Infografik zur SEYBOLD - Sichtbarkeitsstudie 2016: Untersuchung des deutschen Mittelstands

Trotz SEO keine Verbesserung, fehlende mobile Webseiten und veraltete Content Management Systeme – so präsentiert sich der deutsche Mittelstand in der neuesten SEYBOLD SICHTBARKEITSSTUDIE 2016.

Schorndorf, 12. Juni 2016: Im Rahmen der SEYBOLD SICHTBARKEITSSTUDIE 2016 haben wir 13.000 Unternehmenswebsites analysiert. Teilweise mit erschreckenden Ergebnissen.

## Download der Studie hier##

Zentrale Aspekte der Untersuchung waren:

  • Aktualität der verwendeten Content Management Systeme
  • Nutzung mobiler Websites
  • Anbindung an Systeme wie z.B. Google Search Console, Analytics etc.
  • Verwendung von OnPage-SEO-Maßnahmen

Im Verhältnis zu den 2014 erhobenen Daten haben wir verglichen, ob anderthalb Jahre nach der ersten Untersuchung von den betroffenen Seiten verbessernde Maßnahmen durchgeführt wurden.

Analysierte Unternehmen waren durchwegs namhafte Mittelstandsunternehmen aus folgenden Branchen:

  • Industrie (Automobilzulieferer, Maschinenbau, Ingenieurwesen, Verpackung, Automation etc.)
  • Banken (Volksbanken und Sparkassen, private Vermögensberater…)
  • Versicherungen
  • Rechtsanwälte, Steuerberater und Unternehmensberater
  • Mode (sowohl lokale Modeversender als auch in Städten angesiedelte größere Modegeschäfte)
  • Energiewirtschaft (Anbieter von Heizöl, Brennstoffen etc.)
  • Sicherheitsdienstleister
  • Großhandel (z.B. Obst, Gemüse, Floristik)
  • Hausbau/Einrichtung (vom Rollladen, über Armaturen, bis zu Möbeln)
  • Hobby (Fahrrad, Outdoor-Veranstalter, Events…)
  • Medizin (z.B. Implantologen, Medizintechnik …)

 

Aus diesen Gebieten stammen die 2016 untersuchten UnternehmenDie Auswahl der Unternehmen erfolgte nach geografischer Ausrichtung auf den Zielmarkt Deutschland. Primär wurden somit Unternehmen aus den Ballungsgebieten betrachtet, gerade in der Industrie ist eine solche “Westachse” deutlich erkennbar von Bayern über Baden-Württemberg in den Norden reichend.

Die Betrachtung spiegelt auch die Bevölkerungsdichte und Unternehmensdichte deutscher Standorte wider.

 

Im Rahmen der Studie wurde analysiert:

Analysiert wurden die Websites der Unternehmen hinsichtlich folgender Kriterien:

  • Ist die Website ladbar für alle möglichen Endgeräte? Gibt es Einschränkungen durch Robots.txt?
  • Gibt die Webseite Informationen über das verwendete CMS und lassen sich diese Informationen nutzen, um gezielt Angriffe vorzubereiten?
  • Verwendet die Website sinnvolle Beschreibung des Inhalts bzw. ist das Meta-Description-Tag überhaupt verwendet/vorhanden?
  • Sind (rudimentäre) OnPage-SEO-Maßnahmen getroffen (Meta, Überschriften, ALT)?
  • Existiert eine Verbindung zur Google Search Console(und zu Google+ Authorship)?
  • Ist die Seite verifiziert (Domainverifizierung, Google, Microsoft, Yandex, Alexa)?
  • Versucht die Website doppelten Content zu umgehen (z.B. durch 301-Weiterleitungen oder CanonicalTags)?
  • Ist die Website auf ein responsiveVerhalten ausgelegt und dadurch für mobile Endgeräte besser lesbar?
  • Mit welchem Produkt/welchen Produkten wurde die Website hergestellt, bearbeitet und gepflegt?Und sind diese auf dem aktuellen Stand?
  • Wie haben sich die Eckdaten der bereits 2014 betrachteten Unternehmen verändert hinsichtlichmobile responsive, SEO-Maßnahmen, Sicherheitslücken geschlossen/Software aktualisiert

 

Ergebnisse der Untersuchung

Joomla 1.5 – Websites gibt es noch immer

Die erschütternde Erkenntnis aus der Studie ist, dass es noch immer Websites gibt, die mit einem System betrieben werden, für das die Sicherheitslücken nicht mehr gestopft werden. Des Weiteren zeigt sich darin, dass die vor vielen Jahren erstellte Webpräsenz nicht aktualisiert und ordentlich weiterentwickelt wird.

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Content Management Systeme

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland verwenden als wichtigste Systeme für ihre Webinhalte Typo3, Joomla, WordPress und Contao. Diese Systeme sind alle weitestgehend aktuell gehalten. Misst man die zahl der verwendeten CMS aus diesem Bereich, dann ist die Anzahl der Systeme mit sicherheitsrelevanten Lücken über 31 Prozent. Über alle verwendeten Systeme bei 47 Prozent.

Woher kommt das?

Zum einen sind die Update-Intervalle bei den bekannten Systemen mittlerweile sehr kurz. WordPress glänzt in manchen Monaten mit 2 – 3 Updates. Die älteren Versionen sind fast immer mit Lücken in ihrer Sicherheit versehen, reine Feature-Updates sind seltener geworden. Unternehmen und die Administratoren sind mit dieser Geschwindigkeit zum Teil überfordert. Zudem gesellt sich ein weiteres Problem hinzu: Plugins und AddOns. Diese Plugins und AddOns sind teilweise nicht mit dem verwendeten Thema kompatibel, so dass ein einfaches und schnelles Update gar nicht installiert werden kann.

Oder aber, Updates sind nicht einfach durchzuführen, wie zum Beispiel von Joomla 1.6 auf eine aktuelle Version, was im Grunde ein komplettes Redesign (fast) sinnvoller macht. Typo3 von Version 4.5 LTS auf 6.2 LTS erfordert in jedem Fall ein separates System, auf dem die Udpates durchgeführt und getestet werden müssen. Generell sollten Updates getestet werden, bevor diese auf das produktive System installiert werden. Je nach Content Management System beginnen die jährlichen Kosten für Updates bei ca. 800 € zzgl. MWSt. (Vgl. Impulse, Online Magazin)

 

Mobile Websites

28 Prozent der untersuchten Websites bieten eine mobile Version an. Im Vergleich zur Untersuchung 2014 hat sich die Anzahl der mobilen Websites erhöht, jedoch trotz Googles #mobilegeddon Update im Mai 2015 konnten sich nicht so viele Unternehmen für eine mobiltaugliche Webseite begeistern. Von den 2014 untersuchten Unternehmen sind auch 2016 52 Prozent noch immer nicht mobil verfügbar.

Mobile Websites werden meistens im Zuge eines Relaunches integriert, weswegen diese Werte nicht so sehr verwunderlich sind. Immerhin haben 28 Prozent in den Relaunch investiert und dabei mobiletaugliche Seiten erstellen lassen.

 

OnPage-SEO – Trotz SEO keine Verbesserungen

83 Prozent der Websites nutzen die kostenlosen Angebote von Google (Search Console), Bing oder Yandex nicht, und werten damit die Zugriffe auf ihre Webseiten aus. Gerade die Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) bietet dem Entwickler sehr viele Informationen zur Verbesserung der Website und zur Optimierung. Während in Google Analytics viele Suchworte, mit denen der Besucher auf die Website kam, nicht ersichtlich sind, sind diese in der GSC wenigstens über 90 Tage sichtbar.

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Von den bereits 2014 betrachteten Unternehmen haben 13 Prozent keine Maßnahmen zur Optimierung der Website unternommen. Damit gemeint sind OnPage-Optimierungsmaßnahmen mit dem Ziel, die Struktur der einzelnen Seiten (1xH1, Canonical Verwendung, Meta-Daten usw.) und die Inhalte zu verbessern. Die Sichtbarkeit in den Google Suchergebnissen soll dadurch besser werden.

38 Prozent haben solche Maßnahmen durchgeführt, sich dadurch aber verschlechtert. 27 Prozent haben sich trotz SEO-Maßnahmen nicht verbessert und 22 Prozent konnten die Maßnahmen so umsetzen, dass eine Verbesserung erfolgt.

Woran liegt das?

Noch immer ist es so, dass von klassischen Werbeagenturen installierte Websites nicht mit einer Grundoptimierung versehen werden. Teilweise haben die Unternehmen seit 2014 nachgerüstet und in Suchmaschinenoptimierung investiert. Oft erfolgt die Beratung durch Werbeagenturen ohne Online-Know-How(oder zugekauftem Know-How), teilweise wird unternehmensintern selbst auf Basis von gelesenem verändert, möglicherweise werden auch obskure, preisgünstige Angebote (149 Euro einmalig für SEO) angenommen. Bei vielen Unternehmen, die nicht (oder schlecht) optimierte Webseiten haben, reicht das Wissen über Suchmaschinenoptimierung häufig nicht über ein „schon mal gehört“ hinaus. Bei kleineren Unternehmen wird SEO teilweise mit Google AdWords verwechselt.

 

 

Nachstehende Infografik steht kostenlos zur Nutzung zur Verfügung, und darf wie folgt integriert werden.

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Ralf Seybold

Diplom-Betriebswirt (FH) bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit
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Sichtbar statt SEO.

Inhaber bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit, Begründer des Sichtbarkeitsmanagements, IT Professional seit 1989, Internet Professional seit 1998

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Autor verschiedener Publikationen, regelmäßig Experte bei IMPULSE - Das Unternehmermagazin, Experte bei Website Boosting,

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Verfügbar als Consultant, Dienstleister und fürSeminare, Vorträge
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