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Google: Von der Suchmaschine zur Antwortmaschine

Google ist keine Suchmaschine, sondern eine Antwortmaschine

Eigentlich war Google schon seit dem Release 1998 als Antwortmaschine konzipiert. „Informationen der Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nützlich zu machen.“, lautete das erklärte Ziel.

Die Tendenz zur Antwortmaschine war von Anfang an vorhanden und spätestens seit der Übernahme von DeepMind klar erkennbar. Dies wurde als starke Abweichung zu den rein technischen Rankingfaktoren zuvor empfunden.

Mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Jahrtausendwende wurden früher alle technischen Elemente eines Dokuments herangezogen, die potentiell eine Auskunft über die Wertigkeit des Seiteninhalts für den Benutzer geben konnten. Es ging darum, Informationen zu ordnen und somit schneller und einfacher auffindbar zu machen.

Googles Erfolg stammt größtenteils von den in den Suchergebnissen geschalteten Werbeanzeigen und konnte sich nur halten, weil die Bedürfnisse der Nutzer mit steigendem Niveau befriedigt werden. Selbstverständlich sind unter solchen Umständen Manipulationsversuche nicht erwünscht.

Ehemals war es möglich, dass eine Website in den Top-Platzierungen rankte, ohne dass sie etwas mit dem Suchwort zu schaffen hatte. Zum Beispiel durch Link-Netzwerke. Wer etwas Bestimmtes sucht und dann solche Websites ausgeliefert bekommt, der wird diese Suchmaschine nicht wieder benutzen. Ergo werden die Betreiber der Suchmaschine dieses Szenario verhindern wollen.

Deshalb ist die immer stärker werdende Tendenz zur Antwortmaschine als unabwendbar für den Erhalt von Googles Erfolg zu betrachten. Aber neu ist sie nicht.

Mit jedem Google-Update werden Möglichkeiten zur Manipulation der angezeigten Suchresultate reduziert. Informationen, die nach Meinung von Google für den Suchenden unnötig sind, werden ausgeschlossen.

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Wer hier noch SEO betreiben möchte, muss eher wie ein Mensch, als eine Suchmaschine denken.

Das belegt besonders die Antwort von Gary Illyes (Webspam Team Google) auf der PubCon in Las Vegas 2016 auf die Frage, welche die wichtigsten Punkte sind, die Webseitenbetreiber im Fokus für das Jahr 2017 haben sollten. Nämlich Machine Learning, AMP und strukturierte Daten.

Googles Machine Learning mit dem Ziel, Anfragen besser zu verstehen und vorauszuahnen

Mit der Technik des maschinellen Lernens ist es Googles KI, DeepMind, nun möglich, anhand von Beispielen selbstständig zu lernen, ganz wie ein menschliches neuronales Netz. Somit muss nicht mehr jedes Antwortszenario überprüft werden, sondern die schnellste Antwort wird durch den Abgleich mit bestehenden Daten ausgeliefert. Skynet? Nein, Google.

AMP – Mobile Seiten zuerst

AMP (Accelerated Mobile Pages), eine eingeschränktere HTML-Version für mobile Websites, ist durch den Mobile First Index ins nähere Visier gekommen. Der Mobile First Index sieht vor, dass mobile Versionen von Websites vor ihrem Desktop-Äquivalent indexiert werden. Diese Entscheidung beruht darauf, dass die mobile Suche seit Jahren über 50% aller Suchanfragen ausmacht und stetig steigt.

Mit AMP ist es möglich, Code standardisiert zu verschlanken und somit eine erheblich geringere Ladezeit zu erreichen. Da die Ausgabe der mobilen Website darüber hinaus als Cache-Version auf einen Google-Server erfolgt, sind Ladezeiten zwar einheitlich und äußerst userfreundlich, die Auswirkungen auf den Traffic des eigentlichen Website-Betreibers jedoch umstritten. Das Google AMP-Projektteam gelobt Besserung.

Strukturierte Daten – so holt sich Google die Informationen, die es braucht, ohne dass Google die dazugehörige Website benötigt

Mit Hilfe von strukturierten Daten, einem Auszeichnungsverfahren nach einem vorgegebenen Schema, ist es Google möglich, bestimmte Inhalte direkt auf der Ergebnisseite auszuliefern. So kann jemand, der lediglich nach einem Konzert sucht, diese Informationen bereits auf der Suchergebnisseite finden, auf das Ergebnis klicken und wird dann zu einem Ticketservice weitergeleitet (Wie auch immer die Entscheidungskriterien dafür sind…).

So können bereits Flüge, Hotels und verschiedenste Veranstaltungen direkt auf Google gesucht werden. Dafür bündelt Google Informationen aus strukturierten Daten in Portalmanier – schlecht für Portalanbieter, gut für Google.

Die Vorstufe dazu, die Gewichtung der Rich- und Featured Snippets, kann man schon heute beobachten.

Anfangs wurde vorselektierter Inhalt nur bei sehr einfachen Fragen ausgeliefert, wie zum Beispiel dem Wetter:

Wetterinformationen in Google

Gegenwärtig wird das Ergebnis auch nach Stadtteil-Ebene ausgeliefert

 

Für Wettervorhersagen, Rechnungen, Währungen und vieles mehr wurden eigene Inhaltsausgabe-Formate geschaffen, die direkt als Antwort eingeblendet werden.

Tschenrechnerfunktion in Googlewaehrung Und das war erst der Anfang:tanzen lernen

Ein Video-Thumbnail in voller Größe kann man natürlich auch hervorragend zu Werbezwecken nutzen:

Video Thumbnail in Google

Sehr deutlich sieht man den Hinweis auf die Tour. Wer die Musik gerne hört und davon überzeugt wurde, kann auch nach den Konzertkarten dazu googeln…

Konzerttermine in Google finden

… eine Location aussuchen, die man besuchen möchte…

Tickets für eine Veranstaltung buchen in Google

… und mit einem Klick auf die Quelle (unterer Rand) sofort Tickets bestellen.

Was noch fehlt? Jetzt noch schnell den passenden Flug…

Flug zum Konzert über Google buchen

… und das Hotel dazu buchen – für die After-Show-Party nach bester Rock’n’Roll-Manier. Und das alles von einer Ergebnisseite aus.

Hotelbuchung von der Google SERP-Seite aus

Das alles ist realisierbar, ohne dass die Suchergebnisseite wirklich ernsthaft verlassen werden muss – eben weil die Suchmaschine Google mehr und mehr eine Antwortmaschine wurde.

Google Künstliche Intelligenz – Wie Google lernt, vorauszusehen, was wir eigentlich wollen.

Mit der ständigen Ausweitung und Anpassung der KI wird Google immer besser darin, die Absicht hinter einer Suchanfrage zu verstehen.

Von Pizzeria..

Über Google ine Pizza in Stuttgart bestellen

…über Interpreten…

Wer schrieb die deutsche Nationalhymne

…bis zum Songtext

Songtexte finden auf Google

(den vollständigen Text gibt es dann bei Google Play Musik, wo man das Lied im übrigen auch gleich als MP3 kaufen kann)

und kompletter Discographie…

Lieder und Alben finden in Google

…Google liefert direkte Antworten auf die Fragen der Nutzer.

Man erhält auch interaktive und komplexe Antworten, wenn Inhalte von Google mit der Quelle vereinbar sind.

z.B. hier bei der Weltbank:

Informationen zu komplexen Fragen

Google gibt dabei die Quellen an, damit man zum Ursprung der Information findet. Die Antwortmaschine dient als intelligentes Wikipedia.Lexikoninformationen von Google

Auch Übersetzungen von Redewendungen in mehr als 26 Sprachen gelingen ganz ohne Klick:

Übersetzungen in Google

Und der letzte Schrei – Antworten im Audio-Format:

koller-koller - Antworten im Audioformat von Google

Google lernt Mensch zu sein

So witzig das hier scheint. Mit Produkten wie Amazon Echo, Cortana, Siri oder OK-Google werden wir künftig mehr und mehr Anfragen über unsere Stimme stellen. Die Produkte werden in unsere Wohnungen lauschen und versuchen die passenden Informationen parat zu haben.

Skynet - Ist unsere Zukunft mit Google wie Skynet in Terminator?

(Quelle: http://de.terminator.wikia.com/wiki/Skynet)

Erst vor wenigen Wochen veröffentlicht Wired einen Artikel darüber, dass Googles künstliche Intelligenz lernt, wie ein Mensch zu reden. Sprachassistenten wie der von Google oder Apples Siri könnten bald weniger wie Roboter und mehr wie tatsächliche Menschen klingen. DeepMind, die Künstliche-Intelligenz-Forschungsabteilung von Google, hat einen neuen Ansatz für die Sprachausgabe von Maschinen gefunden. WaveNet heißt das Modell, für das rohe Audiosignale herangezogen werden.

Das System erstellt 16.000 Samples pro Sekunde, wobei die Maschine mit jedem produzierten Signal dazulernt. Die Aufnahmen menschlicher Stimmen werden genutzt und dann bildet die Maschine diese Stimmen nach und kann damit ihre Prognose für die nächste Sprachausgabe verbessern.

Damit weiß Google bald schon, was wir als nächstes sagen werden und kann dann Antworten parat halten:

Viele dieser Direktantworten beantworten die Fragen des Nutzers so genau, dass keine weitere Suche mehr nötig ist. Nur wer wissen möchte, dass „naQ QamchoH ghaH tIr ngogh“ auf Klingonisch „Vollkornbrot“ bedeutet, muss sich an Bing (Bing = Because it’s not Google) wenden.

Martin Luther King in der Knowledge Box

In der sogenannten „Knowledge Box“ am Ende einer Suchergebnisseite (früher rechts am Seitenanfang) können Auszüge aus einem Wikipedia-Artikel stehen, angereichert um ähnliche Informationen aus dem Knowledge-Graph. Oder auch lokale Informationen zu Unternehmen und Einrichtungen aus Google My Business.

Die Oper in Google my Business

Auch die  Einführung des „Google Assistant“ neulich als Erweiterung für Google Allo beweist eine ausgeprägte Antwort-Affinität. Per Spracheingabe kann man so ziemlich jede Frage stellen und bekommt direkt eine präzise Antwort. Auf die Frage, ob ich heute Abend einen Regenschirm gebrauchen könnte, lieferte der Google Assistant das genaue Wetter für meinen derzeitigen Standort:

Google Allo antwortet ausführlich auf Fragen

 

Und wenn ich darum bitte, mein Tagesprogramm zu zeigen, liefert der Google Assistant meine Termine – auf Wunsch auch meine To-Do-Liste:

Google nennt mir meine Termine und To Dos

Seit neuestem auch auf deutsch.

Offensichtlich verfügt der Google Assistant auch über eine Prise (programmierten) Humor:

Google Assistant

 

Schöne neue Welt

Von einer Welt, wie von George Orwell oder Aldous Huxley schon in den 1930er Jahren beschrieben, sind wir heute nicht weg. Skynet, eine intelligente und sich gegen den Menschen richtende Intelligenz, wie in der Terminator-Serie mit Arnold Schwarzenegger zelebriert, wird mehr und mehr eine ernste Zukunftsvision.

Google lernt, bedient unsere Häuser, weiß was wir suchen und kann vermehrt uns die Dinge anbieten, an die wir noch nicht denken. Manipulative Werbeaktionen, in denen wir Menschen zu Käufen getrieben werden, die wir gar nicht brauchen, hat man schon mit der Werbung der 1950er Jahren vorausgesagt. Haben wir Menschen uns einlullen lassen? Manche vielleicht. Werden wir es jetzt tun? Sind wir nicht schon mitten drin?

Die Maschine erleichtert uns das Leben. Wir müssen lernen, dass wir uns nicht bestimmen lassen – denn die Maschine schleicht sind an (und ein), uns mitzubestimmen. Und ganz langsam übernimmt sie das Vordenken.

Aldous Huxley beschrieb eine Gesellschaft in der Zukunft (2540 n.Chr.), in der „Stabilität, Frieden und Freiheit“ gewährleistet scheinen. Menschen werden klassifiziert und herangezüchtet. Alpha-Plus Menschen werden Führungskräfte, Epsilon-Minus die Arbeitsbiene. Der Mensch ist konditioniert auf eine permanente Befriedigung durch Konsum, Sex und eine Droge, die den Mitgliedern der Gesellschaft das Bedürfnis zum kritischen Denken und Hinterfragen der Weltordnung nimmt. Die Regierungen bilden Kontrolleure, die von der Bevölkerung wie Idole verehrt werden. Sind das unsere heutigen Youtube-Stars, denen ein jugendliches Volk bereits alles abkauft und die profitieren von den Werbeeinblendungen mittels Google AdWords auf die Videos?

 

Eine Website muss stetig ihre Qualität beweisen

Google fordert Content Marketing: Ranking und Content Marketing stehen in engem Zusammenhang.  Das bestätigte John Müller am 20.10. im Rahmen des Google Tuesday Hangouts.

Allerdings muss man,  wie immer bei Google, zwischen den Zeilen lesen.

Ich liebe es, wenn Johannes Müller spricht. Das sind immer so herrlich klare Aussagen, die da aus dem Google Webspamteam kommen… 🙂

„Also aus meiner Sicht haben wir nicht so etwas wie einen Website Authority Score (Anmerkung: Dieses Bewertungskriterium dient zur Klassifizierung, wie gut eine Website in den Suchergebnissen platziert ist). Aber wenn wir so etwas hätten oder wenn wir es haben – wenn wir z. B. Qualitätssignale betrachten, die über die gesamte Website gelten – dann ist das etwas, das über die gesamte Website in dem Zustand gilt, wie es jetzt ist. Es ist also nicht der Fall, dass wir sagen würden, oh, vor fünf Jahren hatten Sie diese Punkte für Ihre Website und deswegen wird das für immer so bewertet bleiben. Vielmehr betrachten wir Ihre Website jetzt insgesamt, und wir wenden die aktuelle Punktzahl auf alle Ihre Seiten auf der Website an. So gehen wir mit Website Signalen um.“

 

Übersetzt heißt das: Wir bewerten Websites nicht mit einer Gesamtbewertung, aber wenn wir es doch täten oder vielleicht sogar tun, dann kann man sich auf die historischen Errungenschaften nicht ausruhen.

 

Oder noch kürzer:
Eine Website muss leben und über die Zeit hinweg gute Inhalte liefern, sonst stürzt das Ranking ab.

Damit hat John Müller bestätigt, dass es wichtig ist, die Qualität einer Website zu erhalten oder zu steigern. Und dazu brauchen wir Content Marketing.

Was Google über Sie weiß: Prüfen Sie Ihren digiralen Fußabdruck

Google Dashboard: Der Gesamtüberblick über Ihr Google-Konto

Einen Einblick in alle Informationen, die Google über Sie gespeichert hat, finden Sie im Dashboard.

Google Dashboard - Das weiß Google über Sie

Google weiß dabei nicht nur, welche Konten und Webseiten mit Ihrem Profil verbunden sind, sondern auch, wie viele Musiktitel Sie in Play Musik gespeichert haben und welche Titel Sie wie oft anhören. Oder wie viele Apps aus dem Playstore installiert wurden und welche die neueste App ist. Wo Sie wann waren und wie lange.

 

Google Preferences:
In diese Kategorien steckt Google Ihr Profil

Das Grundprofil, das Google von Ihnen hat beinhaltet zahlreiche Informationen wie z.B. das Alter, Geschlecht und Ihre Interessen. Mit diesen gesammelten Daten werden für Sie relevante Anzeigen in den Suchergebnissen und Apps ausgespielt. Google Preferences finden Sie hier.

 

Google Search History:
ALLE Suchbegriffe, nach denen Sie je gesucht haben

Jede einzelne Suche, ob via Voice oder via Browser, speichert Google an. Dazu werden die Anzeigen addiert, auf die Sie geklickt haben. Die Google Search History finden Sie hier.

Google Activity:
ALLE Geräte, die Sie mit Google nutzen

Google kennt jedes Gerät und jede IP-Adresse, von der aus Sie angemeldet sind. Über diese Funktion findet man auch einfach Missbrauch, wenn plötzlich eine Nutzung aus dem Ausland auftaucht, daher ist es empfehlenswert sich diese Informationen anzuschauen.

 

Google Permissions:
Diesen Add-Ons haben Sie den Zugriff auf Ihr Konto erlaubt

Berechtigungen für Dritt-Produkte und Apps können hier eingesehen werden. Jede Berechtigung kann an dieser Stelle leicht widerrufen werden. Die Liste zeigt alle Erweiterungen, die einen Zugriff auf Ihre Daten haben.

 

Google Location History:
Alle Orte, die Sie bereist haben

Wer ein Android-Smartphone nutzt, übermittelt seine Standortdaten an Google. Google weiß so sehr genau, wo Sie sind, wie lange Sie sich dort aufhalten und kann entsprechende Rückschlüsse ziehen. Wer sich zwei Stunden in einem Restaurant aufhält, hat dort vermutlich gegessen. Diese Einstellung kann unterbunden werden.

Sämtliche Standorte können in der Google Location History eingesehen und exportiert werden.

 

Google Takeout:
Alle persönlichen Daten kopieren und sichern

Die große Datenkrake Google bietet die Möglichkeit, alle persönlichen Daten von den Google-Servern zu kopieren. Dazu gehören Emails, Bookmarks (Lesezeichen), Kontakte, You-Tube-Videos, Fotos, Kontakte und zahlreiche weitere Google lässt euch alle persönlichen Daten von den Servern kopieren: Lesezeichen, E-Mails, Kontakte, Profilinformationen, YouTube-Videos, Fotos, Fitnessdaten, Bücher, Musik und vieles mehr.

Die Daten können hier heruntergeladen werden.

 

Google Support:
Daten aus Google löschen lassen

Wer Daten in Google findet, die dort nicht sein sollen, kann deren Löschung beantragen. Vor allem bei rechtlichen Problemen und persönlichen Gründen ist dies sehr sinnvoll. Eine Löschung von Informationen können Sie hier beantragen.

Webseiten mit verdächtigen Inhalten, wie z.B. Malware können bei Google mit diesem Formular gemeldet werden.

Black Hat SEO vor dem Aus

Im September 2014 bereits berichteten Betreiber von privaten Blog-Netzwerken (PBN) darüber, dass Google damit begonnen hat, diese Netzwerke zu deindexieren.

Damit läutete Google konzentrierte Maßnahmen gegen Black Hat SEO ein. Laut Search Engine Roundtable sind bereits tausende PBNs abgestraft. Zahlreiche Betreiber solcher Sites berichten bereits über den Niedergang ihrer Netzwerke. Ist Black Hat SEO damit vor dem Aus?

Black Hat SEO – Was ist das?

Der Begriff Black Hat kommt aus der Hacker-Szene. Ein „Black Hat“ Hacker ist ein Hacker, der Techniken aus niedrigen Beweggründen nutzt, um Computer zu manipulieren, um damit an Daten zu kommen, die er verwenden kann (Quelle: Moore, Robert (2005). Cybercrime: Investigating High Technology Computer Crime. Matthew Bender & Company, Seite 258).

Black Hat SEO sind demzufolge alle Maßnahmen, die aus dem Grund durchgeführt werden, eine Website mit allen Mitteln kurzfristig auf Platz 1 für ein bestimmtes Keyword zu platzieren.

Was sind PBN?

PBN oder Private-Blog-Networks (private Blog Netzwerke) dienen genau einem solchen Black Hat Zweck. Ein Black Hat SEO kauft viele Domains mit unterschiedlichen Names und Orts-Angaben (sprich: Er verwendet zahlreiche unterschiedliche „Handles“, die nur den Zweck haben zu verschleiern, wer tatsächlich der Besitzer einer solchen Domain ist). Dies erfolgt, damit Google nicht nachvollziehen kann, wer hinter den Domains eigentlich steckt. Durch den Aufkauf abgelaufener Domains mit einem hohen Wert für SEO (gute Backlinks bzw. insgesamt gute Verlinkung und entsprechender Reputation) werden dann weitere Domains zugekauft und in das PBN integriert. Es werden Seiten angelegt, die so untereinander verlinken, dass eine bestimmte Seite gewinnbringend und kurzfristig im Ranking auf die Top-Position manövriert werden kann.

Bei diesen Domains wird ganz konkret das Impressum verschleiert, damit Google hier keinen Zusammenhang zwischen den Domains und der eigentlichen Zielseite erkennt. Zudem werden die Domains bei unterschiedlichen Hostern betrieben, um auch eine räumliche Trennung darzustellen.

Unlängst hat der Gewinner des „größten SEO Wettbewerbs“ von XOVI mit genau diesen Methoden den Wettbewerb und damit einen Smart gewonnen. Noch (25.09.2014) hält sich Rankboost ganz oben mit einem Angebot, das inhaltlich komplett deplatziert ist. Andere Teilnehmer, die über viele Wochen große Energie in inhaltlich hervorragende Seiten investiert haben, wurden mit einer solchen Maßnahme brüskiert.

Solche PBNs dienen also dazu, den Google Index zu spammen, mit informationen

Was unternimmt Google gegen Black Hat SEO?

Bislang war Google ziemlich machtlos gegen ein solches Vorgehen und solche Verschleierungsmethoden boten wenig Möglichkeiten, diese Seiten zu erkennen.

Wenn ein PBN ordentlich aufgestellt ist, dann wird das Impressum „vergessen“, denn wenn es als Bild dargestellt ist, kann es Google lesen. Also kann Google Seiten ohne Impressum identifizieren und ggf. abwerten. Ebenso Seiten mit einem Bild-Impressum.
Schwieriger wird es, wenn ein bewusst gefälschtes Impressum verwendet wird.

Über kurz oder lang muss sich die Black Hat SEO-Gemeinde neue und andere Methoden ausdenken. In jedem Fall müssen diese Methoden überdacht werden, denn Google schläft nicht.

Die Strategie von Google ist klar erkennbar:
Der Pinguin schaut nach Links aus Netzwerken.
Panda 4.0 bewertet Inhalte.
Payday Loan 2.0 rechnet mit besonders „spammigen“ Suchanfragen
Erst kürzlich gab es diese entsprechenden, umfangreichen Updates (Mai 2014).
Dann muss man die Korrekturen an Verlagsseiten (Reduzierung von Pagerank, um diese nicht (mehr) so wichtig darzustellen für Backlinks) als Maßnahme zur Vorbereitung für einen Schlag gegen die PBNs sehen.
(Übrigens: Wer den ganzen Zoo von Google kennenlernen will, also sehen möchte, welches Tier für welches Update steht, der findet hier einen ordentlichen Artikel darüber).

Wer hat Nutzen aus den Google Maßnahmen?

Die Nutznießer dieser Abstrafwelle werden Webseiten sein, die „ordentliches“ SEO betreiben. Es wird dabei spannend anzusehen sein, wie sich die Maßnahmen auf konkurrierende Webseiten auswirken. Wenn Googles Maßnahmen aufgehen, dann müssen diese eine bessere Position erzielen. Bislang waren Websites, die konkret auf Manipulation verzichten und gute Inhalte liefern, gegenüber Black Hat SEO benachteiligt.

Wenn es Google gelingt, diese Maßnahmen auch auf andere Sprachen umzusetzen und weiterhin ein deutliches Zeichen gegen PBNs setzt, gewinnen die Webseiten, die von SEOs optimiert werden, die auf starke Inhalte setzen – aber auch jeder Nutzer der Google-Suchmaschine, der bessere Inhalte geliefert bekommt. Bleibt die Hoffnung, dass Google bei diesem Experiment keine Kollateralschäden unterlaufen und man bald von zahlreichen zu Unrecht abgestraften Netzwerken lesen muss.

 

2016: Das Ende von Black Hat?

Mit Google Realtime Penguin (Google Penguin 4.0) hat Google das Ende von Black-Hat-SEO eingeläutet – so dachte man zunächst. Tatsächlich gibt es Anfang 2017 noch immer viele Branchen und Bereiche, die sehr wohl mit Black Hat Techniken funktionieren.

Im Gegenteil: Penguin 4.0 bietet sogar die Möglichkeit, gezielt negative SEO-Attacken auf Domains, bestimmte Seiten oder Verzeichnisse zu starten. Diese werden – danke Penguin 4.0 Algorithmus – auch gar nicht mehr so schnell erkannt.

Penguin 4.0 läutet somit die dringende Notwendigkeit für Link Risk Management ein.

 

Weitere Informationen:

Ranking Faktor Backlinks

Realtime Penguin 4.0 – Das aus für Black Hat oder gehts jetzt erst richtig los?

 

Google Penguin Realtime with real wine

Google Penguin 4.0 – Chancen und Möglichkeiten


Google Penguin 4.0 – Google Realtime Penguin ist live!

Google Penguin Realtime with real wineGoogle aktualisiert den Penguin-Algorithmus. Dieser wird ab sofort in Echtzeit in den Kern des Suchalgorithmus eingebaut. Das bedeutet zwar nicht, dass der Effekt sofort in der nächsten Sekunde sichtbar wird. Aber mit jedem Crawl, z.B. schon am nächsten Tag. (Quelle: https://webmasters.googleblog.com/)

Fast zwei Jahre warteten Webmaster auf dieses Update, um betroffene Webseiten ganz zu rehabilitieren. Es wurde auf Ende 2015 angekündigt, verschoben auf 2016. Jetzt ist es da: PENGUIN 4.0. Gleichzeitig ist das auch das letzte Penguin-Update. Denn der Pinguin ist nun fester Bestandteil des Kerns des Google-Algorithmus.

Bei der Einführung im Jahr 2012 wurde noch ein periodisches Update betrieben. Wurde eine Webseite als Spam markiert, so dauerte es bis zum nächsten Update, bis eine bereinigte Internetpräsenz sich wieder erholen konnte. Das konnte dauern. Zum letzten Update waren es zwei Jahre (Oktober 2014 – September 2016).

Google Abstrafungen in Echtzeit

Mit dem Echtzeit-Filter bewertet nun Google die Seiten bei jedem Besuch durch den Googlebot und die Aufnahme bzw. Prüfung in den Googleindex. Alle Seiten werden also permanent vom Filter beurteilt und in diesem Rahmen abgestraft oder rehabilitiert. Kurz nachdem die Seite neu durchsucht wurde, ist das Ergebnis sofort sichtbar.

Das besondere nun: Der Penguin wird nicht mehr nur die ganze Seite markieren, sondern wirkt seitenspezifisch. Das bedeutet, wer schlechte Links auf eine starke Unterseite des Konkurrenten setzt, kann die Positionierung in den Suchergebnissen dieses Teilbereichs eines Internetauftritts sehr schnell abstürzen lassen. Aber auch umgekehrt: Wer sein Linkprofil im Auge hat, kann sich schnell erholen. Und mit dem Link Detox Boost von Cemper kann die Erholungsphase wesentlich beschleunigt werden.

Erschwerend für das Link Risk Management kommt noch hinzu, dass neben den Seiten auch Domains, Ordner, Keywords … betroffen im Algorithmus geprüft werden.

Spätestens jetzt wird klar: Die Wichtigkeit, das eigene Linkprofil im Blick zu haben, war noch nie so lebenswichtig wie jetzt. Christoph Cemper, CEO von LinkReasearchTools empfiehlt mindestens eine wöchentliche Prüfung, „in der Zukunft womöglich öfter.“ (Quelle: Newsletter LRT)

 

 

Auswirkungen von Google Penguin Realtime:

  • Betroffene Seiten werden abgestraft und fallen im Ranking ab, nicht mehr zwingend die gesamte Domain
  • Betroffene Seitenbereiche können komplett abfallen, wenn der Google Filter hier schlechte Links sieht. Das bedeutet, dass unter Umständen ein gesamter Leistungsbereich eines Unternehmens aus den Suchergebnissen verschwinden kann, während andere Bereiche nach wie vor sichtbar und auffindbar bleiben.
  • Penguin hat nun Auswirkungen auf alle Ebenen wie Domänen, Ordner, Unterordner, Seiten und auch Keywords und Keyword-Gruppen. Vermutlich werden exzessive Keywords herausgefunden und eine Seite so isoliert werden – oder eine komplette Domain ist einfach nicht mehr auffindbar für bestimmte – wichtige – Keywordgruppen
  • Es wird schwieriger werden, kleine Penguin-Abstrafungen zu identifizieren

 

Bewertung von LinksFolge daraus: Gerade dann, wenn gut funktionierende Teilbereiche einer Website optimiert wurden, ist es wichtig für die unterschiedlichen Teilaspekte eines Internetauftritts regelmäßig einen  Competetive Link Detox durchzuführen. Das bedeutet, man setzt das eigene toxische Risiko ins Verhältnis zu den Mitbewerbern. Für jede Keyword-Gruppe, für jeden Teilaspekt einer Leistung.

Wer z.B. Webhosting anbietet, aber auch Webdesign, der muss seinen Internetauftritt und die Teikaspekte ins Verhältnis setzen zu den Mitbewerbern für das Thema Webhosting und genauso für das Thema Webdesign.

Ebenso muss ein Detox auf jeden Unterordner erfolgen, was die meisten Tool-Hersteller derzeit (noch) vor Probleme stellen wird. Und dann ab durch den Detox-Boost.

Das Google Penguin-Update wird jetzt ausgerollt. Derzeit crawlt Google das gesamte Internet und alle Seiten weltweit. In spätestens zwei Wochen werden alle Rankings „Google-Penguinifiziert“ sein. In dieser Zeit kann es zu starken Schwankungen in den Suchergebnissen kommen, die unbedingt analysiert werden müssen.

 

Mögliche Szenarien:

  • Backlinks, also Seiten, die auf Ihre Webseite verlinken, werden von Google abgestraft und Sie erfahren es nicht. Diese bislang guten Links gelten jetzt als schlechte Links und können Ihre Position in Google massiv bedrohen.
  • Ein Mitbewerber setzt auf wichtige Bereiche Ihrer Webseite schlechte Links. Ihre Webseite stürzt in den Suchergebnissen ab oder entwickelt sich trotz Optimierung nicht nach vorne – Ihnen fällt das nicht auf, denn von den Links wissen Sie nichts. Die schlechten Links sorgen dafür, dass ein wichtiger Ordner Ihres Angebots nicht mehr in Google gefunden wird.
  • Ein Mitbewerber überoptimiert Ihre wichtigen Dienstleistungen. Er setzt allso massiv viele Links zu einer Keywordgruppe, die für Sie wichtig ist. Ihre Seiten stürzen ab, trotz OnPage-Optimierung.  Da nicht die ganze Domain vom Google Penguin bestraft ist, sondern nur einzelne Keywords, bemerken Sie es nicht.

Das neue Google Update öffnet nicht nur ein neues Kapitel im CyberCrime, es birgt auch die Möglichkeit, gegen Abstrafungen sehr schnell vorzugehen. Denn wer sein Link-Profil im Blick hat, der kann schnell reagieren.

 

Was ist Link Risk Management?

LinkRiskMangement ist die Durchführung proaktiver Link Audits und Disavows, also der Abwertung schlechter Links. Eine Link Audit sollte künftig wesentlich häufiger erfolgen. Die Empfehlung lautet wöchentlich.

Zum LinkRiskManagement gehört dabei

  • die Beobachtung der eingehenden Links,
  • die regelmäßige Bewertung dieser Links,
  • das Eliminieren toxischer Links
  • und die schnelle Rettung der Website – also Ihres Geschäfts – im Desasterfall.

 

Grundsätzliches zu Links:

  • Ein Link kann helfen oder schaden – vor der Einführung des Penguinalgorithmus war es gut, viele Links zu besitzen. Je mehr, desto besser. Negative Effekte von Links gab es nicht.
  • Links sind neben Content das wichtigste Signal für eine Positionierung in Google.
  • Das Linkprofil muss zur Branche passen.

 

Besonderheiten bei der Analyse des Backlinkprofils:

Es muss immer das ganzes Backlink Profil analysiert werden – wichtig sind die Verhältnisse. Es wäre nicht ausreichend, such auf den Informationen azs der Google Search Console auszuruhen. Diese zeigen nur einen Bruchteil der Links an. Wir prüfen derzeit neben den Search Console Informationen im Rahmen eines Audits 24 weitere Quellen.

 

Historische Penguin-Updates

Das sind die bisherigen Penguin-Updates und deren Auswirkungen

Penguin 1.0 am 24. April 2012 (Auswirkungen auf ~ 3,1% der Anfragen)
Penguin 1.1 am 26. Mai 2012 (Auswirkungen auf weniger als 0,1% der Anfragen)
Penguin 1.2 auf 5. Oktober 2012 (Auswirkungen auf ~ 0,3% der Anfragen)
Penguin 2.0 am 22. Mai 2013 (Auswirkungen auf 2,3% der Anfragen)
Penguin 2.1 auf 4. Oktober 2013 (Auswirkungen auf rund 1% der Anfragen)
Penguin 3.0 am Oktober 17, 2014 (Auswirkungen auf rund 1% der Anfragen)
Penguin 4.0 + Echtzeit am 23. September 2016

SEYBOLD ist zertifizierter Partner der LinkResearchTools

(Bildquelle: LinkResearchTools)

 

 

Spinenn die Briten? SPiegel - Brexit

Daten richtig analysieren

Daten richtig analysieren: Das lernt SEO aus den BREXIT-Nachrichten der Journalisten

Daten zu analyisieren ist richtig.

Ausreichendes Zahlenmaterial zu haben, um eine Analyse vornehmen zu können, ist auch wichtig.

Zahlen in einen Zusammenhang zu stellen ist überaus wichtig.

Die richtigen Zahlen in Zusammenhang zu stellen, ist der wichtigste Punkt an der ganzen Analyse.

 

Entscheidungen fallen aufgrund von interpretierten Daten

In der heutigen Zeit werden nahezu alle Entscheidungen basierend auf Zahlenmaterial gemacht. Das bedeutet, dass man sich auf das Zahlenmaterial auch verlassen können muss. Stimmt nämlich etwas an den Zahlen nicht, kommt man voreilig zu falschen Schlüssen. Gerade bei Geschäftsentscheidungen kann das existenziell sein und aus einem negativen Trend werden ganz schnell postive Zahlen gezaubert.

Bei der Meinungsbildung hat dieser Effekt einen entsprechenden Einfluss auf eine Vielzahl von Menschen.

Nehmen wir uns den #BREXIT vor.

 

Datenbeispiel: Haben die Briten wirklich keine Ahnung, was der #Brexit ist?

Der Spiegel skandierte diese Nachricht am 24. Juni 2016

Spinenn die Briten? SPiegel - Brexit

Quelle: Screenshot von Spiegel-Onlilne

Zur Unterstützung der Aussage wird Google Trends herangezogen. Damit soll bewiesen werden, dass sich die Briten erst nach der Wahl darüber informierten, was eigentlich der Brexit ist und bedeutet.

Was stört an diesem Chart?

Der Analyst Danny Page ärgert sich darüber, dass Journalisten Google Trends heranziehen, um meinungsmachende Nachrichten zu verbreiten. Vorallem ist ärgerlich, dass Journalisten die Zahlen nie in einen Zusammenhang stellen. (Quelle: Danny Page). Inspiriert von dieser Informationen und den damit geöffneten Augen findet sich z.B. auf obigem Chart des seriösen Blatts „Spiegel“ nur eine Kurve im Verlauf zur Zeit. Wie viele Anfragen dahinterstehen, wird nicht ersichtlich.

Schaut man sich die Informationen von Google an, dann sind die wichtigsten Fragen der Briten:

BRexit- Google Trends analyse

(Quelle: Google News Lab) – Die wichtigsten Fragen sind also gewesen „Wann ist das EU Referendum?“, „Was ist Brexit?“, „Wer kann im EU Referendum wählen?“, „Wie wählt man im EU Referendum“ und „Was passiert mit den EU-Einwohnern nach dem Brexit?“… Laut Google Trends ist die Frage, wie sich der Wert des Eigenheims entwickelt, wesentlich wichtiger. So sind die Nachfragen zu den „Hauspreisen in Groß Britannien“ nach dem Brexit um mehr als 250% gestiegen. Sensationell?

 

Schaut man sich die Fragen der Briten im Verhältnis zu anderen wichtigen Ereignissen an, wird schnell klar, weshalb man Daten immer in Relation zu anderen Daten setzen muss, um Informationen zu gewinnen:

Google Trends: Brexit vs Euro 2016 vs Game of Thrones

Im Verhältnis der wichtigsten Ereignisse für die Briten (#Fussball, #TV-Serie GoT, #Brexit) sehen die analysierten Zahlen anders aus.

 

Die blaue Linie zeigt den Suchbegriff „Brexit“. Das ist das im Moment wichtigste politische Ereignis.

Die rote Linie zeigt den Suchbegriff „Euro 2016“. Das ist für ein Land, das von sich selbst behauptet, das Fußballspiel erfunden zu haben und außer einem Titel in einem recht merkwürdigen Finale mit umstrittenem Wembley-Tor, keinen einzigen Titel weltweit jemals geholt hat (… lassen wir das…)… Nun, bringen wir es auf den Punkt: Das ist ein wichtiges Thema für die Briten.

Die gelbe Linie zeigt den Suchbegriff „Game of Thrones“. Das ist die beliebteste TV-Serie der Briten und steht unumstritten auf Platz 1.

Die grüne Linie ist das, was die Journalisten eigentlich meinen.. „What does Brexit mean?“. Um was geht es eigentlich bei Brexit? Was bedeutet Brexit für die Briten?

Wie wir hier sehen, ist das Interesse dafür deutlich geringer, als das Interesse an Euro 2016 oder Game of Thrones.

 

In Zahlen ausgedrückt:

Google Trends: Die echten Zahlen für Brexit

Am 25. Juni hatte sich die Aufregung schon wieder gelegt. Und die Anzahl der Suchanfragen ist Prozentual zu den anderen Themen gesehen, wenig spektakulär.

Übrigens, zum Zeitpunkt des Spiegel-Artikels sah es so aus:

Google Trends: Echtes Interesse

Was man daraus lernt? „Vertraue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“, lautet ein altes Sprichwort. In diesem Fall sollte man wirklich das Datenmaterial gründlich studieren und dann erst einen Entschluss fassen.

 

SEO und Brexit – Ein Zusammenhang?

Bei SEO ist das nicht anders. Wenn man zum Beispiel herausfinden möchte, welche Positionierung für einen Backlink im Link Building die Beste ist, dann findet man eine Reihe von Informationen. Diese sagen durch die Bank aus, dass ein perfekter Backlink aus dem Content zu kommen hat.

Hier eines der Beispiele eines „Link-Händlers“

Backlinks: Linkverkäufer propagieren Content Links

 

In der Praxis sieht das leider oft ganz anders aus: Hier ein Beispiel eines Kunden, der bei uns Link Risk Management gebucht hat.

LinkLage - Im Content ist nicht immer am besten

Anmerkung: Im Content bedeutet, dass der Link im Fließtext der Seite untergebracht ist. Im Paragraph bedeutet, dass der Link in einem separaten Paragraph (<p>link</p>) innerhalb des Contents platziert ist.

Im Beispiel oben ist die Linklage des Kunden (orange) hauptsächlich in der Sidebar und im Content.

Verfolgt man die oben genannten Informationen, so würde man nun sagen, die Sidebar-Links sind die schlechteren und 38% der Backlinks sind Perfekt. Die Datenlage gibt aber ein anderes Bild: 16% der Links sind perfekt, der Rest passt nicht. Links müssen an anderen Positionen aufgebaut werden, um das Backlink-Profil zu verbessern.

Warum? Schaut man sich die Google-Top3, Google-Top5 oder den Gesamtdurchschnitt der analysierten Domains an, dann erkennt man deutlich, dass die meisten Links in einem Paragraph und im Footer liegen. Wenn also die anderen Domains in Google eine wichtige Rolle spielen und ein anderes Link-Profil besitzen, als das des Kunden, dann muss am Linkprofil etwas geändert werden (sofern z.B. das OnPage-SEO stimmt etc.).

Wie man sieht ist es also sehr wichtig, die Daten richtig zu deuten. Und das geht erst, wenn man alle Daten vorliegen hat.

 

Solche und andere Missverständnisse in SEO finden Sie in meinem eBook „Sichtbarkeitsmanagement“, das Sie sich unter diesem Link runterladen können.

 

 

Inhalte richtig von Google erfassen lassen: So crawlt Google nachladende Inhalte

Interessante Info am Rande von der Google Dance Tokyo:

Dort bestätigen Gray Illyes und andere Googler, dass Google statischen HTML Inhalt nicht vor Ajax Content bevorzugt.

Google nimmt mit seinen Crawlern alles in den Index möglichst so, wie es der Besucher in seinem Browser sieht. Es ist also egal, ob die Seite durch Javascript/Ajax aufgebaut wird oder aus statischen Inhalten besteht.

Wichtig ist in so einem Fall, dass Javascript nicht durch robots.txt geblockt wird. Bei sehr langen Seiten, die erst durch scrollen aufgebaut werden, hat Google seine Schwierigkeiten, denn der Googlebot scrollt nicht.

Wichtig also auch für die Gestaltung neuer Internetseiten ist, die Seiten immer mit der Google Search Console zu prüfen und abzusichern, dass auch wirklich alle gewünschten Inhalte von Google erfasst werden können.

Quelle: SEM Post… Does Google Value AJAX Content Less Than Static HTML Content? http://www.thesempost.com/google-value-ajax-content-static-html/

Google Mobile Friendly Update Teil 2

Breaking News – 12.05.2016: Google hat das zweite Mobilefriendly Update komplett ausgerollt. 

#mobilegeddon2 #mobilefriendly #update

Die nächste Runde ist eingeläutet…

Google’s mobile-friendly algorithm boost wurde heute ausgerollt. https://seybold.de/-/34

Wenn Sie noch keine Website haben, die für Mobilgerät tauglich ist oder Sie sichergehen wollen, dass Sie es sind, prüfen Sie einfach mit dem  Google mobile-friendly Tool und schauen Sie sich auch die  Google mobile guidelines an.