Sichtbarkeitsmanagement umfasst alle Maßnahmen, die zur Optimierung der Sichtbarkeit im Internet notwendig sind. SEO (Suchmaschinenoptimierung) ist teil des Sichtbarkeitsmanagements, ebenso wie z.B. Faceabook-Anzeigen oder Google AdWords oder die sozialen Netzwerke im Rahmen der Social Communication zwischen Unternehmen und Kunde.

Google SEO Tipp wie lange dauert seo

Wie lange dauert es, bis Suchmaschinenoptimierung Ergebnisse liefert?

Wie lange dauert es, bis SEOs mit Suchmaschinenoptimierung erste Ergebnisse liefern können?

Das ist eine der Fragen, zu denen veröffentlichte Google auf dem Google Webmasters Video-Kanal ein „How-To“-Video darüber (wir berichteten auf den Social Media Kanälen davon bereits am 14.02.).

Ein Punkt darin war die Frage: „Wie lange dauert es, bis eine Website Verbesserungen sieht, die durch SEO-Änderungen kommen?“

Googles Maile Oyhe sagte:

„In den meisten Fällen werden SEOs vier Monate bis zu einem Jahr benötigen, bis Ihr Unternehmen erste Verbesserungen durch die Umsetzung erlebt. Und dann werden Sie einen potenziellen Nutzen daraus sehen.“

Google SEO Tipp wie lange dauert seo

Spannend daran ist, dass Google sich überhaupt zu einer solchen Äußerung hergibt. Eine Frage, die sich SEO-Neulinge stellen oder aber Unternehmer, die wissen wollen, wie schnell sich die Veränderungen bemerkbar machen. Es dauert als zwischen 4 Monaten und einem Jahr, bis ein SEO Probleme identifiziert, die Änderungen vornimmt und dann die Verbesserungen in den Suchergebnissen bemerkbar werden.

Das Video ist eine gute Aufklärung, um vor allem SPAM-SEOs zu identifizierten. Viele Website-Besitzer wollen die Ergebnisse aus SEO-Arbeit schnell erleben, aber das ist oft unrealistisch, wenn man auf negativen SEO-SPAM verzichten möchte. Sogenannte Garantien bedeuten also meist aggressive Spam-Techniken oder schnelle Rankings über Google AdWords.

Rankings in 2 Wochen sind einfach unrealisitisch ohne den Einsatz von „dunklen Methoden“. Im Gegenteil, das kann auch zu Abwertungen führen. (Vgl. hierzu: Google Penguin 4.0 – Echtzeit Abstrafungen).

Ausnahmen für schnellere Ranking-Ergebnisse gibt es natürlich auch: Überall dort, wo technische Probleme bestehen, wie z.B. Blockieren des Googlebots beim Crawling, Verwendung falsche Meta-Tags (z.B. NoIndex-Tag) oder dem entfernen massiver negativer Links (Link Risk Management) sind schnellere Ergebnisse realistisch.

Das Video aus dem Google Webmasters Kanal sehen Sie hier:

 

Weitere Informationen zum Thema:

SEO Irrtümer - 9 Gründe für schlechtes Ranking

SEO-Irrtümer: Die Kunst unsichtbar zu bleiben

Heute erscheint bei Impulse Online das Interview zum Thema SEO-Irrtümer mit mir.

SEO-Irrtümer: 9 Gründe, warum Ihr Unternehmen bei Google unsichtbar ist

Und darum geht es:

Alle wollen die Nummer 1 sein – das gilt auch für die Suchergebnisse bei Google. Doch viele Unternehmen verbauen sich die Chancen auf eine Top-Platzierung: weil sie auf SEO-Irrtümer hereinfallen. Impulse zeigt die 9 häufigsten SEO-Irrtümer auf.

  • Irrtum 1: Wenn ich wichtige Schlüsselbegriffe auf meiner Seite verstecke, nutzt das meiner Platzierung bei Google.
  • Irrtum 2: Einmal optimiert, bleibt meine Seite für immer auf den vorderen Plätzen bei Google.Irrtum 3: Je häufiger ich das Keyword in einen Text packe, desto besser wird er gefunden.
  • Irrtum 4: Das beste Keyword für meine Seite ist eins, das möglichst viele Menschen suchen.

  • Irrtum 5: Mit gekauften Links von fremden Webseiten kann ich mein Ranking ganz einfach verbessern.
  • Irrtum 6: Google-Optimierung wirkt sofort.
  • Irrtum 7: Alles, was es zu SEO zu wissen gibt, kann ich einfach googeln.
  • Irrtum 8: SEO überlasse ich einfach meinem Programmierer.
  • Irrtum 9: Wenn meine Kunden mich über Google finden können, brauche ich mich nicht mehr weiter um Marketing zu kümmern.

Den ausführlichen Text gibt es bei Impulse.de

 

 

Außerdem:

Klickraten nach Branche

Google AdWords – Welche CTR ist gut in meiner Branche?

Herausragende CTR erzielen - Wie erzielt man bessere Klickraten als die Mitbewerber?

AdWords Nutzer stehen häufig vor der Frage, ob die Klickrate, die sie in AdWords erzielen, gut oder schlecht ist. Prinzipielle Aussage vieler Dienstleister war bisher: "Wenn die CTR oberhalb 2% ist, dann ist das herausragend."

Larry Kim von Worldstream hat nun eine Übersicht in SEJ veröffentlicht, die Klickraten (CTR) je Branche veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich:

2% Klickrate ist bei E-Commerce eher überdurchschnittlich und bei Dating-Portalen eher unterirdisch.

Übersicht CTR (Click-Through-Rate) nach Branche

CTR - Klickraten nach Branche

Klickrate nach Branche: Quelle: WordStream

Analysiert wurden die folgenden Branchen:

Branchen

Engagement, Automobil, B2B, Consumer Services, Dating-Portale, E-Commerce, Weiterbildung, Arbeitsmarkt/Stellenmarkt, Finanzen & Versicherungen, Gesundheit & Medizin, Haus & Garten, Industrie,  Recht, Immobilien, Technologie, Reise.

Die durchschnittlichen Klickraten sind bei Anzeigen 1,91% und im Display-Netzwerk 0,35%.

Auf die Branchen runtergebrochen bedeutet das folgendes Ranking:

Erfolgreichste Branchen

AdWords-Anzeigen (beste Klickraten nach Branchen)

  • Dating
  • Finanzen & Versicherungen
  • B2B
  • Consumer Services (Verbraucher)
  • Technologie

Im Display Netzwerk, also bei Anzeigen auf fremden Webseiten, wird wie folgt geklickt (nach Branchen)

  • Technologie
  • Dating
  • Soziales Engagement
  • Recht
  • E-Commerce

In AdWords ist also auch je nach Branche eine unterschiedliche Strategie spannend. Während in einigen Branchen auf Display-Anzeigen eigentlich fast komplett verzichtet werden kann (Arbeitsmarkt/Stellenmarkt, Consumer Services/Verbraucher, B2B, Weiterbildung, Immobilienmarkt), gibt es Branchen, bei denen die Klickraten aus dem Display-Netzwerk ordentlich sind (vor allem Technologie).

CTR (Klickrate): Eigene Leistung einschätzen

Larry Kim von Worldstream empfiehlt bei der eigenen Einschätzung der CTR die folgende Klassifizierung:

Anzeigenleistung der Branche im Verhältnis zur durschnittlichen Klickrate (Average CTR)
Position (Prozentual)Erwarteter CTRAuszeichnung
0% - 50%Unterhalb des erwarteten CTR.Sehr schlechte Ausbeute
("Junky Advertisers")
Top 15%2x höherSehr gute Anzeige
("Awsome Advertisers")
Top 5%3x höherSuper Anzeige
("Super Awesome Advertisers")
Top 1%6x höherSpitzenleistung
("Unicorns")

Herausragende Anzeigen erstellen

Herausragende Anzeigen haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Jedes Keyword im Konto hat einen hochen Qualityscore (Qualitätsfaktor)
  • Verwendung von Negativ-Keywords (reduziert unnötige Ausgaben)
  • Prozentual hohe Ausspielung der Anzeige (Google zeigt also, dass diese Anzeige wichtig ist)
  • Sehr hoher CTR, teilweise zweistellig, bis zu 6-fach höher als bei den Mitbewerbern
  • Spezifische Long-Tail-Keywords
  • Aktivität im Konto ist sehr hoch - es wird konstant verbessert

Diese Anzeigen profitieren aber nicht nur von höheren Klickraten. Diese Anzeigen werden öfters ausgespielt (angezeigt), bessere Position der Anzeige, kleinere Kosten pro Klick, kleinere Kosten pro Conversion.

Strategie: So erstellen Sie herausragende Anzeigen

Verwenden Sie hoch kommerzielle Keywords.

Keywords hierfür sind:

  • Kaufen, Rabatt, Gutschein, Versandkostenfrei etc.
  • Marken
  • Spezifische Produkte
  • Beste, billigste, preiswerteste
  • Vergleich
  • Review (Bewertung)
  • Test

Beispiele für Long Tail Keywords wären:

Bester Preis iphone Handyhülle

  • Kann ich ein iphone in england, finnland, frankreich kaufen
  • iphone kaufen ohne vertrag
  • iphone ohne vertrag
  • vergleich iphone samsung

Verwenden Sie lokale Keywords

  • Stuttgart Fitnesstrainer
  • Abnehmen in Stuttgart
  • Personal Trainer Stuttgart

Vermeiden Sie informative Keywords

Informative Keywords sind Suchworte, bei denen der Suchende Antworten im Wikipedia-Style erwartet, also eher informierende Informationen

  • Was ist eloxieren?
  • Wie tanzt man Tango?

(Quellen:

SearchEngine Journal Artikel

WordStream - Das Geheimnis hinter 3fach besser funktionierenden Anzeigen

Wordstream (high commercial intent keywords)

Wordstream (Typen von Suchanfragen)

Nachstehendes Video zeigt eine Webinar-Aufzeichnung von WordStream

WEBINAR: 3 Mal höhere Klickraten erzielen

Wichtiger als CTR: der ROI

Nach dem Vergleich in der Branche - der als erster Punkt anzusehen ist, bleibt trotzdem eine zentrale Frage. Was ist, wenn trotz gutem CTR einfach kein Geld hängen bleibt? Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein CTR >5% richtig gut ist, bleibt am Ende doch eine noch wichtigere Komponenten: der ROI (Return On Invest).

Es nutzt keine noch so erfolgreiche Kampagne in AdWords mit hohem CTR, wenn der erwirtschaftbare Gewinn dahinter nicht die Kosten deckt. Kurzfristig kann das eine Strategie sein - aber langfristig?

Welcher CTR führt bei hochpreisigen Keywords zu bestem ROI?

Beispiel 1: Schlüsseldienst

Schlüsseldienst-Keywords kosten locker bis zu 27 Euro pro Klick. Viele seröse Notöffner bieten ihre Leistungen um die 100 Euro inkl. Anfahrt an. Wenn nur jeder zweite Interessent, der auf eine Anzeige klickt, auch tatsächlich eine Türöffnung bestellt, dann bleibt dem Dienstleister für Anfahrt und Öffnung der Türe noch knapp die Hälfte. Ein Gewinn - sofern er denn mit diesen Werbekosten realisierbar ist - bleibt sehr mager.

Das führt viele Anbieter dazu, nur noch am Wochenende oder in der Nacht die teure Werbung zu schalten, weil dann wesentlich höhere Pauschalen für die Öffnung einer Tür verlangt werden kann, denn bei 200 oder gar 300 Euro für eine Öffnung ist auch die Werbung dafür bezahlbar.

Zugegeben ein sehr drastisches Beispiel. Aber selbst bei kleinen AdWords-Beträgen muss man rechnen.

Beispiel 2: Teppichreinigung

Ein lokaler Anbieter für hochwertige Teppichreinigung verbraucht im Monat für AdWords insgesamt 400 Euro inkl. Handling für die Agentur, also eher ein sehr, sehr kleines Budget. Damit realisiert er bei durchschnittlichen Klickkosten von 1,75 Euro für seine Keywords und Impressionen von rund 700 pro Monat dann 170 Interessenten (Klicks).

Das entspricht einem CTR von 24,29% (700 Einblendungen bei 170 Klicks).

Von diesen 170 Interessenten erhält er 10% Anfragen, also 17 Menschen, die eine professionelle Teppichreinigung über AdWords anfragen. Von diesen 17 Personen verstehen dann 5 Personen, dass eine Reinigung für einen Orientteppich einfach nicht für 50 Euro realisierbar ist. Er gewinnt 5 Kunden für eine Reinigung um 100 Euro. Er konnte also mit 400 Euro einen Umsatz von 500 Euro realisieren. Rechnen wir großzügig und ihm bleiben 50% davon als Gewinn (Umsatzrendite), dann realisiert er 250 Euro Gewinn mit 400 Euro Einsatz.

Er hat also 500 Euro Umsatz. Darin stecken Kosten in Höhe von 250 Euro (50%) für die Erledigung des Auftrages. Dazu kommen noch 400 Euro Werbungskosten = 650 Euro. Diesen 650 Euro stehen 250 Euro Gewinn entgegeben.

Macht einen ROI von 38,5%

Trotz gutem CTR von knapp 25% also rund 60% Verlust.

Als kurzfristige Maßnahme, um einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen, ist das für einen Zeitraum so akzeptabel, aber dann muss ein positiver ROI erreicht werden.

Gelingt es ihm, mit diesem Betrag die ganzen 17 Kunden zu erreichen, sieht das im ROI schon besser aus, nämlich 68%. Immer noch eine Geldvernichtungsmaschine - aber betrachten wir Werbung hier als Imagewerbung, dann sehen wir, dass dadurch eine Steigerung des Images erzielt werden kann.

Verkauft der Teppichreiniger nun auch noch Orientteppiche, so stellt er sich durch sein Fachwissen als Spezialreinigungsunternehmen deutlich positiv dar, verkauft auch noch einen Orientteppich pro Monat, dann sieht die Rechnung mit ROI ganz anders aus.

Macht er allerdings nur Reinigungen, dann ist hier AdWords nicht zielführend - oder braucht ein Produkt, mit dem mindestens das doppelte an Gewinn realisiert werden kann, als die Kosten für Herstellung und Werbung sind.

Beide Beispiele zeigen, dass der CTR allein nicht zum Erfolg führt, sondern der ROI genauso betrachtet werden muss.

Bonus: Wichtige Tipps für eine gute Anzeige mit hohem CTR

1. Testen Sie mehrere Anzeigen

Nehmen Sie unterschiedliche Anzeigen für die jeweilige Kampagne und testen Sie, welche Anzeige besser ankommt. Unterscheiden können sich die Anzeigen zum Beispiel in der Titelzeile oder aber durch die Verwendung unterschiedlicher Call-to-Action-Aufforderungen (CTA)

2. Optimieren Sie Anzeigentitel und Call-to-Action

Anzeigentext und -titel sollten relevant zu Ihrem Angebot sein - und dazu dann noch ein ordentlicher Kaufaufforderung bzw. eine eindeutige Handlungsaufforderung (neudeutsch CTA - Call to Action).

Ein solcher CTA wäre zB.

  • "Gratis anmelden"
  • "Jetzt günstige Angebotspreise sichern"
  • "Rufen Sie jetzt an"
  • usw.

3. Verwenden Sie "Negative Keywords"

Negative Keywords sind für die Anzeigenkampagne immens wichtig, denn dadurch verbessern Sie die Klickhäufigkeit auf die Anzeige. Gibt es Worte, die einfach nicht passen, können die entsprechend ausgeschlossen werden.

4. Nutzen Sie die Anzeigenerweiterungen

Über die Anzeigenerweiterung können weitere Elemente in der Anzeige verwendet werden, z.B. die Telefonnummer, Seitenweite Links, Rezensionserweiterungen (die 5 Sterne) etc.

5. Zielgruppe kennen

Es hilft ungemein, wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen und ganz gezielt dafür Anzeigen erstellen. Eine Zeilgruppe können Menschen in einer Region oder einem Land sein, es können aber auch Personen sein, die Sie ganz speziell erreichen wollen. Möchten Sie als Steuerberater zum Beispiel Gesellschafter in familiengeführten Unternehmen als Kunden gewinnen, dann braucht es auch eine gewisse Durststrecke bei der Erarbeitung des geeigneten Werbetextes, um die "ungeliebten" Kunden zu entfernen. Hier ist einfach auch Geduld gefragt.

6. Anzeigen online gestalten

Ein tolles Tool, um eine Anzeige zu testen kommt von meinen Kollegen und Kooperationspartnern bei AdTraffic.

Anzeigen Tool für AdWords

Generieren Sie Anzeigen für mobil und Desktop

Weitere Themen:

  • https://seybold.de/ihre-adwords-anzeige-wird-nicht-geklickt-was-tun/
  • https://seybold.de/leistungen/adwords-optimieren/
  • https://seybold.de/adwords-budget-optimieren-und-das-optimale-adwords-budget-herausfinden/

Twitter-answer-by-gary-illyes

Verlorene Backlinks – Wo SEO Tools uns täuschen

Im Rahmen eines Kundenauftrags zur Sichtbarkeitsanalyse habe ich mich den Backlinks gewidmet. Ganz speziell den verlorenen Links. Dabei sind mir spannende Dinge aufgefallen.

AHREFS, ein bekanntes und beliebtes Tool zur Analyse von Backlinks, lieferte mir zahlreiche verlorene Backlinks in den letzten Wochen.

Der obige Screenshot zeigt verweisende Seiten mit z.T. sehr ordentlichen Domain Ratings auf Weiterleitungen, bei denen der Link entfernt wurde („Link removed“).

Eine Sichtprüfung des Links jedoch ergab, dass die Verlinkung sehr wohl noch funktioniert. Gemessen mit den Link Redirect Trace, einem Chrome-Plugin Link Research Tools, zeigt die tatsächliche Verlinkung.

LinkRedirectTrace - Beweis der Weiterleitungen

3xx Weiterleitungen und ihre Bedeutung

Der funktionierende Link zeigt eine Weiterleitungen vom Typ 301 und vom Typ 302. Per Definition sind diese wie folgt einzustufen:

301 – Weiterleitungen gelten als „permanent verschoben“. Diese Verlinkungen geben alle Linkpower an den Ziellink weiter.

302 – Weiterleitungen gelten als Status „found“ und sind Weiterleitungen, die kein Rankingpower weitergeben, so schreibt z.B. OnPage.org in seinem Wiki.

 

Mit diesen Informationen über Redirects im Hinterkopf bedeutet das, dass ein Link, der via 302 weiterleitet, keine Rankingpower übergibt und somit wie ein „removed Link“ zu werten ist.

Wenn dem so ist, dann macht ahrefs alles richtig (übrigens auch Majestic und MOZ sehen das so).

 

Widerlegung: 302 übergibt Rankingpower

Leider gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass 302-Weiterleitungen eben doch Rankingpower mit geben. Zu allererst ist da die Analyse meines Kollegen Derek Devlin. Er konnte nachweisen, dass Penalties, also Abstrafungen von Google, sehr wohl weitergegeben werden.

 

Christoph Cemper von Link Research Tools konnte in einem Test nachweisen, welche Weiterleitungen momentan den höchsten Einfluß auf das Ranking in den Suchmaschinen hat. Im Juli 2016 hat Google bestätigt, dass alle 30x-Weiterleitungen auch PageRank vererben.

Auch wenn PageRank tot ist, bedeutet dies, dass die Wertigkeit eines Links weitergegeben wird, egal mit welchem Redirect dies geschieht.

Dazu habe ich mich bei Gary Illyes rückversichert.

Twitter-answer-by-gary-illyes

Generell denke ich: 30x-Weiterleitungen sollten so verwendet werden, wie sie von W3C gedacht waren. Und „found“ ist einfach etwas anderes als „permanently moved“. So sollte das auch für die meisten Suchmaschinen gelten – offensichtlich nicht aber für Google.

Wie Cemper zeigte, sind 302 Redirects im Moment der schnellste Weg bei einem Relaunch zur Backlink-Erhaltung.

Wenn Google sowohl die Abstrafungen als auch die Rankingpower be 30x-Weiterleitungen weitergibt, müssen die Ergebnisse von ahrefs, MOZ und Majestic differenziert betrachtet werden.

Und dies ist – wieder einmal – der Beweis für die alte SEO-Weisheit „Verlasse dich niemals auf ein einziges Tool“.

 

Weiterführende Informationen:

301 Weiterleitungen in großen htaccess Dateien – Falsche Empfehlung

Link Building

Verlasse dich nie auf nur ein SEO-Tool

 

Einhorn-Schokolade – Ritter Sport Server geht down

Montag morgen, 9 Uhr in Waldenbuch. Der Webshop von Ritter Sport ist nicht mehr erreichbar:
Ritter Sport Webshop ist down

Trotz vollmundiger Aussagen, man hätte den Online-Shop im Griff – der Menschenmenge konnte nicht standgehalten werden.

09:20 Uhr: Das Ritter Sport Admin-Team arbeitet verzweifelt daran, den Online-Shop wieder verfügbar zu machen.

Einhorn legt Ritter Sport lahm

Was ging diesem Desaster voraus?

Einhorn Schokolade – Ein echter Erfolg

Flashback: Das Web qualmt und raucht. Es ist magisch. Grund dafür ist die limitierte Einhornschokolade von Ritter Sport. Die glitzernde Schokolade mit dem Wahlspruch quadratisch.magisch.gut. war in aller kürzester Zeit ausverkauft.

Dem Familienunternehmen Ritter Sport ist ein absoluter Marketing-Coup gelungen. Für Dienstag, den 1. November wurde auf 10:00 Uhr angekündigt, es gibt eine Sonderedition:

glittersportUm 10.05 Uhr wurde auf der Facebook-Seite des Unternehmens dann der Verkaufsstart für die Sonderedition (#glittersport) angekündigt.

Facebook Ankündigung

Im Berliner Flaghship-Store war die pinke Schokolade, die ein wenig wie Yogurette schmecken soll, nach wenigen Stunden ausverkauft. Im Fabrikverkauf in Waldenbuch ebenso und sowieso im Online-Shop, wo schon nach kürzester Zeit nichts mehr verfügbar war.

Wer eine ergattern konnte, war glücklich, diese nicht gegessen zu haben. Findige Menschen brachten die Schoki auf EBAY unter die Leute – größere Summen wurden dabei geboten.

Social Media Erfolg Einhornschokolade bei Ebay

Solche Preise stoßen nicht nur den Konsumenten auf, auch das Social Media Team von Ritter Sport hat täglich damit zu kämpfen, dass sich Konsumenten beschweren über die horrenden Preise für die Schokolade.

Social Media Beschwerden

Das Team ist bemüht, die Wogen zu glätten. Bestens vorbereitet und offensichtlich im Umgang mit den Konsumenten gut geschult hatte das Ritter Sport Social Media Team eigentlich alles im Griff.

Jetzt die Idee: Wir legen einfach die Schokolade nochmal neu auf. Und diesmal machen wir vieles besser:

  • Nur eine Bestellung je Kunde
  • Maximal 11 Tafeln können bestellt werden
  • Lieferung in 5 – 7 Wochen
  • Limitiert auf 150.000 Tafeln

So soll jeder, der eine Tafel möchte, auch eine Tafel erhalten können.

Vollmundig verspricht Ritter Sport auf dem Blog:

„Ab kommenden Montag, den 14.11. könnt ihr wieder im Webshop bestellen – hierfür haben wir auch unsere Server-Kapazitäten verbessert und hoffen, dass der Webshop diesmal stabil bleibt.“

Eine Uhrzeit wird nicht genannt und schon bloggen die ersten, es würde 22 Uhr sein. Ab 22 Uhr könne man die Schokolade kaufen. Natürlich erkennt die Masse das:

EinhornGerüchteAuf den Social Media-Kanälen bestätigt Ritter Sport, dass man sich „ab 15 Uhr ein Einhorn ins Haus holen kann“. Allerdings nur auf den Social Media Kanälen – ein krasser Fehler, denn wer die Social Media Kanäle von Ritter Sport nicht abonniert und regelmäßig liest, der weiß nicht seit 11. November 14:30 Uhr, dass die Schokolade ab 15 Uhr bestellbar bleibt.

Wer auf der Website von Ritter Sport sucht, der findet noch um 8:50 keinen Hinweis auf die Uhrzeit, ab der gekauft werden kann.

Und natürlich: Jeder surft die Webseite des Schokoladen-Herstellers aus dem schwäbischen Waldenbuch an. Gleich am Morgen. Die Server halten Stand – bis 9 Uhr.

Ritter Sport: Wenn die Hardware nicht die Versprechungen von Social Media erfüllt

Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass alle Marketing-Abteilungen zusammenlaufen. Wir nennen das Sichtbarkeitsmanagement, wenn es darum geht, über alle digitalen Kanäle mit dem Kunden zu kommunizieren und die Informationen zu verteilen. Enges Verzahnen ist dabei wichtig – eine Abteilung darf man nicht vergessen (… in vielen Unternehmen ist es noch immer so, dass die Administratoren des Webshop-Teams (der Technik) als Laufburschen der Werber dienen… Aber ein Hand in Hand ist wichtig, denn nur wenn jedes Rädchen läuft, dann läufts… zeigt auch dieses Beispiel).

Auf der anderen Seite zeigt das jetzt auch, wie stark die Nachfrage zu erwarten ist… Das Technik Team von Ritter Sport kann jetzt auf 15 Uhr performen – hoffentlich

Aber keine Angst. Wirklich passiert ist nichts. Das Admin-Team von Ritter Sport hat den Server (wieder) zum Laufen gebracht und schon um 09:25 steht zu lesen:

Das Einhorn ist ab 15 Uhr wieder kaufbar

Bleibt abzuwarten, ob Ritter Sport den erneuten Run auf den Server diesmal aushält oder ob wieder alle Systeme ins süße Nirwana verschwinden.

Ab 15 Uhr dann das gleiche Bild. Schon deutlich vor 15 Uhr war der Server nicht mehr erreichbar. Erneut drückt der enorme Ansturm an Kaufwilligen den Magento-Webshop von Ritter Sport in die Knie.

Von einer Optimierung der Serverlast kann hier auf keinen Fall gesprochen werden.

Ritter Sport - Magento Webshop macht die Grätsche

Die Nutzer sind natürlich sehr verärgert.

ritter-sport-unverstaendis

 

Verständlicherweise sind die Nutzer unzufrieden, denn außer den großen Versprechungen wurde nichts gehalten.

Was hätte man machen können?

Möglichkeiten, einen Magento Webshop für großen Ansturm zu optimieren

Die Konfiguration eines E-Commerce-Shops wie ein Magento-Shop ist entscheidend, denn wir leben in einer Welt, in der jede Millisekunde zählt und wir müssen das auf jedem Traffic-Peak beweisen. Konsumenten sind zunehmend ungeduldig geworden und eine langsame Reaktionszeit hat einen negativen Effekt auf die Conversion-Rate. Online Händler müssen sicherstellen, dass der Magento Webshop wachsen kann, indem Server- und E-Commerce-Konfiguration schnell geändert werden kann, wenn es das Unternehmen benötigt.

Ein Magento-Shop ist daher eigentlich dazu da, diese Anforderungen zu erfüllen. Die flexible und leistungsfähige E-Commerce-Plattform kann aber nur skalieren, wenn das perfekte Hosting dazugebucht wird.  Nur eine Multi-Server-Umgebung mit besseren Reaktionszeiten als Standardlösungen ist in der Lage mehr als 5 Millionen Katalogseiten und über eine halbe Million Bestellungen am Tag zu bedienen. Im Ergebnis führt eine Kapazitätssteigerung zu höheren Besucherzahlen und einer verbesserten Conversion Rate. (Im übrigen reduzieren sich durch eine verbesserte Hardware-Effizienz auch die Hosting-Kosten).

 

Ich hätte dem Kunden empfohlen, den Webshop auf ein skalierbares System umzuziehen, vielleicht auch nur kurzfristig. Sehr dafür sprechen die Angebote der Cloud Hosting Dienstleister, wie z.B. Google oder Amazon. Hier findet sich die optimale Kombination aus Daten-Caching, Hardware und Software-Konfiguration zur Verbesserung der Reaktionszeiten und auch eine größere Rechenleistung – zubuchbar, skalierbar.

Die wichtigsten Amazon-Dienste für Magento-Hosting

Amazon Elastic Compute Cloud (EC2)
Amazon Elastic Compute Cloud liefert skalierbare, pay-as-you-go-Berechnungskapazität in der Cloud.

Automatische Skalierung
Mit der automatischen Skalierung kann die Amazon EC2-Kapazität nach festgelegten Bedingungen automatisch nach oben oder unten skalieren.

Elastische Lastverteilung
Elastic Load Balancing verteilt automatisch den eingehenden Anwendungsverkehr auf mehrere Amazon EC2-Instanzen.

Amazon CloudFront (CDN)
Amazon CloudFront ist ein Web-Service, der es ermöglicht, Inhalte mit geringer Latenzzeit über ein globales Netzwerk von Standorten zu verteilen.

Amazon Relational Database Service (RDS)
Amazon Relational Database Service bietet als Webservice die Möglichkeit, eine relationale Datenbank in der Cloud einzurichten, zu betreiben und zu skalieren.

Amazon Route 53
Hochverfügbarer und skalierbarer Domain Name System (DNS) Web Service.

Amazon ElastiCache
Macht „In-Memory-Cache“ in der Cloud zum Kinderspiel.

Amazon Simple Storage Service (Amazon S3)
Skalierbarer Speicher

Vorteile Cloud-Hosting

Durch den Einsatz eines entsprechenden Cloud-Systems gewinnt der Kunde:

  • Flexibilität
    AWS macht das Bedienen und Managen von Servern sehr einfach
  • Geschwindigkeit
    AWS + Magento bietet Ein-Klick-Backup für Testsysteme. Das kann immer dann wichtig sein, wenn große Promotions laufen (wie hier bei Ritter Sport) oder das System aktualisiert werden muss.
  • Verlässliche Performance
    Mit 99,99% Zuverlässigkeit fühlt sich die Website an wie ein Raid-System mit SSD Festplatten und schier unerschöpflichem Plattenplatz.
  • Kostenoptimierung
    Durch die Möglichkeit, das System zu skalieren, muss nur das bezahlt werden, was auch tatsächlich verwendet wird.

Anbieter Cloud Hosting

Wer jetzt die Probleme von Ritter Sport nicht haben möchte, der kann Cloud-Computing kostenlos testen bei:

 

Black Hat SEO vor dem Aus

Im September 2014 bereits berichteten Betreiber von privaten Blog-Netzwerken (PBN) darüber, dass Google damit begonnen hat, diese Netzwerke zu deindexieren.

Damit läutete Google konzentrierte Maßnahmen gegen Black Hat SEO ein. Laut Search Engine Roundtable sind bereits tausende PBNs abgestraft. Zahlreiche Betreiber solcher Sites berichten bereits über den Niedergang ihrer Netzwerke. Ist Black Hat SEO damit vor dem Aus?

Black Hat SEO – Was ist das?

Der Begriff Black Hat kommt aus der Hacker-Szene. Ein „Black Hat“ Hacker ist ein Hacker, der Techniken aus niedrigen Beweggründen nutzt, um Computer zu manipulieren, um damit an Daten zu kommen, die er verwenden kann (Quelle: Moore, Robert (2005). Cybercrime: Investigating High Technology Computer Crime. Matthew Bender & Company, Seite 258).

Black Hat SEO sind demzufolge alle Maßnahmen, die aus dem Grund durchgeführt werden, eine Website mit allen Mitteln kurzfristig auf Platz 1 für ein bestimmtes Keyword zu platzieren.

Was sind PBN?

PBN oder Private-Blog-Networks (private Blog Netzwerke) dienen genau einem solchen Black Hat Zweck. Ein Black Hat SEO kauft viele Domains mit unterschiedlichen Names und Orts-Angaben (sprich: Er verwendet zahlreiche unterschiedliche „Handles“, die nur den Zweck haben zu verschleiern, wer tatsächlich der Besitzer einer solchen Domain ist). Dies erfolgt, damit Google nicht nachvollziehen kann, wer hinter den Domains eigentlich steckt. Durch den Aufkauf abgelaufener Domains mit einem hohen Wert für SEO (gute Backlinks bzw. insgesamt gute Verlinkung und entsprechender Reputation) werden dann weitere Domains zugekauft und in das PBN integriert. Es werden Seiten angelegt, die so untereinander verlinken, dass eine bestimmte Seite gewinnbringend und kurzfristig im Ranking auf die Top-Position manövriert werden kann.

Bei diesen Domains wird ganz konkret das Impressum verschleiert, damit Google hier keinen Zusammenhang zwischen den Domains und der eigentlichen Zielseite erkennt. Zudem werden die Domains bei unterschiedlichen Hostern betrieben, um auch eine räumliche Trennung darzustellen.

Unlängst hat der Gewinner des „größten SEO Wettbewerbs“ von XOVI mit genau diesen Methoden den Wettbewerb und damit einen Smart gewonnen. Noch (25.09.2014) hält sich Rankboost ganz oben mit einem Angebot, das inhaltlich komplett deplatziert ist. Andere Teilnehmer, die über viele Wochen große Energie in inhaltlich hervorragende Seiten investiert haben, wurden mit einer solchen Maßnahme brüskiert.

Solche PBNs dienen also dazu, den Google Index zu spammen, mit informationen

Was unternimmt Google gegen Black Hat SEO?

Bislang war Google ziemlich machtlos gegen ein solches Vorgehen und solche Verschleierungsmethoden boten wenig Möglichkeiten, diese Seiten zu erkennen.

Wenn ein PBN ordentlich aufgestellt ist, dann wird das Impressum „vergessen“, denn wenn es als Bild dargestellt ist, kann es Google lesen. Also kann Google Seiten ohne Impressum identifizieren und ggf. abwerten. Ebenso Seiten mit einem Bild-Impressum.
Schwieriger wird es, wenn ein bewusst gefälschtes Impressum verwendet wird.

Über kurz oder lang muss sich die Black Hat SEO-Gemeinde neue und andere Methoden ausdenken. In jedem Fall müssen diese Methoden überdacht werden, denn Google schläft nicht.

Die Strategie von Google ist klar erkennbar:
Der Pinguin schaut nach Links aus Netzwerken.
Panda 4.0 bewertet Inhalte.
Payday Loan 2.0 rechnet mit besonders „spammigen“ Suchanfragen
Erst kürzlich gab es diese entsprechenden, umfangreichen Updates (Mai 2014).
Dann muss man die Korrekturen an Verlagsseiten (Reduzierung von Pagerank, um diese nicht (mehr) so wichtig darzustellen für Backlinks) als Maßnahme zur Vorbereitung für einen Schlag gegen die PBNs sehen.
(Übrigens: Wer den ganzen Zoo von Google kennenlernen will, also sehen möchte, welches Tier für welches Update steht, der findet hier einen ordentlichen Artikel darüber).

Wer hat Nutzen aus den Google Maßnahmen?

Die Nutznießer dieser Abstrafwelle werden Webseiten sein, die „ordentliches“ SEO betreiben. Es wird dabei spannend anzusehen sein, wie sich die Maßnahmen auf konkurrierende Webseiten auswirken. Wenn Googles Maßnahmen aufgehen, dann müssen diese eine bessere Position erzielen. Bislang waren Websites, die konkret auf Manipulation verzichten und gute Inhalte liefern, gegenüber Black Hat SEO benachteiligt.

Wenn es Google gelingt, diese Maßnahmen auch auf andere Sprachen umzusetzen und weiterhin ein deutliches Zeichen gegen PBNs setzt, gewinnen die Webseiten, die von SEOs optimiert werden, die auf starke Inhalte setzen – aber auch jeder Nutzer der Google-Suchmaschine, der bessere Inhalte geliefert bekommt. Bleibt die Hoffnung, dass Google bei diesem Experiment keine Kollateralschäden unterlaufen und man bald von zahlreichen zu Unrecht abgestraften Netzwerken lesen muss.

 

2016: Das Ende von Black Hat?

Mit Google Realtime Penguin (Google Penguin 4.0) hat Google das Ende von Black-Hat-SEO eingeläutet – so dachte man zunächst. Tatsächlich gibt es Anfang 2017 noch immer viele Branchen und Bereiche, die sehr wohl mit Black Hat Techniken funktionieren.

Im Gegenteil: Penguin 4.0 bietet sogar die Möglichkeit, gezielt negative SEO-Attacken auf Domains, bestimmte Seiten oder Verzeichnisse zu starten. Diese werden – danke Penguin 4.0 Algorithmus – auch gar nicht mehr so schnell erkannt.

Penguin 4.0 läutet somit die dringende Notwendigkeit für Link Risk Management ein.

 

Weitere Informationen:

Ranking Faktor Backlinks

Realtime Penguin 4.0 – Das aus für Black Hat oder gehts jetzt erst richtig los?

 

Google Penguin Realtime with real wine

Google Penguin 4.0 – Chancen und Möglichkeiten


Google Penguin 4.0 – Google Realtime Penguin ist live!

Google Penguin Realtime with real wineGoogle aktualisiert den Penguin-Algorithmus. Dieser wird ab sofort in Echtzeit in den Kern des Suchalgorithmus eingebaut. Das bedeutet zwar nicht, dass der Effekt sofort in der nächsten Sekunde sichtbar wird. Aber mit jedem Crawl, z.B. schon am nächsten Tag. (Quelle: https://webmasters.googleblog.com/)

Fast zwei Jahre warteten Webmaster auf dieses Update, um betroffene Webseiten ganz zu rehabilitieren. Es wurde auf Ende 2015 angekündigt, verschoben auf 2016. Jetzt ist es da: PENGUIN 4.0. Gleichzeitig ist das auch das letzte Penguin-Update. Denn der Pinguin ist nun fester Bestandteil des Kerns des Google-Algorithmus.

Bei der Einführung im Jahr 2012 wurde noch ein periodisches Update betrieben. Wurde eine Webseite als Spam markiert, so dauerte es bis zum nächsten Update, bis eine bereinigte Internetpräsenz sich wieder erholen konnte. Das konnte dauern. Zum letzten Update waren es zwei Jahre (Oktober 2014 – September 2016).

Google Abstrafungen in Echtzeit

Mit dem Echtzeit-Filter bewertet nun Google die Seiten bei jedem Besuch durch den Googlebot und die Aufnahme bzw. Prüfung in den Googleindex. Alle Seiten werden also permanent vom Filter beurteilt und in diesem Rahmen abgestraft oder rehabilitiert. Kurz nachdem die Seite neu durchsucht wurde, ist das Ergebnis sofort sichtbar.

Das besondere nun: Der Penguin wird nicht mehr nur die ganze Seite markieren, sondern wirkt seitenspezifisch. Das bedeutet, wer schlechte Links auf eine starke Unterseite des Konkurrenten setzt, kann die Positionierung in den Suchergebnissen dieses Teilbereichs eines Internetauftritts sehr schnell abstürzen lassen. Aber auch umgekehrt: Wer sein Linkprofil im Auge hat, kann sich schnell erholen. Und mit dem Link Detox Boost von Cemper kann die Erholungsphase wesentlich beschleunigt werden.

Erschwerend für das Link Risk Management kommt noch hinzu, dass neben den Seiten auch Domains, Ordner, Keywords … betroffen im Algorithmus geprüft werden.

Spätestens jetzt wird klar: Die Wichtigkeit, das eigene Linkprofil im Blick zu haben, war noch nie so lebenswichtig wie jetzt. Christoph Cemper, CEO von LinkReasearchTools empfiehlt mindestens eine wöchentliche Prüfung, „in der Zukunft womöglich öfter.“ (Quelle: Newsletter LRT)

 

 

Auswirkungen von Google Penguin Realtime:

  • Betroffene Seiten werden abgestraft und fallen im Ranking ab, nicht mehr zwingend die gesamte Domain
  • Betroffene Seitenbereiche können komplett abfallen, wenn der Google Filter hier schlechte Links sieht. Das bedeutet, dass unter Umständen ein gesamter Leistungsbereich eines Unternehmens aus den Suchergebnissen verschwinden kann, während andere Bereiche nach wie vor sichtbar und auffindbar bleiben.
  • Penguin hat nun Auswirkungen auf alle Ebenen wie Domänen, Ordner, Unterordner, Seiten und auch Keywords und Keyword-Gruppen. Vermutlich werden exzessive Keywords herausgefunden und eine Seite so isoliert werden – oder eine komplette Domain ist einfach nicht mehr auffindbar für bestimmte – wichtige – Keywordgruppen
  • Es wird schwieriger werden, kleine Penguin-Abstrafungen zu identifizieren

 

Bewertung von LinksFolge daraus: Gerade dann, wenn gut funktionierende Teilbereiche einer Website optimiert wurden, ist es wichtig für die unterschiedlichen Teilaspekte eines Internetauftritts regelmäßig einen  Competetive Link Detox durchzuführen. Das bedeutet, man setzt das eigene toxische Risiko ins Verhältnis zu den Mitbewerbern. Für jede Keyword-Gruppe, für jeden Teilaspekt einer Leistung.

Wer z.B. Webhosting anbietet, aber auch Webdesign, der muss seinen Internetauftritt und die Teikaspekte ins Verhältnis setzen zu den Mitbewerbern für das Thema Webhosting und genauso für das Thema Webdesign.

Ebenso muss ein Detox auf jeden Unterordner erfolgen, was die meisten Tool-Hersteller derzeit (noch) vor Probleme stellen wird. Und dann ab durch den Detox-Boost.

Das Google Penguin-Update wird jetzt ausgerollt. Derzeit crawlt Google das gesamte Internet und alle Seiten weltweit. In spätestens zwei Wochen werden alle Rankings „Google-Penguinifiziert“ sein. In dieser Zeit kann es zu starken Schwankungen in den Suchergebnissen kommen, die unbedingt analysiert werden müssen.

 

Mögliche Szenarien:

  • Backlinks, also Seiten, die auf Ihre Webseite verlinken, werden von Google abgestraft und Sie erfahren es nicht. Diese bislang guten Links gelten jetzt als schlechte Links und können Ihre Position in Google massiv bedrohen.
  • Ein Mitbewerber setzt auf wichtige Bereiche Ihrer Webseite schlechte Links. Ihre Webseite stürzt in den Suchergebnissen ab oder entwickelt sich trotz Optimierung nicht nach vorne – Ihnen fällt das nicht auf, denn von den Links wissen Sie nichts. Die schlechten Links sorgen dafür, dass ein wichtiger Ordner Ihres Angebots nicht mehr in Google gefunden wird.
  • Ein Mitbewerber überoptimiert Ihre wichtigen Dienstleistungen. Er setzt allso massiv viele Links zu einer Keywordgruppe, die für Sie wichtig ist. Ihre Seiten stürzen ab, trotz OnPage-Optimierung.  Da nicht die ganze Domain vom Google Penguin bestraft ist, sondern nur einzelne Keywords, bemerken Sie es nicht.

Das neue Google Update öffnet nicht nur ein neues Kapitel im CyberCrime, es birgt auch die Möglichkeit, gegen Abstrafungen sehr schnell vorzugehen. Denn wer sein Link-Profil im Blick hat, der kann schnell reagieren.

 

Was ist Link Risk Management?

LinkRiskMangement ist die Durchführung proaktiver Link Audits und Disavows, also der Abwertung schlechter Links. Eine Link Audit sollte künftig wesentlich häufiger erfolgen. Die Empfehlung lautet wöchentlich.

Zum LinkRiskManagement gehört dabei

  • die Beobachtung der eingehenden Links,
  • die regelmäßige Bewertung dieser Links,
  • das Eliminieren toxischer Links
  • und die schnelle Rettung der Website – also Ihres Geschäfts – im Desasterfall.

 

Grundsätzliches zu Links:

  • Ein Link kann helfen oder schaden – vor der Einführung des Penguinalgorithmus war es gut, viele Links zu besitzen. Je mehr, desto besser. Negative Effekte von Links gab es nicht.
  • Links sind neben Content das wichtigste Signal für eine Positionierung in Google.
  • Das Linkprofil muss zur Branche passen.

 

Besonderheiten bei der Analyse des Backlinkprofils:

Es muss immer das ganzes Backlink Profil analysiert werden – wichtig sind die Verhältnisse. Es wäre nicht ausreichend, such auf den Informationen azs der Google Search Console auszuruhen. Diese zeigen nur einen Bruchteil der Links an. Wir prüfen derzeit neben den Search Console Informationen im Rahmen eines Audits 24 weitere Quellen.

 

Historische Penguin-Updates

Das sind die bisherigen Penguin-Updates und deren Auswirkungen

Penguin 1.0 am 24. April 2012 (Auswirkungen auf ~ 3,1% der Anfragen)
Penguin 1.1 am 26. Mai 2012 (Auswirkungen auf weniger als 0,1% der Anfragen)
Penguin 1.2 auf 5. Oktober 2012 (Auswirkungen auf ~ 0,3% der Anfragen)
Penguin 2.0 am 22. Mai 2013 (Auswirkungen auf 2,3% der Anfragen)
Penguin 2.1 auf 4. Oktober 2013 (Auswirkungen auf rund 1% der Anfragen)
Penguin 3.0 am Oktober 17, 2014 (Auswirkungen auf rund 1% der Anfragen)
Penguin 4.0 + Echtzeit am 23. September 2016

SEYBOLD ist zertifizierter Partner der LinkResearchTools

(Bildquelle: LinkResearchTools)

 

 

Youtube Social Media Netzwerk

Endlich: Youtube ausgebaut zum interaktiven Kommunikationskanal.

Youtube ist nicht Fernsehen. Youtube ist besser. Youtuber und deren Fans haben mehr Interaktion. Informationen in der Videobeschreibung bieten Verlinkungsmöglichkeiten und die Kommentare unterhalb des Videos lassen so etwas wie ein Gespräch aufkommen. Ganz zu schweigen von dee Kraft des Videos und der enormen Reichweite. Auch in Google erhalten Videos einen prominenten Platz innerhalb der Suchergebnisse.

Insgesamt also schon ein Erfolgsprodukt.

Aber wer umfangreiche Kommunikstionsmöglichkeiten sucht, der musste auf andere Kanäle ausweichen. Das Video wurde auf Youtube hochgeladen und dann wurde über Facebook oder Tumblr geteilt und kommuniziert.

Tatsächlich aber war Youtube schon in der Vergangenheit für die Fans nicht nur TV, sondern eine Plattform nicht nur für das Schauen der Videos, sondern ganz speziell für Interaktion.

Nichts liegt also näher, als ein neues Produkt zu veröffentlichen.

Youtube Social Media Kanal

Jetzt startet Youtube seinen eigenen Social Media Kanal. Und das tolle daran: Es ist kein Google+ sondern komplett in Youtube integriert.

Neu in Youtube ist die Communityfunktion, die eine noch engere Bindung zu den Fans ermöglicht.

Der Youtuber kann jetzt Kontakt aufnehmen über eine einfache Community Tab. Und Fans können auswählen, ob sie direkte Nachrichten erhalten wollen. Z.B. über eine Liveshow, die gleich startet oder auch andere Informationen.

Kommunikation kann jetzt stattfinden, ohne dass ein neues Video hochgeladen werden muss. Und das sind gigantische neue Möglichkeiten:

  • Produktinformationen
  • Schulungsvideos mit direktem Nachfragen
  • Liveevents mit Zwischenfragen und direkter Reaktionsmöglichkeit
  • Online-Shops mit Verkaufsberatung…

 

So viele neue Möglichkeiten, die da kommen können. Und Youtube hat angekündigt, diesen Kanal weiter auszubauen.

 

Wie relevant es sein wird, hier mitzumischen, ist leicht erklärt, denn Youtube gehört zu Google. Prominent waren die Ergebnisse schon immer platziert. Und wenn man bedenkt, dass es für SEO sehr sinnvoll ist, im „toten“ Google+ aktiv zu sein, dann wird ein lebendiges Youtube garantiert enormen Einfluß bieten.

Und jetzt geht es darum, sich die vorderen Plätze zu sichern mit Ideen, die die neuen Möglichkeiten revolutionieren.

Quelle TechCrunch

Quelle TechCrunch

(Quelle des Bildes: https://techcrunch.com/2016/09/13/youtube-gets-its-own-social-network-with-the-launch-of-youtube-community/)