Gründe für den Kaufabbruch in Online-Shops

Gründe für den Abbruch beim Einkaufen in Online-Shops

Der meistgenannte Grund für den Abbruch der Onlinekosten sind Lieferkosten:

  • 44,1%    Lieferkosten zu hoch
  • 38,7%    Nicht die gewünschte Zahlungsart vorhanden
  • 38,0%    Gesuchtes Produkt konnte nicht gefunden werden
  • 36,2%    Preis nicht günstiger als in „echtem Laden“
  • 34,3%    Bestellfunktion zu kompliziert oder langweilig
  • 25,2%    Technische Probleme
  • 24,8%    Für Kauf außerhalb des Internets entschieden
  • 22,4%    Datensicherheit schien unzureichend

 

Hauptgrund für den Kaufabrruch in letzter Minute ist meistens das Thema „Versandkosten“ oder fehlende „Zahlungsmethoden“. Über die Häfte der Befragten gibt das als häufigster Auslöser an.

Fast jeder vierte potenzielle Käufer entscheidet sich gegen den Kaufabschluss, weil der Prozess „Kunde werden“ durch das Anlegen eines Kundenkontos zum Schmerz wurde.

Rund ein Drittel geht dann in einem anderen Shop „fremd“, weil dort das Produkt günstiger ist.

Schnelle Lösung für weniger Abbrüche beim Kaufprozess im Onlineshop

Die meisten Gründe für einen Kaufabbruch sind schnell behoben.

Fehlende Zahlungsmethoden können ergänzt werden, aber vor allem muss der Einkauf Spaß machen. Eine optimierte Customer-Journey hilft hier, z.B. mit individuellen Ansprachen des Käufers und schützt vor Kaufabbruch.

Motivierend wirken erfahrungsgemäß Verfügbarkeitsanzeigen („noch xx Stück vorhanden“) oder personalisierte Rabattcodes und prominent platzierte Gutschein-Hinweise. An die Verlustangst der Menschen zu appelieren: „Artikel im Warenkorb werden nicht reserviert“, „Nur noch 2 Stück verfügbar“. Das demonstriert die Dringlichkeit des Kaufes. Unterstützen Sie den Weg des Interessenten zum Kunden, indem Sie ihn in seiner Wahl bestärken „Gute Wahl! Möchten Sie noch weiter einkaufen?“ Auch Formulare können in jedem einzelnen Feld – etwa mittels grünem Häkchen – Bestätigung suggerieren und so vor einem Kaufabbruch schützen.

Anstatt „Gutscheincode“ verwenden Sie das Feld „Ich besitze einen Aktionscode“ (bestenfalls ein Feld, das erst noch ausgeklappt werden muss). Das hilft als kleine Schutzmaßnahme davor, dass beim Auffinden des Gutscheincode-Hinweises der Kauf abgebrochen wird, weil zunächst im Web auf die Suche nach gültigen Codes geforscht wird.

Online Shop wie Ihr Ladengeschäft

Unterstützen lässt sich das durch eine passende AdWords-Anzeige für Kunden, die einen Warenkorb erstellt haben, aber nicht gekauft haben. Diese erhalten dann einen Gutscheincode bei ihrer nächsten Google-Suche angezeigt…

Verknappung der Ware ist auch spannend, z.B. „Kaufen Sie in den nächsten 30 Minuten und erhalten Sie 10% Rabatt“ oder „Die Produkte sind 30 Minuten für Sie reserviert“.

Natürlich müssen Preisangaben, Logistik und vor allen Retourenmanagement transparent sein.

Viele Webshops sind leider noch immer nicht mobil nutzbar bzw. nicht optimiert für mobile Geräte. Das sollte ein wichtiges Thema sein für die nächste Optimierung des Shops.

 

Je ähnlicher der Online-Shop dem Ladengeschäft entspricht, umso einfacher die Bestellung für den Kunden: Einfacher und klarer Eingang (offene Tür), persönliche Beratung, große Hinweise für Raatte und allzit geöffnete Kassen ohne Schlangen.

Das erwarten wir für in „Natura“. Warum also nicht im Webshop genau so präsentieren?

 

Wenn Sie diese Punkte in Ihrem Online-Shop berücksichtigen, wird der Kaufabbruch bei Ihnen weniger häufig vorkommen.

 

Quellen:
Internet World Business 13/06
Ecommerce Lounge 01/14
Statista 09 – 16

Amazon-Optimierung: Marktriesen im Sturm erobern!

Produktoptimierung für Amazon – So knacken Sie den Online Riesen.

Wetten, dass man mit 77 Personen auf neun Motorrädern eine Pyramide bilden und in dieser Formation mehr als 100 Meter fahren kann?

Wetten, dass selbst SEO-Erfahrene nicht viel damit anfangen könnten, wenn sie „Suchmaschinenoptimierung“ und „Amazon“ in einem Satz verwenden müssten?

Stimmt übrigens Beides: Am 29. Oktober 1994 gewann die Berliner Polizei bei „Wetten, dass…?“ in Duisburg diese Wette und noch verbinden zu Viele Suchmaschinenoptimierung ausschließlich mit Google. Dabei ist Amazon eine der erfolgreichsten Suchmaschinen, bei der fast ein Drittel aller Anfragen direkt landen.

Schlussfolgerung: Da Amazon eine Suchmaschine ist, muss sie auf einem Algorithmus basieren. Und alles, was auf einem Algorithmus basiert, kann man beeinflussen. Denn ein Suchmaschinen-Algorithmus hat immer dasselbe Ziel: Bewerten, ob ein Inhalt zu einer Suchanfrage passt. Kennt man die Bewertungskriterien eines Algorithmus, kann man seine Inhalte entsprechend daran anpassen.

So geht Optimierung für Amazon:

Sichtbarkeitsmanager Ralf Seybold erklärt erfolgreiche Amazon-Optimierung

Amazon-Optimierung: Ranking-Faktoren

Amazon-Ranking-Faktoren lassen sich in zwei Bereiche gliedern: „Relevanz“ und „Performance“.

Dabei bezieht sich der Bereich „Relevanz“ darauf, wie gut ein Produkt durch seine Beschreibung gefunden werden kann. „Performance“ beschreibt dagegen den Verkaufserfolg und die Qualität eines Verkäufers.

„Relevanz“ kann somit nur von der Suchmaschine und „Performance“ nur von Kunden erzeugt werden.

Ranking-Faktoren für eine erfolgreiche Amazon-Optimierung

Relevanz

Das Bewertungskriterium für Relevanz wird wie bei der üblichen Suchmaschinenoptimierung dem Content entnommen. Je mehr die Produktbeschreibung zu den Keywords und Suchphrasen passt, die von Kunden eingegeben werden, die dieses Produkt kaufen möchten, desto relevanter ist das Produkt für dieses Keyword/ Suchphrase.

Die Relevanz entscheidet also darüber, ob ein Produkt für ein bestimmtes Keyword oder Suchphrase überhaupt angezeigt wird. Und die Performance bestimmt, wie weit oben das angezeigte Produkt steht.

Nun ist es so, dass man bei der Amazon-Optimierung weniger Möglichkeiten hat, als bei der üblichen Website-Optimierung. Bei der Optimierung einer Website unterliegt man nämlich keiner Einschränkung, welche die Länge des Contents bestimmt.

Dem „Theorem des endlos tippenden Affen“ nach müsste eine Website mit unendlich vielen Zeichen mit hoher Wahrscheinlichkeit für alle existenten Keywords relevant sein. Leider bleibt das nur ein Gedankenexperiment, welches aber die Möglichkeiten von Web-Suchmaschinen, Relevanz zu beeinflussen, im Vergleich zu Online-Marketplaces verdeutlichen sollte.

Während man bei einer Website-Optimierung theoretisch unendlich langen Content produzieren könnte, ist das bei einer Amazon-Optimierung ausgeschlossen. Die Erzeugung von Content beschränkt sich hier auf den von Amazon vorgegebenen, für den Käufer sichtbaren Bereich. Zudem ist eine Optimierung lediglich auf 12% des Seitentitels beschränkt, da Amazon die Webseite mit Cross-Selling und dem Hinweis auf andere Produkte, Bewertungen etc. auflockert. Folglich stehen lediglich 12% frei definierbaren Textes zur Verfügung.

Als Relevanz-Faktoren können bei einer Amazon-Optimierung also nur folgende Elemente herangezogen werden:

  • Keywords im Produkttitel à circa 120-150 Zeichen (maximal 200 Zeichen)
  • Keywords in den Bullet Points à 5 Listenpunkte / Bullet Points mit je circa 200 Zeichen
  • Keywords in der Produktbeschreibung à maximal 2.000 Zeichen möglich
  • Keywords in verwandten Schlüsselworten (nur sichtbar in der Seller Central)

Optimierungs-Tipps für mehr Relevanz

  • Auch wenn sich mehr Zeichen verwenden lassen: Lassen Sie es bleiben. Ein Käufer möchte bequem von zu aus Hause einkaufen und keine Romane lesen. Konzentrieren Sie sich auf aufs Wesentliche, bleiben Sie informativ, kurz und prägnant.
  • Die Optimierung der verwandten Schlüsselwörter, die nur für den Händler im Seller Central sichtbar sind, sollte in Bezug auf die Conversion-Wahrscheinlichkeit erfolgen. Das heißt, dass nur auf die Keywords optimiert werden sollte, die tatsächlich zum Kauf eines Produkts verwendet werden. Keywords, die eher Information als Ziel haben, sollten Sie weglassen. Optimieren Sie hinsichtlich der Suchintention – denn bei Amazon wird mehr gekauft und weniger informiert.

Ins Detail: Amazon Produkttitel optimieren

Für die Optimierung eines Amazon-Produkttitels wollen wir näher ins Detail gehen. Das hat auch seinen Grund, denn der Produkttitel ist die erste Kontaktschnittstelle zum Kunden. 90% aller Amazon-Käufer benutzen die Suchfunktion, um ein Produkt zu finden. Ein Thumbnail Ihrer Produktseite erscheint dann in einer Suchergebnisliste mit zig Anderen.

Sie haben 70 Zeichen und ein Bild, um sich abzuheben. Deshalb wollen wir uns die Optimierung eines Produkttitels genauer ansehen:

Keywords im Produkttitel

Wir bereits oben beschrieben, sollte Ihr Produkt erstmal in den SERPs erscheinen, damit ein Kunde auf die Produktseite gelangen kann (Denken Sie an die 90% !). Dazu müssen Sie den Suchalgorithmus von Amazon dazu bewegen, Ihr Produkt für die richtigen Suchworte anzuzeigen. Das passiert dadurch, dass man im Content der Produktseite die Keywords und Suchphrasen verwendet, die tatsächlich von Käufern eingegeben werden.

Da der Algorithmus aber auch die Position dieser Keywords bewertet, fällt der Produkttitel erneut ins Gewicht. Denn die Keywords, die im Produkttitel stehen, haben höchste Priorität. Das bedeutet nicht, dass Keywords nun wahllos aneinander gereiht werden dürfen, ganz nach dem Motto: „Je mehr, desto besser!“. Ganz im Gegenteil, eine gezielte Auswahl der nützlichsten und wichtigsten Keywords hat eine weitaus stärkere Wirkung.

Bei einer gewöhnlichen Suchmaschinenoptimierung findet man diese mit Hilfe des Suchvolumens (Anzahl Suchanfragen für das Keyword pro Monat). Leider stellt Amazon diese Daten nicht bereit. Als Alternativen eignen sich dafür der Google Keyword Planer oder die Autosuggest-Funktion von Amazon. Letztere ist äußerst nützlich, wenn man wissen möchte, welche Suchphrasen Kunden tatsächlich am häufigsten eingeben.

Alleinstellungsmerkmale im Produkttitel

Eine gewöhnliche Amazon-Einkaufssituation: Ein Kunde, der wie die 90% die Suchfunktion benutzt, braucht Kopfhörer und gibt in die Suchmaske natürlich „Kopfhörer“ ein. Daraufhin bekommt er genau 3.595.296 Ergebnisse ausgeliefert. Mehr als 15€ möchte er aber nicht ausgeben. Deshalb filtert er die Suchergebnisse nach Produkten unter 15€. Bleiben immerhin nur noch 2.264.902 übrig. Wie entscheidet er nun, welche Produkte er sich genauer ansehen und später kaufen möchte?

Wie ich bereits sagte: Sie haben „nur“ 70 Zeichen, um die Aufmerksamkeit auf Ihr Produkt zu lenken. Sie brauchen also ein entscheidendes Verkaufsargument. Das sollte etwas sein, was Ihr Produkt von den Produkten Ihrer Konkurrenten unterscheidet. Das kann eine besondere Funktion, eine bestimmte Farbe oder Material sein.

Versetzen Sie sich bei der Formulierung des Produkttitels in die Lage des Kunden: Was würde Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen? In unserem Beispiel wären „Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon“ oder „Kopfhörer verchromt, schwarz (besonders leicht und angenehm zu tragen)“ für den Kunden weitaus attraktiver, als einfach nur „Kopfhörer“.

Marke im Produkttitel?

Für den Produkttitel verwendet man nur die wichtigsten und relevantesten Keywords, das haben wir geklärt. Aber gehört der Markenname dazu? Laut Amazon, grundsätzlich schon. Eine bekannte Marke ist definitiv ein relevantes Keyword, allein aus Vertrauensgründen.

Im Private Label Bereich ist es jedoch nicht so eindeutig: Ist die eigene Marke noch jung und eher unbekannt, sollte man lieber abwägen, ob der Platz mit einem weiteren wichtigen Keyword nicht besser verwendet wäre. Auf der anderen Seite kann sich die Erwähnung der Eigenmarke auch langfristig lohnen.

Eine Faustregel gibt es so im Private Label Bereich nicht. In diesem Fall sollten Sie mit gesundem Menschenverstand gemäß Ihrer Unternehmensstrategie und aktuellen Situation abwägen. Ansonsten gilt: Marken? Ja bitte!

Auch Sozialverhalten gehört zur Amazon-Optimierung..

Performance

Mit einer erfolgreichen Relevanz-Optimierung haben Sie sichergestellt, dass Ihr Produkt für das entsprechende Keyword angezeigt wird. Mit der Performance-Optimierung können Sie nun beeinflussen, wie weit oben in den Suchergebnissen Ihr Produkt stehen wird.

Jedoch ist das mir der Performance nicht so einfach, wie mit der Relevanz. Denn Sie erinnern sich: Performance kann nur von Kunden erzeugt werden. Das heißt, Verkaufspsychologie, Servicequalität und elementare Kundenfreundlichkeit.

Unter „Performance“ fallen 8 Rankingfaktoren, während es bei Relevanz nur 4 sind. Daran lässt sich schon erkennen, wie Amazon seine Prioritäten setzt. Das hat auch einen einfachen Hintergrund, denn Amazon verdient an jedem verkauften Produkt mit und ist somit natürlich daran interessiert, Bestseller ganz oben in der Suchergebnisliste zu positionieren.

Hier sind die Rankingfaktoren für den Bereich „Performance“:

  • Verkaufsrang (auch BSR abgekürzt = Bestsellerrang)
  • Rate an Bestellmängeln
  • Stornorate deiner Bestellungen
  • Rate verspäteter Lieferungen
  • Unzufriedenheit mir Rücksendungen
  • Verstöße gegen Richtlinien
  • Kontaktreaktionszeit
  • Kundenfeedback (bzw. Verkäuferbewertungen)

Ins Detail: Conversion optimieren

Neben den beiden Bereichen „Relevanz“ und „Performance“ gibt es einen dritten Aspekt, der das Produkt der Beiden darstellt: die „Conversion“. Sie beschreibt, wie viele der Amazon-Kunden, die durch eine erfolgreiche Optimierung auf Ihre Produktseite gekommen sind, dann auch tatsächlich etwas gekauft haben. Daher ist Conversion ausschlaggebend für die Erfolgsmessung.

Sie beeinflusst auch den Rankingfaktor „Verkaufsrang“ der Performance, der entscheidend dafür ist, ob Ihre Produkte ganz oben in der Suchergebnisliste stehen können. Denn: Wer mehr verkauft, der füttert auch entsprechend den Geldbeutel von Amazon.

Zwar ist Conversion ausschließlich von der Verkaufsstrategie abhängig und daher individuell, doch der etablierte Plattform-Charakter und die weite Verbreitung erlauben es Amazon, die drei Faktoren herauszubrechen, die sich für die Conversion auf diesem Marketplace bewährt haben:

Verkaufspreis

Entspricht der Verkaufspreis den Erwartungen des Kunden? Ist das Preis-Leistungsverhältnis ausgewogen? Oder wirkt das Produkt „überteuert“ oder „zu billig“?

Rezensionen

Da man beim Online-Shoppen nichts direkt anfassen oder ausprobieren kann, muss man sich auf die Rezensionen seiner Mitmenschen verlassen. Je mehr Bewertungen mit hoher Sternzahl, desto größer der Vertrauensvorschuss. Je weniger von Beidem, desto mehr wird der Eindruck einer „Schwindlerbude“ erzeugt.

Hier gilt, wie sonst auch: Einen guten Ruf verliert man erheblich schneller, als man ihn wieder aufbauen kann.

Produktbilder

Sind fast ebenso vertrauensbildend – oder eben nicht – wie Rezensionen. Wenn man ein Produkt schon nicht anfassen kann, möchte man es zumindest genau betrachten können, um eine Vorstellung dafür zu bekommen, wofür man eigentlich sein Geld ausgibt.

Das bedeutet: Professionelle Produktbilder mit natürlichen Lichtverhältnissen, die die Originalfarben nicht verfälschen, mehrere Perspektiven, Detailaufnahmen und erkennbare Maßstäbe. Und wenn Sie den Vertrauensaufbau ins Ultimative fördern möchten, dann toppen Sie das mit einer 360° Produktansicht.

Ein wenig Know-How am Rande

Ein durchschnittlicher Online-Shop erreicht eine Conversion-Rate von 3%, während es bei Amazon bereits 10-20% sind. Und wer als Händler am Fulfillment by Amazon (FBA) Programm teilnimmt, kann seine Conversion-Rate auf unermessliche Werte von 70% und mehr steigern. Denn das Amazon-Prime-Logo wirkt auf potentielle Käufer wie ein El Dorado für Schnäppchen, Sonderaktionen und kostenlosen Versand.

Nutzen Sie es aus, dass Amazon sich seit Jahren als Nr.1 Verkaufsplattform bewährt hat und holen Sie Kunden dort ab, wo nur noch ein gutes Bild oder ein Sternchen mehr über Conversion entscheiden.

Optimierungs-Tipp für mehr Conversion: Rezensionen

Wieso sich Amazon überhaupt als Nr.1 Verkaufsplattform bewähren konnte, liegt daran, dass es der erste Onlineshop war, der Produktbewertungen von Kunden für Kunden bereitstellte. Amazon erhöht damit die im Bereich E-Commerce eher problematische Kundensicherheit und minimiert das Risiko eines Fehlkaufes.

Vor dem Kauf starten daher viele Kunden ihre Produktrecherche nicht etwa auf der Homepage des Herstellers sondern bei Amazon – weil sie dort direkt einsehen können, was andere vor ihnen bestellt und für gut befunden haben. Je mehr Kunden ein Produkt bewertet haben, desto besser kann man es selbst einschätzen. Somit wirken Artikel mit vielen Rezensionen auf Kunden deutlich anziehender, als Artikel mit wenigen oder gar keinen Bewertungen.

So, wie es die Studie „Macht der Sterne“ von Bosch / Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), der HTW Aalen (E-Commerce und Lehrstuhl für Internationale BWL) und der BIG Social Media GmbH belegt, wirken Artikel mit vielen Bewertungen und einer hohen Sternzahl auf Kunden nochmals attraktiver: Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4.5 Sternen ab 50 Produktrezensionen steigt die Conversion-rate deutlich an. Letztere entscheidet bekanntlich über den Verkaufsrang, einen der wichtigsten Rankingfaktoren bei Amazon.

Außerdem bewertet der Amazon-Algorithmus unabhängig davon Produkte mit vielen Bewertungen positiv. Die Hauptformeln für mehr Conversion sehen also so aus:

Mehr Rezensionen ⇒ mehr Aufmerksamkeit = bessere Verkaufschance ⇒ besseres Ranking

und

Mehr Rezensionen + vorwiegend gute Bewertungen ⇒ hohe Aufmerksamkeit = optimale Verkaufschance ⇒ Top-Ranking

Optimierung muss für jede Amazon-Produktkategorie erfolgen!

Technischer Exkurs: Der Amazon-Produktkatalog

Wenn man als Händler bei Amazon Artikel anbieten möchte, muss man diese zuvor in eine von über 30 000 verschiedenen Kategorien einordnen, den sogenannten „Produktkatalog“.

Der Amazon-Produktkatalog gliedert sich in 10 Hauptkategorien, die jeweils aus vielen weiteren Unterkategorien bestehen:

  • Bücher & Audible
  • Filme, Serien, Musik & Games
  • Elektronik & Computer
  • Haushalt, Garten, Baumarkt
  • Beauty, Drogerie & Lebensmittel
  • Spielzeug & Baby
  • Kleidung, Schuhe & Uhren
  • Sport & Freizeit
  • Auto & Motorrad
  • Gewerbe, Industrie & Wissenschaft

Die Unterkategorien selbst reichen oft bis in die fünfte Ebene, wobei jede Ebene für sich einen „Amazon Node“ (d.h. Knoten oder Pfad) darstellt. Das heißt, der gesamte Produktkatalog ist wie ein Baumdiagramm in verschiedene Nodes gegliedert, welche auch in der URL-Leiste des Browser erkennbar sind.

Der Aufbau des Produktkatalogs dient dazu, die Auffindbarkeit von Produkten für User einfacher zu gestalten. In den Hauptkategorien kann man zum Beispiel auch nach Unterkategorien filtern.

Interessant wird es dann, wenn man annimmt, dass ein Produkt bei Amazon nur einen Verkaufsrang hat, nämlich in der Hauptkategorie. Denn das ist durchaus nicht so! Im Gegenteil, ein Produkt hat genau so viele Verkaufsränge, wie Nodes, in die es eingeordnet wird. Das liegt daran, dass der Produktkatalog so eingerichtet ist, dass jeder Knoten einzeln verarbeitet wird und somit einen eigenen Bestsellerrang zugeteilt bekommt.

So hat das Produkt „Hefeweizen“ sowohl in der Hauptkategorie

„Beauty, Drogerie & Lebensmittel“

als auch in jeder Unterkategorie

„Lebensmittel & Getränke“ ⇒ „Bier, Wein & Spirituosen“ ⇒ „Bier“

ein eigenes Ranking.

Selbst, wenn man als Händler seine Artikel der Einfachheit halber nur in eine Hauptkategorie einordnet, kann es vorkommen, dass der Amazon-Algorithmus die Einordnung des Produkts nach dem Einstellen um weitere Unterkategorien ergänzt. Somit ist es nicht nur sinnvoll die Einordnung selbst zu übernehmen, sondern auch dementsprechend auf jede Unterkategorie zu optimieren.

Denn wenn ein Produkt in allen Kategorien gut rankt, wird die Verkaufschance mit der Anzahl der Kategorien potenziert.

Somit müsste eine nachhaltige Amazon-Optimierung für „Hefeweizen“ für jede der Kategorien

„Beauty, Drogerie & Lebensmittel“ ⇒ „Lebensmittel & Getränke“ ⇒ „Bier, Wein & Spirituosen“ ⇒ „Bier“

eine spezifische Optimierung vorsehen, um tatsächlich alle Optimierungsmöglichkeiten, die Amazon bieten kann, auszuschöpfen.

Amazon-Optimierung sollte nach Suchintention erfolgen!

 Amazon oder Google? – Die Frage nach dem ganzen Rest

Wer es bis hier hin geschafft hat, hat nun (hoffentlich) eine Vorstellung davon, wie Amazon-Optimierung funktioniert. Doch die letzte aller Fragen bleibt dennoch unbeantwortet: Macht für mich eine Amazon-Optimierung überhaupt Sinn?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie wissen, welche Art von User Sie ansprechen möchten. Denn die Intention des Suchenden bestimmt letztendlich, ob er für Sie relevant sein kann.

Grundsätzlich sind Nutzer im Internet mit einer der drei Intentionen unterwegs:

Know-Intention – Ich will etwas wissen.

Die Know-Intention ist der häufigste Grund für die Google-Suche. Der Nutzer braucht genaue Informationen, wie zum Beispiel: „Hefeweizen alkoholfrei Kalorien“. Eine Such- beziehungsweise Antwortmaschine wie Google eignet sich bestens dafür.

Do-Intention – Ich will etwas machen.

Eine Do-Intention, auch transaktionale Suchanfrage genannt, bezeichnet den Fall, wenn ein Nutzer etwas Konkretes haben will (etwas kaufen, bestellen, buchen, reservieren usw.). Alles, was mit Produkten zu tun hat, landet mittlerweile direkt bei Amazon.

Go-Intention – Ich habe ein konkretes Ziel.

Anders als bei der Know-Intention weiß der Nutzer in diesem Fall schon im Voraus, auf welcher Website er landen möchte. Entweder gibt er sein Ziel kurz formuliert in die Suchmaske ein, zum Beispiel: „Franziskaner Weißbier Kundencenter“, oder direkt als URL in die URL-Leiste: „www.franziskaner-weissbier.de“. Für Letzteres eignet sich jeder Browser und für Ersteres nur eine klassische Suchmaschine. Mit Amazon kommt man hier schon rein technisch nicht weiter.

Unter dem Strich lohnt sich eine Amazon-Optimierung immer dann, wenn Ihre Zielgruppe etwas kaufen oder bestellen möchte. Denn dafür ist Amazon tatsächlich die bessere Suchmaschine – auf Amazon suchen nämlich drei Mal so viele Nutzer direkt nach Produkten als bei Google.

Und das aus gutem Grund: Der Amazon-Algorithmus muss nicht erst die Suchintentionen verarbeiten, sondern ist ausschließlich auf Anfragen mit Kaufabsicht konzentriert. Dadurch werden die Suchergebnisse nach den Anforderungen der Kunden generiert, was das Einkaufserlebnis weitaus schneller, übersichtlicher und einfacher gestaltet.

Lexoffice und German MArket WooCommerce Online Shop

WooCommerce Shop-Integration mit Lexoffice

Gerade dann, wenn ein Online-Shop rechtssicher für den deutschen Markt integriert werden soll, gehen viele open-source Shop-Systeme in die Knie und die Integration wird teures „Handwerk“. Für WooCommerce bietetet sich mit German Market schon seit einigen Jahren eine ordentliche Ergänzung. German Market macht den WooCommerce-Shop fit für den deutschsprachigen Markt und die gesamte EU. Dabei sind rechtlich relevante Inhalte ebenso abbildbar, wie integrierte Rechnungserstellung, Bearbeitung von Stornos und eben auch die Anbindung an Buchhaltungssysteme. Die Features von German Market von Marketpress betreffen die Themen Rechtssicherheit, Rechnungslegung, Schnittstellen (und Anbindungen) sowie internationale Shops.

Gerade für kleinere Händler und Small-Business-Online-Shop-Betreiber besonders interessant ist jetzt die Integration von Lexoffice in German Market. Mit Lexoffice bietet Lexware ein vergleichsweises günstiges Warenwirtschaftssystem für kleine Unternehmen an. Das Produkt vereinfacht Buchhaltung und Rechnungswesen für kleine Unternehmen mit Einnahme-Überschuß-Rechnung (EÜR).

sicherheitsluecke-in-xtcommerce-veyton

Sicherheitslücke in xtCommerce – Dringendes Hotfix für Online Shop

Die Shopsoftware xt:Commerce/Veyton ist wieder einmal mit einer Sicherheitslücke in den Nachrichten.

Jedes Jahr mindestens einmal gibt es eine größere Sicherheitslücke bei diesem System.

2012 konnten beliebige Scripte in den Code eingeschossen werden.2013 war es eine persistente XSS Lücke und ein CSRF-Problem, mit dem ein Angreifer den Shop kapern konnte. Anfang 2014 waren 230.000 Kunden vor allem aus Deutschland und Österreich betroffen, als Kundendaten geklaut wurden, die aufgrund einer SQL-Injection-Schwäche in der Sofortkauffunktion abgegriffen werden konnten.

2015 ein weiterer Sicherheitshinweis auf ein schwerwiegendes Security-Problem mit der Version 4.1.00, das über einen Hotfix geschlossen werden musste (mit zahlreichen Problemen beim fixen, wie z.B. weißen Seiten nach dem Update und so weiter).

Jetzt 2016 hat xtCommerce in der Version 4.x wieder mal ein großes Sicherheitsrisiko, das in Verbindung mit einer möglichen Übernahme des Systems einhergeht. Spekulationen zufolge hängt das zusammen mit der Anforderung eines neuen Passworts über das System.

Details werden aus Sicherheitsgründen derzeit nicht veröffentlicht, aber alle Anwender sind angehalten bei den Versionen 4.1.00, 4.1.10 und 4.2.00 entsprechende Updates vorzunehmen.
Dieser Patch hat sehr hohe Priorität und sollte dringend von jedem xt:Commerce Anwender eingespielt werden:
Version 4.2.0
Version 4.1.1
Version 4.1.0

 

sicherheitsluecke-in-xtcommerce-veyton

WooCommerce Produktübersetzung

Online Shop mit WordPress: Jetzt noch einfacher Produkte übersetzen

wpml logo - WooCommerce Multilingual

WordPress in Verbindung mit WooCommerce ist eine beliebte Kombination für Online Shops. Wenn diese dann in verschiedenen Sprachen veröffentlicht werden, ist das WPML (WordPress Mulilingual) Plugin ein absolutes MUSS.

WooCommerce Multilingual 3.8 und WPML 3.4 glänzen jetzt mit einer neuen Benutzeroberfläche und stark verbessertem, brandneuem Übersetzungseditor.

Durch diesen Editor wird der Übersetzungsprozess für Produkte viel einfacher gestaltet.

Bereits die Übersicht ist neu und besser gestaltet und bietet zahlreiche Filterfunktionen.

WooCommerce Translationqueue

 

Der Übersetzungseditor sieht nun ganz anders aus. Während in der bisherigen Oberfläche die Pflege der Produkte eher umständlich erfolgte. Ist das neue Interface so angelegt, dass die Bearbeitung der Produkte nun einfacher möglich ist und einer logischen Abfolge entspricht.

WooCommerce Produktübersetzung

Die neue Variante zeigt das Original und die Übersetzung nebeneinander an, was das Kopieren für die Übersetzung wesentlich erleichtert. UND – das ist das Spannendste daran – der Übersetzungseditor integriert sich in die WooCommerce Multilingual Produktübersetzung (WooCommerce Multilingual Product Translation).

Für die Bearbeitung von Produkten bedeutet das, dass es egal ist, ob der Übersetzungseditor (WPML) oder der Produkt Übersetzungseditor (WooCommerce multilingual) verwendet wird, in beiden ist der neue Editor integriert.

Auch die Zusammenführung von Admin-Funktionen erlöst den Benutzer davon, sich alles „Zusammensuchen“ zu müssen. Insgesamt eine sehr gute Verbesserung.

Mehr dazu auf den Seiten von WPML.ORG (Quelle und Bildmaterial zum Teil von hier)

Geschenkideen zu Weihnachten

Online Shops: Das richtige SEO für das Weihnachtsgeschäft

Ist der Online-Shop gerüstet für das Weihnachtsgeschäft?

Kurz vor Weihnachten stellen sich für viele Online-Shops die Fragen:

  • Können wir zusätzliche Umsätze im Weihnachtsgeschäft realisieren?
  • Sind wir dem Ansturm im Online-Shop gewachsen?
  • Wie können wir unseren Shop attraktiver machen für Weihnachtseinkäufe?
  • Kaufen die Kunden im Laden oder Online?

Einkäufe beginnen oft mit der Online-Recherche und enden im Ladengeschäft. Genauso kann es sein, dass Käufer sich im Laden inspirieren lassen und dann online die Preise vergleichen und dann direkt online kaufen.

Google berichtet von mehr als 50% mobilen Suchanfragen. Was heißt das? Die Kunden sind mit mobilen Geräten bewaffnet auf der Suche nach Produkten und vergleichen noch im Ladengeschäft die Preise mit den Online-Angeboten und/oder versuchen Bewertungen für das Produkt zu recherchieren. Verschiedene Apps erlauben es sogar, den EAN-Barcodes des Produkts einzuscannen und im selben Zuge online nach dem günstigsten Angebot zu suchen.

Geschenkideen zu Weihnachten

Oder es wird direkt nach „Geschenkideen zu Weihnachten“ gesucht und die gefundenen Webseiten nach passenden Geschenken durchstöbert. Z.B. findet man darüber die Online-Shops von Radbag, Weltbild, Dawanda und so weiter. Bei Radbag finden sich dann z.B. so tolle Dinge, wie diese Star Wars LED-Leuchten, das ideale Geschenk und im Hinblick auf Episode VII garantiert ein Hype-Geschenk. Mit diesen Ideen bewaffnet geht es ins Einkaufszentrum – oder es wird gleich online geshoppt.

Smartphones, Social Media (meistens Facebook und Pinterest), Suchmaschinen, Testberichte und so weiter sorgen für eine fundierte Kaufentscheidung. Besser also, wenn der Online Shop gerüstet ist auf den Besucheransturm.

Ohne SEO durch Weihnachten?

Zahlreiche Einzelhändler verzichten auf SEO. Dann wird in Google oder einer anderen Öffnungszeitenplattform gesucht und anstatt dem Hinweis auf die verlängerten Öffnungszeiten in der Weihnachtszeit erhält der Suchende die Information, das Einzelhandelsunternehmen wäre gerade geschlossen. Ganz ganz schlecht für klingelnde Kassen.

Tipps für Online-Shopping in der Weihnachtszeit

Die nachstehenden Tipps helfen, damit der Online Shop besser gefunden wird und Ihr Unternehmen speziell in der Weihnachtszeit dafür gerüstet ist, mehr Umsatz zu generieren.

Mobil nutzbare Website

Viele Online-Shops sind noch nicht für die mobilen Endgeräte gerüstet. Gerade durch die erhöhten Anfragen von mobilen Geräten, wie Smartphones und Tabletts – Google berichtet von mehr als 50% mobilen Anfragen – ist ein Einkaufsvergnügen über diese Geräte dadurch nicht gegeben. Mobile Ergänzungen für Magento, WordPress oder Shopware und Oxid können helfen, mobil besser gefunden und nutzbar zu sein.

SEO Grundlagen

Die Produkte brauchen die grundlegenden OnPage-Maßnahmen, zumindest die minimalsten Umsetzungen, damit die Seiten überhaupt gefunden werden können. Dazu gehören:

  • Meta-Title
  • Meta-Beschreibung
  • Produktbeschreibungen
  • Produktbilder
  • Produktbewertungen

Idealerweise Google-Shopping-Konform eingebunden und mit Rich Meta-Daten angereichert.

Ihre Kunden kennen

Wer sind die Personen, die tatsächlich Ihren Shop und Ihre Leistungen nutzen? Wer will bei Ihnen einkaufen?

Wer ist der typische Käufer? Männlich oder weiblich? Ungefähres Alter? Einkommen? Familienstand? Bildung? Was arbeitet die Person? etc.

Mit diesen Fragen wird der Blick auf den potentiellen Kunden geschärft und der Webshop kann dahingehend überprüft werden, ob er auf die richtigen Zielgruppe optimiert ist – und wenn nicht, zielgerichtet umgebaut werden.

Facebook, Pinterest und Co

Mit diesem Profil lassen sich die potenziellen Kunden in Facebook (z.B. für Facebook Anzeigen) und in Pinterest identifizieren. Gezielt können diese Beeinflußer dann mit Informationen und Bildmaterial versorgt und zum Teilen der Angebote animiert werden.

Je aktiver der Einzelhändler auf Social Media-Plattformen unterwegs ist, desto mehr potenzielle Käufer können für den Shop aufmerksam gemacht und zu Kunden werden.

Anzeigen

Mit AdWords-Anzeigen werden Interessenten mit konkretem Kaufinteresse angesprochen, mit Facebook-Ads werden potenzielle Kunden angesprochen, die sich für die eigenen Leistungen und Produkte interessieren könnten.

Adresse und Öffnungszeiten

Auf der Website sollte Google Maps integriert sein, damit der Kunde das Ladengeschäft finden kann. Idealerweise sollte baldmöglichst in Local SEO investiert werden, damit die korrekte Adresse und Öffnungszeiten auch in korrespondierenden Apps und Websiten verfügbar ist.

Bewertungen

Die Produkte sollten über Bewertungen verfügen, ebenso die Leistungsfähigkeit des Shop-Betreibers. 88% der Kunden vertrauen auf Bewertungen. Negative Bewertungen müssen erkannt werden, damit darauf reagiert werden kann. Negative Bewertungen sind keinesfalls schlecht, sondern ermöglichen dem Shop-Betreiber, sein Angebot zu verbessern. Sie hierzu auch diesen Artikel.

Neue Leistungen anbieten

Zusätzliche, ergänzende Leistungen bereichern das Angebot eines Online-Shops. Zum Beispiel kann ein Live-Support online gerade in der Weihnachszeit sein Geld wert sein. Dann nämlich, wenn der potenzielle Käufer eine Rückfrage hat, deren Antwort er nicht auf der Website findet. In so einem Fall ist der Besucher nur einen Klick vom Mitbewerber weg. Gerade im saisonalen Verkauf nutzt diese zustätzliche Leistung.

Als Ergänzung zum Versand kann auch ein Abholservice angeboten werden. Kunden können dann ein Produkt auswählen und bezahlen und zur Abholung im Ladengeschäft bereitlegen – als Zusatzleistung vielleicht sogar mit einer Geschenkverpackung?

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte, wenn es darum geht, einen Webshop für das anstehende Weihnachtsgeschäft zu rüsten, sind also nicht nur die technischen Punkte, wie z.B. dass der Webshop dem erhöhten Ansturm gewachsen ist (Packt das Hosting mehr Besucher? Wird die Website furchtbar langsam? Man denke nur daran, wie der Erotik-Shop von Melanie Müller in die Knie ging und nicht mehr erreichbar war, während die Chefin im Dschungelcamp aktiv war…). Wichtig ist, die oben genannten Punkte zu berücksichtigen und

 

 

(Der Artikel basiert auf dem englischsprachigen SEO for Shops-Artikel)

Online Shop Trends 2015

Die E-Commerce-Welt hat sich gewandelt. Wo vor Jahren noch immenses Wachstum war, ist dieses zwischenzeitlich zurückgegangen und wo man mit einem weiteren Shop, der einfach nur ein paar mehr Zahlungsmöglichkeiten angeboten hatte, gute Umsätze machen konnte, sind jetzt hunderte von „Me-Too“-Shops etabliert.

Grundlegende Konzepte müssen her, damit ein Online-Shop heute erfolgreich sein kann. Dazu gehören natürlich die aktuellen Trends für 2015 und 2016, die ich nachstehend aufbereitet habe:

Online Shop Trends 2015

 

 

Wachstum der Online-Shops

Online-Shops wachsen nur noch langsam

Shop-Betreiber brauchen dringend Produktkompetenz und müssen wissen, welche Produkte margenstark sind. Strategisches Denken wird wichtiger als das operative Tagesgeschäft.

 

Kundenerwartungen im Online-Handel

Kunden erwarten mehr Service

Der Kunde kauft nicht einfach das erstbeste Produkte. Er informiert sich und kauft dann kanalübergreifend und situativ. Eine feste Bindung an einen Online-Shop ist nicht mehr zwingend, da mittlerweile die etablierten Shops alle ähnliche Services bieten. Aus Kundensicht wird das stationäre Ladengeschäft wichtiger werden, denn er erwartet überall den besten Service: Im Laden und Online. Um das gewährleisten zu können müssen die verschiedenen Vertriebskanäle miteinander vernetzt werden. Sichtbarkeit über alle wichtigen Kanäle ist zwingend und alle relevanten Daten müssen überall verfügbar werden.

 

Kunden akzeptieren verschiedene Zahlungsbedingungen

War es vor wenigen Jahren noch so, dass Kunden einen Shop verließen, wenn die gewünschte Zahlungsoption nicht verfügbar war, ist dies heute weniger der Fall. Zudem nutzen Kunden vermehrt die „One Click“ (Apple) oder „One Touch“-Lösungen (Paypal), um die umständliche Eingabe von Zahlungsdaten auf mobilen Geräten zu vermeiden.

 

Mobile Nutzung

Bereits in 2015 soll die Hälfte der Online-Shop-Umsätze über mobile Endgeräte erfolgen. Internetshops entsprechend für die mobile Nutzung auszubauen kann dadurch zum Kernthema werden.

 

Shopbetreiber: Die Gefahren und Chancen

Hersteller bauen Online-Angebot aus und werden zu Wettbewerbern

Hersteller steigen in den Online-Direktvertrieb ein und schneidet sein Angebot direkt auf die Kundenansprüche zu, z.B. mit Preisanpassungen oder speziellen Angeboten.

 

 

Einzelhandel mit 1A-Lage baut Online-Handel aus

Einzelhändler bauen die hervorragende Lage der Stadtgeschäfte aus und verbinden diese mit Online-Shopping-Zusatzangeboten. Beispiel: Online-City Wuppertal

 

Nutzung von Werbekostenzuschüssen (WKZ) der Hersteller

Einzelhändler erhalten für die bevorzugte Platzierung von Produkten Unterstützung. Hinweise an Regalköpfen oder Aufsteller sind keine seltenen Maßnahmen. Auf den E-Commerce übertragen bedeutet das: eigenständige Markenshops im Shop, Produktempfehlungen oder eine Präsentation als Partnermarke. Werbekostenzuschüsse speisen sich in der Regel aus Vertriebsbudgets und nicht aus Marketingbudgets.

 

Analytics wird für Online-Shops immer wichtiger

 

Analytics findet stärkeren Ausbau in Online-Shops

Immer und überall relevante und personalisierte Inhalte (oder Produkte) anzubieten, wird zum Kerngedanken der Kundenansprache. Dazu werden die gesammelten Daten genau analyisiert und in Verbindung gebracht.

 

Personalisierung der Angebote

Dem Kunden werden auf Basis seines Einkaufs- und Nutzungsverhalten personalisierte Angebote oder personalisierte Werbung untergejubelt. Solche personalisierten Angebote werden vermehrt zum Wettbewerbsfaktur um das Geld des Kunden.

 

 

Profildatenvermarktung aus dem eigenen Shop anbieten

Darunter versteht man die Vermarktung von Profildaten an Dritte zu Werbezwecken. Der Betreiber eines Shops anonymisiert den Datenpool und bietet diesen einem Werbetreibenden an. Dieser spricht die potenziellen Kunden nach Kaufinteressen mit Anzeigen an. Beim Klick auf das entsprechende Werbemittel landet der Benutzer wieder im Shop und sieht dort ausschließlich das zu bewerbende Sortiment der jeweiligen Marke. Beim Kauf profitieren sowohl Marke als auch Shop.

 

Heute einen Online-Shop oder Marktplatz zu eröffnen ist schwieriger, als noch vor wenigen Jahren. Einen strategischen Partner zu haben, der nicht nur den Markt kennt, sondern auch die Trends entsprechend analysieren und bedienen kann, wird wichtiger – sowohl für den Einzelhandel, als auch für den Online-Handel.

Cross-Sell vs. Up-Sell – wo sind die Unterschiede

Häufig geschieht es, dass ich feststelle, dass Kunden den Unterschied zwischen Cross-Selling und Upselling nicht verstehen, daher hier eine kurze Terminologie:

Up-Sell

Upselling bedeutet, ein höherwertiges Produkt, das im selben Shop angeboten wird.

z.B. Sie bieten einen Apple iPOD, 4GB an, dann wäre der Apple iPOD 8GB (mit dem höheren Preis), das „upselling“ Produkt.

Up-Sell bietet sozusagen alternative Produkte an, die höherwertig zum eigentlich gewünschten Produkt sind, vielleicht auch mehr Features aufweisen. Das Ziel ist es, das höherwertige Produkt zu verkaufen

Cross-Sell

Cross-Selling sind Zubehörprodukte, die zum eigentlichen Produkt verkauft werden (z.B. die 25 Euro iTunes-Karte, um sich Musiktitel zu kaufen, die zu einem iPOD angeboten werden).

Tatsächlich sollte es aber noch eine Rubrik „Alternative Produkte“ geben, die nicht nur die höherwertigen Anpreisen, sondern wirkliche Alternativen zum gefragten Produkt.

Wie auch immer Sie es benennen wollen, andere Shops bieten diese Alternativen, hinter denen sich die entsprechenden Up/Cross-Sell und alternative Produkte verstecken:

  • Empfohlene Produkte
  • Sie könnten auch dieses Produkt mögen (You may also like)
  • Kunden die X gekauft haben, haben auch gekauft…
  • Kunden die X angeschaut haben, haben auf angeschaut…
  • Häufig zusammen gekaufte Artikel
  • Dinge, die Sie benötigen
  • Dinge, die Sie brauchen
  • Mehr aus dieser Kategorie (Marke, Autor, Künstler)
  • Looks hot with…
  • Complete the look with…

Die Wirkung von Warenkorb-Buttons

Bryan Eisenberg, SEO-Icone aus den USA, hat über die letzten Jahre zahlreiche Online-Shop-Buttons angeschaut und nach ihrer Tauglichkeit eingestuft.

Häufig werden im Rahmen von ReDesigns der gesamten Shops auch die Buttons einer gründlichen Änderung unterzogen. Trotzdem wird dabei nicht getestet, wie die Wirkung auf die einkaufenden Personen ist.

Während A/B-Testings mittlerweile auch von vielen mittelständischen Unternehmen im Bereich der Online-Werbung durchgeführt werden (verschiedene Anzeigen und die Klicks darauf und unterschiedlich gestaltete Landeseiten –> Aus beidem möchte man erkennen, wie die Besucher reagieren, um die maximale Conversion daraus zu erhalten), wird dies beim Redesign von Webseiten oder Online-Shops praktisch noch nicht unternommen.

Der Gesamteindruck eines Online-Shops ist sehr wichtig. Dieser steht und fällt natürlich mit der Funktionalität, aber auch mit dem Layout. Buttons sind ein Bestandteil des Layouts.

Bryan Eisenberg hat einige Buttons zusammengestellt, vor und nach dem Redesign:

Vergleichen Sie hierzu einige Buttons, die ich in aktuellen deutschen Online-Shops gefunden habe:

Wenn Sie die betreffenden Seiten aufrufen, sehen Sie, wie die Buttons in das Gesamtgefüge der Website passen (oder auch nicht).

Prinzipiell zeigen die Beispiele die Vielzahl an unterschiedlichen Designs für ein und den selben Vorgang: Einen Artikel in den Warenkorb legen. Auffallend in den Beispielen ist, dass die US-Shops sehr ähnliche Designs verwenden, während in Deutschland noch immer Wildwuchs bei dem Design der Warenkorb-Buttons herrscht.

Weltweit hat sich ein „+“ oder ein Einkaufswagensymbol durchgesetzt, vereinzelt eine „Einkaufstüte“. Verwenden Sie möglichst global geltende Elemente, um die Einkaufshemmschwelle herunter zu setzen (natürlich liegt ein nicht erfolgter Einkauf nicht ausschließlich am Design der Elemente, aber wenn die Bezahlmöglichkeiten und Bestimmungen passen, das Layout halbwegs vertrauen schafft und die Preise der Produkte stimmig sind und der Service „rund“ – woran mag es noch liegen?)

Kaufintention – Wieso kauft ein Kunde bei Ihnen?

Kennen Sie die Kaufintention? Wissen Sie, warum ein Kunde auf Ihre Dienstleistungen anspricht? Oder in Ihrem Online-Shop kauft?
Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob man herausfinden kann, wie und warum ein Kunde Online einkauft und wie man die Gesamtperformance des Shops verbessern könnte?

Dann sollten Sie diesen Artikel lesen:
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