Integriertes Marketing - Kundenorientierung

Integriertes Marketing bedeutet die Einwirkung aller Unternehmensabteilungen auf den Kunden zu koordinieren. Die einzelnen Abteilungen eines Unternehmens müssen „Kundendenken“ lernen. Im integrierten Marketing orientieren wir uns am Kunden und dessen Zufriedenheit.

Zentrales Ziel ist es, alle Aktivitäten (also alle Marketing-Instrumente) in Gleichklang zu bringen, denn nur dadurch entstehen Synergieeffekte mit entsprechender Sogwirkung.

Dabei ist die Unternehmensgröße egal und selbst der Handel, dem manch einer einen permanenten Wandel nachsagt, ist davon nicht ausgeschlossen. Es ist heute nicht ausreichend, mit Schlagworten auf die Kunden loszugehen, sondern echte Antworten müssen her. (Quelle: Wirtschaftslexikon24)

 

Kundenorientierung im Fokus

Integriertes Marketing bedeutet, dass sämtliche Unternehmensabteilungen gemeinsam auf den Kunden einwirken und sich auf dessen Zufriedenheit konzentrieren. Es geht über das einfache Koordinieren von Marketingaktivitäten hinaus – es erfordert ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Zielgruppe.

Unabhängig von der Unternehmensgröße und selbst in Branchen, die als ständigem Wandel unterworfen gelten, ist die Kundenorientierung ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor.

 

Zielgruppe kennen

Nur wer den Kunden kennt, kann integriertes Marketing betreiben. Hier sind folgende Daten wichtig zu kennen:

  • Demographie (Alter, Geschlecht, Wohnort, Einkommensgruppe, etc.)
  • Umgebungsvariablen (Browser, Betriebssystem, Desktop oder mobil bevorzugt etc.)
  • Verhalten (Suchpräferenzen, Kaufpräferenzen, Bedürfnisse, Problemstellung etc.)

Zu einem großen Teil lassen sich diese Punkte durch Analyse, wie z.B. unserer Neukundenanalyse herausfinden, teilweise muss aber auch auf historische Daten und Kundenfragen zurückgegriffen werden.

 

Zielgruppen gezielt ansprechen

Wenn die Zielgruppe bekannt ist, kann diese entsprechend der Wirtschaftspsychologie angesprochen werden. Betriebt man einen Online-Shop für Tuning-Teile, dann ist eine wortreiche, persönliche Ansprache eher fehl am Platz. Genauso werden Beauty-Produkte nicht mit Fakten, formaler Ansprache und dem Verzicht auf Storytelling verkauft.

Hierin zeigt sich, wie wichtig es ist, die Zielgruppe zu kennen, weil sonst bereits Kunden beim ersten Betreten der Website verloren gehen und eine hohe Absprungrate die Folge ist.

Es geht also nicht nur um Content, sondern vor allem um den Nutzen der Inhalte. Während der Inhalt und die Relevant für das Ranking bei Google eine entsprechende Wichtigkeit besitzt, darf die Nutzbarkeit für die Zielgruppe nicht aus dem Auge verloren werden. Was nutzt der tollste Inhalt, wenn er für am üblichen Nutzer des Unternehmens vorbeigeht.

Beispiele für die Integration von zusätzlichem Nutzen:


Nutzer der Seite von "Jump to Move" sehen direkt, wie voll der Kurs bereits ist und ob er stattfindet (+ ab wie vielen Teilnehmern der Kurs stattfindet)

 

Problemlösung als Erfolgsprinzip

Integriertes Marketing geht über den reinen Verkauf von Produkten hinaus. Wer die Zielgruppe kennt und anspricht, muss sich gleichzeitig als Problemlöser präsentieren. Die Website und der Online-Shop sollten als Anlaufstelle für die Bedürfnisse der Kunden dienen. Nur so können Produkte und Dienstleistungen sich quasi von selbst verkaufen.

 

Design als Schnittstelle zur Zielgruppe

Das Design spielt eine zentrale Rolle im integrierten Marketing. Sowohl die Bildsprache als auch die Texte müssen die Zielgruppe ansprechen, deren Probleme lösen und zum Handeln animieren. Eine entsprechende Bildansprache gehört hier ganz klar dazu.

Natürlich muss das Design der Seite nicht nur ästhetisch ansprechend sein, sondern auch funktional. Das bedeutet, die Navigation muss logisch aufgebaut sein, und die technischen Anforderungen müssen erfüllt werden. Zudem sollte die Benutzerfreundlichkeit der Website auf die Zielgruppe abgestimmt sein. 

Den besten Nutzen verschaffen Internetseiten, die ganz gezielt die wichtigsten Inhalte präsentieren:


Storytelling auf neuen Kanälen

Wie ist die Zielgruppe im Web unterwegs und welche Applikationen nutzt diese?

Viele Unternehmen nutzen den klassischen Newsletter oder die Facebook-Seite für die Kommunikation mit dem Kunden. Aber ist das auch genau das, was der Kunde nutzt?

Wenn wir im Bereich integriertes Marketing von Storytelling bei Newslettern reden, dann bedeutet das nicht, dass im wöchentlichen Newsletter die selben, bald langweiligen, Produkte angepriesen werden. Wer z.B. bei Brille24 eine Brille kauft, wird Woche für Woche mit Angeboten für neue Brillen niedergeschmettert. Kauft aber jemand sofort eine neue Brille, wenn er gerade investiert hat? Storytelling heißt hier: Bieten Sie Zusatzangebote, wie z.B. Kontaktlinsen, Putzmittel und weitere Zusatzangebote an.

Je besser die eigene Zielgruppe analysiert wird und je genauer man über die Einkäufe Bescheid weiß, desto gezielter lässt sich eine Kundenbeziehung aufbauen.

 

Die Herausforderungen sozialer Kanäle

Auch die Nutzung von sozialen Kanälen betrifft das und im Zweifel ist es sinnvoller, die Facebook-Präsenz einzustampfen, wenn man damit seine Kunden nicht (mehr) erreicht. Die meisten Jugendlichen nutzen WhatsApp oder SnapChat zur Kommunikation und z.B. Instagram für Bilder und so weiter… Jugendliche nutzen keine Plattform, auf der mittlerweile die eigenen Eltern herumturnen. Wer also Jugendliche erreichen möchte tut gut daran, Facebook nicht als zentrales Instrument zu verwenden.

Genauso kann ein Einzelhändler, der zentral arbeitet, seine Überhänge über AdWords- oder Google-Shopping-Aktionen verkaufen. Er kann auf Amazon seine Produkte einstellen, um über das Ladengeschäft hinaus zu verkaufen und er kann vor allem eines: gefunden werden.

Machen wir uns nichts vor: Einzelhändler müssen heute mehr tun, als ihren Kunden eine Sitzgelegenheit und ein Glas Wasser anzubieten. Er muss seine Zielgruppe kennen und entsprechende Angebote bieten.

  • Ist seine Zielgruppe mobil, dann sind kostenlose Parkplätze erste Sahne
  • Ist die Zielgruppe sehr an Technik orientiert, braucht er ein spezielles Portfolio. Und ein solches Portfolio ist nur dann sinnvoll, wenn der Einzelhändler auch über den Ortsrand hinaus verkaufen kann.
  • Ist die Zielgruppe an Gesundheit interessiert, wie z.B. ordentliche Matratzen weil der Rücken schmerzt, dann werden Fachberatung und spezielle Produkte benötigt.

     

Und dieses Mehr an Leistungen rentiert sich nur dann, wenn es besser präsentiert wird. Es genügt also nicht, wenn man in Google gefunden wird, wenn die Zielgruppe mit dem Apple-Telefon unterwegs ist und deren Navigation nutzt. Dann sollte das Unternehmen mit genauer Anschrift, Telefon und Öffnungszeit auch dort gefunden werden.

Hier lohnt sich die Investition in Local SEO von SEYBOLD, damit das Unternehmen über die wichtigsten Verzeichnisse und Apps, die von der Zielgruppe genutzt werden, auch gefunden wird.

 

Fazit

In der Welt des integrierten Marketings sind Analyse, Ausrichtung, Mehrwert und Präsenz die Schlüsselbegriffe. Nur durch ein tiefes Verständnis für die Zielgruppe, die Integration verschiedener Marketingkanäle und das Angebot von echten Lösungen kann erfolgreiches Marketing im und außerhalb des Internets erreicht werden. Unsere Aufgabe ist es, diese Prinzipien zu verstehen und strategisch anzuwenden, um die Erfolgsgeschichte unserer Marke zu gestalten.