Google Analytics – verborgene Schätze und Reports, die jeder kennen sollte

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

smx münchen 2012Am 27. März habe ich im Rahmen der SMX einen Vortrag gehalten über verborgene Schätze und Reports innerhalb von Google Analytics die jeder kennen sollte.

Damit nicht nur die SMX teilnehme davon profitieren teile ich die Aufstellung hier mit den Lesern meines Blogs.

Los gehts…

Neben den vielen Standard-Berichten die Google Analytics zu bieten hat und die mittlerweile auch wohl fast jeder kennt der sich zumindest ein wenig mit Google Analytics auseinander gesetzt hat gibt es viele „versteckte“ Features und Nutzungsmöglichkeiten die nicht jedem geläufig sind…

Top 1 – Gewichtete Sortierung

Wer sich intensiver mit der Betrachtung verschiedener Daten innerhalb einer Tabelle beschäftigt hat wird folgendes Problem kennen. Angenommen ich möchte die Absprungrate analysieren. Hierbei bin ich besonders an bspw. den organischen Suchbegriffen (oder Landing Pages oder Kampagnen oder Länder oder sonstwas) interessiert die eine besonders hohe Absprungrate generieren. Logisch.

Wenn ich nun also innerhalb der Tabelle nach der Absprungrate sortiere habe ich folgendes Problem – ich sehe zunächst viele Zeilen mit 100% Absprungrate, gleichzeitig aber nur sehr wenige Besuche.

Es werden also zunächst alle Zeilen dargestellt in der die Absprungrate am höchsten ist, das heißt aber nicht, dass dies auch alles relevante Keywords sind. Im Gegenteil – vermutlich ist der uninteressanteste Teil des Long Teils – siehe folgenden Screenshot.

Google Analytics - gewichtete Sortierung
Ungewichtete Sortierung – Klick zum Vergrößern

Wie kann ich nun also die Keywords mit der höchsten Absprungrate und gleichzeitig auch den meisten Besuchen betrachten?

Eine Möglichkeit ist die Tabelle nach Excel zu exportieren und dort entsprechend nach beiden Spalten zu sortieren…ziemlich umständlich.

Viel einfacher ist es, die Sortierungsart in Analytics zu verändern und dort die gewichtete Sortierung zu wählen.

Hiermit werden zunächst die relevanten Keywords angezeigt – die mit einer hohen Absprungrate UND den meisten Besuchen.

Google Analytics - gewichtete Sortierung
Gewichtete Sortierung – Klick zum Vergrößern

Nun sehe ich auf einen Blick wo Probleme auftauchen und kann entsprechende Maßnahmen einleiten um erfolgreicher zu werden.

Top 1 Bonustipp – Absolute Veränderung

Und was heißt absolute Veränderung?

Innerhalb des Pull Down Menüs gibt es noch ein ausgerautes Feld – Absolute Veränderung. Dieses Feld wird in dem Moment sichtbar wo Sie innerhalb des Kalenders einen Vergleichszeitraum hinzufügen.

Durch das Hinzufügen eines Vergleichszeitraums interessieren sie vermutlich die Keywords (oder Landing Pages oder Quellen oder oder oder) die sich innerhalb einer Spalte absolut am meisten verändert haben (Stichwort Movers&Shakers).

Und genau diese gravierensten absoluten Veränderungen werden durch diese Auswahl dargestellt:

Google Analytics - absolute Veränderung
Absolute Veränderung – Klick zum Vergrößern

Top 2 – Vergleichende Darstellung

Tabellendarstellungen sind super. Insbesondere dann, wenn man viele Daten gleichzeitig darstellen will.

Aber sind Tabellen auch die beste Art und Weise um Erkenntnisse schnell gewinnen zu können?

Eine schnell zu sehen wie sich bspw. bestimmte Keywords (oder Landing Pages oder Seiten oder Quellen oder oder oder) im Vergleich zur den entsprechenden Daten der gesamten Website verhalten haben ist eine Tabelle nur eine semigute Möglichkeit.

Der folgende Screenshot zeigt die Absprungraten für meine Top-organischen Keywords im Vergleich zu der Absprungrate meines gesamten Blogs:

Google Analytics - vergleichende Darstellung
Vergleichende Darstellung – Klick zum Vergrößern

Wer hier nicht innerhalb kürzester Zeit feststellen kann welche Suchbegriffe eine im Verhältnis schlechtere Absprungrate hat der…schreibt sofort einen Kommentar 😉

Aus meiner Sicht einer der aktionsorientiertesten Darstellungen in Google Analytics!

Top 2 Bonustipp – Begriffswolke

Insbesondere für Suchmarketer ist die Darstellung einer Begriffswolke in Google Analytics interessant. Denn sie stellt – für unterschiedliche einstellbare Metriken – dar, welche Suchbegriffe jeweils relevant sind.

Google Analytics - Begriffswolke
Begriffswolke – Klick zum Vergrößern

Das Auge erfasst sehr schnell was relevant und was irrelevant ist.

Extra-Top 2 Bonusbonustipp: Ändern Sie nicht nur die Metriken Besuche oder Absprungrate, sondern auch die Rubriken. So können Sie sich die Wolke auch für Ihre definierten Ziele, E-Commerce oder AdSense Daten ansehen.

Top 3 – Sekundäre Dimension

Wer sich ein wenig mit Google Analytics beschäftigt hat wird vermutlich auch schon mal über die sekundäre Dimension gestolpert sein.

Hierüber lässt sich in jeden Report eine weitere Spalte mit weitern passenden Dimensionen hinzufügen. So kann ich bspw. mir in der ersten Spalte sämtliche Suchbegriffe anzeigen lassen und in einer zweiten Spalte die Suchmaschinen über die die User jeweils über diese Begriffe auf meine Seite kamen.

Bezogen auf Suchbegriffe wird dies besonders spannend, wenn es um AdWords Keywords geht – denn hier sind die Auswahlmöglichkeiten noch deutlich größer!

Google Analytics - Sekundäre Dimension
Sekundäre Dimension

Als zweite Dimension kann man aus folgenden Dimensionen auswählen:

  • Anzeigeninhalt
  • Werbenetzwerk
  • Anzeigengruppe
  • Anzeigenfläche
  • Position der Anzeigenfläche
  • Kampagne
  • Typ der persönlichen Hinweises
  • Domain des Placements
  • Placement Typ
  • Placement-URL
  • Ziel-URL
  • Keywords Option

Ohne auf jeden einzelnen Punkt in diesem Moment näher einzugehen – ich denke es zeigt die Vielfalt und die sich bietenden Möglichkeiten recht gut 😉

Top 3 Bonustipp: Weitere Dimensionen

Die sich bietenden Auswahlmöglichkeiten innerhalb des Pull Down Menüs der zweiten Dimension ändern sich in Abhängigkeit davon, in welchem Report man sich gerade befindet.

So gibt es mittlerweile einige Report, in denen sich weitere interessante Auswertungsmöglichkeiten ergeben – insbesondere im Zusammenhang mit Social Media Metriken wird das ganze in der Zukunft noch spannender werden…

Top 4 – Anpassen

Es gibt eine Menge sinnvoller fertiger Reports. Aber manchmal möchte man basierend auf den vorhandenen Reports einige Änderungen oder Anpassungen vornehmen.

Bisher gab es die Möglichkeit sich individuelle Benutzerdefinierte Berichte zu erstellen. Dies war eine großartige Möglichkeit sich Reports so zu bauen wie man sie haben möchte.

Wenn Sie mit einem schon vorhandenen Bericht aber eigentlich schon recht zufrieden sind und nur einige Anpassungen vornehmen möchten war es nervig, denn man musste den kompletten Bericht nocheinmal nachbauen.

Für viele Berichte gib es die Möglichkeit die bisherige Struktur, bestehend aus Metriken und Dimensionen, zu nutzen und weiter zu bearbeiten und individuell anzupassen.

Dafür gibt es den Button „Anpassen“ – in der oberen Menüleiste des entsprechenden Berichts.

Google Analytics - benutzerdefinierte  Berichte
Anpassen von Berichten

Wenn Sie diesen Betätigen landen Sie innerhalb der benutzerdefinierte Berichte – Sie haben dann allerdings die Struktur des Berichts in dem Sie gerade waren schon komplett aufbereitet.

Google Analyitcs - benutzerdefinierte Berichte
Benutzerdefinierter Bericht – Klick zum Vergrößern

Top 4 Bonustipp – Benutzerdefinierte Berichte teilen

Nicht ganz so einfach zu finden aber dennoch möglich – es besteht die Möglichkeit benutzerdefinierte Berichte mit anderen zu teilen.

Nachdem Sie einen eigenen Bericht erstellt haben – sei es über die eben beschriebene Anpassen Funktion oder von Grund auf neu – finden Sie sämtliche Berichte über den oberen Tab benutzerdefinierte Berichte wieder.

In der Übersicht sehen Sie dann alles je erstellten Berichte. Hier haben Sie nun auch die Möglichkeit die Berichte mit anderen Leuten zu teilen – wählen Sie hierfür in dem Auswahlmenü auf der rechten Seite „teilen“.

In dem sich dann öffnenden Fenstern erscheint ein Link den Sie kopieren und dann versenden können.

Google Analytics - benutzerdefinierte Berichte teilen
Benutzerdefinierte Berichte teilen – Klick zum Vergrößern

Achten Sie darauf, dass lediglich die Struktur und die Konfiguration des von Ihnen erstellten Berichtes geteilt wird – nicht die darin enthaltenen Daten. Es hängt dann also immer davon ab, auf welche Daten der jeweilige Bericht angewendet wird.

Top 5 – Custom Alert

Benutzerdefinierte Benachrichtigungen sind eine sinnvolle Möglichkeit bei Veränderungen  strategisch wichtiger Kennzahlen automatisch benachrichtigt zu werden.

Aus meiner Sicht wird dieses Feature bislang viel zu wenig genutzt.

Zu finden ist es über den Tab Startseite (oben), dann auf Radar-Ereignisse und dort auf Übersicht. Hier werden dann die automatischen Radar-Ereignisse angezeigt – auch sehr interessant! Hier gibt es neben den automatisierten aber noch die benutzerdefinierten Benachrichtigungen.

Google Analytics - Radar Ereignisse
Radar Ereignisse und benutzerdefinierte Benachrichtigung

Wenn noch keine eingerichtet wurden wird dort nichts angezeigt werden – ebenso wenn zwar welche eingerichtet wurden, aber das entsprechend definierte Ereignis (noch) nicht eingetreten ist.

Dementsprechend müssten die Benachrichtigungen erstellt werden. So wird es mich vermutlich interessieren, wenn meine Besuche über organischen Traffic einbrechen – um dann zu erforschen was los ist muss ich erstmal erfahren. Eine Mail, dass ein Einbruch um x-Prozent stattgefunden hat hilft hier enorm.

Innerhalb der Einstellungen muss ich nun also definieren, dass ich für diese Anforderung ausschließlich organischen Traffic betrachten möchte. Und wenn dann die Anzahl der Besuche um mehr als – hier 5% – abnimmt, und das ganze im Vergleich zur Vorwoche, bekomme ich nun eine Nachricht zugeschickt.

Google Analytics - benutzerdefinierte Benachrichtigung
Benutzerdefinierte Benachrichtigung

 Ich habe in diesem Beispiel eine Veränderung von 5% im Vergleich zur Vorwoche gewählt – der Grund ist, dass der Traffic am Wochende regelmäßig einbricht. Hätte ich also eine Abnahme von 5% auf Tagesbasis einegestellt würde ich jeden Samstag eine Benachrichtigung bekommen.

Natürlich gibt es noch weitere Einstellungsmöglichkeiten und Bedingungen die gestellt werden können – man kann durchaus auch positive Einstellungen vornehmen 😉

Und damit nicht nur Sie die ganzen Emails bekommen können Sie auch noch weitere Emails hinzufügen, die dann die Benachrichtigungen bekommen. Dies ist ein sinnvoller aber wichtiger Bestandteil auf dem Weg zu einer Web Analyse Kultur – Daten Distribuierung…oder Report Automation.

Bonustipps…

Es gibt eine ganze Reihe we
iterer Tipps, Schätze und Reports die erwähnenswert sind…hier ein paar weitere als Stichwort:

Und was natürlich jeden Suchmaschinenmarketer interessiert…die Verknüpfung der Google Webmaster Tools mit Google Analytics…hierzu gab es ja bereits einen ausführlichen Blog Post.

Als absoluten Bonustipp am Ende gibt es noch eine Toolvorstellung die das Thema „Report Automation“ näher betrachtet und eine Lösung bietet die hier in Kürze noch näher vorgestellt wird:
Das Web Controlling Dashboard und Report Automation Tool TrakkBoard

Und nun wie immer: Welche Anmerkungen haben Sie zu den Tipps? Welche Tipps habe ich vergessen? Welcher versteckten Features nutzen Sie? Schreiben Sie einen Kommentart und teilen Sie ihre Meinung mit den anderen Lesern…


Quelle und (C): Timo Aden

Neue Landing Page Metriken in Google Analytics

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Ab sofort stehen jedem Google Analytics Nutzer neue – sehr sinnvolle – Metriken bei der Analyse der Landing Pages zur Verfügung.

Bislang gab es lediglich folgende drei Metriken bei der Betrachtung der Zielseiten (Content -> Website-Content -> Zielseiten):

  • Einstiege – dies ist die Zahl der Besuche, die auf der jeweiligen Seite eingestiegen sind
  • Absprünge – dies ist die Zahl der Besuche, die während ihres Besuchs nur diese eine Seite gesehen haben
  • Absprungrate – dies ist das Verhältnis aus Absprüngen zu Einstiegen (weitere Infos in meinem letzten Blog Post über die Absprungrate)

 Das war es – mehr ging per Default erstmal nicht. Dabei ist gerade die Analyse der Landing Pages so wichtig für den Geschäftserfolg.

Der erste Eindruck zählt – da sollten die Landing Pages durchoptimiert sein. Tipps zur Conversion Optimierung gibt es auch in oben genannten vorigem Post oder unter blog.trakken.de

Folgende Fragestellungen sind in Verknüpfung mit Landing Pages höchst interessant:

  • Wie viele Seiten haben User aufgerufen nachdem sie über eine bestimmte Landing Page eingestiegen sind (und nicht direkt wieder abgesprungen sind)?
  • Wie lange waren die User auf der Website nachdem sie über eine bestimmte Landing Page eingestiegen sind (und nicht direkt wieder abgesprungen sind)?
  • Wich hoch ist die Conversion Rate für bestimmte Ziele nachdem User über eine bestimmte Landing Page eingestiegen sind?
  • Wie hoch sind die Umsätze oder wie hoch ist der durchschnittliche Bestellwert der User die über eine bestimmte Landing Page eingestiegen sind?
  • Welche Landing Page hat den höchsten Wert pro Besuch generiert?
Landing Pages mit neuen Metriken

All diese Fragen sind mit den neu hinzugefügten Metriken beantwortbar. Zwar konnten die meisten der Fragen auch vorher schon durch Workarounds, Segmentierungen und benutzerdefinierte Reports dargestellt werden, doch nun hat man alles auf einen Blick – einfacher ist besser!

Dies vereinfacht die Analyse deutlich und ermöglicht eine bessere Analyse der Zielseiten – ich bin mir sicher, dass Sie einige Landing Pages finden werden, die neben der Absprungrate weitere interessante Erkenntnisse liefern werden. Insbesondere der Bezug zu Zielen und E-Commerce wird Ihnen Optimierungspotenziale aufzeigen!

Wie finden Sie die neuen Metriken bei den Zielseiten? Wie nutzen Sie die Reports? Schreiben Sie einen Kommentar…

Passende Artikel:
Absprungrate – kennt jeder, oder?
Google Webmaster Tools in Google Analytics
Neue Google Analytic Features: Website Geschwindigkeit (Site Speed)
Wie messe ich den Erfolg von nicht-eCommerce Seiten?


Quelle und (C): Timo Aden

Google Webmaster Tools in Google Analytics

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Nachdem es es ja mittlerweils einige Integrationen von anderen Google Produkten mit Google Analytics gibt folgt nun die nächste. 
Zur Übersicht hier nochmal die bisher verfügbaren Integrationen:
  • Google AdWords
  • Google AdSense
  • Google Earth (innerhalb der Real Time Reports)
  •  Feedburner

Und nun also noch die Google Webmaster Tools.
Jeder Suchmaschinenoptimiere kennt die Webmaster Tools – dieses Produkt gibt einem Erkenntnisse über die Auffindbarkeit der eigenen Seite innerhalb der Google-Suchergebnisse und vieles mehr. In den letzten Jahren sind die hierüber verfügbaren Informationen deutlich  besser und mehr geworden. 
Und nachdem bereits einige Desing-Aspekte von Google Analytics in den Webmaster Tools übernommen wurden können nun auch Daten von den Webmaster Tools in Analytics fließen.
Bislang konnte per Default in Analytics bereits analysiert werden über welche Keywords User auf die eigene Website kamen. 
Was allerdings fehlte war die Information wie das Verhältnis von Suchanfragen bei Google zu Klicks auf die Suchergebnisse und dann Besuchen auf der eigenen Website war.
Hier hilft der neue Reporting Block Suchmaschinenoptimierung innerhalb des Bereichs Traffic-Quellen.
Welche Reports gibt es hier?
Der Bericht Suchanfragen zeigt die Impressions, Clicks, Position und Klickrate der täglichen Top 1.000 Suchanfragen. Dies natürlich immer im Bezug zu Keywords über die dann auch Besucher auf die eigene Website kamen.
Zielseiten stellt für die Top 1.000 Landing Pages dar, wie viele Impressions und Klicks diese Landing Page in den Google Suchergebnissen verursacht hat. Zudem an welcher Position diese gerankt waren und welche Klickrate sie verursacht haben.
Die Geografische Zusammenfassung zeigt an, wie viele Impressions, Klicks und welche Klickrate je nach Land verursacht wurden ehe dann User auf die eigene Website kamen.
Zu beachten ist, dass es sich bei der Position jeweils um die durchschnittliche Position handelt. 
Zudem stehen wieder die üblichen Funktionen zur Verfügung wie das Hinzufügen einer zweiten Dimension, Filter, Sortieren, und und und.
Durch das Hinzufügen einer zweiten Dimension und der Auswahl einer anderen Anzeige kann ich beispielsweise betrachten, auf welchen Google Such-Produkten (Web-Suche, Bilder-Suche, Mobil-Suche) mein Webauftritt am besten positioniert ist, bzw. wo die meisten Suchanfragen stattfinden. 
In folgendem Screenshot stelle ich beispielsweise fest, das meine Ranking-Position bei der deutschen Google Bilder-Suche furchtbar schlecht ist!!! 🙁
Man beachte die durchschnittliche Position der zweiten Zeile – klares To Do!
Wie Sie an dem Screenshot erkennen können gibt es diese neuen Berichte nur in der neuen Google Analytics Version. Sollten Sie diese bislang noch nicht verwenden haben Sie nun einen weiteren Grund zu wechseln…

[Da es in meinem letzten Blog Post trotz der sensationellen News nur so wenig Kommentare gab platziere ich die Kommentarschreibaufforderung heute mal mitten im Text 😉

Wie finden Sie die neuen Reports? Fehlt Ihnen etwas? Welche weiteren Verknüpfungen hätten Sie gern? Schreiben Sie Ihre Meinung in einem Kommentar…]

Wie kann man diese neuen Reports bekommen?
Zunächst muss man sich und seine Website bei den Google Webmaster Tools registrieren. Die meisten werden dies sicherlich schon getan haben, wenn nicht, so sollten Sie dies zügig nachholen – es lohnt sich wirklich! 
Registrieren bzw. einloggen können Sie sich hier (www.google.com/webmasters) – das Ganze ist kostenlos und hilft Ihnen dabei zu analysieren, wie bspw. Google Ihre Seite wahrnimmt (hier kommt es oftmals zu gravierenden Unterschieden zur eigenen Wahrnehmung!).
Nun müssen nun noch ein paar Schritte zur Verknüpfung von Webmaster Tools mit Analytics durchgeführt werden.  
Gehen Sie hierzu in die Webmaster Tools und klicken dort auf Website verwalten neben der Seite die Sie mit Google Analytics verknüpfen wollen.  
Wählen Sie nun Google Analytics Poperty, aus der dann folgenden Liste müssen Sie nun nur noch die Website auswählen. Diese stammen aus dem mit Ihrem Login verknüpften Google Analytics Konto – speichern Sie das Ganze im Anschluss. 
Schon ist es fertig. 
Es kann einige Stunden dauern, ehe dann die ersten Daten in den neuen Google Analytics Reports auftauchen.
Es kann jeweils immer nur eine Verknüpfung vorgenommen werden. D.h. Eine Website aus den Webmaster Tools kann jeweils nur mit einer Web Property aus Google Analytics verknüpft werden.
Sollten Sie in Ihrem Google Analytics Konto mehrere Profile verwalten wird die Verknüpfung immer mit dem Standard Profil, bzw. der Standard Web Property vorgenommen – dies erkennen Sie an der roten Kennzeichnung Standard (in der neuen Google Analytics Version). 
Wenn Sie die Verbindung nicht zu dem Standard Profil, sondern einem anderen Profil vornehmen wollen, so können Sie dies innerhalb von Analytics vornehmen.
Gehen Sie hierzu in die Einstellungen und dort auf Web-Property-Einstellungen. Hier finden Sie zum einen den Web-Property-Namen als auch das automatisiert ausgewählte Standard-Profil. Mit dem Pull-Down Menü können Sie ein anderes Standard-Profil auswählen.
Web Property auswählen
Über den unteren Teil besteht nun die Möglichkeit die Verknüpfung zu einer anderen Website aus den Google Webmaster Tools vorzunehmen. 
Verknüpfung mit Webmaster Tools vornehmen
Voraussetzung, dass das ganze funktioniert ist, dass man in dem Analytics Konto als Administrator zugelassen ist. 
Das ganze hört sich nun in Textform vielleicht etwas kompliziert an – ist es aber nicht. Probieren Sie es einfach aus – Sie werden sehen, dass es ganz schnell geht!


Quelle und (C): Timo Aden

Datenschutzdebatte beendet – Google Analytics erhält den Segen der deutschen Datenschützer

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Seitdem ich zu Beginn 2006 damals noch bei Google in Hamburg für Google Analytics in einigen Ländern zuständig war gab es diese Diskussionen. 
Seitdem zieht es sich durch – bei nahezu jedem Kundenmeeting kommt es früher  oder später auf das Thema Datenschutz und Google Analytics. 
Viel wurde in der Vergangenheit darüber geschrieben und geredet. Sämtliche Blogs und gerne auch Zeitungen und TV haben über das Datenschutzthema berichtet. 
Aus meiner Sicht entsprachen die aufgeführten Argumente nicht immer der Realität und vieles wurde zudem einfach falsch dargestellt. 
 Ich könnte noch viel zu diesem Thema schreiben – möchte aber lieber zum angenehmeren und vor allem aktuelleren kommen.

Denn ab sofort hat Google Analytics in Deutschland den Segen der deutschen Datenschützer erhalten.

D.h. war die Nutzung von Google Analytics auf der eigenen Website vielleicht rechtlicher Graubereich, so ist es nun von offizieller Seite her legal.

Androhungen von Strafzahlungen wird es nicht mehr geben und somit hoffentlich auch keine emotionalen Datenschutzdebatten.

Die Hamburger Datenschutzbehörde hat hierzu die entsprechenden Informationen hier veröffentlich.

Um auch wirklich auf der datenschutzrechtlich sicheren Seite zu sein bedarf es einigen Schritten auf Ihrer Seite (über die ich auch schon in vergangenen Posts berichtet hatte):
  • Anonymisierung der IP Adresse:
    Damit die IP Adresse bei der Ausführung des Google Analytics Tracking Codes nicht komplett, sondern um das letzte Oktett gekürzt übergeben wird bedarf es einer Anpassung innerhalb des Tracking Codes. Siehe hierzu auch meinen Blog Post aus dem letzten Jahr: Google Analytics und der Datenschutz.
  • Informieren der User:
    Die Nutzungsbedingungen von Google Analytics besagen, dass jeder User die Möglichkeit haben muss sich darüber zu informieren welches Tracking Tool eingesetzt wird. Dieser Hinweis muss auf einer dem User einfach und schnell zugänglich gemacht werden. Fügen Sie daher den entsprechenden Hinweis aus den Nutzungsbedingungen (Punkt 8.1) in Ihrem Impressum oder Ihrem Disclaimer ein.
„Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.“
  • Opt-Out:
    Google hat ein Plugin für diverse Browser erstellt. Mit Hilfe dieses Plugins können sich User dem Tracking durch Google Analytics entziehen. Erwähnen Sie in Ihrem Impressum oder Disclaimer, dass dieses Plugin zur Verfügung steht – mittlerweile funktioniert das Plugin in folgenden Browsern: Chrome, Internet Explorer, Firefox, Safari und Opera.

Ich freue mich darüber, dass Google und die Datenschützer miteinander gesprochen haben und dieses Thema nun hoffentlich ein für alle Mal vom ist. 

Danke an alle Beteiligten, dass es nun wieder um das eigentliche gehen kann – der Web Analyse!

Wie immer freue ich mich natürlich über zahlreiche Kommentare, Statements, Meinungen, etc.!


Quelle und (C): Timo Aden

Was ist der Unterschied zwischen Reporting und Analyse?

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Des Öfteren werde ich gefragt was denn eigentlich der Unterschied ist zwischen Reporting und Analyse. Oder anders, viele Unternehmen meinen sie würden Web Analyse betreiben – in Wirklichkeit ist es aber nichts anderes als Reporting.

Doch was ist denn dann eigentlich Web Analyse? Und wie unterscheidet es sich zum Reporting?

Dieser Post soll etwas Licht in die Unterschiede bringen.

Web Reporting ist das Zusammentragen von Zahlen und Daten aus Web Analyse Tools oder anderen Tools die Daten ausspucken.

Diese Daten werden in vielen Unternehmen in unterschiedlichen Formen (meist in Excel) zusammengepackt, vielleicht noch mit ein paar Excel Grafiken aufgehübscht, und dann an einen großen Verteiler verschickt.

Der Empfänger kann sich dann die für ihn relevanten Daten aus diesen Excel Tabellen und Datenolonnen heraussuchen und seine eigenen Erkenntnisse gewinnen.

In der Regel wird er allerdings, wenn überhaupt, einen kurzen Blick darauf werfen, und checken, ob es grobe Abweichungen gegenüber der Vorwoche, dem Vormonat oder gar dem Vorjahr gibt (einige sind dann sogar zufrieden, wenn es nicht schlechter als im Vorjahr lief!!).

Und so sehen Reportings dann teilweise so aus:

Automatisierter Email Report aus einem Web Analyse Tool

Ich möchte einen Menschen sehen, der mit diesen Daten tatsächlich etwas anfangen kann! (Bitte im Kommentar melden 😉

Zugegeben, diesen Sreenshot habe ich von einer Email gemacht die ich wöchentlich bekomme – und die regelmäßig so aussieht. Ein Designer hat diesen Report/diese Email nie gesehen (hoffentlich). Aus meiner Sicht ist dieser Report ein schlimmer Schritt zurück in längst vergangene Jahrzehnte und eigentlich ein Verbrechen…niemals niemals niemals hat dies auch nur im Ansatz etwas mit Web Analyse zu tun!

Dashboard aus einem Web Analyse Tool

Diesen Screenshot kennen bestimmt die meisten. Aber ist das Web Analyse? Nein! Dies ist ein Dashboard und ebenfalls Reporting. Ebenso wie folgendes Bild:

Dashboard aus einem Web Analyse Tool

Und so bietet jedes Web Analyse Tool seine eigenen Dashboards – und viele Leute denken dann, wenn dieses eingerichtet ist, und vielleicht sogar noch automatisiert verschickt wird, dass nun Web Analyse betrieben wird.

Um Reporting zu machen können Sie einen günstigen Werkstudenten einstellen und ihn/sie die Daten aus einem Web Analyse Tool herauskopieren und in Excel neu zusammenstellen lassen. Es gibt in großen Unternehmen ganze Abteilungen, die nichts anderes machen…

Doch was ist denn dann Web Analyse?

Web Analyse beschäftigt sich viel mehr mit den eigentlichen Business-Zielen des Unternehmens.

Die Dashboards sind deutlich individualisierter und aktionsorientiert.

Die aufgeführten Inhalte sind contextbezogen und idealerweise stark segmentiert.

Und das Wichtigste überhaupt – Handlungsempfehlungen!

Es wird deutlich, dass dies eine völlig andere Arbeit ist, herausfordernder, qualifizierter und wesentlich businessorientiert. Völlig andere Anforderungen – ein zahlenexportierender Werkstudent reicht hier nicht mehr aus…

Wie kann also ein Dashboard auch aussehen, welches eher in Richtung Web Analyse statt in Reporting geht?

Beispielanalyse

Wer als erster den Unterschied erkennt schreibt einen Kommentar 😉

Im Unterschied zu den obigen Beispielen wurden hier die ganzen Daten schon analysiert und nur die Erkenntnisse wiedergegeben.

Die Daten wurden sozusagen vorgekaut ehe sie verbreitet werden.

Dies hat den Vorteil, dass die Empfänger sich nicht mehr selber in die Daten einlesen müssen und eigene, womöglich voneinander abweichende, Interpretationen durchführen müssen, sondern innerhalb von wenigen Minuten wissen, wie der Stand ist und was zu tun ist.

Die obige Analyse besteht in Wirklichkeit noch aus einer weiteren Seite in der basierend auf den Daten Handlungsempfehungen aufgeführt sind. Und zwar so, dass diese auch nachgehalten werden können. Also mit Empfehlungsdatum und den Veränderungen der Daten nachdem die Empfehlung umgesetzt wurde.

Dies ist auch nur ein Beispiel wie soetwas aussehen kann. Letztendlich hängt es immer davon ab, wer der Empfänger ist und was der Analysegegenstand ist.

Wichtig ist, dass der Fokus nicht auf irgendwelchen Top10 Listen liegt, sondern eher auf Movers&Shakers, Veränderungen, Erkenntnissen und Empfehlungen.

Daten haben wir genug – Informationen sind das was zählt!

Letztendlich kann ein Dashboard sogar fast ausschließlich nur aus Text bestehen…hauptsache die Erkenntisse werden hierin gut verpackt und argumentiert.

Ein weiteres Beispiel für ein mögliches Musterdashboard:

Musterdashboard

Man kann hier sehen, dass es letztendlich oftmals ausreichend ist, wenn das Dashboard auf eine Din A 4 Seite passt.

Hauptsache die wichtigsten Erkenntnisse werden transportiert!

Dabei kommt es noch nicht mal auf schöne Grafiken, bunte Linien oder irre Charts an. Wenn die Erkenntnisse und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen deutlich dargestellt werden ist reicht ein eselsohrbehaftetes herausgerissenes Blatt aus einem Collegeblock aus!

Versuchen Sie zudem immer den Output (also Umsatz, Verkäufe, Conversions, Registrierungen, Downloads, was weiß ich) in Verbindung mit den Daten zu bringen um einen möglichst großen Mehrwert zu schaffen und dadurch die Aufmerksamkeit der Empfänger zu gewinnen.

Nun ist nicht jedes erstelle Dashboard, egal ob mit vielen Zahlen oder vielen Worten, ein mustergültiges und sinnvolles Dashboard. Es ist recht einfach, statt der vielen eher sinnlosen Zahlen viele weitestgehend sinnlose Wörter aneinander zu hängen.

Um ein paar Tipps zu geben was Reporting von Web Analyse unterscheidet hier meine Top 10:

  1. Die aufgeführten Daten sind segmentiert und bestehen nicht nur aus den Basisdaten die aus einem Web Analyse Tool kopiert wurden.
  2. Die meisten Daten sind eng mit dem Output bzw. den eigentlichen Zielen der Website verknüp
    ft.
  3. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Und zwar wird nicht nur gesagt, dass man dies und das machen sollte, sondern idealerweise ist dies verknüpft mit dem gewünschten Ergebnis.
  4. Es fließen Daten auch aus anderen Tools mit ein. Beispielsweise werden Erkenntnisse aus Social Media, Google Insights, Google Trends, Facebook Insights, Twitter Tools, Umfragen oder sonstigen Tools mit eingeflochten.
  5. Wenn es komplett automatisiert daherkommt ist es vermutlich keine Analyse (Analyse benötigt immer einen Menschen zu Interpretation – dies kann leider derzeit noch nicht von Maschinen übernommen werden).
  6. Wenn die Daten contextbezogen sind handelt es sich vermutlich um Analyse.
  7. Wenn das Dashboard ausschließlich aus Daten und Grafiken besteht ist es wahrscheinlich keine Analyse.
  8. Wenn mehrere Metriken miteinander aufeinander bezogen werden und daraus eine Erkenntnis gewonnen werden kann handelt es sich um Analyse.
  9. Werden fortschrittliche Analyse-Methoden verwendet (Statistiken, Segmentierung, Personas, etc.) ist es eher Analyse als Reporting.
  10. Sind die Daten individuell auf bestimmte Abteilungen/Personen ausgerichtet und nicht für das gesamte Unternehmen handelt es sich vermutlich um Analyse und nicht Reporting.

Leider kommt man dennoch um Reporting oftmals nicht herum. Insbesondere große Unternehmen sind Zahlenfriedhöfe gewöhnt und fordern diese vehement ein.

Als Web Analyse sollte das Reporting allerdings nicht mehr als 10% der Arbeitszeit ausmachen.

Reporting ist in der Tat weitestgehend automatisierbar – nutzen Sie dies, sparen Sie Zeit und nutzen diese besser für die eigentlich weiterbringenden Analysen!

Ich hoffe es ist ein wenig klar geworden, wo ich den Unterschied zwischen Reporting und Web Analyse sehen.

Nun sind Sie an der Reihe! Welche Unterscheidungen würden Sie machen? Bei guten Vorschlägen nehme ich Ihre Vorschläge mit in die Liste auf. Haben Sie eigene Beispiele von Dashboards Reports – positive oder negative? Schicken Sie mir gern Ihre Screenshots (gern verfremdet oder ohne konkrete Zahlen). Auch diese nehme ich gern mit in diesen Post auf.


Ansonsten freue ich mich wie immer über zahlreiche Kommentare!

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Web Analyse und Dashboards
Web Analytics in Unternehmen – 5 Erkenntnisse


Quelle und (C): Timo Aden

Google Analytics und der Datenschutz

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Lange wurde über die Datenschutzkonformität von Google Analytics in Deutschland gesprochen. Ob zu recht oder zu unrecht möchte ich hier unkommentiert lassen.

Natürlich habe auch ich die vielen Nachrichten und Blogposts die es zu dem Thema gab gelesen und mich oftmals über den „fachlichen Diskurs“ gewundert und bisweilen den Kopf geschüttelt.

Ich habe in meinem Blog das Thema bislang nicht ausführlich behandelt. Nicht weil ich den Datenschutz ignoriere oder ihn nicht wichtig finde. Absolut nicht – im Gegenteil!

Doch auf europäischer Ebene war Google Analytics in der Vergangenheit schon immer legal und auch viele europäische Datenschützer nutzen Google Analytics auf ihren Seiten.
Deutschland fährt hier als offensichtlich einziges Land der Welt einen Sonderweg. Die allgemeine Hysterie wollte ich nicht unterstützen, sondern lieber eine vernünftige Diskussion führen. Wie dem auch sei – nun ist aus meiner Sicht eine Lösung geschaffen worden die eigentlich auch die deutschen Datenschützer befriedigen sollte.

Denn, Google Analytics hat Heute datenschutzrelevante Neuerungen veröffentlicht!

  • Browser Opt-Out Plug-In

Durch ein Plug-In welches sich User in Ihren Browser installieren können besteht die Möglichkeit sich von der Messung von Google Analytics auszuschließen. Dieses Plug-In gibt es zum Download hier: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de

Um Kommentaren vorzubeugen (auch wenn ich mich darüber wie immer sehr freue!) – dieses Plugin funktioniert nicht bei Opera und Safari Browsern. Durch die Aktivierung des Plugins wird der Aufruf der Google Analytics Kommunikation blockiert – es können dann also keine Daten mehr erhoben werden.

Vorteil:

Der Nutzer hat damit ab sofort die Entscheidung selber in der Hand, ob er seine Daten über Google Analytics erhoben haben möchte oder nicht!

Nachteil:

Ich höre schon die Websitebetreiber, die sich über sinkende Zugriffszahlen beschweren, da es sicher einige User geben wird, die dieses Plugin verwenden. Aber das eine geht halt nicht ohne das andere. Und es gilt die alte Börsianerweisheit:

The trend is your friend!

Auch wenn beispielsweise 10% der User das Plugin verwenden sollten und damit für Google Analytics unsichtbar würden blieben immer noch 90% der User die getrackt werden. Von solch genauen Zahlen träumt die TV-Werbeindustrie. Daher mein dringender Rat: Jetzt erst recht Web Analyse betreiben!

  • IP-Verkürzung

Die IP-Adresse wird benötigt um eine Geolokalisierung der User herzustellen. Gefüllt wird hiermit der Karten-Overlay Report in Google Analytics. Mehr nicht.

Sichtbar ist die IP-Adresse in Google Analytics in keinem Report – auch nicht mit irgendwelchen Workarounds. Dennoch, es ist strittig ob eine IP-Adresse ein personenbezogenes Datum ist oder nicht (verschiedene Amtsgerichte haben hier unterschiedlich geurteilt).
Um auf Nummer sicher zu gehen besteht für Websitebetreiber nun die Möglichkeit die Übergabe der IP-Adresse an Google zu verkürzen. D.h. es wird nicht mehr die komplette IP-Adresse übergeben, sondern nur ein verkürzter Teil.
Damit ist eine mögliche Personenidentifzizerung absolut nicht mehr möglich!

Das ganze funktioniert, indem der Websitebetreiber eine zusätzliche Zeile in den Google Analytics Tracking Code einfügt (hier für den asynchronen Tracking Code):

_gat._anonymizeIp();

Vorteil:

Das war das schwerwiegenste Argument der Datenschützer, hierdurch gibt es aus meiner Sicht nicht mehr viele Kritikpunkte. Und auch eTracker nutzt dieses Verfahren (womit auch viele der Argumente gegen Google Analytics aus dem Web Analytics Podcast Mole2 hinfällig werden).

Nachteil:
Die Daten des Karten-Overlay Reports werden etwas ungenauer. Damit sollte man leben können und das Argument, weshalb der Report dadurch trotzdem nicht sinnlos wird finden Sie oben (The trend ist your friend).
Fazit:
Auch wenn ich allgemeine Hysterie um die Datenschutzdebatte auch vorher nur in Teilen nachvollziehen konnte, freue ich mich sehr darüber, dass der Großteil der Forderungen der Datenschützer und ein Großteil der diskutierten Aspekte und Forderungen nun von Google umgesetzt worden ist. Dies zeigt sehr deutlich, dass Google das Thema Datenschutz sehr ernst nimmt, indem es eine derartige Toolanpassung vorgenommen hat. Das ist sicher keine Kleinigkeit die man eben nebenbei macht, denn in Wirklichkeit hat Google hieran bereits seit einem Jahr gearbeitet.
Damit gibt es aus meiner Sicht in Deutschland nur noch fachliche Gründe wie beispielsweise fehlende Features (oder aber tendenziell allgemeine googleparanoide Gründe) Google Analytics nicht zu nutzen.
Letztendlich kommt es, und dies wiederhole ich sozusagen seit Jahren gebetsmühlenartig, nicht darauf an, welches Web Analyse Tool man nutzt, sondern was man mit den Daten macht. Nur daraus kann ein Mehrwert generiert werden.
Hinweis in eigener Sache:
Das Kapitel Datenschutz meines neuen Google Analytics Buches ist mit dieser Neuerung natürlich nicht mehr 100%ig aktuell. Die Hintergrundinformationen darin sind nach wie vor stimmig – diese Neuerungen in dem Buch natürlich aber nicht enthalten. Für Updates gibt es ja auch diesen Blog 😉
Und noch ein Hinweis in eigener Sache (wer Eigenwerbung nicht lesen mag höre hier bitte auf):

Wer nun Google Analytics professionell implementiert und individualisiert haben möchte möge sich bitte bei den Web Analytics Experten und Google Analytics Certified Partner Trakken melden 😉

Was sagen Sie zu den Neuerungen? Genügen sie den deutschen Datenschützern? Gibt es weiterhin Misstrauen? Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie Ihre Ansichten in einem Kommentar – ich freue mich auf eine lebendige Diskussion!

Weitere Informationen zu den obigen Themen:
Public Policy Blog (von Google)


Quelle und (C): Timo Aden

Aktuelles zu Google Analytics

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Derzeit läuft die eMetrics Summit in San Jose in Kalifornien. Dort gab es nun einige Ankündigungen und News zu Google Analytics die ich hier kurz aufführen möchte.

Der asynchrone Tracking Code wird Standard
Ich hatte bereits im vergangenen Jahr über den asynchronen Tracking Code geschrieben (Asynchrones Tracking mit Google Analytics). Nun wird dieser Code zum Default Code. D.h. natürlich funktionieren nach wie vor beide Tracking Codes, also nicht-asynchron oder asynchron, doch wird der asynchrone Code nun von Google als Standardvariante empfohlen.
In den letzten Monaten gab es in dem Code noch die ein oder andere Änderung – nun ist aber davon auszugehen, dass der Beta-Status verlassen worden ist und dieser Code nun gefahrlos verwendet werden kann. Alle weitere Infos dazu in meinem Blog Post dazu (s.o.).
Google Analytics App Gallery
Neben dem im vergangenen Jahr vorgestellten TrakkBoard (siehe dazu den Blog-Post: TrakkBoard ist live) gibt es noch eine Menge andere Applikationen die auf der Google Analytics API basieren. Die Google Analytics App Gallery listet diese externen Apps auf und stellt sie vor.
Darunter findet sich natürlich auch das TrakkBoard wieder.
Google Analytics Authorized Consultants (GAAC) heißen jetzt Google Analytics Certified Partners (GACP)
Für die die es bislang nicht kennen: Es gibt ein internationales Netzwerk an Google Analytics Partnerfirmen (das sicherlich größter Support-Netzwerk eines Web Analyse Tools). Diese Firmen haben einen Zertifizierungsprozess durchlaufen und gegenüber Google ihr Wissen und ihre Kenntnisse bzgl. Google Analytics bewiesen.
Derzeit gibt es in Deutschland vier ausgewählte Partner – einer davon ist Trakken. Diese Partner hießen bislang Google Analytics Authorized Consultans – ab sofort heißen sie nun: Google Analytics Certified Partners. Dies geschieht im Rahmen der Vereinheitlichung, bspw. heißen auch AdWords Partner jetzt Google AdWords Certified Partner.
AdWords und API
Es wurde angekündigt, dass man über die Google Analytics API auch die AdWords ID ziehen kann. Dies bedeutet, dass man in der Lage sein wird, auch bspw. die wirklich eingegebenen Suchbegriffe gegenüber den gebuchten Keywords zu analysieren. Ich hatte darüber vor fast drei Jahren schon einmal einen Artikel verfasst und einen Workaround vorgestellt, der mehr oder weniger gut funktioniert (Wirklich eingetippte Keywords einer AdWords Kampagne in Analytics). Dies wird nun mit Hilfe der API deutlich einfacher werden.
Doch werden diese Daten nicht nur über die API verfügbar sein, sondern auch in den Google Analytics AdWords Berichten. Der oben genannten Workaround wird hiermit also überflüssig werden und die aus meiner Sicht sowieso überarbeitungswürdigen AdWords Reports werden damit ein deutliches Stück besser und informativer. Zudem wird es möglich sein AdWords Kampagnen in Google Analytics neben den wirklich eingegebenen Suchbegriffen bspw. auch nach Match Type, etc. zu analysieren.
Ein genaues Datum wann dieses Feature in alle Reports verfügbar sein wird ist noch nicht kommuniziert worden – es heißt also abwarten und regelmäßig nachschauen…oder weiterhin meinen Blog lesen 😉 Es soll allerdings in den kommenden Wochen ausgerollt werden! Hier ein Video dazu.
Dies sind wieder einige kleine Schritte die die ständige Verbesserung von Google Analytics zeigen. Viele weitere interessante Features und Updates sind auf dem Weg – es bleibt also spannend.
Nun sind Sie dran. Welche Features fehlen Ihnen in Google Analytics? Was stört Sie am meisten? Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das in Bezug auf Google Analytics? Schreiben Sie einen Kommentar und lassen Ihren Wünschen freien Lauf…


Quelle und (C): Timo Aden

Google Analytics und Bing

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Microsoft hat vor kurzem eine neue Suchmaschine gelauncht – Bing. Der Traffic der bislang darüber auf eine mit dem Google Analytics Code versehene Seite kam wurde in Analytics als Referrer (Verweis auf deutsch) dargestellt.

Google hat dies intern nun umgestellt, so dass Bing nun auch als Suchmaschine identifiziert wird und in den entsprechenden Suchmaschinen-Bericht einsortiert wird. Auch die benutzten Suchbegriffe tauchen nun in dem Keyword-Bericht auf.
Somit wird Bing also nun bzgl. des organischen Traffics ebenso dargestellt wie Google Organic, Yahoo Organic und die ganzen anderen Suchmaschinen.
Bis die Umstellung komplett weltweit überall funktioniert kann es noch einige wenige Tage dauern, da mitunter einige User noch andere Daten im Cache haben. Wenn also bei einigen Analytics Nutzern Bing noch als Referrer auftaucht – bitte noch ein ganz wenig Geduld.
Wer nicht die wenigen Tage warten möchte oder noch weitere Suchmaschinen identifzieren möchte – ich habe dazu bereits Blog-Posts in der Vergangenheit veröffentlich:
Weitere Suchmaschinen hinzufügen (Achtung: alter Code!)


Quelle und (C): Timo Aden

Asynchrones Tracking mit Google Analytics

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

Bei einer Seite mit sehr vielen JavaScript Aufrufen (bspw. viele Events oder virtuelle PageViews) wird der Google Analytics Tracking Code nicht am Ende der Seite vor dem schließenden Body Tag eingebunden, sondern vorher.
Der Hintergrund ist, dass der Code zunächst initialisiert werden muss, damit die dazugehörigen Events und virtuellen PageViews auch entsprechend zugeordnet werden können.

Dies hat den Nachteil, dass bei sehr vielen Aufrufen die Ladezeit der Seite verlangsamt werden kann was nicht besonders schön für die User ist.
Also was tun? Weniger Trakken? Nein!
Denn ab sofort steht allen Google Analytics Nutzern das asynchrone Tracking zur Verfügung.
Was heißt asynchrones Tracking?

google analytics asynchrones tracking

Bislang wurden die Daten übermittelt sobald der Code auf der Seite geladen wurde, bzw. wennimmer bspw. ein Event ausgelöst wurde. Daher habe ich auch immer empfohlen den Code idealerweise möglichst weit unten auf der Seite einzubauen, damit zunächst der Content der Seite geladen wird, eher der Tracking Code ausgeführt wird.
Das Surferlebnis der User geht vor der Erhebung irgendwelcher Web Analyse Daten!
Das asynchrone Tracking läuft etwas anders ab. Hier werden die Daten quasi zunächst gesammelt und dann später, wenn die Seite komplett geladen ist gesammelt als „Paket“ an Google übermittelt.
Dies hat einen großen Vorteil für die User der Webiste – keine unnötigen Ladezeiten wegen des Aufrufs eines Web Analyse Pixels.
google analytics
[Dass Google asynchrones Tracking anbietet unterstreicht einmal mehr, dass Ladezeiten ein wichtiges Indiz für die Beurteilung von Websites sind!]
Was muss ich tun?
Zunächst einmal gar nichts! Denn der Wechsel ist absolut freiwillig und der alte Code funktioniert wie gehabt weiter – keine Sorge als!
Um das asynchrone Tracking anzuwenden bedarf es einer Änderung des bisherigen Tracking Codes.
Der bisherige Standard Tracking Code sieht folgendermaßen aus:
web analytics inside - google analytics tracking code
Der Code für das asynchrone Tracking so:
google analytics asynchrones tracking
Auf den ersten Blick ist die Reihenfolge des oberen mit dem unteren Teil vertauscht. Wichtig ist nun aber die der Aufruf
_gaq.push([…..
Zunächst muss also die bisherige UA-Nummer definiert werden:

  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);

Diese bleibt natürlich identisch mit Ihrer Account-Nummer.
Verwenden Sie den Standard Tracking Code ohne weitere Anpassungen muss nun der eigentliche bisherige Aufruf angepasst werden:

  _gaq.push(['_trackPageview']);

Achtung für Google Analytics Nutzer die immer noch den urchin.js statt den ga.js nutzen – asynchrones Tracking wird nicht (!) von dem urchin.js Code unterstützt. Sollten Sie also bisher noch nicht gewechselt haben wäre es jetzt vielleicht an der Zeit darüber nachzudenken…
Die Platzierung des neuen asynchronen Codes muss nun nicht mehr vor dem schließenden Body Tag sein, sondern vor dem schließenden Head-Tag – also sehr weit oben auf der Seite.
Weiter oben heißt akkuratere Daten!
Sollten Sie einen individualisierten Code nutzen (vielleicht waren oder sind Sie Kunde von Trakken und haben eine individuelle Implementierung auf Ihrer Seite) so sollten sämtliche individuellen Anpassungen entsprechend des asynchronen Trackings abgeändert werden.
Der neue asynchrone Tracking Code bietet auch verschiedene Varianten des Einbaus. So kann ich wie im obigen Beispiel jede Zeile einzeln mit einen _gaq.push versehen oder aber auch verschiedene Felder in einem _gaq.push kombinieren, bspw. folgendermaßen:

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X'],['_trackPageview']);

Der Vollständigkeit halber hier eine kurze Auflistung verschiedener Individualisierungsmöglichkeiten. Über einige davon habe ich in der Vergangenheit bereits hier geposted, alle Individualisierungen wurden in meinem Buch (Google Analytics – Implementieren.Interpretieren.Profitieren) ausführlich dargestellt
Daher befindet sich hinter der Rubrik die Seitenzahl aus meinem Buch mit dem korrespondierenden Artikel und/oder ein Link zu dem entsprechenden Blog Post.
Mehrere Konten/Profile (S. 81 f. – Kapitel 6.11)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-1']);_gaq.push(['_trackPageview']);_gaq.push(['b._setAccount', 'UA-XXXXX-2']);_gaq.push(['b._trackPageview']);


ClientInfo, Hash, Flash, Title (S. 92 ff. – Kapitel 6.19)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setClientInfo', false]);_gaq.push(['_setAllowHash', false]);_gaq.push(['_setDetectFlash', false]);_gaq.push(['_setDetectTitle', false]);_gaq.push(['_trackPageview']); 


Event Tracking (S. 94 ff. – Kapitel 6.20)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_trackPageview']);...<a onclick="_gaq.push(['_trackEvent', 'name', value]);">click me<a> 


Linker (Seite 68 ff. – Kapitel 6.4)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setDomainName', 'none']);_gaq.push(['_setAllowLinker', true]);_gaq.push(['_trackPageview']);...<a href='http://example.com/test.html'onclick='_gaq.push(['_link', 'http://example.com/test.html'); return false;'>click me


Linker mit Formular (Seite 68 ff. – Kapitel 6.4)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setDomainName', 'none']);_gaq.push(['_setAllowLinker', true]);_gaq.push(['_trackPageview']);...<form name='f' method='post' onsubmit='_gaq.push(['_linkByPost', this]);'>...form>


E-Commerce (S. 76 ff. – Kapitel 6.9)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_trackPageview']);_gaq.push(['_addTrans','1234',           // order ID - required'Mountain View',  // affiliation or store name'11.99',          // total - required'1.29',           // tax'5',              // shipping'San Jose',       // city'California',     // state or province'USA'             // country]);_gaq.push(['_addItem','1234',           // order ID - required'DD44',           // SKU/code'T-Shirt',        // product name'Green Medium',   // category or variation'11.99',          // unit price - required'1'               // quantity - required);_gaq.push(['_trackTrans']);


Kampagnen-Umbenennung (S. 85 f. – Kapitel 6.15)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setCampNameKey', 'ga_campaign']);    // name_gaq.push(['_setCampMediumKey', 'ga_medium']);    // medium_gaq.push(['_setCampSourceKey', 'ga_source']);    // source_gaq.push(['_setCampTermKey', 'ga_term']);        // term/keyword_gaq.push(['_setCampContentKey', 'ga_content']);  // content_gaq.push(['_setCampIdKey', 'ga_id']);            // id number_gaq.push(['_setCampNOKey', 'ga_nooverride']);    // don't override_gaq.push(['_trackPageview']);


Suchmaschinen (S. 70 ff. – Kapitel 6.5, S. 83 f. – Kapitel 6.13)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_addIgnoredOrganic', 'ignore']);_gaq.push(['_addIgnoredRef', 'urchin.com']);_gaq.push(['_addOrganic', 'new_search_engine', 'q']);_gaq.push(['_trackPageview']);


Cookie-Pfad (S. 84 – Kapitel 6.14)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setCookiePath', '/path/of/cookie/']);_gaq.push(['_trackPageview']);


Cookie Timeout (S. 75 f. – Kapitel 6.8)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setCookieTimeout', '31536000']);_gaq.push(['_trackPageview']);


Session Timeout (S. 74 f. – Kapitel 6.7)

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXX-X']);_gaq.push(['_setSessionTimeout', '3600']);_gaq.push(['_trackPageview']);

Zugegeben – vielleicht etwas schwere Kost. Dennoch hoffentlich interessant für den ein oder anderen Leser. Feedback? Dann schnell einen Kommentar schreiben….!


Quelle und (C): Timo Aden

Google Analytics Intelligenz

Timo Aden schreibt in seinem Webblog zu Google Analytics:

intelligence

Das neue Feature Google Analytics Intelligenz ist nun seit einigen Wochen in den meisten Accounts integriert. Je mehr ich damit rumspiele und es ausprobiere, desto klarer wird mir, welch ein mächtiges Instrument Intelligenz ist.
Auf den ersten Blick wirkt es unter Umständen eher wir eine aufgeblähte Alert-Funktion – auf den zweiten allerdings ist es eine unglaublich wertvolle Unterstützung bei der Web Analyse.
Doch der Reihe nach. In einem der letzten Posts habe ich Google Analytics Intelligenz bereits kurz vorgestellt. Und wie versprochen gehe ich nun etwas näher darauf ein.
Grundsätzlich steht man zu Beginn vor der Wahl, ob man seine Daten auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis analysiert haben möchte. Ich beginne zunächst mal mit der Tagesanalyse. Hier fällt mir auch selber direkt ein Peak am 21. Oktober auf. Dies ist augenscheinlich.
Doch welche Metriken und Daten haben hier am meisten dafür gesorgt, dass es zu diesem Anstieg kam?
Was waren die ausschlaggebenden Gründe?
Welche Daten haben sich am meisten verändert?
google analytics intelligenz
Bisher musste ich mir diese Erkenntnisse selber zusammen suchen indem ich die relevanten Reports analysiert habe.
Doch nun stößt mich Intelligenz auf die gravierensten Änderungen – wie cool ist das?
Der Balken unterhalb des Datums weißt darauf hin, dass es 29 Benachrichtigungen gab. Das heißt, Google Analytics sind 29 gravierende Veränderungen an diesem Tag aufgefallen.
Dies allerdings bei einer hohen Benachrichtigungsempfindlichkeit die sich durch den Schieberegler auf der rechten Seite einstellen lässt. Selbst wenn ich nun den Regler auf „Low“ stelle bleiben 17 Benachrichtigungen übrig. An diesem Tag muss also herausragendes passiert sein!
google analytics intelligenz - web analytics inside
Die Anzahl der Besucher hat sich also deutlich erhöht. Soweit so gut. Das interessante hier ist nun allerdings, dass Google Analytics eine Range errechnet die der Erwartung basierend auf den historischen Daten entspricht. In meinem Beispiel waren für diesen Tag 103-130 Besucher erwartet worden. An diesem Tag waren es allerdings 412 was einer Steigerung von 254% über dem „normalen“ Wert entspricht.
Das ist interessant!
intelligenz
Google Analytics misst dieser Steigerung eine hohe Bedeutung bei – daher ist der Balken „Bedeutung“ auch voll ausgefüllt.
Diese Steigerung ist also relevant!
Ich schaue mir also die weiteren relevanten Veränderungen mit hoher Bedeutung an.
Wenn die Anzahl der Besucher sich so dramatisch erhöht hat – wie haben sich dann die anderen Werte erhöht? Und in welchem Verhältnis?
Die Seitenzugriffe liegen um 339% höher als erwartet! Yeah! Und auch die Anzahl der neuen Besucher ist liegt deutlich höher!
Das heißt, dass nicht nur die Zahl der Besucher hoch war, sondern diese auch noch außergewöhnlich engagiert waren. Gute Besucher also!
In der Mehrzahl kam diese Steigerung auch noch aus Deutschland. Dies ist gut für meinen Blog, da er auf deutsch geschrieben ist – ich bin also daran interessiert deutschsprachige User zu generieren. Zielgruppe erreicht also.
Was ist noch passiert?

web analytics inside

Ziel 3 und Ziel 4 sind außerordentlich oft erreicht worden. Vor allem Ziel 4 mit deutlich über 500% über dem erwarteten Wert.
Was ist Ziel 4?
Ziel 4 ist dann erfüllt, sobald ein User während eines Besuchs mehr als 2 Seiten aufgerufen hat (bei einem Blog oftmals nicht unbedingt notwendig). Ziel 3 ist erfüllt, wenn User länger als 1,5 Minuten auf meinem Blog verbracht haben.
Durch diese hohen Steigerungsraten kann ich sehen, dass sich die User an diesem Tag außerordentlich intensiv mit meinem Blog auseinandergesetzt haben! Das freut mich! Dies ist der Grund weswegen ich ihn schreibe. Also Ziel voll erfüllt!
Welche Quellen haben für diesen enormen Anstieg gesorgt?
Direkteingaben und Referrals waren Haupttrafficbringer. Doch auch die organische Suche und Twitter haben dazu beigetragen, dass der 21. Oktober ein erfolgreicher Tag für Web Analytics Inside war.
Und nun? Warum kam es zu diesem Anstieg?
web analytics inside
Google Analytics Intelligenz heißt zwar Intelligenz – aber die vollkommen ausgereifte Intelligenz ist es dennoch (noch) nicht. Denn dann hätte mir das Tool gesagt, was denn nun der Grund für den Anstieg war.
Diese Aufgabe obliegt also immer noch mir, oder einem Web Analysten. Intelligenz stößt mich also lediglich darauf, dass an diesem Tag etwas besonderes passiert sein muss. Was es nun jedoch war muss ich immer noch selber herausfinden. Eine gewisse Intelligenz des Web Analysten wird also immer noch benötigt…

web analytics inside - google analytics

Dennoch hat es mir eine ganze Menge an Zeit und Arbeit erspart die wichtigsten Veränderungen ausfindig zu machen.
Und Zeit ist Geld!
Den Grund habe ich natürlich sehr schnell herausgefunden – am 20. Oktober habe ich den Blogpost: Google Analytics Update: Intelligenz, Mobile Tracking, Tabellen Filter, Multiple Custom Variables und mehr geposted. Auf diesen Artikel wurde sehr oft referenziert und verlinkt. Daher also die ganzen Besucher.
Hieraus ergibt sich eine klare Aussage, eine klare Aktion für mich – öfter qualitativ hochwertige und aktuelle Informationen bringen. Dies erkenne ich insbesondere dann, wenn ich mir den langfristigen Trend ansehe. Eine ähnliche Kurve wie die obige gibt es nach jedem veröffentlichten Artikel (ich hoffe also auch Heute/Morgen).
Doch Google Analytics Intelligenz kann noch mehr. Ich kann die Gruppierung ändern und zwischen Kennzahl und Attribut wechseln:
google analytics intelligenz
Und wenn ich ein interessantes Element gefunden und dort eine interessante Steigerung erkannt habe kann ich direkt ein Segment erstellen, welches ich innerhalb (fast) aller anderen Reports anwenden kann.
Damit besteht die Möglichkeit sämtliche Daten auf dieses spezielle Segment anzuwenden und diese zu segmentieren.
So macht Web Analyse Spaß!
Doch damit immer noch nicht genug. Denn nun kommt noch die eigentliche Alert oder Benachrichtigungsfunktion ist Spiel.
Ich möchte das nächste Mal, wenn sich eine derartige Entwicklung ergibt natürlich darüber informiert werden. Also erstelle ich mir eine individuelle Benachrichtigungsfunktion.
Wenn immer die Zugriffe im Vergleich zum Vortag um 15% oder mehr zunehmen bekomme ich in Zukunft eine Email (Sie können dafür sorgen, dass ich Heute eine Email bekomme!! 😉
web analytics inside - google analytics
Ich habe dies für alle Zugriffe eingestellt. Ich könnte genauso gut aber auch sagen, dass ich dann eine Email bekommen möchte, wenn meine Zugriffe über die Quelle Twitter über x% im Vergleich zum Vortag oder zum gleichen Tag der Vorwoche steigen oder sinken. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn ich meine Twitter-Aktivitäten steigere (oder ich mir es zumindest vorgenommen habe).
Ein ideales Instrument um Mitarbeiter oder Agenturen zu überwachen. Wann werden vereinbarte Ziele erreicht? Wann wird ein Bonus fällig? Sie werden ganz einfach per Mail darüber informiert wenn es soweit ist.
Viel einfacher geht es nicht.
Google Analytics Intelligenz ist ein sehr sehr großer Schritt in die richtige Richtung und eine kleine Revolution innerhalb der Web Analytics Branche. Etwas derartig ausgereiftes hat (meines Wissens nach) kein andere Anbieter.
Dennoch bleiben Wünsche offen:
  • Automatische Korrelation der Daten – was genau hat für den Anstieg gesorgt?
  • Automatische Benachrichtigung nicht nur der benuzterdefinierten Benachrichtigungen, sondern dann, wenn Google Analytics eine gravierende Veränderung feststellt – ohne, dass ich diese vorab definieren muss
  • Benachrichtigungen nicht nur per Mail, sondern per SMS, etc.
Ich bin mir sicher, dass diese Änderungen auch irgendwann in einem der nächsten Google Analytics Updates einfließen werden…
Was halten Sie von Google Analytics Intelligenz? Nutzen Sie es bereits? Welche Erkenntnisse konnten Sie bereits gewinnen? Hilft es Ihnen weiter? Welche Wünsche hätten Sie? Helfen Sie den anderen Lesern und schreiben Sie einen Kommentar…


Quelle und (C): Timo Aden