Kapitel 4 – Zusatzinformationen

Pagerank – was ist das?

PageRank ist ein nummerischer Wert, der anzeigt, wie wichtig eine einzelne Website für das Internet im Glauben einer Suchmaschine ist. Der Pagerank wird bei Google in einer Zahl von 1 – 10 angegeben.

Wenn Google eine Seite analysiert und dort einen Link auf eine andere Seite findet, wird dies wie eine „Wahl“ zur „Mrs. Website“ gewertet. Google registriert, dass die verlinkte Seite einen gewissen „Wert“ besitzt.

Genauso wichtig ist, ob die Website, die auf den externen Webinhalt verlinkt, eine gewisse Wertigkeit hat.

Der PageRank ist EINE Variante auszusagen, wie wichtig eine Webseite ist. Es ist deshalb von interesse, weil der PageRank ein Faktor ist, die Wichtigkeit einer gesamten Webpräsenz zu bewerten. Allerdings wird der PageRank von vielen SEO-Professionals überschätzt – letztlich ist es nur EINE Seite, die einen Wert besitzt. Der PageRank kann also von Seite zu Seite variieren, obwohl man sich noch immer auf der selben Webpräsenz befindet.

Bedeutet das, dass ein Link, egal woher er kommt, für meine Webseite wichtig ist?

Nein. Nicht alle Links werden von Google gezählt. Zum Beispiel werden Links von bekannten Linkfarmen nicht herangezogen oder – schlimmer noch – als Abwertung angesehen.

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig zu wissen, wen man um einen Link bittet – und auch die „Standardeintragsmaschinen“, die versprechen, die Website in mehr als 1000 Suchmaschinen einzutragen sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Denn, das letzte das man für seine Website möchte, ist eine Abwertung. Und: Einmal abgewertete Sites sind nur schwer wieder in die Top 10 zu bekommen.

Wie wird der PageRank kalkuliert?

Um einen PR für eine Webseite zu kalkulieren, werden alle Links herangezogen, die auf diese Seite verlinken. Das sind Links, die von einer externen Internetpräsenz auf die eigene Seite verlinken.

Mit Bekanntgabe des PageRank durch Google, veröffentlichte das Unternehmen die folgende Kalkulation:

PR(eigene Website) = (1-d) + d(PR(s1)/OBL(s1) + … + PR (sn)/OBL(sn))

s1 = Erste Seite, die auf die Webseite verlinkt

sn = nte Seite, die auf die Webseite verlinkt

OBL = Outbound Links. Das ist die Anzahl der Links, die von dieser Website abgehen. Je mehr Links die Website vergibt, desto geringer ist die Wertschätzung.

d = Dämpfwert. Dieser Wert gibt an, wie der Gesamtwert abgedämpft werden muss. I.d.R. ist das 0,85

Einfacher ausgedrückt:

Der PR einer Seite ist 0,15 + 0, 85 * (Anteil des PageRanks jeder Seite, die auf die Seite verlinkt)

Beispiel:

Unsere Website erhält einen Link von einer PR 3 Website, die 5 Links auf der Seite hat und einen Link von einer PR 8 Website, die 10 Links besitzt.

Der Pagerank errechnet sich dann:

PR = 0,15 + 0,85*(3/5 + 8/10) = 0,15 + 0,85* (0,6 + 0,8) = 1,34

Erreichen wir nun, dass wir weitere Links erhalten, z.B. noch 3 Links von realtiv exklusiven Websiten (PR 5/2 Links; PR 6/3 Links; PR 8/8 Links), ergibt sich folgende Rechnung:

PR = 0,15 + 0,85 * (3/5 + 8/10 + 5/2 + 6/3 + 8/8) = 0,15 + 0,85* (0,6 + 0,8 + 2,5 + 2 + 1) = 6,015

Dies bringt die Wichtigkeit der Seite von PR1 nach PR6…

Gibt es eine Möglichkeit, diesen Wert zu „manipulieren“?

Ja. Bei interner Verlinkung können Sie wie folgt vorgehen:

Angenommen, Ihre Website besitzt 3 Seiten (A, B, C). Die für Sie wichtigste Seite, die Sie pushen möchten, ist die Seite A.

Prinzipiell hat jede dieser Seiten den PR1.

Setzen Sie Links wie folgt:

A –> B und C

B –> A

C –> A und B

Rein kalkulatorisch haben die Seiten nun folgenden Wert:

A = 1,425

B = 1,18

C = 0,75

Durch hinzufügen weiterer Seiten, kann der Wert entsprechend verändert werden. Sie können exemplarisch mit dem PageRank-Calculator verschiedene Szenarien durchspielen.

Hinweis:

Natürlich gibt es noch zahlreiche Faktoren, die Google berücksichtigt. Obige Beispiele sind rein rechnerische Beispiele, die natürlich nicht alle Faktoren berücksichtigen können und nur der Anschauen dienen. Gibt eine Website zum Beispiel keine Links ab, wird dies von Google nicht gewertet.

Vergebenes Potenzial

Wie wichtig eine gekonnte Verlinkung unter den Seiten ist, zeigt folgendes rechnerisches Beispiel.

Wir besitzen eine Website mit 5 Seiten und die Verlinkung ist wie folgt:

A –> B, C, D

B –> A

C –> A

D –> A

E verlinkt gar nicht

Der errechnete Pagerank ist nun 4,15

Verlinkt man nun E auf A, ist der neue Pagerank 5,0

Die Beispiele sollen aufzeigen, wie wichtig eine gekonnte Verlinkung auch innerhalb der eigenen Seite ist und wie mit diesem Wissen, der eigene PageRank manipuliert werden kann.

Aber der wichtigste Tipp von allen: Nur Webseiten, die Google kennt, können den Pagerank beeinflussen. Sorgen Sie also dafür, dass die Spider von Google Ihre Website besuchen.

Wie kommt man zu externen Links?

Wie kommt man zu externen Links und welche Plattformen eigenen sich?

Ich stelle Ihnen nachstehend einige Plattformen vor, auf denen eine Verlinkung auf die eigenen Webseiten sinnvoll ist.

Verzeichnisdienste

Sicherlich kennen Sie noch die Linklisten aus den Anfangszeiten des Webs. So etwas ist heute nicht mehr sinnvoll und die es gibt nur wenig Verzeichnisse/Linklisten, die wirklich Besuch bringen – von den Vorteilen für das eigene Ranking ganz zu schweigen.

Trotzdem gibt es einzelne branchenspezifische Verzeichnisdienste, die wiederum für guten Traffic sorgen (Wer liefert was (Bezahllinks) oder DMOZ (Open Source Verzeichnisdienst). Besonders der DMOZ-Dienst hat aufgrund der manuellen Auswertung der eingetragenen Seiten (jeder Eintrag muss genehmigt werden) einen hohen Stellenwert in den Suchmaschinen.

Content-Schmieden/Verzeichnisse von fertigen Artikeln

Zwischenzeitlich bei Google nicht mehr gerne gesehen sind die ganzen Artikelverzeichnisse, da sie nur noch dazu missbraucht werden, Links zu erhalten. Der „Trick“ hierbei war/ist, einen Artikel zu einem Thema mit ein paar Links zur eigenen Seite zu versehen und diesen Artikel dann zu veröffentlichen.

Zeitaufwändig: Der Blog

Jede Sekunde entsteht ein neuer Blog im Internet. Die wenigsten sind, wie eine Studie erwies, tatsächlich gewinnbringend, denn Blogs müssen dem Besucher einen Mehrwert bieten und zudem regelmäßig gepflegt werden. Dann sind Blogs interessant und werden, wenn sie sich zudem einem bestimmten Thema widmen, von den Suchmaschinen hoch gewertet. Hier ist der Faktor „Relevanz“ sehr hoch.

Nach Links betteln –> die Link-Partnersuche

Suchen Sie die TOP-Seiten für das von Ihnen gewünschte Suchwort heraus und mailen Sie den Webmaster an, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Link auf Ihre Seite zu erhalten. Unter Umständen kann auch ein Sponsoring interessant sein, wenn es zu Ihrem Thema passt. Besonders dann, wenn ihr Inhalt auch für den Betreiber der „anderen“ Website interessant ist, profitieren beide davon.

Linkbait – Auslegen von „Link-Fallen“

Generieren Sie erstklassigen Inhalt, auf den man einfach verlinken muss. Dazu können Texte, Bilder, Videos oder Animationen gehören, die einen hohen Unterhaltungscharakter oder aber eine fachlich hohe Qualität haben.

Wikipedia

EinLink von Wikipedia auf die eigene Website scheint zunächst nicht viel zu bringen, da Wikipedia perse den Suchmaschinen verbietet, den Links zu folgen. Trotzdem kann ein Engagement auf Wikipedia von Erfolg gekrönt sein, denn Wikipedia steht bei sehr vielen Suchanfragen auf den vorderen Pläten. Eine Platzierung in Wikipedia durch guten Inhalt kann hier wieder zu Besuchern führen, die sich konkret für das angesprochene Thema interessieren. Die Qualität der Leads ist also recht hoch.

YouTube und Co

Videos werden von Google und Co immer höher eingestuft. Ein Video mit dem passenden Suchwort versehen kann dadurch zu guten Suchmaschinenergebnissen führen. In Google werden selbst die Beschreibung oder der Autor des Videos geführt. 🙂

PR-Artikel

Presseartikel auf den zahlreichen Newsplattformen sorgen dafür, dass Sie bei bestimmten Themen sehr häufig verlinkt werden. Wichtig ist hier vor allem, dass der Inhalt und Titel für Suchmaschinen optimiert ist und Sie mit dem Artikel auch etwas auszusagen haben, also einen Mehrwert bieten.

Social Media Plattformen (SMO)

Die Social-Media-Plattformen wie Mr. Wong, Digg, Stumble Upon etc. gewinnen immer mehr Beachtung. Besonders seit die großen Suchmaschinenbetreiber vermehrt versuchen, die Qualität eines Links zu bewerten. Was schafft mehr Vertrauen bei den Suchmaschinen, als wenn auf Social-Media-Plattformen ein Link zur Website steht. Das bedeutet, dass für verschiedene Menschen der Inhalt der Seite relevant ist.
Das alles sind Themen, die man sehr wohl auch selbst angehen kann. Hierzu sind keine SEO-Fachleute zwingend notwendig (es sei denn beratend). Eine Minimierung der SEO-Ausgaben ist also möglich.

Online-Trend: Video-Anzeigen

Videoanzeigen werden mehr und mehr zu interessanten Alternativen zu Banner und Co. Im Vergleich zu TV-Werbespots haben diese einen großen Vorteil, denn erstens sind sie günstiger zu produzieren, zweitens günstiger zu platzieren und drittens ist die Aufmerksamkeit für Bewegtwerbung im Internet höher als im TV.

Trotzdem sucht die Branche händeringend nach Konzepten für Videoads. David Kirkpatrick vom Magazin Fortune sagt: „Die Werbeindustrie kennt TV-Werbung, deswegen setzt sie darauf. Dass sie bisher noch wenig Budgets vom Fernsehen ins Internet verlagert haben, zeigt, wie faul die Agenturen sind.“

Die großen Agenturen sehen den Trend bereits, scheuen sich aber noch, den Weg zu gehen. Ein zukunftsträchtiger Trend ist es allemal, denn jetzt können sogar Firmen online Videoads schalten, die nie Fernsehwerbung gemacht hätten (weil zu teuer).

Die Erfolge sind leicht messbar, Videoads prima in Social-Media-Kampagnen einbindbar. Menschen orientieren sich an Freunden und Bekannten – da ist das Internet die beste Möglichkeit, Produkte zu platzieren und Marken zu bilden.

Markenwerbung im TV ohnehin für extrem überschätzt: „Die Menschen hören auf ihre Freunde – soziale Interaktion ist die Stärke des Internets.“

Bessere Online-Shops mit diesen Tools

Der Online-Handel kämpft immer mit dem Makel, nicht so persönlich zu sein, wie es ein reales Ladengeschäft sein kann.

Mit den nachstehenden Tipps sind Sie in der Lage, Ihr Online-Angebot so auszubauen, dass es eine Spur persönlicher wird:

1. Live Chat

Zahlreiche Firmen, wie z.B. LivePerson, bieten die Möglichkeit, einen Online-Live-Chat in die bestehende Website und das bestehende Online-Angebot, einzubauen. Über einen immer präsenten Button wird der Chat aufgebaut und es wird mit einer realen Person gechattet.

Besonderer Clou: Die Software erlaubt es, der Person ein entsprechendes Bild zuzuweisen, so dass der Eindruck eines persönlichen Gesprächs noch untermauert wird.

2. Service/Email

Selbst wenn Sie keinen Live-Chat anbieten, so sollten die Emails an Ihre Kunden immer von realen Personen geschrieben sein, die auch angesprochen werden dürfen (keine Sammeladressen oder Anreden wie „Service“). Wenn neue Personen in einen Servicekreislauf hinzukommen, sollten diese entsprechend vorgestellt werden.


3. Bewertungen durch Mitarbeiter

Produktbewertungen durch Mitarbeiter sind vollkommen in Ordnung, sofern diese a) ehrlich und b) entsprechend als Bewertungen durch Mitarbeiter gekennzeichnet sind.

4. Videos von Mitarbeitern

Statten Sie Ihre Mitarbeiter mit kleinen Videokameras aus, die es bereits für 100 Euro zu kaufen gibt und lassen Sie die Mitarbeiter einige Produkte filmen und über deren Vorzüge sprechen. Veröffentlichen Sie diese Videos innerhalb des Onlineshops.

5. FAQ

FAQs sollten nicht nur alle Fragen zum Service beinhalten. Genau so gut können Fragen und Antworten in Bezug auf Produkte direkt auf der Produktseite veröffentlicht werden. Dies ermöglicht es Ihren Kunden, ein entsprechendes Produkt einschätzen zu können. Darüber hinaus verbessert eine solche Funktion die Produktbeschreibung um für Endkunden wichtige Kriterien.

6. Twitter

Benutzen Sie Twitter, um über neue Produkte und Service zu unterrichten.

Wenn Sie diese 6 Tipps in Ihren Online-Shop einbauen, sind Sie dem Schritt einer dauerhaften und treuen Kundschaft einen gehörigen Schritt näher gekommen.

Suchen Sie den richtigen Partner für Ihr Online-Marketing? Dann sind Sie bei RSIM richtig aufgehoben.

Umgang mit Produktrückrufen

Das magische Wort, mit dem Online-Shop-Besitzer zu kämpfen haben ist ABUB.

ABUB, das sind die Emotionen der potentiellen Besteller.

ABUB steht für Angst, Bedenken, Unsicherheit, Bestellabbruch.

Das sind die Gründe, die einen Online-Shopper davor abschrecken, in einem virtuellen Geschäft zu kaufen. Mit ABUB umzugehen heißt, den Kunden besser zu verstehen und ihm einen Ort zu bieten, an dem er sich wohlfühlen kann.

Das beste Beispiel für ABUB sind die negativen Spielzeugmeldungen aus China, die rechtzeitig zur Sommerzeit durch die Presse gehuscht sind.

Schauen wir uns an, wie die deutschen Spielzeug-Online-Shops darauf reagierten:

Das sind die Titelseiten von vier Spielzeugversendern in Deutschland (Rofu-Kinderland, Vedes, myToys, Toys-R-Us). Wir sehen Rabatte, Infos warum man dort einkaufen soll, Sonderangebote etc. Was wir nicht sehen, sind Hinweise, die Bedenken von Eltern beseitigen könnten.

Keine Hinweise darauf, ob diese Shops eventuell von solchen Produkten betroffen sind bzw. (und das wäre noch viel besser) Hinweise darauf, warum es solche Produkte dort nicht gibt bzw. wie man damit umgeht, falls etwas passiert.

Nehmen diese Shops die Kundensicherheit nicht ernst? Wie gehen diese Unternehmen mit der Kundensicherheit um? Was passiert, wenn ich ein „schlechtes“ Produkt dort gekauft habe? Was tut man, um zu vermeiden, dass Produkte, die nicht gut für meine Kinder sind, über diese Shops verkauft werden?

Das sind nur wenige Fragen, die sich besorgte Eltern stellen.

Hier wurde verpasst, entsprechende Hinweise zu platzieren und diese entsprechend auch mit SEO zu platzieren. Eltern, die nach Sicherheit für Spielzeug oder Rückrufaktionen in Google & Co suchen, landen allerhöchstens auf den Seiten von Verbraucherschützern oder Verbraucherinformationen.

Positiv in diesem Zusammenhang ein Beispiel aus den USA:

Während es der deutsche Ableger von Toys-R-Us nicht geschafft hat, einen entsprechenden Hinweis zu platzieren, hat die US-Zentrale genau dies getan. An prominenter Stelle im Internetauftritt wird darauf hingewiesen, wie wichtig Toys-R-Us die Sicherheit der Kinder ist – das schafft Vertrauen.

Am Rande sei hier bemerkt, dass auch Toys-R-Us 120 Tage benötigte, bis diese Nachricht auf der Website platziert wurde. Hier könnte man sich dann schon wieder Fragen, wie lange es wohl dauern könnte, bis Toys-R-Us mit Problemlösungen reagiert. Auch geht aus den Informationen nicht wirklich hervor, wie Toys-R-Us informiert, dass eine Rückrufaktion besteht – wird der Kunde angeschrieben oder gibt es nur Hinweise auf der Website? Wer bezahlt für die Rücksendung?

Auch hier ist noch Nachbesserung möglich.

Meine Online-Shop-Tipps für mehr Kundenvertrauen und den Umgang mit Rückrufaktionen sind:

1. Hinweise auf der Website prominent platzieren

Geben Sie dem Kunden die Sicherheit und Information, dass er nicht nur Ernst genommen wird, sondern dass er auch jederzeit sehen kann, wie er sich mit seinen Problemen an den Shop wenden kann.

Das Beispiel zeigt, dass dies nicht immer so ausführlich sein muss, wie bei Toys-R-Us. Ein entsprechender Hinweis auf der Website kann ausreichend sein.

2. Sorgen Sie für Kommunikation mit dem Kunden

Toys-R-Us bietet die Möglichkeit, dass sich Kunden für E-Mail-Alarme registrieren können. Sobald ein Produktrückruf bekannt wird, werden diese Hinweise versandt. Interessierte Eltern binden Sie so enger an sich und schaffen Vertrauen.

3. Optimieren Sie die Produktinformationen

Hinweise zur Produktsicherheit und dem Umgang mit Problemen gehören an jedes Produkt, zu jeder Produktbeschreibung

4. Optimierne Sie die Suchfunktion der Website

Schaffen Sie die Möglichkeit, dass Sicherheitshinweise gefunden werden können. Selbst bei den meisten US-Shops, die hier Vorreiter darstellen, führt die Suche nach Rückrufprodukten oft zu dem Hinweis „no search results“. Schlecht!

5. Suchmaschinenoptimierung – SEO

Rückrufaktionen werden in Deutschland nicht in dem Umfang wie in den USA in den Suchmaschinen angefragt (z.B. wird in den USA die Suchphrase „Toy recall“ durchschnittlich 130.000 Mal im Monat angefragt).

Sehen Sie das Potential hier:

Die Balken zeigen den Wettbewerb um dieses Suchwort an. Zum Beispiel sehen wir einen recht umfangreichen Wettbewerb um das Wort „Rückrufaktion„, aber tatsächlich nur 91 Anfragen im Monat… Das sind teure Suchworte. Gleichzeitig gibt es aber zum Beispiel keinen Wettbewerb für „Spielzeug Rückruf“ (immerhin 590 interessierte Personen im Monatsdurchschnitt) oder „Barbie rückruf“ (320 Anfragen) – Akku-Rückruf zum Beispiel (wenn auch nicht zum Spielzeug-Shop passend) führt zu monatlich 3.600 Anfragen!

Hier liegt immenses Potential, dass zur Imagesteigerung genutzt werden kann.

Informieren Sie Ihre Kunden und Interessenten. Es werden treue Kunden daraus, die Ihnen dankbar dafür sind, dass Sie so offen mit diesen „nicht gerade verkaufsförderndern Informationen“ umgehen.

Wenn Sie einen guten SEO-Berater für Ihr Unternehmen engagiert haben, wird er Ihnen diese Möglichkeiten sicherlich schon mitgeteilt haben. Suchmaschinenoptimierung ist einer der wichtigsten Punkte für Imagesteigerung und der damit verbundenen Möglichkeit, mehr Besucher für das eigene Produkt oder die eigenen Dienstleistungen zu aktivieren.

PR-Beiträge für mehr Besucher

Pressemitteilungen, die sich mit der Sicherheit der Kunden beschäftigen, finden großes Interesse und können dazu beitragen, einen Online-Shop zu fördern.

Ein entsprechender Artikel kann auch für qualitativ hochwertige und wichtige Backlinks sorgen.
Ein Online-Shop für Kinderspielzeug zum Beispiel kann Artikel veröffentlichen, die sich mit der Sicherheit des Spielzeugs im Gebrauch befassen. Nach den zahlreichen Nachrichten über Bei verseuchtes Spielzeug aus China sicherlich eine gute Aufklärung für die Kunden. Solche Informationen werden auch gerne von anderen Newslettern, Blogs und Magazinen aufgenommen.

Berichte, die Emotionen hinterlassen, könnten zu einer Serie von „Geschichten“ führen, die sich zum Beispiel auch damit beschäftigen könnten, wo die Produkte herkommen und hergestellt werden etc. Schnell führt das zu fortlaufenden Berichten.

Hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung sollten diese Berichte auch mit den passenden Schlüsselworten versehen werden, so dass ein Auffinden über die Suchmaschinen zum Erfolg führt.

Lesen Sie morgen, wie man mit Produktrückrufen umgehen kann, um daraus einen Vorteil zu erhalten.

Auslandsversand – was ist zu beachten

Kürzlich berichtete die Internet World darüber, welche Regeln beim Auslandsversand zu beachten sind und welche Abmahnfallen darin stecken.

Der Verbraucher soll vor Vertragsschluss über gerade für Auslandsversand nicht unerheblichen Lieferkosten informiert werden. Nur so, so das Gericht, sein ein Preisvergleich mit dem stationären Handel vor Ort oder dem Versandhandel im Herkunftsland üebrhaupt möglich.

Allerdings fehlen die Hinweise in vielen Webshops. Nach den aktuellen Entscheidungen könnten verstärkt Abmahnungen in diesem Bereich ausgesprochen werden.

Zu beachten ist, so Internet World, dass es nicht ausreicht, die Versandkosten erst nach Einleitung des Bestellvorgangs oder gar erst auf Anfrage des Kunden zu nennen, sondern dass die Versandkosten bereits dem Kunden klar sein müssen, der sich nur oberflächlich mit dem Angebot befasst. Das heißt es muss eine Versandkostentabelle (oder ein Versandkostenrechner) vorhanden sein, die unabhängig davon, ob der Kunde ein Produkt in den Warenkorb legt oder nicht, aufgerufen werden kann.

Weitere „Fallen“ lauern im Widerrufsrecht:

So gilt zum Beispiel in Malta und Slowenien eine 15-tägige Widerrufsfrist, in Griechenland und Estland gibt es keinerlei Ausnahmen vom Widerrufsrecht (auch nicht bei Maßanfertigungen oder bei zur Rücksendung nicht geeigneten Waren), in Finnland muss immer der Händler die Rücksendekosten tragen (auch bei einem Warenwert unter 40 Euro) und in Spanien muss der doppelte Kaufpreis rückerstattet werden, wenn eine Rückzahlung nach Widerruf nicht binnen 30 Tagen erfolgt.

Zwar hat die Europäische Kommission Besserung angekündigt und strebt eine Vollharmonisierung mit einheitlichen Regeln für alle Mitgliedsstaaten an, aber bis diese Regelungen dann tatsächlich in Kraft treten, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

An welcher Stelle Werbung platzieren?

Auswertungen, die über Eye-Tracking-Studien erfolgt sind, haben eine sogenannte Heatmap erzeugt, die genau anzeigt, wie Internetnutzer eine Website anschauen.
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Web 2.0 Email-Marketing

Wie können Web 2.0 Elemente in Newslettern verwendet und für Email-Marketing professionell genutzt werden? Der Email-Marketing-Software-Spezialist Bronto hat dafür einige brauchbare Tipps auf seiner Website, die ich mit meinen Erfahrungen ergänze. Weiterlesen

Bezahlmöglichkeiten in Online-Shops – Was will der Kunde?

In einer Umfrage von Fittkauf & Maaß Consulting wurden Nutzer von Online-Shops nach Ihren Verhalten bzgl. Zahlungsoptionen befragt.

Nachfolgend die interessantesten Informationen:

Die wichtigsten Anfoderungen an einen Online-Shop sind:

80% wünschen Sicherheit persönlicher Daten gewährleistet + sicherer Zahlungsverkehr

70% wollen günstige Preise und gute Abbildungen der Produkte

65% benötigen detaillierte und umfangreiche Textinformationen zu den Produkten

63% wollen keine Versandkosten bezahlen (und wenn, dann nur niedrige)

60% möchten verschiedene Zahlungsmöglichkeiten zur Auswahl

55% ist es wichtig, dass der Anbieter auch außerhalb des WWW bekannt ist

Die Befragten  haben bei ihren Einkäufen folgende, problematische Punkte erlebt:

55% – Private Daten wurden weitergegeben

45% – Qualität der Produkte kann nur schlecht beurteilt werden

42% – Sicherheit des Zahlungsverkehrs (z.B. kein https)

40% – Umtausch zu umständlich

37% – Lieferkosten zu hoch

35% – Meine liebste Bezahlmethode wird nicht angeboten

34% – Sicherheit persönlicher Daten nicht gewährleistet

(es folgen weitere Punkte, aber interessant ist auch:

7,4% haben noch nie Probleme gesehen, die sie belasten)

Bei der Befragung nach dem Abbruch des Einkaufs, gaben die Befragen folgendes an:

15% – Gewünschte Zahlungsart nicht dabei

11% – Zu komplizierte Bestellfunktion

8% – Lieferkosten zu hoch

5% – Technische Probleme oder der Preis war nicht günstiger als im realen Leben

3% – Haben im Laden um die Ecke gekauft

(aber 18% haben noch nie einen Online-Kauf abgebrochen).

Aus den Ergebnissen wird ersichtlich, dass die Sicherheit in Bezug auf persönliche Daten und die Zahlungsart sehr wichtig sind. Es bleibt nicht aus, dass ein Online-Shop mehrere Bezahlarten anbieten muss, wenn er bestehen will. Zudem wäre es sinnvoll, wenn es das Unternehmen auch im realen Leben geben würde bzw. es auch dort seine Waren verkauft. Tja, und wenn es dann noch günstiger als alle anderen ist und keine Lieferkosten verlangt, dann kaufen die Benutzer ganz sicher ein…. Es bleibt die Frage: Darf der Online-Shop etwas verdienen?