Google AdWords, Facebook Ads, Bannerwerbung – Alles rund um Werbung im Internet.

Klickraten nach Branche

Google AdWords – Welche CTR ist gut in meiner Branche?

Herausragende CTR erzielen - Wie erzielt man bessere Klickraten als die Mitbewerber?

AdWords Nutzer stehen häufig vor der Frage, ob die Klickrate, die sie in AdWords erzielen, gut oder schlecht ist. Prinzipielle Aussage vieler Dienstleister war bisher: "Wenn die CTR oberhalb 2% ist, dann ist das herausragend."

Larry Kim von Worldstream hat nun eine Übersicht in SEJ veröffentlicht, die Klickraten (CTR) je Branche veröffentlicht. Daraus wird ersichtlich:

2% Klickrate ist bei E-Commerce eher überdurchschnittlich und bei Dating-Portalen eher unterirdisch.

Übersicht CTR (Click-Through-Rate) nach Branche

CTR - Klickraten nach Branche

Klickrate nach Branche: Quelle: WordStream

Analysiert wurden die folgenden Branchen:

Branchen

Engagement, Automobil, B2B, Consumer Services, Dating-Portale, E-Commerce, Weiterbildung, Arbeitsmarkt/Stellenmarkt, Finanzen & Versicherungen, Gesundheit & Medizin, Haus & Garten, Industrie,  Recht, Immobilien, Technologie, Reise.

Die durchschnittlichen Klickraten sind bei Anzeigen 1,91% und im Display-Netzwerk 0,35%.

Auf die Branchen runtergebrochen bedeutet das folgendes Ranking:

Erfolgreichste Branchen

AdWords-Anzeigen (beste Klickraten nach Branchen)

  • Dating
  • Finanzen & Versicherungen
  • B2B
  • Consumer Services (Verbraucher)
  • Technologie

Im Display Netzwerk, also bei Anzeigen auf fremden Webseiten, wird wie folgt geklickt (nach Branchen)

  • Technologie
  • Dating
  • Soziales Engagement
  • Recht
  • E-Commerce

In AdWords ist also auch je nach Branche eine unterschiedliche Strategie spannend. Während in einigen Branchen auf Display-Anzeigen eigentlich fast komplett verzichtet werden kann (Arbeitsmarkt/Stellenmarkt, Consumer Services/Verbraucher, B2B, Weiterbildung, Immobilienmarkt), gibt es Branchen, bei denen die Klickraten aus dem Display-Netzwerk ordentlich sind (vor allem Technologie).

CTR (Klickrate): Eigene Leistung einschätzen

Larry Kim von Worldstream empfiehlt bei der eigenen Einschätzung der CTR die folgende Klassifizierung:

Anzeigenleistung der Branche im Verhältnis zur durschnittlichen Klickrate (Average CTR)
Position (Prozentual)Erwarteter CTRAuszeichnung
0% - 50%Unterhalb des erwarteten CTR.Sehr schlechte Ausbeute
("Junky Advertisers")
Top 15%2x höherSehr gute Anzeige
("Awsome Advertisers")
Top 5%3x höherSuper Anzeige
("Super Awesome Advertisers")
Top 1%6x höherSpitzenleistung
("Unicorns")

Herausragende Anzeigen erstellen

Herausragende Anzeigen haben folgende Gemeinsamkeiten:

  • Jedes Keyword im Konto hat einen hochen Qualityscore (Qualitätsfaktor)
  • Verwendung von Negativ-Keywords (reduziert unnötige Ausgaben)
  • Prozentual hohe Ausspielung der Anzeige (Google zeigt also, dass diese Anzeige wichtig ist)
  • Sehr hoher CTR, teilweise zweistellig, bis zu 6-fach höher als bei den Mitbewerbern
  • Spezifische Long-Tail-Keywords
  • Aktivität im Konto ist sehr hoch - es wird konstant verbessert

Diese Anzeigen profitieren aber nicht nur von höheren Klickraten. Diese Anzeigen werden öfters ausgespielt (angezeigt), bessere Position der Anzeige, kleinere Kosten pro Klick, kleinere Kosten pro Conversion.

Strategie: So erstellen Sie herausragende Anzeigen

Verwenden Sie hoch kommerzielle Keywords.

Keywords hierfür sind:

  • Kaufen, Rabatt, Gutschein, Versandkostenfrei etc.
  • Marken
  • Spezifische Produkte
  • Beste, billigste, preiswerteste
  • Vergleich
  • Review (Bewertung)
  • Test

Beispiele für Long Tail Keywords wären:

Bester Preis iphone Handyhülle

  • Kann ich ein iphone in england, finnland, frankreich kaufen
  • iphone kaufen ohne vertrag
  • iphone ohne vertrag
  • vergleich iphone samsung

Verwenden Sie lokale Keywords

  • Stuttgart Fitnesstrainer
  • Abnehmen in Stuttgart
  • Personal Trainer Stuttgart

Vermeiden Sie informative Keywords

Informative Keywords sind Suchworte, bei denen der Suchende Antworten im Wikipedia-Style erwartet, also eher informierende Informationen

  • Was ist eloxieren?
  • Wie tanzt man Tango?

(Quellen:

SearchEngine Journal Artikel

WordStream - Das Geheimnis hinter 3fach besser funktionierenden Anzeigen

Wordstream (high commercial intent keywords)

Wordstream (Typen von Suchanfragen)

Nachstehendes Video zeigt eine Webinar-Aufzeichnung von WordStream

WEBINAR: 3 Mal höhere Klickraten erzielen

Wichtiger als CTR: der ROI

Nach dem Vergleich in der Branche - der als erster Punkt anzusehen ist, bleibt trotzdem eine zentrale Frage. Was ist, wenn trotz gutem CTR einfach kein Geld hängen bleibt? Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein CTR >5% richtig gut ist, bleibt am Ende doch eine noch wichtigere Komponenten: der ROI (Return On Invest).

Es nutzt keine noch so erfolgreiche Kampagne in AdWords mit hohem CTR, wenn der erwirtschaftbare Gewinn dahinter nicht die Kosten deckt. Kurzfristig kann das eine Strategie sein - aber langfristig?

Welcher CTR führt bei hochpreisigen Keywords zu bestem ROI?

Beispiel 1: Schlüsseldienst

Schlüsseldienst-Keywords kosten locker bis zu 27 Euro pro Klick. Viele seröse Notöffner bieten ihre Leistungen um die 100 Euro inkl. Anfahrt an. Wenn nur jeder zweite Interessent, der auf eine Anzeige klickt, auch tatsächlich eine Türöffnung bestellt, dann bleibt dem Dienstleister für Anfahrt und Öffnung der Türe noch knapp die Hälfte. Ein Gewinn - sofern er denn mit diesen Werbekosten realisierbar ist - bleibt sehr mager.

Das führt viele Anbieter dazu, nur noch am Wochenende oder in der Nacht die teure Werbung zu schalten, weil dann wesentlich höhere Pauschalen für die Öffnung einer Tür verlangt werden kann, denn bei 200 oder gar 300 Euro für eine Öffnung ist auch die Werbung dafür bezahlbar.

Zugegeben ein sehr drastisches Beispiel. Aber selbst bei kleinen AdWords-Beträgen muss man rechnen.

Beispiel 2: Teppichreinigung

Ein lokaler Anbieter für hochwertige Teppichreinigung verbraucht im Monat für AdWords insgesamt 400 Euro inkl. Handling für die Agentur, also eher ein sehr, sehr kleines Budget. Damit realisiert er bei durchschnittlichen Klickkosten von 1,75 Euro für seine Keywords und Impressionen von rund 700 pro Monat dann 170 Interessenten (Klicks).

Das entspricht einem CTR von 24,29% (700 Einblendungen bei 170 Klicks).

Von diesen 170 Interessenten erhält er 10% Anfragen, also 17 Menschen, die eine professionelle Teppichreinigung über AdWords anfragen. Von diesen 17 Personen verstehen dann 5 Personen, dass eine Reinigung für einen Orientteppich einfach nicht für 50 Euro realisierbar ist. Er gewinnt 5 Kunden für eine Reinigung um 100 Euro. Er konnte also mit 400 Euro einen Umsatz von 500 Euro realisieren. Rechnen wir großzügig und ihm bleiben 50% davon als Gewinn (Umsatzrendite), dann realisiert er 250 Euro Gewinn mit 400 Euro Einsatz.

Er hat also 500 Euro Umsatz. Darin stecken Kosten in Höhe von 250 Euro (50%) für die Erledigung des Auftrages. Dazu kommen noch 400 Euro Werbungskosten = 650 Euro. Diesen 650 Euro stehen 250 Euro Gewinn entgegeben.

Macht einen ROI von 38,5%

Trotz gutem CTR von knapp 25% also rund 60% Verlust.

Als kurzfristige Maßnahme, um einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen, ist das für einen Zeitraum so akzeptabel, aber dann muss ein positiver ROI erreicht werden.

Gelingt es ihm, mit diesem Betrag die ganzen 17 Kunden zu erreichen, sieht das im ROI schon besser aus, nämlich 68%. Immer noch eine Geldvernichtungsmaschine - aber betrachten wir Werbung hier als Imagewerbung, dann sehen wir, dass dadurch eine Steigerung des Images erzielt werden kann.

Verkauft der Teppichreiniger nun auch noch Orientteppiche, so stellt er sich durch sein Fachwissen als Spezialreinigungsunternehmen deutlich positiv dar, verkauft auch noch einen Orientteppich pro Monat, dann sieht die Rechnung mit ROI ganz anders aus.

Macht er allerdings nur Reinigungen, dann ist hier AdWords nicht zielführend - oder braucht ein Produkt, mit dem mindestens das doppelte an Gewinn realisiert werden kann, als die Kosten für Herstellung und Werbung sind.

Beide Beispiele zeigen, dass der CTR allein nicht zum Erfolg führt, sondern der ROI genauso betrachtet werden muss.

Bonus: Wichtige Tipps für eine gute Anzeige mit hohem CTR

1. Testen Sie mehrere Anzeigen

Nehmen Sie unterschiedliche Anzeigen für die jeweilige Kampagne und testen Sie, welche Anzeige besser ankommt. Unterscheiden können sich die Anzeigen zum Beispiel in der Titelzeile oder aber durch die Verwendung unterschiedlicher Call-to-Action-Aufforderungen (CTA)

2. Optimieren Sie Anzeigentitel und Call-to-Action

Anzeigentext und -titel sollten relevant zu Ihrem Angebot sein - und dazu dann noch ein ordentlicher Kaufaufforderung bzw. eine eindeutige Handlungsaufforderung (neudeutsch CTA - Call to Action).

Ein solcher CTA wäre zB.

  • "Gratis anmelden"
  • "Jetzt günstige Angebotspreise sichern"
  • "Rufen Sie jetzt an"
  • usw.

3. Verwenden Sie "Negative Keywords"

Negative Keywords sind für die Anzeigenkampagne immens wichtig, denn dadurch verbessern Sie die Klickhäufigkeit auf die Anzeige. Gibt es Worte, die einfach nicht passen, können die entsprechend ausgeschlossen werden.

4. Nutzen Sie die Anzeigenerweiterungen

Über die Anzeigenerweiterung können weitere Elemente in der Anzeige verwendet werden, z.B. die Telefonnummer, Seitenweite Links, Rezensionserweiterungen (die 5 Sterne) etc.

5. Zielgruppe kennen

Es hilft ungemein, wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen und ganz gezielt dafür Anzeigen erstellen. Eine Zeilgruppe können Menschen in einer Region oder einem Land sein, es können aber auch Personen sein, die Sie ganz speziell erreichen wollen. Möchten Sie als Steuerberater zum Beispiel Gesellschafter in familiengeführten Unternehmen als Kunden gewinnen, dann braucht es auch eine gewisse Durststrecke bei der Erarbeitung des geeigneten Werbetextes, um die "ungeliebten" Kunden zu entfernen. Hier ist einfach auch Geduld gefragt.

6. Anzeigen online gestalten

Ein tolles Tool, um eine Anzeige zu testen kommt von meinen Kollegen und Kooperationspartnern bei AdTraffic.

Anzeigen Tool für AdWords

Generieren Sie Anzeigen für mobil und Desktop

Weitere Themen:

  • https://seybold.de/ihre-adwords-anzeige-wird-nicht-geklickt-was-tun/
  • https://seybold.de/leistungen/adwords-optimieren/
  • https://seybold.de/adwords-budget-optimieren-und-das-optimale-adwords-budget-herausfinden/

like-share-buy-Facebook

Facebook mit neuem Abrechnungsmodell für CPC

Vergangene Woche hat Facebook angekündigt, das Abrechnungsmodell für Cost-per-Click (CPC) zu ändern. Prinzipiell dreht sich dabei alles um die Begrifflichkeit des Klicks, denn künftig werden Likes und Shares nicht mehr als Klicks gerechnet. Lediglich wenn auf einen Link geklickt wird, soll das als Klick gewertet und damit abrechenbar sein. (Quelle: Facebook)

Der Schritt, dass nun Likes, Shares und Kommentare nicht mehr als Klicks für eine CPC-Berechnung zählen ist sehr begrüßenswert. Mit diesem Schritt wird der Traffic für eine Marke steigen, ohne dass die Ausgaben deutlich ansteigen müssen.

 

Was bedeutet das veränderte Abrechungsmodell für den Facebook-Anzeigenkunden?

Für den Kunden heißt das folgendes:

Veranstalter:

Eine Veranstaltung, die Likes erhält oder auf der Facebookseite von Freunden geteilt wird, zählt nicht mehr als zu bezahlender Klick. Wird jedoch auf den Link zum Veranstalter geklickt, dann wird die neue CPC-Gebühr fällig.

 

Mode:

Abendkleidung führt zu Wows und Oohs und Shares und Likes der Freundinnen und Freunde, aber erst durch den Klick zum Unternehmen wird es ein wertvoller Klick für den Unternehmer - und für Facebook.

etc.

Braucht es denn dann noch die Information über Likes und Shares?

Man könnte davon ausgehen, wenn nur noch die Klicks auf die Links wichtig sind, dass dann "gefällt mir" und "teilen" in den Hintergrund rückt und damit die Facebooks-Ads zu einem "me-Too"-Produkt analog zu den Google AdWords werden.

Weit gefehlt. Die Links und Shares sind ein Qualitätsmerkmal der Anzeige. Je mehr Likes und Shares, desto besser wird die Anzeige von den potenziellen Kunden angenommen und je mehr Likes und Shares, desto größer die Chance, auch einen Link-Klick zu erhalten.

 

Das geänderte Modell für CPC bei Facebook zielt direkt auf den Wettbewerber Google ab. Facebook als soziale Plattform ist wesentlich näher am Benutzer, als es Google+ je war. Und während Google+ nach wie vor sehr wichtig ist für die geschäftlichen Einträge (Maps zum Beispiel), braucht Facebook ein besseres Abrechnungsmodell. Hier ist es.

 

 

Weiterführende Informationen hierzu:

http://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Facebook-aendert-CPC-Das-sagen-Kunden-und-Agenturen-zu-dem-neuen-Abrechnungsmodell-135439

http://www.ibusiness.de/marketing/db/550287sh.html

AdWords: So holen Sie sich Exact Match zurück

Als Google beschloss, Exact Match aus AdWords rauszunehmen, geschah dies (zumindest laut Google) zu "unserem Besten".

Nimmt man die exakte Schreibweise [fotograf] her, dann ist jedem klar, dass dies etwas anderes ist, als [fotografie], in der deutschen Schreibweise zudem auch noch zu differenzieren mit [Photograph] oder [Fotograph] und [Fotographie] bzw. [Photographie].

Nun, was Google mit der Entscheidung wollte, war genau diese Schreibprobleme zu beseitigen, denn lt. Google sind 7% aller Suchanfragen nicht richtig geschrieben (was mich persönlich zugegebener Maßen verwundert, dass es lediglich 7% sein sollen).

Auf den ersten Blick ist klar, dass ein professioneller Fotograf nicht für das Suchwort "Fotografie" gefunden werden will (Anm.: Suche einer Dienstleistung vs. Suche nach einem Produkt zum download, z.B. als Bildschirmhintergrund). Ebenso lässt sich annehmen, dass der Begriff Photograph wohl eher von älteren, solventen Personen eingegeben wird, da es sich dabei um ein Wort handelt, das vor der Rechtschreibreform primär verwendet wurde und noch heute häufig verwendet wird (stellt es doch die alternative Schreibweise dar).

Photograph statt Fotograph

Google zeigt 8,9 Mio. Treffer allein auf deutschen Webseiten für die "alternative" Schreibweise Photograph

Die Folge daraus ist, dass die "Vereinfachung", die Google bei der Entscheidung über "Exact Match" verfolgt, wohl am ehesten eine Entscheidung hinsichtlich des eigenen Geldbeutels ist, denn klar ist, wenn [Fotograf] nicht mehr funktioniert, dann erhält dieser AdWords-Betreibende auch zahlreiche Klicks durch das Wort [Fotografie] - und bezahlt diese Klicks letztlich an Google.

 

Der Fotograf sieht sich also konfrontiert, mit 22.200 potenziellen "Klickern" pro Monat zu jeweils 1,09€, während sein eigentliches Keyword bei 18.100 potenziellen "Klickern" bei lediglich 0,88€ liegt. Es ist also davon auszugehen, dass sein bisheriges Budget in der Hälfte der Zeit aufgebraucht ist - oder umgekehrt, dass er pro Tag nur noch halb so lange sichtbar wird.

Ohne eine Erhöhung des Budgets wird die Anzahl der Anfragen zweifellos zurückgehen.

Eine Abhilfe schafft das nachstehende Skript von Daniel Gilbert, Market Development bei Brainlabs und ehemaliger Google-Mitarbeiter. Sein originaler Artikel findet sich unter dem Link bei Searchengineland.

Das Skript gibt Suchworte aus, die basierend auf dem AdWords-Konto, die "ähnlichen Begriffe" als exakte Negativbegriffe ausgibt, sofern diese nicht mit dem ursprünglich eingegebenen Suchwort übereinstimmen.

/**
 *
 * Adds as campaign or AdGroup negatives search queries which have triggered exact keywords
 * Version: 1.0 - maintained AdWords script on brainlabsdigital.com
 * Authors: Visar Shabi & Daniel Gilbert
 * brainlabsdigital.com
 *
 **/
function main() {
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Options
  
  //Choose whether to add your negative exact keywords at campaign or AdGroup level.
  //Set variable as "true" to add or as "false" to not add.
  var AddAdGroupNegative = true;  // true or false
  var AddCampaignNegative = true; // true of false
  
  //Parameters for filtering by campaign name and AdGroup name. The filtering is case insensitive.
  //Leave blank, i.e. "", if you want this script to run over all campaigns and AdGroups.
  var campaignNameContains = "";
  var adGroupNameContains = "";
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  
  var campaigns = {};
  var adGroups = {};
   
  var exactKeywords = [];
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Pull a list of all exact match keywords in the account
  
  var report = AdWordsApp.report(
    "SELECT AdGroupId, Id " +
    "FROM KEYWORDS_PERFORMANCE_REPORT " +
    "WHERE Impressions > 0 AND KeywordMatchType = EXACT " +
    "DURING LAST_7_DAYS");
  
  var rows = report.rows();
  while (rows.hasNext()) {
    var row = rows.next();
    var keywordId = row['Id'];
    var adGroupId = row['AdGroupId'];
    exactKeywords.push(adGroupId + "#" + keywordId);
  }
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Pull a list of all exact (close variant) search queries
  
  var report = AdWordsApp.report(
    "SELECT Query, AdGroupId, CampaignId, KeywordId, KeywordTextMatchingQuery, Impressions, MatchType " +
    "FROM SEARCH_QUERY_PERFORMANCE_REPORT " +
    "WHERE CampaignName CONTAINS_IGNORE_CASE '" + campaignNameContains + "' " +
    "AND AdGroupName CONTAINS_IGNORE_CASE  '" + adGroupNameContains + "' " +
    "DURING LAST_7_DAYS");
  
  var rows = report.rows();
  while (rows.hasNext()) {
    var row = rows.next();
    var adGroupId = parseInt(row['AdGroupId']);
    var campaignId = parseInt(row['CampaignId']);
    var keywordId = parseInt(row['KeywordId']);
    var searchQuery = row['Query'];
    var keyword = row['KeywordTextMatchingQuery'];
    var matchType = row['MatchType'].toLowerCase();
    if(keyword !== searchQuery && matchType.indexOf("exact (close variant)") !== -1){
      
      if(!campaigns.hasOwnProperty(campaignId)){
        campaigns[campaignId] = [[], []];
      }
      
      campaigns[campaignId][0].push(searchQuery);
      campaigns[campaignId][1].push(adGroupId + "#" + keywordId);
      
      if(!adGroups.hasOwnProperty(adGroupId)){
        adGroups[adGroupId] = [[], []];
      }
      
      adGroups[adGroupId][0].push(searchQuery);
      adGroups[adGroupId][1].push(adGroupId + "#" + keywordId);
    }
  }
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Parse data correctly
  
  var adGroupIds = [];
  var  campaignIds = [];
  var adGroupNegatives = [];
  var campaignNegatives = [];
  
  for(var x in campaigns){
    campaignIds.push(parseInt(x));
    campaignNegatives.push([]);
    for(var y = 0; y < campaigns[x][0].length; y++){
      var keywordId = campaigns[x][1][y];
      var keywordText = campaigns[x][0][y];
      if(exactKeywords.indexOf(keywordId) !== -1){
        campaignNegatives[campaignIds.indexOf(parseInt(x))].push(keywordText);
      }
    }
  }
  
  for(var x in adGroups){
    adGroupIds.push(parseInt(x));
    adGroupNegatives.push([]);
    for(var y = 0; y < adGroups[x][0].length; y++){
      var keywordId = adGroups[x][1][y];
      var keywordText = adGroups[x][0][y];
      if(exactKeywords.indexOf(keywordId) !== -1){
        adGroupNegatives[adGroupIds.indexOf(parseInt(x))].push(keywordText);
      }
    }
  }
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Create the new negative exact keywords
  
  var campaignResults = {};
  var adGroupResults = {};
  
  if(AddCampaignNegative){
    var campaignIterator = AdWordsApp.campaigns()
    .withIds(campaignIds)
    .get();
    while(campaignIterator.hasNext()){
      var campaign = campaignIterator.next();
      var campaignId = campaign.getId();
      var campaignName = campaign.getName();
      var campaignIndex = campaignIds.indexOf(campaignId);
      for(var i = 0; i < campaignNegatives[campaignIndex].length; i++){
        campaign.createNegativeKeyword("[" + campaignNegatives[campaignIndex][i] + "]")
        if(!campaignResults.hasOwnProperty(campaignName)){
          campaignResults[campaignName] = [];
        }
        campaignResults[campaignName].push(campaignNegatives[campaignIndex][i]);
      }
    }
  }
  
  if(AddAdGroupNegative){
    var adGroupIterator = AdWordsApp.adGroups()
    .withIds(adGroupIds)
    .get();
    while(adGroupIterator.hasNext()){
      var adGroup = adGroupIterator.next();
      var adGroupId = adGroup.getId();
      var adGroupName = adGroup.getName();
      var adGroupIndex = adGroupIds.indexOf(adGroupId);
      for(var i = 0; i < adGroupNegatives[adGroupIndex].length; i++){
        adGroup.createNegativeKeyword("[" + adGroupNegatives[adGroupIndex][i] + "]");
        if(!adGroupResults.hasOwnProperty(adGroupName)){
          adGroupResults[adGroupName] = [];
        }
        adGroupResults[adGroupName].push(adGroupNegatives[adGroupIndex][i]);
      }
    }
  }
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  //Format the results
  
  var resultsString = "The following negative keywords have been added to the following campaigns:";

  for(var x in campaignResults){
    resultsString += "nn" + x + ":n" + campaignResults[x].join("n");
  }
  
  resultsString += "nnnnThe following negative keywords have been added to the following AdGroups:";
  
  for(var x in adGroupResults){
    resultsString += "nn" + x + ":n" + adGroupResults[x].join("n");
  }
  
  Logger.log(resultsString);
  
  //~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~//
  
}

Das Skript kann im MCC-Level für alle Accounts genutzt werden, genauso aber auch für einzelne Accounts oder individuelle Kampagnen bzw. AdGroups. (MCC = My Client Center von Google AdWords)

Einfach das Skript kopieren, in AdWords einloggen und "Bulk Operations > Scripts > New". Dort das Skript mit Copy & Paste einfügen und dann auf "Preview" klicken. Dann erhält man alle Informationen über die Änderungen, die es durchführen wird, wenn man es nutzt.

Wenn man das Skript täglich nutzt (kann automatisiert werden), bringt es das Ergebnis einer [exact match] wieder zurück.

Zwei Einschränkungen bestehen bei dem Skript allerdings:

  1. "Other Search Terms", also die weiteren (bzw. anderen) Suchbegriffe, können nicht inkludiert werden, da diese von Google nicht (mehr) genannt werden.
  2. Die Informationen im AdWords-Bericht sind immer einen Tag alt. Das bedeutet, dass die Ergebnisse mit dem Skript auch immer einen Tag "hintendran" sind.

Beides halte ich aber für vernachlässigbar im Vergleich zur sonstigen Alternative.

Wer noch nie mit AdWords-Skripts gearbeitet hat, findet hier eine gute Ressource.

Verlass dich nie auf ein SEO-Tool alleine

Der Sichtbarkeitsindex als Hilfsmittel der Sichtbarkeit?

Jedes SEO-Tool hat seinen eigenen Sichtbarkeitsindex, egal, wie dieser nun benannt wird. In der Regel stützt sich dieser Index auf Datenmaterial, das vom Hersteller des Tools erarbeitet wurde.

Gerade Inhouse-SEOs verlassen sich oft auf die Auswertung eines einzelnen Produktes, da die Anschaffung und Aufrechterhaltung mehrerer (verschiedener) Produkte immer auch mit Kosten zusammen hängt.

Gerade im Thema SEO ist es aber besonders schwierig, sich auf eine Wahrheit zu verlassen, ohne diese zu überprüfen.

Vergleich der Sichtbarkeit einer Domain über verschiedene SEO-Tools

Betrachtet man die Sichtbarkeit der Domain über die verschiedenen Tools, ohne dabei andere Faktoren auch zu berücksichtigen, wie z.B. Traffic, kann ein Unternehmen hieraus falsche Schlüsse ziehen.

Meist werden die Keywords herangezogen, für die eine Domain in den Top 100 ist. Was aber nutzt mir für die Sichtbarkeit die Position 95 oder 99 oder selbst die Position 80?

Welche Keywords tatsächlich herangezogen werden, ist auch nicht definiert. Sind es tatsächlich die Keywords, die für die eigene Domain relevant sind?

Zudem werden im Sichtbarkeitsindex auch nicht mehr relevante Keywords mitgeführt. Das können Keywords sein, die nicht mehr gesucht werden (weil das Produkt nicht mehr verfügbar ist, z.B. Samsung Galaxy S2 vs. Samsung Galaxy S5 oder iPhone 3GS vs iPhone 6plus und und und).

Worauf stützt sich die Bewertung einer Domain, wenn nicht auf den Sichtbarkeitsindex-Zahlen der SEO-Tools?

Folgende Punkte sollten berücksichtigt werden:

  • Relvanz der Seite für die eigene Zielgruppe
  • Relevanz der Seite für die wichtigen Keywords (z.B. alte Keywords wichtig, weil man "Upgrade-Produkte" anbietet oder "Reparaturservice")
  • Rang der Domain für Keywords, die das Unternehmen sinnvoll erachtet, die einen höheren Wettbewerb besitzen
  • Wäre ein Link von dieser Domain für das rankende Keyword sinnvoll und nützlich?
  • Wie ist der Traffic im Vergleich zum angegebenen Sichtbarkeitsindex. Hat dieser sich verbessert, verschlechtert oder ist er gleich geblieben?
  • Wie sind die Online erzielten Umsätze?
  • Wie ist die Sichtbarkeit für Keywords, die eine hohe Relevanz haben, gesäubert um die alten Keywords?

 

Wenn man sich diese Fragen stellt, dann kann man getrost auf die vorgefertigten Sichtbarkeitsindex-Zahlen verzichten, denn die Gefahr, dass man falsche Schlüsse zieht, betrachtet man nur diese Werte, ist ohne Zweifel vorhanden.

Externe SEOs prüfen (meist) sowieso mit mehreren Tools, bevor sie eine Strategie vorschlagen. Für inhouse-SEOs bedeutet das aber auch, wie kann man die eigene Datenmenge und -qualität absichern?

Hilfe für inhouse-SEOs:

  • Sichtung der Informationen aus dem SEO-Tool
  • Was sagen die Google Webmastertools über die Sichtbarkeit der Suchanfragen?
  • Was sagt Google Analytics zu Traffic, Suchanfragen und Conversion?
  • Welche Performance haben die Google AdWords Anzeigen?
  • Wie ist die Nennung der Website oder Produkte über Social Media?
  • Wie ist der Verlauf der Backlinks? (Gewonnen, Verloren etc.)

Diese Werte entsprechend gegenüber gestellt geben einen guten Überblick darüber, welche Maßnahmen zur Optimierung der Sichtbarkeit einer Website angedacht werden müssen. Mit dieser Datengrundlage ist es möglich, eine entsprechende Strategie zu entwickeln und diese Datenbasis bietet eine bessere Ausgangssituation als der Sichtbarkeitsindex eines SEO-Tools.

 

Google Authorship – Shareaholder-Value siegt vor Usability

Newsflash! Google stoppt Authorship als qualitatives Merkmal.

John Mueller veröffentlichte via Google+, dass Google Authorship der Vergangenheit angehört. Eine Verbindung mit dem "rel=author" tag ist also ab sofort nicht mehr notwendig!

Google verfolgt auch das entsprechende Tag nicht mehr und eine Wertung in das Google Ranking fließt nicht mehr ein.

Edit: Das betrifft aber nicht den Authorrank. Google prüft sehr wohl noch immer die Qualität eines Autorenposts und ordnet dies entsprechend rein. Lediglich das "rel=me" wird nicht mehr verfolgt - es schadet aber auch nicht, wenn es vorhanden ist... Wie das tatsächlich aussieht, zeigt sich erst nach entsprechenden Tests)

Gründe dafür, dass Google dieses Thema aufgibt, wären

  • Die wenigsten Websites würden Google Authorship verwenden
  • Die Benutzer würden Google Authorship nicht annehmen

(Quelle: Searchengineland)

Tatsächlich nutzen aber laut der Prüfung von Searchengineland 3/4 aller Websites das Google Authorship Tag.

Dass die Benutzer Google Authorship nicht annehmen würden, halte ich auch für absoluten Humbug. Tatsächlich ist es doch so, dass durch die hohe Wertigkeit und Reputation, die mit Google Authorship einhergeht, die Klicks auf die AdWords reduziert werden (siehe Bericht über das Verschwinden der Google Profilbilder).

Am Ende des Tages ist es eben doch der Shareholder-Value, der bei Google über die Usability siegt.

Rest in Paece Google Authorship inkluded a Zombie picture designed by Freepik

Google Profilbilder: Der Grund für das Verschwinden

Am 26.06.2014 wurde berichtet, dass Google die Profilbilder aus den Suchergebnissen entfernt hat (Quelle: SEO-United)

Ich habe mir das mal zum Anlass genommen, um herauszufinden, ob das nun generell so ist oder ob es Ausnahmen gibt. Drauf gekommen, dass es Ausnahmen gibt, bin ich eher zufällig, nämlich über den SEO-Contest Xovilichter von Xovi. Denn bei der Suche nach diesem Suchwort erscheinen die Profilbilder sehr wohl bei den Suchergebnissen.

Ich habe das dann mit mehreren Suchworten verglichen und der Effekt war:

Überall, wo es keine AdWords-Anzeigen gab, tauchten die Profilbilder auf. Überall dort, wo es AdWords-Anzeigen gibt, sind die Profilbilder verschwunden.

Google entfernt Profilbilder, damit mehr Personen auf die Anzeigen klicken

Profilbilder sind dort entfernt, wo es Google AdWords-Anzeigen gibt, damit die Besucher auf die Anzeigen klicken und nicht auf die Reputationsartikel mit Profilbild.

In der Grafik oben sieht man deutlich (rot) die AdWords-Anzeigen. Gelb markiert sind die Reputations-Links, also die Links von Benutzern. Gedacht waren diese Links dafür, um ein höheres Vertrauen in die Suchergebnisse zu generieren, denn wenn man einen Artikel von jemandem findet, der schon in der Vergangenheit durch positive Artikel aufgefallen ist, dann ist man geneigt, diesen Treffer zuerst zu klicken.

Das hat Google auch gemerkt. Larry Kim von Worldsream hat am 2. Juli die Frage gestellt, warum Google die Profilbilder (und übrigens auch die "+xx"-Anzeigen) entfernt hat.

Bei meiner Recherche bin ich auf einen Folgeartikel von Larry gestoßen, in dem er genau dieses Thema anspricht.

Höherer CTR

Dadurch, dass Larrys Anzeige in Google AdWords die einzige Anzeige ist, kann der Datenstrom der Click-Through-Raten verglichen werden mit dem Zeitpunkt vor der Änderung.

Das Beispiel von Larry zeigt, dass nach der Änderung die CTR (Click-Through-Rate) um 44,8% höher war, als vor der Entfernung der Profilbilder.

Das bedeutet dann im Umkehrschluß, dass die eingestrichenen Gewinne durch Google bei AdWords um den selben Faktor höher sind. Offensichtlich war die Idee, mit der Einführung der vergebenen positiven Links ("Google + Kästchen") Google vergebene Plusund der Profilbilder Profilbilder in Google Suchergebnissenso erfolgreich und gut angenommen, dass die Benutzer dies als Reputation für einen Artikel sehen.

Da dies negative Auswirkungen auf den Gesamtgewinn von Google hat, musste man etwas dagegen tun. 🙂

Von offizieller (Google) Seite gibt es dazu (noch) kein Statement.

Ohne Ranktracking werden Probleme spät gefunden

Update: Google unterschlägt Daten

Google unterschlägt Daten - und wie man sich dagegen wehrt.

(Update am 10.04.2014)

Do no evil wurde schon vor vielen Jahren aus der Unternehmensphilosophie von Google entfernt.

Und aus einer anfänglichen Win-Win-Situation, bei der Google Informationen bekommt und dafür den Benutzern von Google Informationen zurückgibt, ist spätestens seit dem 18. Oktober 2011 eine deutliche Google-Wins-Strategie geworden.

Google beraubt die Betreiber von Webseiten um ihre wichtigsten Suchworte, die Google den Sitebetreibern dann vorenthält. Und je besser die Performance einer Unternehmenswebsite ist, desto weniger Informationen über die Suchworte, die Geld verdienen, erhält der Betreiber.

Damit nimmt Google den Unternehmen einen wichtigen Baustein wirtschaftlicher Arbeit, sozusagen die Grundlage einer ökonomischen Strategie.

Um zu verstehen, warum Google den Unternehmen die Geschäftsgrundlage nimmt, muss man zuerst verstehen, womit Google Geld verdient und welche Werkzeuge Google anbietet.

Schon seit Jahren entwickelt Google neben der klassischen Internetsuche weitere Tools, die meist kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. So zum Beispiel Google Maps, einen Kartendienst der in die eigene Website integriert werden kann, um die Roote zum Unternehmen anzuzeigen oder die Google Suchroutine zur Integration in die eigene Website oder Google Analytics, mit dem ein Unternehmen den Datenverkehr auf der eigenen Website analysieren kann und viele, viele weitere Produkte.

Google gibt diese Produkte alle kostenfrei her.

Warum verschenkt Google diese Produkte?

Google verschenkt diese Produkte, weil sie damit den Nutzer noch enger an die Suchmaschine und das Unternehmen bindet. Aus den verwendeten Tools fischt Google wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten und Suchverhalten auf Webseiten.

Google ist die allumfassende, weltumspannende und am häufigst genutzte Suchmaschine.

Jeden Monat gibt es 100 Milliarden Suchanfragen bei Google. Jedes Unternehmen - nein, jeder, der eine Website betreibt - möchte unter den Top Suchergebnissen bei Google stehen.

Und das sind immerhin über 30 Billionen Webseiten auf über 230 Millionen Domains.
(Quelle: TWT, Deutschland)

Einer Untersuchung von Marketing-Land (Quelle: Marketingland.com) nutzen über 10 Millionen Websites Google Analytics. Herausfinden wollen alle gleichermaßen, mit welchen Keywords die Besucher auf die Website kommen, wie lange sie bleiben und welche Umsätze sie generieren.

Der Grund ist einfach: Je eher bekannt ist, mit welchen Suchworten die Website (Umsatz bringend) besucht wird, desto eher, schneller, einfacher kann die Website genau für diese Suchworte optimiert werden.

Ein Win-Win-Situation für Google

Zunächst klingt das nach einer Win-Win-Situation. Unternehmen und Website-Betreiber erhalten Informationen darüber, mit welchen Suchworten die Besucher auf ihre Seite kommen, wie lang sie dort bleiben und durch den Einsatz von Analytics kann sogar noch definiert werden, welche Umsätze diese Kunden mit genau diesem Suchwort realisieren.

Gleichzeitig erhält Google genau diese Informationen auch. Aus den unbekannten Informationen, welches Suchwort einen Nutzer auf welche Seite führt, wird durch geschicktes aggregieren die Informationen dazu, welche Suchworte richtig, richtig viel Geld bringen.

Diese Information nutzt Google dazu, die Suchergebnisse zu optimieren. Einerseits hinsichtlich den Informationen, welche Seiten für die Nutzer von höchstem Interesse sind, andererseits dazu, das eigene Produkt Google AdWords zu puschen.

Google AdWords ist das Werbenetzwerk von Google. Dort können Anzeigen für bestimmte Suchphrasen geschaltet werden. Der Vorteil für den Werbetreibenden ist, dass er sofort sichtbar ist für seine Suchworte - ohne Optimierung, einfach nur durch den Einwurf von Münzen.

Google verdiente 2011 fast 38 Milliarden US$. 96% davon mit Google AdWords. Allein die Finanz- und Versicherungsindustrie gab weltweit über 4 Milliarden US$, gefolgt vom Handel mit 2,8 Milliarden US$ (Quelle: Worldstreams sehr schöne Infographic).
Google Verdienst nach Industriezweig

Für das Jahr 2012 liest man bei Wikipedia sogar von fast 60 Milliarden US$.

Die Win-Win-Situation für Google kommt jetzt, indem man die Suchinformationen nimmt, um die Suchmaschinen so zu verbessern, dass die Werbetreibenden praktisch nicht drumherum kommen, AdWords zu buchen.

500 Algorithmus-Updates pro Jahr sorgen für eine konstante Bewegung bei rund 200 Faktoren, die zur Optimierung von Webseiten notwendig sind.

500 Algorithmus Änderungen in der Google Suchmaschine pro Jahr

Matt Cutts, Anti-Spam-Verantwortlicher bei Google und Guru aller Suchmaschinenoptimierung, hat diese Zahl unlängst via Twitter veröffentlicht.
(siehe hierzu auch SearchEngineLand)

Spätestens nachdem Google beschloss, vermehrt Suchworte, mit denen Interessenten auf die Website kamen, nicht mehr zu veröffentlichen, sondern unter der Rubrik "(not provided)" in Google Analytics aufzuführen, wurde der Unternehmer ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Am Dienstag, dem 18. Oktober 2011 verkündete Google, dass ein Teil der Daten versteckt wird, als Maßnahme für den Datenschutz. Den Benutzern der Google Suchmaschine sollte ermöglicht werden, Webseiten zu besuchen, ohne dass ein Unternehmer, der sein Angebot bereitstellt weiß, welche Suchworte daran beteiligt sind, dass ein Einkauf oder Vertragsabschluß zustande kommt.

Freilich, so Google, soll das nur maximal 10% der Suchanfragen betreffen und nicht weiter ausgedehnt werden.

Freilich, kann man noch immer die Google Webmaster Tools verwenden, um die Website zu pflegen und erhält dort alle Informationen.

Und freilich hat Google selbst noch uneingeschränkten Zugriff auf alle Daten.

Ein weiterer kluger Schachzug von Google

Mit dem Verweis auf die Google Webmaster Tools gelingt es Google, den Unternehmer noch enger an Google zu binden und gleichzeitig zwingt er ihn damit, noch mehr an Informationen preis zu geben. In den Google Webmaster Tools sind alle Informationen enthalten, die ein Betreiber auch aus Google Analytics herausfiltern könnte. Nett aufbereitet sieht das auf den ersten Blick auch brauchbar aus.

Allerdings können nur bis maximal 2000 Suchworte und auch nur aus den letzten 90 Tagen herausgelesen werden. Ein Trend ist damit nicht mehr herauslesbar.

So täuscht und trickst uns Google aus

Bei der Überprüfung zahlreicher Google Analytics Konten habe ich zudem zwei Dinge festgestellt:

1) Es sind deutlich mehr als 10% der Daten, die nicht auswertbar sind für den Unternehmer.

2) Diese Daten sind die Moneykeywords

3) Je besser das Ranking einer Seite, umso mehr Keywords werden ausgeblendet

Beweise? Bitte schön:

Google nimmt die Suchworte, die den größten Umsatzanteil habenDieses Beispiel eines Kunden zeigt, dass Google genau die Keywords nicht anzeigt, mit denen das Unternehmen 1/3 seines Umsatzes generiert. Das sind in diesem Falle dann sogar über 25% anstatt nur 10% aller Keywords.

Für den Unternehmer ist es schwieriger, speziell auf einen Trend hin zu optimieren. Er muss Werbeplatz bei Google AdWords kaufen, um diese Informationen bestmöglich bedienen zu können.

Geschäftsschädigend?

Oder dieses Beispiel für meine Seite, die für Suchmaschinenoptimierung, also die Optimierung von Webseiten für eine bessere Position in den Google Suchergebnissen, an einer Top Position steht:

Google unterschlägt Daten: Google will nicht, dass wir die Keywords kennen, mit denen die Seite gefunden wird

Knapp 65% der Suchworte, die auf diese Seite verweisen, sind von Google einfach ausgeblendet. Google will nicht, dass ich weiß, welche Ergebnisse zu meiner Seite führen.

Aber Google lässt mich das zweit platzierte Suchwort wissen, das immerhin noch für knapp 10% der Besucher verantwortlich ist. Position 3 ist schon nur noch für 1,65% der Besucher brauchbar.

Für diese Art des Handelns hat Wikipedia noch keinen Namen in der Liste der Betrugsdelikte.

 

Jetzt kündigt Google an, dass mit den (not provided) Keywords noch mehr passieren wird und die Branche denkt darüber nach, was das sein kann.

Die Top 5 Gerüchte sind:

- Google gibt alle organischen Keywords via Webmaster Tools weiter
- Google wird die Abfrage-Daten freigeben für Seiten, die eine SSL-Verschlüsselung anbieten
- Google wird auch die Abfrage-Daten für AdWords blockieren

- Google bringt die Daten wieder so, wie sie es vor Jahren taten
- Google macht rein gar nichts

Es ist davon auszugehen, dass weitere Einschränkungen im Informationsfluss gemacht werden - vielleicht diesmal aus einer mit der NSA-Affäre begründeten Sicherheitsparanoia.

Update:
Google kündigt an, auch für die Keywords, die über das bezahlte Anzeigenprogramm von Google (AdWords) an Analytics ausgeliefert werden, zukünftig "(not provided)" zu verwenden. (Quelle: Searchengineland)

Damit ist die bestehende Lücke, über die zumindest die Kunden von bezahlter Suche noch Informationen über die Suchphrasen (und - worte) erhalten konnten, endgültig geschlossen.

 

Die Google-Zukunft

Künftig wird es Daten nur noch für zahlende Kunden geben. Die anderen Produkte von Google werden langsam monetarisiert - aber nur langsam, damit die riesige Datenkrake noch viele weitere Informationen sammeln kann, die gewinnbringend Verwendung finden. Immer unter dem Vorwand, der liebe Benutzer bekommt doch etwas für die Daten, die er liefert (auch wenn die Wertigkeit nicht (mehr) stimmt).

Es gibt einen Ausweg. Zugegebener Maßen nur einen kleinen Ausweg, aber immerhin gibt es eine Möglichkeit, dagegen zu steuern.

So lässt man sich von Google nicht weiter beklauen

Wir werden nicht um die wichtigste Suchmaschine herumkommen und wir werden weiterhin - zum Teil auch gezwungener Maßen - Produkte von Google verwenden (müssen).

1. Schritt: Alternative zu Google Analytics separat installieren

Google Analytics ist immer noch das umfänglichste, kostenlose (?) Produkt in der Datenanalyse. Die Alternativen, wie Piwik oder Open Web Analytics, bieten nur deutlich reduzierte Möglichkeiten - vor allem aber weniger Benutzerfreundlichkeit oder aber in der Anbindung an Excel zur Auswertung. Auch die Kombination AdWords-Dateneinbindung in Analytics ist dort nicht vorhanden.

PIWIK Analytics als Option zu Google Analytics

Piwik - Alternative zu Google Analytics. Trotzdem müssen auch bei Piwik die Datenschutzbestimmungen eingehalten werden.

OWA

OWA - Open Web Analytics - eine Open Source Alternative zu Google Analytics

Trotzdem: Bereits jetzt sollte mit dem Sammeln der Daten in separaten Analyse-Programmen begonnen werden, um zu einem späteren (baldigen?) Zeitpunkt umsteigen zu können.

Es gibt außerdem auch Wege, die bereits jetzt gesammelten Informationen aus Analytics zu werden und zur Weiterverwertung aufzubereiten. Dazu ist es aber notwendig, möglichst bald zu handeln, bevor noch mehr Daten unkenntlich gemacht werden.

2. Schritt: Export der Keywords aus Google Analytics

Als erster Schritt zur künftigen Analyse der Keywords hinsichtlich Ranking sollten die Suchworte aus Google Analytics exportiert werden. So weit zurückgehend, wie nur möglich.

Google Analytics Daten zurückverfolgen und exportieren

Das können ganz schnell weit über mehrere 10-Tausend-Keyword-Daten sein, auf die zugegriffen werden kann.

 

Diese Basis an Suchworten stellt das Kapital der letzten Jahre dar. Es wird wichtig, für eine Großzahl dieser Suchworte das Ranking der eigenen Webseiten zu verfolgen. Diese Suchworte bilden die Grundlage des vergangenen unternehmerischen (Website)-Erfolgs.

3. Schritt: Import der Keywords in Ranking-Checking Software oder Übergabe an Dienstleister

Genau für diese Suchworte ist der Rang der eigenen Website in Google wichtig und diese Rangliste sollte verfolgt werden.

Dazu gibt es diverse Software, beginnend bei wenigen hundert Euro bis hin zu vielen Tausend Euro im Jahr. Oder aber auch Angebote von Dienstleistern, die sich auf die Sichtbarkeit von Unternehmen und Marken spezialisiert haben.

Beispiele für Ranktracking-Software sind SEOPROFILER und RANKTRACKER, aber z.B. auch PRORANKTRACKER oder das im Preis/Leistungsverhältnis sehr gute XOVI SEO Suite.

Hier ein Screenshots zu den Produkten (Klick aufs Bild führt zu den Seiten der Anbieter):

Mit SEOPROFILER das Ranking überprüfen

 

Ranktracking mit Market Samurairanktracker_

Warum ist die Keyword-Ranking-Prüfung so wichtig?

Gerade seit dem Hummingbird-Update Mitte August 2013 hat sich der Blick auf Keywords geändert. Sie sind heute wahrscheinlich viel wertvoller und sinnvoller, als man denkt. Besonders deshalb, weil eine Verknappung der Ressource Keywords erfolgt (ist).

Was "long tail keywords", also Suchanfragen aus zusammengesetzten Worten/Sätzen, anbelangt (z.B. "grüne Turnschuhe mit weißen Streifen") anbelangt, wird die tatsächliche Wertung für die Suchworte schwer einschätzbar. Seit Hummingbird ist es nicht mehr wichtig, den genauen Wortlaut im Inhalt der Webseite zu tragen, denn Google ersetzt die Abfrage mit populären Abfragen - damit tauchen Seiten auf, die den genauen Wortlaut gar nicht nutzen.

Das bedeutet, dass eine Seite nicht mehr "Grüne Turnschuhe mit weißen Streifen" in Überschrift, Titel oder Text tragen muss, um für diese Suchphrase ganz Vorne zu stehen, sondern sehr wohl auch andere Seiten, die sich Thematisch mit "Turnschuhen" beschäftigen, besser platziert sein können.

Es ist also nicht mehr wichtig, die exakte Keyword-Phrase zu nutzen, sondern es wird notwendig, die Suchworte zu kennen, die konzeptionell zu ähnlichen Suchergebnissen führen und eine beliebte Abfrage darstellen. (Quelle: Advanced Web Ranking)

Leicht ersichtlich, dass die so notwendige Arbeit an den Seiten nur mit dem Wissen durchgeführt werden kann, dass Google unterschlägt bzw. ausschließlich für sich selbst nutzt (oder gar zum Kauf anbieten wird?).

Die Sichtbarkeit der unternehmerischen Angebote entscheidet über den Verkaufskanal Website.

Sichtbarkeit zahlt sich aus

Nur wenn das Unternehmen die Sichtbarkeit der eigenen Website prüft und überwacht, also aktives Sichtbarkeitsmanagement betreibt, ist es in der Lage, die wirtschaftliche Entwicklung der eigenen Website (Marke) im Blick zu behalten.

Es ist also von großer Wichtigkeit, dass das Ranking der Unternehmenswebsite für einzelne Suchworte regelmäßig überprüft und überwacht wird, um frühzeitig reagieren zu können.

Ohne das Prüfen des RankingsWenn die Position der Website für die wichtigen Moneykeywords (alle Suchworte, die Ihnen Umsatz bringen) nicht überwacht wird, dann kann es geschehen, dass man ein verantwortliches Google Update dafür verschläft und für den Rückgang zuerst entsprechende Gründe findet (Ferienzeit, schlechter Winter, Putin, Finanzkrise...) und bis der Grund entdeckt und behoben ist, vergeht schnell ein halbes Jahr oder mehr, während dessen ein Ernst zunehmender Umsatzrückgang zu verzeichnen ist.

Die wirtschaftliche Grundlage des Unternehmens hängt also davon ab, den Überblick zu behalten - Google wird es einem Unternehmen nicht leichter machen, für sein Ranking selbst zu sorgen, es sei denn via AdWords (Google Umsatz mit AdWords  ca. 56.640.000.000 US$).

Je besser das organische Ranking ist, desto weniger Kosten werden für AdWords notwendig.
Die Grundlage des unternehmerischen Tuns hängt davon ab, aus den Daten Informationen zu gewinnen, die zu Wissen führen. Ohne dieses Wissen, wird es zunehmend schwieriger, einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg im Web abzubilden.