Wieviel Internet Marketing für Existenzgründer ist notwenig?

Existenzgründer: Wie viel Internet Marketing braucht der Existenzgründer?

Lesezeit: 4 Minuten

Das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Schorndorf hat mich kürzlich eingeladen zur Podiumsdiskussion “Wie viel Internet Marketing braucht der Existenzgründer?”

Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut, bei der ich mit 4 Kollegen referieren durfte.

In Zusammenfassung (und aufgrund von verschiedenen Nachfragen) stelle ich hier eine Reihe für Existenzgründer zusammen, die die wichtigsten Fragen des Abends behandeln. Darüber hinaus gibt es in meinem 105PROZENT-Konzept gezielt Schulungen und Seminare, die vermitteln, was der Kleinunternehmer oder das mittelständische Unternehmen selbst tun kann, um optimal im Web vertreten zu sein (eine sehr gute Ergänzung zum Internet-Profi).

Teil 1 beschäftigt sich mit den Fragen:

  • Was ist Internet Marketing und was erreiche ich damit (vs. klassischer Werbung)
  • Existenzgründer und Internet, braucht es das?
  • Welchen Stellenwert sollte die Internetseite besitzen und wie wird sie eingesetzt?

Was ist Internet Marketing?

Klassisch bezeichnet Internet Marketing alle Marketingmaßnahmen, die mit Hilfe des Internet durchgeführt werden, wie z.B. Suchmaschinenmarketing, Email-Marketing, Bannerwerbung, Social-Marketing/Virales Marketing, Guerilla-Marketing, Affiliate-Marketing etc.

RSIM versteht darunter alle begleitende Maßnahmen, die notwendig sind, um sich von Marktbegleitern zu differenzieren. Dem entsprechend umfassend können die Maßnahmen vom Konzept über die Themenfindung für die Website, deren Optimierung bis hin zur Vermarktung auch Offline-Themen betreffen (z.B. aktionsbegleitendes Mailing).

Exkurs: Virales Marketing

Was erreiche ich damit?

1. Für 80% der Informationssuchenden ist die Suchmaschine der Startpunkt.
2. Der gezielte Erstkontakt kommt meist über Webseiten
3. 95% der Webseitenbesuche tummeln sich auf 1% der Webseiten. Das bedeutet: Nur optimierte Seiten haben die Chance, gefunden zu werden.
4. 9 von 10 Unternehmen mit Internetseiten haben nicht optimierte WebseitenImmenses Potential für Existenzgründer, sich „vorzudrängeln“.

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, aber auch Gefahren. Während die Darstellung der eigenen Produkte und Leistungen im Internet relativ leicht durchführbar ist, kann auch der Mitbewerber nur einen Mausklick entfernt sein.
Die Zeiten einer einfachen Visitenkarte im Web sind lange vorbei. Die DE-Top-Level-Domain ist die weltweit zweithäufigst verbreitete TLD. Es geht darum sich von anderen zu differenzieren – das geht schon mit einfachen Mitteln.

Internet Marketing vs. klassischer Print-Werbung:

Internet-Marketing bietet die Möglichkeit eine definierte Zielgruppe konkret anzusprechen, im besten Fall ohne Streuverluste (Es ist möglich gezielt regional oder überregional erscheinende Werbung in Suchmaschinen zu platzieren und den eigenen Auftritt zu optimieren).

Klassische Werbung (z.B. Zeitungsbeilage) muss heute extrem reißerisch und aggressiv sein, wenn sie mehr als nur einen leidlichen Bruchteil erreichen will. Das selbe gilt für die Anzeige.

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Braucht ein Existenzgründer eine Internetseite?

Ja und Nein.
Es ist immer eine Frage der Kunden-Zielgruppe und wie diese bestenfalls erreicht werden kann. Ein Marktstand mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen braucht zunächst keine Website um starten zu können. Im Zuge der unternehmerischen Ziele (spezielle Bio-Produkte? Sich über die Region hinaus mit einem Nischenprodukt etablieren zu wollen etc.?) kann eine Internetpräsenz interessant werden.

Ein Dienstleister der sich z.B. auf die Reparatur teurer CNC-Maschinen spezialisiert, hat sehr gute Möglichkeiten über das Internet zu informieren, seine Seiten für verschiedene Suchworte zu optimieren und bezahlte Werbeplätze in Suchmaschinen (z.B. Google) zu belegen.

Wichtig ist folgendes:
1. Die Internetpräsenz muss eine Aussagekraft haben, durchgängig strukturiert sein und klare Linien verfolgen (keine pixeligen Bilder, passende Formate (z.B. keine Schrift als jpg) etc.
2. Nicht auf den Sohn des Kollegen oder ähnliches vertrauen. Der macht vielleicht schöne Bildchen (vielleicht auch einen ansprechenden Internetauftritt), ist aber nicht in der Lage ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten. Unter Umständen kann ein gekauftes Design hilfreich sein, bis “etwas besseres in Sicht ist”. Fertige Designs gibt es ab 0 Euro zum Beispiel hier.
3. „Wenn ich nichts Neues zu sagen habe, dann kann ich es auch lassen!“

Wie wird die Internetpräsenz richtig eingesetzt?

Dies richtet sich nach der Zielgruppe, die ich erreichen möchte.
Für manche Unternehmen ist es zunächst ausreichend, eine Internet-Visitenkarte zu besitzen, damit man die Öffnungszeiten erfahren oder sich den passenden Ansprechpartner aussuchen kann.
Auch für den Bäcker oder Metzger kann eine Website sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden (Tagesessen-Information, Partyservice, Backstubenführung etc.).

Auch bei beratungsintensiven Dienstleistungen kann das ein erster Schritt sein, der dann ausgebaut und angereichert wird durch Hintergrundinformationen, die im besten Fall auch schon „erfühlen lassen“, wie das Unternehmen arbeitet.

Eine Website muss einen Mehrwert bieten, etwas, was andere Unternehmen nicht anbieten. Dies können Informationen zu den relevanten Themen sein, die gesammelt werden (z.B. in einem Blog) bis hin zu Kunden bindenden Prozessen, die für das Internet abgebildet sind (z.B. virtueller Einblick in den Status einer Reparatur; Auftragsverfolgung via Internet; Kalkulatoren für spezifische Aufgaben (z.B. Finanzierung von Heizöl) etc.).

Unterstützend wird diese Präsenz dann beworben, z.B. via Social Marketing in Foren und auf entsprechenden Plattformen (Dooyoo, Ciao, stumble-upon, Mr. Wong, Video auf YouTube etc.). Diese Maßnahmen sind notwendig, um sich dauerhaft in den vorderen Regionen von Google und Co zu platzieren. Nur wer gefunden wird hat die Chance darauf, den Invest auch wieder hereinzuholen.

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Welchen Stellenwert nimmt die Website im Gesamt-Marketing meiner Existenzgründung ein?

Mit der Internetpräsenz erhält der Existenzgründer die einfachste Möglichkeit, mit dem Kunden in Kontakt zu treten, sich zu präsentieren. Aber ein Internetauftritt will gepflegt sein – das kann eine große Aufgabe sein, aber durch den Einsatz geeigneter Hilfsmittel (RSIM hat z.B. ein einfach zu administrierendes CMS entwickelt, das viele Vorzüge bereits hat, einen Internetauftritt immer aktuell erscheinen zu lassen – seien das automatisch herausfallende Messetermine aus einem stets aktualisierten Messekalender, wechselnde Startartikel oder andere Dinge).

Also: Der Aufwand kann gering sein, aber er muss verfolgt werden. Hier ist es besser, mit geringen Mitteln (z.B. 50-100 Euro pro Monat Google AdWords) einen kleinen Erfolg zu erzielen, als nichts zu tun.

Mit Erstellung einer Website beginnt das Abenteuer Internet Marketing erst. Es folgt Pflege, Aktualisierung, Optimierung, Werbung platzieren, Social Marketing betreiben etc.

Soviel hierzu: Morgen gibt es den zweiten Teil.

Hier eine Zusammenstellung der Links aus Teil 1

  • Google AdWords-Werbung
  • einfach zu administrierendes CMS
  • Dooyoo
  • Ciao
  • stumble-upon
  • YouTube
  • Beispiel: Finanzierung von Heizöl
  • Beispiel: Auftragsverfolgung via Internet
  • Fertige Designs zum Start ab 0,00 Euro bei www.profi-templates.net
  • 105PROZENT-Konzept gezielt Schulungen und Seminare
  • Suchmaschinenmarketing
  • Email-Marketing
  • Social-Marketing/Virales Marketing
  • aktionsbegleitendes Mailing

 

Dies und noch viel mehr finden Sie in meinem Buch:

Wieviel Internet Marketing für Existenzgründer ist notwenig?

 

Außerdem: Finden Sie hier den Marketing-Budget-Kalkulator, mit dem Sie das passende Marketing-Budget für Ihre Unternehmenswebsite kalkulieren können.

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