Problemloses Upgrade für WordPress

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Wordpress-Logo

Quelle: wordpress.org

WordPress ist einerseits das beliebteste, durch die weite Verbreitung aber auch das am meisten angegriffene CMS.

Regelmäßige Updates sind deshalb nicht nur Pflicht, sondern erleichtern auch ein Upgrade, das umso problematischer wird, je mehr Abstand zwischen den Versionen liegt.

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Die größten Probleme bei WordPress-Migrationen sind von Version 2.x auf 3.x bzw 4.x zu erwarten – auch im Hinblick auf das Webhosting.

Ab Version 3.5.2 empfiehlt sich die Verwendung des DUPLICATOR Plugins für WordPress, um eine komplette Kopie der Website herzustellen, die dann auf einem separatem System installiert werden kann.

Bei Versionen kleiner 3.5.2 sollte die Datenbank gesichert werden (z.B. über PHPMyAdmin einen entsprechenden SQL-Dump zu erstellen (Schritt für Schritt Anleitung findet sich auf Youtube, zum Beispiel hier) und die Dateien mittels FTP auf die Testumgebung zu übertragen.

Für den Ablauf des Upgrades sollte ein Standard-Theme eingeschaltet werden, also ein Thema, das in der Regel mit der bestehenden Version ausgeliefert wird und damit sicher kompatibel ist. Ebenfalls sollten alle Plugins deaktiviert werden.

Wurde das Thema nicht speziell für das Unternehmen angefertigt, sondern ein vorhandenes Thema umgestaltet, dann müssen die Änderungen gesichert werden, so dass diese nach der Aktualisierung des Themas wieder Verwendung finden.

Gerade die Vielzahl von Plugins für etablierte Systeme wie Joomla, Drupal oder WordPress führen oft zu einer extremen Häufung verwendeter Erweiterungen. Es müssen also alle Erweiterung daraufhin überprüft werden, in welcher Version sie verwendet werden dürfen. Bei WordPress ist das mittlerweile kein Problem mehr, da auf der Pluginseite bereits die Kompatibilität angezeigt wird.

WordPress Compatibility

WordPress zeigt die Kompatibilität zwischen den Versionen für Programm und Plugin an.

Die kompatible Version des Plugins sollte heruntergeladen werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt für die Aktualisierung bereitzuhalten.

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Sofern nicht die neueste WordPress-Version verwendet werden kann, bietet das Archiv auch ältere Versionen an.

Nach diesen Vorbereitungen können auf dem Kopie-System die folgenden Dateien und Verzeichnisse gelöscht werden:

Verzeichnisse: wp-admin, wp-includes (aber nicht das Verzeichnis wp-content, da sich hier die Inhalte befinden)

Dateien: alle außer wp-config.php und .htaccess (und natürlich die sitemap.xml und robots.txt auch nicht löschen)

Sicherheitsschlüssel

Bevor die neue Version installiert werden kann, sollte geprüft werden, ob die Anzahl der Sicherheitsschlüssel in der wp-config.php exakt der Anzahl der Sicherheitsschlüssel der neuen Version entspricht. Wenn nicht, müssen die acht Zeilen aus der wp-config-sample.php in die wp-config.php eingefügt werden. Noch besser wäre es, eigene Schlüssel zu generieren.

Bei einem Upgrade von 2.x auf 4.x empfehlen sich gegebenfalls Zwischenschritte (von 2.8.4 auf 2.9, dann auf 3.0.4, dann auf 3.1.3 etc.), um einen Stand zu erreichen, von dem aus problemlos ein Upgrade durchgeführt werden kann.

Dann wird die neue Version installiert indem die Systemdateien via FTP auf den Webspace geladen werden. Eine Aktualisierung der WordPress-Datenbank wird über http://www.namedersite.de/wp-admin/upgrade.php vorgenommen.

wordpress

Im Idealfall ist das Backend jetzt erreichbar und es können die einzelnen Plugins hochgeladen und anschließend eines nach dem anderen aktiviert werden. Nach jeder Aktivierung sollte geprüft werden, ob WordPress noch funktioniert oder Fehlermeldungen ausgibt. Inkompatibilitäten zwischen den Plugins können nicht ausgeschlossen werden.

Erst wenn alle Plugins funktionieren, wird zuletzt das Theme aktualisiert und aktiviert – jetzt wird erkennbar, ob am Theme noch wichtige Änderungen vorgenommen werden müssen oder ob das fertig für den produktiven Einsatz ist.

Das fertige System kann wieder via Duplicator auf das Produktivsystem transferiert werden.