SEODAY 2016: Das Beste aus einem Tag Köln

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Beim SEODAY 2016 gabs gleich von Anfang an ein wirkliches Problem: Welche der parallel stattfindenden Vorträge soll man besuchen? (Fast) alle Vorträge bieten auf den ersten Blick enormen Mehrwert.

Die Hauptthemen beim SEO-DAY 2016

Durch die Bank war für alle Vortragenden die größten Themen:

  • Crawl Budget
  • AMP
  • Content Marketing
  • Links

Das sind die Themen, die derzeit die SEOs umtreiben.

SEO-Tipps von Tobias und Felix

Los ging es mit einem tollen Vortrag von Tobias Fox, der einige sehr spannende Einsichten in den Punkt Keyword-Recherche gab. 13 direkt umsetzbare SEO-Tipps hat Tobias aus dem Hut gezaubert. Gerade im Bereich B2B finden viele Unternehmen es sehr schwierig, passende Keywords zu finden.

Impulse für das Finden neuer Keywords könnten dabei sein: Werkstoffnummern, Materialbeschaffenheit, Branchentrends (Industrie 4.0 z.B.), Sicherheitsnormen, Prüfnormen, Industrie-Standards, physikalische Berechnungen, Zoll- und Einfuhrbestimmungen und und und.

SEODAY Vortrag Tobias Fox

Tobias führte von der Recherche hin zur absoluten Killer-Content-Keyword-Map-mit-SEO. Und wie man mit Google-Docs wichtige Tagesaufgaben löst, zeigte Tobias mit dem Hinweis auf die Website CTRLQ.ORG, einer Sammlung nützlicher Google-Tools.

 

Felix Beilharz zeigt wie man Social Signals auswertet und wie die eigene Website in den Suchergebnissen auftauchen sollte. 24 Tipps, mit denen man gerade im Social Bereich punkten kann. Darunter z.B. Answerthepublic, mit der Suchmaschine können Fragen gelistet werden, die gut als Ansatzpunkte für Content Marketing verwendet werden können.

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Beispiel: Stuttgart – Welche Fragen stellen sich nach Stuttgart?

Visualisierte Fragen zum Thema Stuttgart

Spannender Tipp, den ich so noch nicht kannte, ist auch der Serpsimulator, der gute Tipps gibt, wie man die Meta-Description auffrischen kann.

Content-Arten und Netto-Produktionsdauer

Bei Sebastian Erlhofers Vortrag habe ich eine besondere Folie gesehen: Wie lange braucht ein Profi für was? Und dann hat Sebastian Erlhofer hier die benötigten Manntage (oder politisch korrekt: Personentage) aufgeführt:

Wie lange braucht man für ...

Ein ordentliches Whitepaper benötigt 3 Tage Produktionsdauer, Ratgeber 5 Tage, E-Books 10 Personentage und ein ordentlicher Blogbeitrag braucht einen halben Tag. Und da gibt es immer noch Menschen, die glauben, einen guten Artikel könnte man für 20 Euro kaufen. Tsstsstss..

Amazon-SEO und warum das so wichtig ist

Ronny Marx zeigte in seinem Vortrag zu Amazon-SEO, warum Amazon ein wichtiger Bereich ist, wenn man Produkte verkauft.

Amazon-SEO: Wofür würden Sie Amazon nutzen?

55% würden Amazon zum Einkauf von Lebensmitteln nutzen, 65% wären bereit, Reisen bei Amazon zu kaufen. Amazon wird immer mehr das “Google für Produkte” und deshalb sind Optimierungsmaßnahmen dort notwendig. Das Problem dabei: Lediglich 12% einer Produktseite können direkt vom Nutzer beeinflusst werden – umso wichtiger, dass dies dann richtig geschieht.

Dass sich Content lohnt, zeigte der Beitrag von Takevalue anhand von Grafiken auf:

Content lohnt sich

Obiges Schaubild zeigt den Ausbau von Kategorieseiten mit Content und die damit verbundenen “Mehr-Rankings”.

So sieht das Projektteam idealerweise aus

Catbird-Seat zeigt aus den bisher abgeleisteten Projekten, wie ein ideales Team im Content Marketing aussieht:

das-team-im-content-marketing

Aus jedem Bereich sollte es einen Verantwortlichen beim Kunden geben, so das Fazit.

Technical SEO Tipps von Bastian Grimm

Für mich die spannendsten Vorträge waren die beiden Sessions mit Bastian Grimm. Sehr eindrucksvoll zeigte er auf, wie wichtig es ist, mit Crawl Budget planerisch umzugehen. Crawl-Zeit bei Google ist teuer und daher ist es sehr wichtig, das Crawl Budget ordentlich zu nutzen. Wenn die Seite schnell geladen werden kann, dann kann mit dem zur Verfügung stehenden Crawl-Budget auch mehr erreicht werden.

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Sinnvoll dabei ist die Komprimierung von Bildern nach WebP oder die Verwendung der Brotli-Kompression (20 – 30% kleiner) aktuell verwendbar in Chrome, Firefox und Opera.

Wichtig bei der Planung des Crawlings und des Indexings durch Google: Google rendert Websites noch immer mit der Auflösung 1024*768 – und das wird sich im Hinblick auf “Mobile First”, der Verwendung des mobilen Index vor dem Desktop-Index, nicht ändern.

Fazit:

Insgesamt hat sich der SEO-DAY sehr gelohnt, wenn auch die Kombination im Rahmen der Messe etwas unglücklich ist und die Hotelzimmerpreise z.T. um das 3,5-fache erhöht. Von vielen bemängelt war, dass parallel auch der ExpertDay stattfand und somit die Teilnehmer des ExpertDays praktisch keinen Nutzen vom SEODAY hatten. Für mich war die App das nutzloseste Gadget auf dem Event. Hier fehlte eindeutig die Sortierung und Filterung für die einzelnen Vorträge – es war schwierig, den Überblick zu behalten, welche Vorträge wann stattfinden, welche ausfallen und ersetzt werden und so weiter. Diese App hat enormen Nachholbedarf. Vielleicht wäre auch ein “gedrucktes” Programm, das ausliegt, auch hilfreich für die Planung.