Nutzerverhalten – So steigern Sie den wichtigsten Rankingfaktor

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Nutzerverhalten – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2017. Dies sind die Abenteuer der Suchmaschine Google, die uns mitnimmt in Regionen, die noch kein Mensch zuvor gesehen hat.

Google Top Rankings erzielt man wie? Die wichtigsten Rankingfaktoren sind lt. Google Links, Content und Rankbrain als Filter. Doch spätestens seit den Phantom Updates und dem Fred-Update von Google ist eines klar:

Qualiät und Nutzerverhalten sind eng aneinander geknüpft.

Heute bereits ist der Einfluß des Nutzerverhaltens dafür verantwortlich, ob eine Seite, die es durch guten und relevanten Content in die Top 10 geschafft hat, dort auch bleibt.

Die Zeiten, in denen Content, um des Contents Willen, produziert wurde, gehören der Vergangenheit an.

Was braucht ein erfolgreiches Unternehmen auf seiner Website?

Ein Unternehmen braucht heute:

  • Content: Die Grundvoraussetzung für ein Ranking überhaupt ist das Vorhandensein von relevanten Angeboten (bzw. Lösungen) und gutem (=relevanten) Inhalt.

  • Technik: Die Informationsarchitektur und sauberer Code sind als technisches SEO dafür verantwortlich, dass eine Domain die Chance erhält, vorne gefunden zu werden

  • Links: Über Links schätzt Google die Relevanz und Wichtigkeit einer Seite ein.

  • Nutzerverhalten: Das Nutzerverhalten entscheidet, ob und wo eine Domain in den Top 10 steht bzw. gar bleibt.

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Googles wichtigster Rankingfaktor

Nutzerverhalten, User-Experience, UX – wie man das Kind auch nennen mag, wird zunehmend der wichtigste Rankingfaktor innerhalb der Suchergebnisse.

Und beginnt man, von der abstrakten Welt der Programmierer, Nullen und Einsen, vorgefertigten Shops, die noch immer eine Funktionalität verfolgen, wie die ersten Shops in den 1990er Jahren, dann erkennt man schnell: Der Benutzer will heute verführt werden.

 

Die Verführung des Benutzers

Und die Verführung beginnt bereits in den Suchergebnissen.

Ein verführerischer Text, der in den Suchergebnissen gezeigt wird, verleitet wesentlich häufiger dazu, eine Webseite zu besuchen. Jeder Nutzer, der ein Produkt sucht, braucht nicht viel mehr zu wissen, als das Produkt selbst – dann kann er es finden. Was ist aber, wenn er das Produkt noch gar nicht kennt? Wenn er gezielt nach Eigenschaften sucht?

Genau das gilt es zu erkennen.

Warum?

Für Google ist es geschäftskritisch, die beste Suchmaschine der Welt zu sein. Von den Anzeigen hängt der größte Teil des Gewinns ab. Wenn niemand mehr sucht, dann gehts damit bergab. Eine Suchmaschine verliert seine Kunden dann —– wenn sie keine guten Ergebnisse mehr liefert. Folglich ist es für Google entscheidend, gute und relevante Ergebnisse zu zeigen.

Eine Verbesserung der Suchergebnisse kann Google relativ leicht erhalten, in dem die Interaktion zwischen Nutzer und Suchergebnis beobachtet wird. Welcher Link wird geklickt? Wie schnell taucht der Suchende wieder in den Suchergebnissen auf? Wie lange verweilt er auf der entsprechenden Zielseite?

Bessere Suchergebnisse erhält Google genau dann, wenn diese Informationen zu einer Neujustierung der Suchergebnisse führt. Warum auch sollte ein Nutzer auf Position 1 bleiben, wenn Position 2 oder Position 3 wesentlich häufiger angeklickt wird? Was veranlasst Google, ein Suchergebnis in den Top 10 zu behalten, das nicht geklickt wird? Und ein Patent für diese Idee gibt es bereist seit 2011. Das US-Patent 20120016888 beinhaltet unter anderem das Sortieren von Dokumenten basierend auf der Analyse von Suchergebnisse.

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Nutzerverhalten

Was ist das Nutzerverhalten und welche Daten verwendet Google?

Nicht bekannt ist, welche Daten in diese Umsortierung einfließen. Vermutlich sind es aber die Bewegdaten aus Google Chrome, da dieser Browser deutlich stärker verbreitet ist, als z.B. Google Analytics auf Webseiten verwendet wird (10% aller Websites verwenden Analytics). Denbkar ist auch, dass eine Kombination aller verfügbaren Daten genutzt wird.

Ganz sicher sind es Metriken wie

  • CTR (Click Trough Rate), welche Ergebnisse werden überhaupt angeklickt
  • Verweildauer auf der betreffenden Seite
  • Rückkehrhäufigkeit von einer Seite zu den Suchergebnissen zurück
  • Klickdaten auf einer Webseite

Diese Informationen lassen schon erkennen, ob eine Seite entsprechend funktioniert.

Domain verliert Ranking wegen schlechter User-Experience

Nur konsequent durchdacht wäre es, wenn Google die Klickdaten auf die gesamte Domain anwendet und daraus ein Vertrauensverhältnis aufbaut. Sozusagen einen Wert, der bestimmt, wie häufig Informationen von dieser Seite generell dazu führen, einen Suchenden “glücklich” zu machen.

Aber wenn das passiert, wie kann man die eigene Webseite denn dann ordentlich positionieren?

 

7 Tipps zur Steigerung des Nutzerverhaltens

Die Verbesserung des Nutzerverhaltens ist die zentrale Aufgabe für das Performance Marketing. Das bedeutet, dass eine Webpräsenz wie folgt bearbeitet werden sollte:

  1. Unnötige Seiten loswerden

    Werden Sie unnötige Seiten losÜber Google Analytics erkennen Sie sehr genau, welche Seiten praktisch nie besucht werden oder aber eine sehr hohe Absprungrate generieren.Vielleicht liegt es daran, dass zwar die Informationen gut sind, aber nicht ausreichend. Dann sollten diese Seiten umgeschrieben werden.Vielleicht liegt es daran, dass diese Informationen niemanden interessieren, dann löschen Sie diese Seiten aus Ihrem Internetangebot. Und sollten Sie doch der Meinung sein, man bräuchte diese Seiten, dann geben sie diesen wenigstens ein “noindex” in den Metadaten mit.

  2. Verweildauer auf der Seite erhöhen

    Die Verweildauer auf einer Seite erhöht man durch das Hinzufügen von Mehrwert. Das kann entweder in Form eines fachspezifischen Kalkulators sein oder eines längeren Informationsvideos (z.B. auch Gebrauchsanleitung). Sinnvoll sind alle Dinge, die dafür sorgen, dass ein Nutzer nicht gleich wieder die Seite verlässt.Das bedeutet auch, dass das Design ansprechend sein muss.

  3. Verbesserung des CTR

    Aus den Daten der SearchConsole ist ersichtlich, welche Seiten zwar häufig angezeigt werden, aber selten Klicks bekommen. Hier gilt es jetzt zu überprüfen, ob diese Seiten nicht geklickt werden, weil die Angaben in den Suchergebnissen nicht stimmen (also Titel und Beschreibung), oder ob es daran liegen könnte, dass die Seiten “eigentlich” auf andere Suchworte optimiert sein sollten.Das zu überprüfen ist einfach möglich, indem man Title und Description (ggf. auch die URL) verändert und dann überprüft, was geschieht. Klicken mehr Suchende auf das Ergebnis, ist der Weg richtig.

  4. Starke Inhalte produzieren

    Content, um den Content-Willen ist sowas von out. Was die Website brauchen kann, ist starker Content, der Lust macht, ihn zu lesen, besuchen, zu nutzen. Über die Punkte 1 – 3 erkennt man deutlich, wo die Stärken und Schwächen einer Website sind und kann gezielt die Stärken weiter ausbauen.

  5. Keyword-Kanibalisierung

    Aus der Searchconsole erkennt man, welche Seiten um das selbe Keyword kämpfen. Hier sollte man sich fragen, ob nicht eine (lange) Seite mit viel Inhalt für die Nutzer besser wäre oder ob es tatsächlich notwendig ist, dass mehrere Seiten um das selbe Keyword kämpfen.
    Analysieren, prüfen, umschreiben – vielleicht auch mit dem Mut zu löschen – sind die richtige Strategie, um in den Suchergebnissen weiter nach vorne zu kommen.
    Das bedeutet gleichzeitg auch, dass Sie doppelten Content vermeiden sollten.

  6. Nutze die Macht

    “Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt. Es ist ein Energiefeld, das alle lebenden Dinge erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns. Es hält die Galaxis zusammen.“, sagt Obi-Wan Kenobi zu Luke Skywalker im “Krieg der Sterne” (1977).

    Also nutzen Sie die Macht und behalten Sie den Überblick über Ihre Webseiten. Kommentare, Benutzer gesteuerte Inhalte und sonstige Gastartikel können Sie nicht kontrollieren, wenn Sie sie nicht kontrollieren. So schön ein Forum ist, die Meinungen dort sind unkontrollierbar und führen oftmals zu ungewünschten Ergebnissen (wie auch Gästebücher und andere Dinge, die man besser in den 1990er zurücklassen hätte sollen).

    Wenn Benutzer Inhalte generieren dürfen, dann sollten diese zumindest so kontrolliert werden, dass Sie selbst bestimmen, was davon in den Google Index darf und was nicht.

  7. Beobachten, Analysieren, Reagieren

    Beobachten Sie Ihre Rankings, lassen Sie ein Auge auf der Anzahl der im Google Index befindlichen Seiten ruhen. Verwenden Sie Analytics und nutzen Sie die Search Console.
    Beobachten Sie Veränderungen, analysieren Sie den Grund dafür und reagieren Sie wie oben beschrieben.

 

Auf was warten Sie noch? Legen Sie los.

 

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Ralf Seybold

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Inhaber bei SEYBOLD - Agentur für Sichtbarkeit, Begründer des Sichtbarkeitsmanagements, IT Professional seit 1989, Internet Professional seit 1998

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