Black Hat SEO vor dem Aus

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Im September 2014 bereits berichteten Betreiber von privaten Blog-Netzwerken (PBN) darüber, dass Google damit begonnen hat, diese Netzwerke zu deindexieren.

Damit läutete Google konzentrierte Maßnahmen gegen Black Hat SEO ein. Laut Search Engine Roundtable sind bereits tausende PBNs abgestraft. Zahlreiche Betreiber solcher Sites berichten bereits über den Niedergang ihrer Netzwerke. Ist Black Hat SEO damit vor dem Aus?

Black Hat SEO – Was ist das?

Der Begriff Black Hat kommt aus der Hacker-Szene. Ein “Black Hat” Hacker ist ein Hacker, der Techniken aus niedrigen Beweggründen nutzt, um Computer zu manipulieren, um damit an Daten zu kommen, die er verwenden kann (Quelle: Moore, Robert (2005). Cybercrime: Investigating High Technology Computer Crime. Matthew Bender & Company, Seite 258).

Black Hat SEO sind demzufolge alle Maßnahmen, die aus dem Grund durchgeführt werden, eine Website mit allen Mitteln kurzfristig auf Platz 1 für ein bestimmtes Keyword zu platzieren.

Was sind PBN?

PBN oder Private-Blog-Networks (private Blog Netzwerke) dienen genau einem solchen Black Hat Zweck. Ein Black Hat SEO kauft viele Domains mit unterschiedlichen Names und Orts-Angaben (sprich: Er verwendet zahlreiche unterschiedliche “Handles”, die nur den Zweck haben zu verschleiern, wer tatsächlich der Besitzer einer solchen Domain ist). Dies erfolgt, damit Google nicht nachvollziehen kann, wer hinter den Domains eigentlich steckt. Durch den Aufkauf abgelaufener Domains mit einem hohen Wert für SEO (gute Backlinks bzw. insgesamt gute Verlinkung und entsprechender Reputation) werden dann weitere Domains zugekauft und in das PBN integriert. Es werden Seiten angelegt, die so untereinander verlinken, dass eine bestimmte Seite gewinnbringend und kurzfristig im Ranking auf die Top-Position manövriert werden kann.

Bei diesen Domains wird ganz konkret das Impressum verschleiert, damit Google hier keinen Zusammenhang zwischen den Domains und der eigentlichen Zielseite erkennt. Zudem werden die Domains bei unterschiedlichen Hostern betrieben, um auch eine räumliche Trennung darzustellen.

Unlängst hat der Gewinner des “größten SEO Wettbewerbs” von XOVI mit genau diesen Methoden den Wettbewerb und damit einen Smart gewonnen. Noch (25.09.2014) hält sich Rankboost ganz oben mit einem Angebot, das inhaltlich komplett deplatziert ist. Andere Teilnehmer, die über viele Wochen große Energie in inhaltlich hervorragende Seiten investiert haben, wurden mit einer solchen Maßnahme brüskiert.

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Solche PBNs dienen also dazu, den Google Index zu spammen, mit informationen

Was unternimmt Google gegen Black Hat SEO?

Bislang war Google ziemlich machtlos gegen ein solches Vorgehen und solche Verschleierungsmethoden boten wenig Möglichkeiten, diese Seiten zu erkennen.

Wenn ein PBN ordentlich aufgestellt ist, dann wird das Impressum “vergessen”, denn wenn es als Bild dargestellt ist, kann es Google lesen. Also kann Google Seiten ohne Impressum identifizieren und ggf. abwerten. Ebenso Seiten mit einem Bild-Impressum.
Schwieriger wird es, wenn ein bewusst gefälschtes Impressum verwendet wird.

Über kurz oder lang muss sich die Black Hat SEO-Gemeinde neue und andere Methoden ausdenken. In jedem Fall müssen diese Methoden überdacht werden, denn Google schläft nicht.

Die Strategie von Google ist klar erkennbar:
Der Pinguin schaut nach Links aus Netzwerken.
Panda 4.0 bewertet Inhalte.
Payday Loan 2.0 rechnet mit besonders “spammigen” Suchanfragen
Erst kürzlich gab es diese entsprechenden, umfangreichen Updates (Mai 2014).
Dann muss man die Korrekturen an Verlagsseiten (Reduzierung von Pagerank, um diese nicht (mehr) so wichtig darzustellen für Backlinks) als Maßnahme zur Vorbereitung für einen Schlag gegen die PBNs sehen.
(Übrigens: Wer den ganzen Zoo von Google kennenlernen will, also sehen möchte, welches Tier für welches Update steht, der findet hier einen ordentlichen Artikel darüber).

Wer hat Nutzen aus den Google Maßnahmen?

Die Nutznießer dieser Abstrafwelle werden Webseiten sein, die “ordentliches” SEO betreiben. Es wird dabei spannend anzusehen sein, wie sich die Maßnahmen auf konkurrierende Webseiten auswirken. Wenn Googles Maßnahmen aufgehen, dann müssen diese eine bessere Position erzielen. Bislang waren Websites, die konkret auf Manipulation verzichten und gute Inhalte liefern, gegenüber Black Hat SEO benachteiligt.

Wenn es Google gelingt, diese Maßnahmen auch auf andere Sprachen umzusetzen und weiterhin ein deutliches Zeichen gegen PBNs setzt, gewinnen die Webseiten, die von SEOs optimiert werden, die auf starke Inhalte setzen – aber auch jeder Nutzer der Google-Suchmaschine, der bessere Inhalte geliefert bekommt. Bleibt die Hoffnung, dass Google bei diesem Experiment keine Kollateralschäden unterlaufen und man bald von zahlreichen zu Unrecht abgestraften Netzwerken lesen muss.

 

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2016: Das Ende von Black Hat?

Mit Google Realtime Penguin (Google Penguin 4.0) hat Google das Ende von Black-Hat-SEO eingeläutet – so dachte man zunächst. Tatsächlich gibt es Anfang 2017 noch immer viele Branchen und Bereiche, die sehr wohl mit Black Hat Techniken funktionieren.

Im Gegenteil: Penguin 4.0 bietet sogar die Möglichkeit, gezielt negative SEO-Attacken auf Domains, bestimmte Seiten oder Verzeichnisse zu starten. Diese werden – danke Penguin 4.0 Algorithmus – auch gar nicht mehr so schnell erkannt.

Penguin 4.0 läutet somit die dringende Notwendigkeit für Link Risk Management ein.

 

Weitere Informationen:

Ranking Faktor Backlinks

Realtime Penguin 4.0 – Das aus für Black Hat oder gehts jetzt erst richtig los?