Integriertes Marketing ist Kundenorientierung
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Integriertes Marketing bedeutet die Einwirkung aller Unternehmensabteilungen auf den Kunden zu koordinieren. Die einzelnen Abteilungen eines Unternehmens müssen “Kundendenken” lernen. Im integrierten Marketing orientieren wir uns am Kunden und dessen Zufriedenheit.

Zentrales Ziel ist es, alle Aktivitäten (also alle Marketing-Instrumente) in Gleichklang zu bringen, denn nur dadurch entstehen Synergieeffekte mit entsprechender Sogwirkung.

Dabei ist die Unternehmensgröße egal und selbst der Handel, dem manch einer einen permanenten Wandel nachsagt, ist davon nicht ausgeschlossen. Es ist heute nicht ausreichend, mit Schlagworten auf die Kunden loszugehen, sondern echte Antworten müssen her. (Quelle: Wirtschaftslexikon24)

Zielgruppe kennen

Nur wer den Kunden kennt, kann integriertes Marketing betreiben. Hier sind folgende Daten wichtig zu kennen:

  • Demographie (Alter, Geschlecht, Wohnort, Einkommensgruppe, etc.)
  • Umgebungsvariablen (Browser, Betriebssystem, Desktop oder mobil bevorzugt etc.)
  • Verhalten (Suchpräferenzen, Kaufpräferenzen, Bedürfnisse, Problemstellung etc.)

Zu einem großen Teil lassen sich diese Punkte durch Analyse, wie z.B. unserer Neukundenanalyse (Industriepreis 2013 – Best of Service & Dienstleistung) herausfinden, teilweise muss aber auch auf historische Daten und Kundenfragen zurückgegriffen werden.

 

Zielgruppen gezielt ansprechen

Wenn die Zielgruppe bekannt ist, kann diese entsprechend der Wirtschaftspsychologie angesprochen werden. Betriebt man einen Online-Shop für Tuning-Teile, dann ist eine wortreiche, persönliche Ansprache eher fehl am Platz. Genauso werden Beauty-Produkte nicht mit Fakten, formaler Ansprache und dem Verzicht auf Storytelling verkauft.

Hierin zeigt sich, wie wichtig es ist, die Zielgruppe zu kennen, weil sonst bereits Kunden beim ersten Betreten der Website verloren gehen und eine hohe Absprungrate die Folge ist.

 

Integriertes Marketing heißt auch: Problemlöser sein

Wer die Zielgruppe kennt und diese konkret anspricht, der weiß auch um die Probleme der Zielgruppe. Website und Online-Shop müssen zum Problemlöser werden, dann verkaufen sich die Dienstleistungen und Produkte wie von selbst.

 

Design anpassen

Das Design wird der Zielgruppe gerecht. Sowohl die Bildsprache, als auch die Texte müssen die Zielgruppe ansprechen, deren Probleme lösen und Mut machen, zu konvertieren (Anfrage, Kauf, etc.). Eine entsprechende Bildansprache gehört hier ganz klar dazu.

Natürlich muss das Design der Seite stimmig sein. Das bedeutet, die Navigation ist sinnvoll eingesetzt, Aufbau und Design der Website ist geschmackvoll und die technischen Anforderungen werden alle erfüllt. Darüber hinaus muss aber auch die Handhabung auf den Kunden (Zielgruppe) abgestimmt sein.

Den besten Nutzen verschaffen Internetseiten, die ganz gezielt die wichtigsten Inhalte präsentieren:

bing

www.bing.de

brennholzde

www.brennholz.de

google

www.google.de

google

www.check24.de

 

Ausrichtung auf die Zielgruppe

Es geht also nicht nur um Content, sondern vor allem um den Nutzen der Inhalte. Während der Inhalt und die Relevant für das Ranking bei Google eine entsprechende Wichtigkeit besitzt, darf die Nutzbarkeit für die Zielgruppe nicht aus dem Auge verloren werden. Was nutzt der tollste Inhalt, wenn er für am üblichen Nutzer des Unternehmens vorbeigeht.

Beispiele für die Integration von zusätzlichem Nutzen:

jtm

Kalenderintegration bei Jump to Move zur direkten Buchung/Reservierung

seg24

Freie Plätze bei Segtravel24 und die direkte Buchbarkeit

Nächste freie Termine bei Kreativ Kochen mit Regina Martensen

Nächste freie Termine bei Kreativ Kochen mit Regina Martensen

 

Storytelling auf neuen Kanälen

Wie ist die Zielgruppe im Web unterwegs und welche Applikationen nutzt diese?

Viele Unternehmen nutzen den klassischen Newsletter oder die Facebook-Seite für die Kommunikation mit dem Kunden. Aber ist das auch genau das, was der Kunde nutzt?

Wenn wir im Bereich integriertes Marketing von Storytelling bei Newslettern reden, dann bedeutet das nicht, dass im wöchentlichen Newsletter die selben, bald langweiligen, Produkte angepriesen werden. Wer z.B. bei Brille24 eine Brille kauft, wird Woche für Woche mit Angeboten für neue Brillen niedergeschmettert. Kauft aber jemand sofort eine neue Brille, wenn er gerade investiert hat? Storytelling heißt hier: Bieten Sie Zusatzangebote, wie z.B. Kontaktlinsen, Putzmittel und weitere Zusatzangebote an.

Je besser die eigene Zielgruppe analysiert wird und je genauer man über die Einkäufe bescheid weiß, desto gezielter lässt sich eine Kundenbeziehung aufbauen.

Auch die Nutzung von sozialen Kanälen betrifft dies und im Zweifel ist es sinnvoller, die Facebook-Präsenz einzustampfen, wenn man damit seine Kunden nicht (mehr) erreicht. Die meisten Jugendlichen nutzen WhatsApp oder SnapChat zur Kommunikation und z.B. Instagram für Bilder und so weiter… Jugendliche nutzen keine Plattform, auf der mittlerweile die eigenen Eltern herumturnen. Wer also Jugendliche erreichen möchte tut gut daran, Facebook nicht als zentrales Instrument zu verwenden.

Genauso kann ein Einzelhändler, der zentral arbeitet, seine Überhänge über AdWords- oder Google-Shopping-Aktionen verkaufen. Er kann auf Amazon seine Produkte einstellen, um über das Ladengeschäft hinaus zu verkaufen und er kann vor allem eines: gefunden werden.

Machen wir uns nichts vor: Einzelhändler müssen heute mehr tun, als ihren Kunden eine Sitzgelegenheit und ein Glas Wasser anzubieten. Er muss seine Zielgruppe kennen und entsprechende Angebote bieten.

  • Ist seine Zielgruppe mobil, dann sind kostenlose Parkplätze erste Sahne
  • Ist die Zielgruppe sehr an Technik orientiert, braucht er ein spezielles Portfolio. Und ein solches Portfolio ist nur dann sinnvoll, wenn der Einzelhändler auch über den Ortsrand hinaus verkaufen kann.
  • Ist die Zielgruppe an Gesundheit interessiert, wie z.B. ordentliche Matratzen weil der Rücken schmerzt, dann werden Fachberatung und spezielle Produkte benötigt.

Und dieses Mehr an Leistungen rentiert sich nur dann, wenn es besser präsentiert wird. Es genügt also nicht, wenn man in Google gefunden wird, wenn die Zielgruppe mit dem Apple-Telefon unterwegs ist und deren Navigation nutzt. Dann sollte das Unternehmen mit genauer Anschrift, Telefon und Öffnungszeit auch dort gefunden werden.

Hier lohnt sich die Investition in LocalSEO von SEYBOLD, damit das Unternehmen über die wichtigsten Verzeichnisse und Apps, die von der Zielgruppe genutzt werden, auch gefunden wird.

Fazit:

Analyse der Zielgruppe, Ausrichtung auf die Zielgruppe, Mehrwert für die Zielgruppe und Präsenz bei der Zielgruppe. Das ist die Lösung für erfolgreiches Verkaufen im und außerhalb des Internets.