit den herkömmlichen Tools lässt sich nicht ermitteln, ob eine Seite ausschließlich wegen ihres Inhaltes oder aber wegen anderer Suchkriterien in Google weit vorne mitmischt.

Zudem wird von diesen Tools der gesamte Text analysiert, also auch der Text aus Header, Navigation, Footer etc. Eine Differenzierung erfolgt nicht.

Auch eine Unterscheidung, ob es sich bei den Texten um den Text aus einem Online-Shop, einer Wiki-Seite oder einem redaktionellen Beitrag handelt, liefern die Tools nicht. Dabei ist der Unterschied immens. Texte für Online-Shops sind in der Regel wesentlich kürzer, für Wikis wesentlich wissenschaftlicher und für redaktionelle Seiten mit mehr Füllwörter gespickt. Alle drei Texte unterscheiden sich also.

Um tatsächlich Anhaltspunkte zu erhalten, nach denen ein guter Artikel geschrieben werden kann, sind diese Hilfsmittel also wenig nützlich.

Trotzdem aber bietet die WDF*IDF-Analyse einen guten (wenn nicht idealen) Ansatzpunkt für die Erstellung eines relevanten Textes. Nur die Vorgehensweise sollte etwas anders sein:

Anstatt auf die Tools zu vertrauen, die – unberücksichtigt des Unternehmenszweckes einer Website – nur den gesamten Text analysiert, sollte man auf der Suche nach dem idealen, wertvollen Content seinen eigenen, menschlichen Spürsinn nicht außer Acht lassen.

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Die richtigen Suchworte finden

Zuerst sollten die richtigen Suchworte ermittelt werden.

Hilfreich sind dabei die Informationen aus Google Analytics und den Google Webmaster Tools im Hinblick auf die Suchworte, mit denen die Seite bislang gefunden wurde/wird.

Mit den so gewonnenen Einsichten sollte nun das Keyword-Planer-Tool von Google befragt werden, ob die Suchworte, die man sich ausgedacht hat, überhaupt Suchworte sind, bei denen es auch eine ansprechende Anzahl von Suchanfragen pro Monat gibt. Niemand möchte Platz 1 in Google für eine Suchphrase haben, die niemand sucht. Im Umkehrschluß sind die Suchphrasen, nach denen häufig gesucht wird, wesentlich umkämpfter.

Die wichtigsten und Traffic-stärksten Suchworte ergeben die Basis der Recherche nach guten Texten.

 

So finden Sie die wichtigen Suchergebnisse

Jedes der Suchworte geben Sie in die Suchmaschine Google ein, aber nicht auf herkömmlichem Wege, sondern über das AdWords-Preview-Tool. Eigentlich ist das Tool gedacht, um die Vorschau einer AdWords-Kampagne anzuzeigen, aber im Fall für die WDF*IDF-Analyse ist es noch wesentlich nützlicher.

Das Tool ermöglich eine genaue Eingrenzung der Suchergebnisse nach Regionen oder Länder.

Möglichkeiten des Preview-Tools

Die Ergebnisse können dadurch verfeinert werden für die Suche in den unterschiedlichen Google-Katalogen, aber auch für unterschiedliche Sprachen, Standorte und natürlich auch für unterschiedliche Suchzwecke.

Das Ergebnis der Suche ist auch deshalb ein anderes, als wenn man die Suchworte direkt in Google eingeben würde, weil hier eine Suche ohne die Berücksichtigung des eigenen Suchverhaltens durchgeführt wird. Das bedeutet, dass Sie damit ein Ergebnis erhalten, wie auf einem klinisch reinen System, das zum ersten Mal die Google Suchmaschine nutzt.

Auch „Freundschaften“ und bisherige „Likes“ bleiben damit unberücksichtigt.

Wie ein solcher Unterschied aussehen kann, hier am Beispiel des Suchwortes „SEO iceberg“:

Der Google Effekt - Berücksichtigt eigenes Suchverhalten

Der Google-Effekt berücksichtigt das eigene Suchverhalten, Likes, Freunde etc. während das Google Preview Tool (links) dies unberücksichtigt lässt.

Im Beispiel sieht man die rot markierten Ergebnisse werden – in den persönlichen Suchergebnissen – schlechter gewertet, die grünen kommen neu hinzu oder werden besser beurteilt.

Die Suchergebnisse, die via Preview Tool erarbeitet werden, führen dann zu Webseiten, die ein gutes Ranking für das jeweilige Suchwort haben.

Mit dem eigenen Gespür gilt es nun, aus den 10 – 20 Treffern die Seiten herauszufinden, die zu dem Text passen, den man schreiben möchte (also unter Berücksichtigung des Unternehmenszwecks der gesamten Website).

 

So werten Sie die gefunden Texte aus

Jeder Text sollte dann auf der Website markiert und kopiert werden. So ist sichergestellt, dass der Text keine störenden Elemente, wie z.B. Navigationselemente, Header oder Footer aufweißt.

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Kopiert man den Text nach Word, können statistische Auswertungen über den Text erfolgen. Standardmäßig gibt Word die Möglichkeit, Worte zu zählen, aber wenn man ein wenig Word-Makro (VBA) nutzt, so kann man wertige Informationen erzielen.

markierte Worte in einem Text bei WDF*IDF AnalyseZuerst müssen die Füllworte herausgearbeitet werden, damit die echten – wirklich wichtigen – Worte übrig bleiben. Worte wie „der“, „die“, „uns“, „unsere“ und sonstige Worte zu zählen, ist für die WDF*IDF-Analyse nicht sinnvoll.

Im übrigen bringt die Ansicht eines Textes inklusive der Füllwörter einen spannenden Einblick in die Schreibweise des Textes.

Dann müssen die Worte gezählt werden, die nicht markiert sind, also die wirklich wichtigen Worte.

Im Web habe ich hierzu ein Word-Makro von Dr. Jürgen Aurich gefunden, das von mir ergänzt wurde. Dr. Aurich erstellt Software zur Hilfe im Umgang mit Übersetzungen in Deutsch, Englisch, Russisch, Rumänisch (Schriften, Tastaturlayouts, Trainingsprogramme etc.).

Das Ergebnis des Makros – nach meiner Ergänzung –  sind folgende:

  1. Füllwörter werden markiert
  2. Alle Worte (ausschließlich der Füllwörter) werden gezählt und in einem separaten Dokument aufgelistet

Dieses Dokument wird gespeichert (oder ausgedruckt). Nachdem die wichtigen Seiten/Texte so analysiert wurden, ergeben sich mehrer Top-Listen, mit den wichtigsten Worten und es wird deutlich erkennbar, welche Worte wie häufig genutzt werden können.

Das Makro befindet sich hier (wdfidfwtf) und kann entsprechend um eigene Füllwörter erweitert werden.WDF*IDF-Makro Word mögliche Änderungen

Als Basis für die kreative Erarbeitung eigener Texte ist dieses Wissen sehr nützlich und kann bei der Erstellung von relevanten Artikeln sehr hilfreich sein.

Mit Hilfe dieser beschriebenen Vorgehensweise sollten Sie in der Lage sein, entsprechende Texte zu analysieren. Eine solche Analyse ist die Grundlage für das gute Handwerk eines Autors.

Jetzt müssen Sie nur noch einen relevanten Text schreiben 😉

 

 

Anhang:
Makro zur Analyse von WDF*IDF

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Ralf Seybold

Sichtbar statt SEO.

Inhaber bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit, Begründer des Sichtbarkeitsmanagements, IT Professional seit 1989, Internet Professional seit 1998

Top 100 SEO Dienstleister

Autor verschiedener Publikationen, regelmäßig Experte bei IMPULSE - Das Unternehmermagazin, Experte bei Website Boosting,

Verschiedene Preise und Auszeichnungen für Dienstleistungen und Produkte

Verfügbar als Consultant, Dienstleister und fürSeminare, Vorträge
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