Kapitel 2 – Zusatzinformationen

Wie kommt man zu externen Links?

Wie kommt man zu externen Links und welche Plattformen eigenen sich?

Ich stelle Ihnen nachstehend einige Plattformen vor, auf denen eine Verlinkung auf die eigenen Webseiten sinnvoll ist.

Verzeichnisdienste

Sicherlich kennen Sie noch die Linklisten aus den Anfangszeiten des Webs. So etwas ist heute nicht mehr sinnvoll und die es gibt nur wenig Verzeichnisse/Linklisten, die wirklich Besuch bringen – von den Vorteilen für das eigene Ranking ganz zu schweigen.

Trotzdem gibt es einzelne branchenspezifische Verzeichnisdienste, die wiederum für guten Traffic sorgen (Wer liefert was (Bezahllinks) oder DMOZ (Open Source Verzeichnisdienst). Besonders der DMOZ-Dienst hat aufgrund der manuellen Auswertung der eingetragenen Seiten (jeder Eintrag muss genehmigt werden) einen hohen Stellenwert in den Suchmaschinen.

Content-Schmieden/Verzeichnisse von fertigen Artikeln

Zwischenzeitlich bei Google nicht mehr gerne gesehen sind die ganzen Artikelverzeichnisse, da sie nur noch dazu missbraucht werden, Links zu erhalten. Der „Trick“ hierbei war/ist, einen Artikel zu einem Thema mit ein paar Links zur eigenen Seite zu versehen und diesen Artikel dann zu veröffentlichen.

Zeitaufwändig: Der Blog

Jede Sekunde entsteht ein neuer Blog im Internet. Die wenigsten sind, wie eine Studie erwies, tatsächlich gewinnbringend, denn Blogs müssen dem Besucher einen Mehrwert bieten und zudem regelmäßig gepflegt werden. Dann sind Blogs interessant und werden, wenn sie sich zudem einem bestimmten Thema widmen, von den Suchmaschinen hoch gewertet. Hier ist der Faktor „Relevanz“ sehr hoch.

Nach Links betteln –> die Link-Partnersuche

Suchen Sie die TOP-Seiten für das von Ihnen gewünschte Suchwort heraus und mailen Sie den Webmaster an, ob es eine Möglichkeit gibt, einen Link auf Ihre Seite zu erhalten. Unter Umständen kann auch ein Sponsoring interessant sein, wenn es zu Ihrem Thema passt. Besonders dann, wenn ihr Inhalt auch für den Betreiber der „anderen“ Website interessant ist, profitieren beide davon.

Linkbait – Auslegen von „Link-Fallen“

Generieren Sie erstklassigen Inhalt, auf den man einfach verlinken muss. Dazu können Texte, Bilder, Videos oder Animationen gehören, die einen hohen Unterhaltungscharakter oder aber eine fachlich hohe Qualität haben.

Wikipedia

EinLink von Wikipedia auf die eigene Website scheint zunächst nicht viel zu bringen, da Wikipedia perse den Suchmaschinen verbietet, den Links zu folgen. Trotzdem kann ein Engagement auf Wikipedia von Erfolg gekrönt sein, denn Wikipedia steht bei sehr vielen Suchanfragen auf den vorderen Pläten. Eine Platzierung in Wikipedia durch guten Inhalt kann hier wieder zu Besuchern führen, die sich konkret für das angesprochene Thema interessieren. Die Qualität der Leads ist also recht hoch.

YouTube und Co

Videos werden von Google und Co immer höher eingestuft. Ein Video mit dem passenden Suchwort versehen kann dadurch zu guten Suchmaschinenergebnissen führen. In Google werden selbst die Beschreibung oder der Autor des Videos geführt. 🙂

PR-Artikel

Presseartikel auf den zahlreichen Newsplattformen sorgen dafür, dass Sie bei bestimmten Themen sehr häufig verlinkt werden. Wichtig ist hier vor allem, dass der Inhalt und Titel für Suchmaschinen optimiert ist und Sie mit dem Artikel auch etwas auszusagen haben, also einen Mehrwert bieten.

Social Media Plattformen (SMO)

Die Social-Media-Plattformen wie Mr. Wong, Digg, Stumble Upon etc. gewinnen immer mehr Beachtung. Besonders seit die großen Suchmaschinenbetreiber vermehrt versuchen, die Qualität eines Links zu bewerten. Was schafft mehr Vertrauen bei den Suchmaschinen, als wenn auf Social-Media-Plattformen ein Link zur Website steht. Das bedeutet, dass für verschiedene Menschen der Inhalt der Seite relevant ist.
Das alles sind Themen, die man sehr wohl auch selbst angehen kann. Hierzu sind keine SEO-Fachleute zwingend notwendig (es sei denn beratend). Eine Minimierung der SEO-Ausgaben ist also möglich.

Domain-Endungen ab 2009 frei wählbar?

Einem Bericht der Computerbild vom 24. Juni 2008 und einem Bericht von ZD-Net vom 27. Juni 2008 zufolge sollen Domain-Endungen bald frei wählbar sein.

Wie die ICANN dazu berichtet (Ankündigung vom 26. Juni 2008), soll dies die größte Erweiterung von Top-Level-Domains weltweit werden.

Die Erweiterung soll bis maximal 64 Zeichen erlauben und macht – erstmalig – nicht halt vor anderen Schriften, als der lateinischen Schrift. Demnach sollen die neuen Domains auch in kyrillisch, arabisch oder chinesisch geschrieben werden können.

Eintragungen mit Firmenbezeichnungen und Orten scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen. Denkbar wären dann auch Endungen mit Berufsbezeichnungen und so weiter.

Allerdings sollte man die beantragte Eintragung rechtlich prüfen lassen, bietet sich hier wieder einmal ein weites Feld für Abmahnungen. Noch in zu guter Erinnerung sind die Abmahnungen wegen Verwendung von KFZ-Zeichen-Kürzeln (Vgl. AdvocatusHeise-News, Golem-News).

Als erste Stadt der Welt bewirbt sich Paris offiziell um die Top-Level-Endung .paris (mehr hier)

Wie die Registrierungsmodalitäten auszusehen haben, wird voraussichtlich erst Anfang 2009 bekannt werden. Die Details zum Antragsverfahren oder gar zu den Preisen und Registrierungsprozeduren müssen erst noch ausgehandelt werden.

Allerdings gehen Experten davon aus, dass Firmendomains sehr teuer werden dürften. Preise von mehreren zehntausend Euro sind im Gespräch.

Freie Domainendungen führen meiner Meinung nach zu einer Regionalisierung des Internets. Die große Frage wird sein: Woher soll mein (potentieller) Kunde wissen, welche Domainendung ich verwende? Bei Städtenamen könnte sich die neue Top-Level-Domain relativ schnell etablieren, bei Firmenendungen etc. vielleicht bei einigen großen… Die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen werden aber weiterhin mit .com, .de oder der zwischenzeitlich sehr gut akzeptierten .eu Domain besser bedient sein.

Erst wenn die Browser (und/oder Suchmaschinen) so intelligent werden, dass entsprechende Angebote vorgeschlagen werden, könnte es egal werden, wie die Endung der Domain lautet. Firefox3 und IE8 bieten hierzu entsprechende Funktionalität, aber auch Suchmaschinen wie google.com oder ask.com können hier schon punkten. Trotzdem: Bis dorthin ist noch ein weiter Weg!

Wie verändert "Universal Search" die Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Universelle Suchanfragen sind der Renner. Aber welche Veränderungen im Suchmaschinenmarketing kommen auf Unternehmens-Websites aufgrund dieser Änderungen zu?

Ein dunkles Zeitalter steht bevor. Eine Website wurde verbessert und optimiert, hat sogar einen gewissen Stellenwert in den Suchergebnissen erreicht – jetzt, mit Universal-Search, rutscht die eigene Website von einer guten zu einer mittleren Position. Davor sind Bilder und Videos oder lokale Suchergebnisse.

Für Webseitenbetreiber bedeutet das, dass der Inhalt der eigenen Seiten (Video, Bilder, Blog, lokale Ereignisse wie Messen etc., Nachrichten oder Produktinformationen) so  optimiert werden muss, dass die Relevanz zur Suchanfrage passt. Das ist aufwändig und für große Firmen mit entsprechendem Kapital machbar.

Was machen aber die kleinen Unternehmen, die sich nur ungern von der erreichten Position vertreiben lassen? Wer kein Video-Inhalt bieten kann, kann diesen auch nicht optimieren. Und selbst wenn, wie optimiert man Nachrichten-Inhalte?

Änderung erkannt?

Die meisten Unternehmen haben noch gar nicht erkannt, dass ihre Suchergebnisse von Videos und Bildern überflügelt wurden. Einige bauen auf bezahlte Werbekampagnen, während andere sich in die Optimierung der Inhalte stürzen.

Bei der Optimierung sollten zuerst Textinhalte, Bilder, Audiofiles und Video mit entsprechenden Schlagwörtern versehen werden, die sich im Unternehmen wiederfinden. Unternehmen, die bereits digitale Kanäle anbieten (Blogs, Email, Social-Networking, Foren etc.) können ihr Suchergebnis etwas einfacher optimieren, da sie bereits in Bereichen tätig sind, die von vielen Nutzern als relevant eingestuft werden.

Ein kleines Unternehmen, dass diese Kanäle aber nicht aufbauen kann (oder will) hat nur eine Chance – Inhalte und Marketing-Aktionen so eng miteinander zu verknüpfen, dass für die Suchergebnisse eine entsprechende Relevanz erzeugt wird. Das bedeutet im Umkehrschluß allerdings auch, dass sich der Inhalt ändern wird/muss (Weg von den „Selbstbeweihräucherungsseiten“ hin zu wirklichem Nutzen für den Besucher).

Wie optimiert man für universelle Suchanfragen?

Nehmen wir als Beispiel ein kleines Unternehmen, das ein neues Produkt auf den Markt bringt. Die meisten Unternehmen erstellen eine neue Webseite mit Produktfoto. Dann werden Emails versand an Magazine und lokale Nachrichtenagenturen/Reporter. Vielleicht wird sogar eine Pressemitteilung erstellt und verschickt.

Um auf universelle Suchanfragen zu reagieren, kann ein kleines Unternehmen ein kurzes Video erstellen (mit einfachen Mitteln oder aber, semiprofessionell, über eine kleine Agentur erstellen lassen). Das Video könnte den Produktentwickler zeigen, der das Produkt vorstellt und auf seine Besonderheiten eingeht.

Die meisten kleinen Digitalkameras können Videos aufnehmen und für kleines Geld gibt es Video-Editiersoftware (z.B. der Windows Movie Maker), der dann noch Hintergrundmusik und ein paar Texteinblendungen liefern kann. Das Video wird zusätzlich auf YouTube (o.ä.) veröffentlicht.

Veröffentlichen Sie Bildschirmfotos (Screen-Captures) der Videos auf Ihrer Website oder auf anderen Medien, um die Trefferrelevanz zu erhöhen und einen entsprechenden Vorgeschmack auf das Video zu geben (sowohl für die Suchmaschine als auch für den Suchenden).

Desweiteren sollte gutes Bildmaterial erstellt werden, das mit entsprechenden ALT-TExten versehen der Suchmaschine relevanz signalisiert. Ein kurzer Text neben dem Bild hilft hier viel.
Solche Bilder können auf Foto-Webseiten geladen (wie z.B. Flickr.com) und mit relevanten Schlüsselworten versehen werden.
Das sind einge Möglichkeiten, die Sie bereits selbst durchführen können. Ergänzen Sie diese Möglichkeiten durch die Ideen einer Kreativ-Agentur, die Ihnen hilft, ein Konzept für Ihr Suchmaschinenmarketing bzw. SEO zu finden.

Suchmaschinen 2.0 – Was sind universelle Suchanfragen?

Die herkömmlichen Suchroutinen sind schon mehr als 10 Jahre alt. Was gibt es Neues? Klares Schlagwort: „Universal Search“ – die universelle Suchanfrage.

Was bieten die Suchmaschinenanbieter an? Und Was ist überhaupt „Universal-Search“?

Mit den um „Universal Search“-erweiterten Suchmaschinenalgorhythmen liefert eine Suchmaschine nicht nur standard Textergebnisse, sondern mischt diese Inhalte mit Multimedia-Inhalten, wie z.B. Videos, Audiofiles, Bildern, Büchern, Shoppingangeboten, Nachrichten, lokale Informationen etc. die eine Relevanz zum Suchbegriff haben.

Dadurch ergeben sich für kleine und mittelständische Firmen ganz neue Möglichkeiten, ihre Webseiten für diese Suchmaschinen zu optimieren.

Aber um „Universal Search“ zu verstehen, sollten wir uns anschauen, wie die großen Firmen dieses Thema verstehen und umsetzen.

Was ist Google Universal, Ask 3D, Live Search und Yahoo!Search und wie unterscheiden sich die Suchmaschinenergebnisse von den traditionellen Ergebnissen?

Google Universal Search

Google blendet Grafiken, Landkarten, Bücher, Video und Nachrichten innerhalb der Standard-Suchergebnisseite ein. Nimmt man z.B. “Die Schöne und das Biest” als Suchanfrage, zeigt die Ergebnisseite neben den herkömmlichen Textlinks auch Videos von YouTube zusammen mit einer Voransicht. Das neue daran: Dieses Video kann direkt in Google betrachtet werden, ohne das man die Angebotsseite von YouTube besuchen muss.

Anstatt unterschiedliche Suchen auf Google, Google News, Google Bilder etc. durchführen zu müssen, kann diese Anfrage direkt in Google Universal Search eingegeben werden. Das Ergebnis zeigt dann eine Auswahl aus den besten Treffern (sowohl von Google, Google News, Google Bildersuche etc.).

Besonders interessant dabei ist, wenn man die Eye-Tracking-Studie von Enquiro betrachtet, die ein sogenanntes Eye-Tracking auf der Universal Search-Ergebnisseite anzeigt. Hier kann sehr genau betrachtet werden, wie der Benutzer die Ergebnisseiten anschaut.
Microsoft Life Search

Mit Life Search verspricht Microsoft eine bessere Relevanz der Ergebnisse, kombiniert mit einer höheren Geschwindigkeit und entsprechenden Look/Feel-Erweiterungen. Das Suchergebnis richtet sich nach den sonst üblichen Interessen. Aus diesen „High-Interest“-Kategorien (Gesundheit, Unterhaltung, Einkaufen, Video, Lokale Informationen, Berühmtheiten) wird das Ergebnis gezeigt, das der Suchanfrage am nächsten kommen soll. Auch hier nehmen wir die Suchanfrage zu  “Die Schöne und das Biest“ und sofort fallen die Video-Bilder am oberen Bildschirmrand auf, denen die restlichen Suchergebnisse folgen. Überraschenderweise starten die Videoergebnisse, wenn man mit dem Mauszeiger darüber zeigt. Kein Klick ist notwendig (derzeit nur auf der US-Seite von life search möglich).

Yahoo!Search

Das neue Yahoo!Search sucht in seinen verschiedenen Datenbanken und Indexen nach dem besten Ergebnis. In unserer Beispielsuche nach “Die Schöne und das Biest” ergeben sich ähnliche Ergebnisse, wie in Google. Interessant wird Yahoo!Search dann, wenn nach lokalen Informationen oder Veranstaltungen gesucht wird. Diese Ergebnisse werden vor allen anderen Ergebnissen angezeigt (sortiert nach Kategorie, Datum und Popularität).  Diese Ergebnisse stammen von der Yahoo-Site Upcoming.

Eine weitere Besonderheit ist der Suchassistent, der entsprechende Phrasen bereits vorschlägt (ähnlich der Vorschläge der Suchroutinen-Plugins im Firefox).

ASK 3D

Neben den drei oben beschriebenen Suchroutinen geht ASK 3D einen etwas anderen Weg. Für die Ergebnisse braucht man keinesfalls eine 3D-Brille, vielmehr listet ASK 3D die Ergebnisse in drei Spalten auf. Unsere Suchanfrage nach “Die Schöne und das Biest“ liefert ein schönes dreispaltiges Ergebnis. Die erste Spalte bietet eine Suche nach ähnlichen Informationen, die mittlere Spalte zeigt die herkömmlichen Ergebnisse während in der dritten Spalte alle Multimedia-Informationen enthalten sind (Bilder, Videos, TV-Filme, Wikipedia-Ergebnisse etc.). Damit beschreibtet ASK 3D einen innovativen und übersichtlichen Weg, die Suchergebnisse darzustellen.

Für mich im Moment der klare Favorit bei universellen Suchanfragen.

Zusammenfassend geht der große Trend bei den Suchmaschinen zur Zusammenführung von Informationen verschiedenster Datenquellen. Die Suchergebnisse von Morgen geben nicht nur herkömmliche Webinhalte wieder, sondern greifen auf die unterschiedlichsten Ressourcen (wie Video, Nachrichten, lokale Veranstaltungen etc.) zu.

SEO (Suchmaschinen-Optimierung) – Das sind die Mythen

Viele Suchmaschinenoptimierer im Internet vertreiben ihr Wissen und Unwissen. Dabei begegnen mir immer wieder einige Mythen, mit denen ich unbedingt aufräumen muss:

Mythen-Gruppe 1: Design-Mythen
– der HTML Code muss nach W3C-Standard sein und dort validiert werden. Fakt: Nicht mal Google ist W3C-konform
– die Navigation muss aus Textlinksbestehen, auf keinen Fall aus Grafiklinks. Fakt: Witzigerweise funktionieren Grafiklinks sehr gut, sobald man ALT-Tags verwendent.
– auf gar keinen Fall FLASH. FLASH ist der Killer im SEM schlechthin. Fakt: Solange Flash ein Element der Seite ist, funktioniert das Prima. Nur sollte nicht die ganze Seite in Flash sein oder aber ein TEXT/HTML-basierende Seite zusätzlich geschaltet sein.
– Verschiedene Designtechniken wie Javascript sind „schwarze Magie“ Fakt: Javascript ist absolut in Ordnung und wird nicht nur mit „schwarzer Magie“ verwendet.

Mythen-Gruppe 2: Inhalts-Mythen
– eine Webseite muss eine bestimmte Anzahl von Wörtern enthalten. Fakt: Suchmaschinen sind hungrig und es gibt kein Limit.
– die wichtigsten Worte sollten FETT und KURSIV geschrieben sein. Fakt: Humbug!
– eine bestimmte Keyword-Dichte ist notwendigerweise zu verwenden. Fakt: Quatsch.
– jede Seite muss für ein bestimmtes Keyword (oder Phrase) optimiert sein. Fakt: 3 – 5 Phrasen sind optimal und wesentlich besser als immer das gleiche Wort.
– duplizierte Inhalte führen zu schlechterer Bewertung oder Ausschluß in Suchmaschinen. Fakt: Suchmaschinen filtern das, was sie für doppelten Inhalt haben aus, aber das führt auf keinen Fall zum Ausschluß.

Mythen-Gruppe 3: Meta-Tag-Mythen
– eine keywordreiche Domain ist Pflicht
– möglichst viele Keywords in das Title-Tag
– Überschriften sind notwendig (H1, H2 …)
– Meta-Tag-Keywords müssen sich im Inhalt widerspiegeln

Alles Quatsch. Besser als hunderte von Keywords zu verwenden ist es, viele „Schreibfehler“ einzubauen, also Worte, die der suchende falsch schreiben könnte. Aber solche Inhalte, die sich definitiv nicht im Inhalt finden, sorgen keineswegs für eine schlechtere Platzierung. Im Gegenteil.

Mythen-Gruppe 4: Der Link-Mythos
– Backlinks zählen nicht
– Backlinks zählen viel
(Beides Quatsch. Ein Backlink ist in Ordnung, solange er von einer „guten Seite“ kommt, die eine Relevanz zu Ihrer Website hat.
– die Suchergebnisse sind nach PageRank geordnet. Fakt: Sind sie nicht. Vergessen Sie einfach Google Toolbar.
– die Seite muss in DMOZ oder Yahoo gelistet sein, damit sie ein besseres Google-Ranking besitzt. Fakt: Who cares about Yahoo?

Mythen-Gruppe 5: Suchanmeldungs-Mythen
– Webseiten müssen angemeldet werden. Fakt: Selbst Seiten die nicht angemeldet werden, werden in Google aufgenommen (vice versa)
– Google-Sitemap muss verwendet werden, damit der PageRank-Wert besser wird. Fakt: Die Sitemap hat keinen Effekt auf den Rang der Site
– die Seite muss möglichst häufig überarbeitet werden, immer aktuell sein
– die Suchmaschinen-Spider sollten möglichst oft vorbeikommen und die Seite indizieren
– viele Websites (multiple Sites) sind notwendig. Fakt: Hilft nicht, sorgt aber für mehr Arbeit
– Doorway-Pages helfen, den Rang im Suchergebnis zu erhöhen. Fakt: Ja, war so in den 1990er Jahren.

Mythen-Gruppe 6: Anzeigen-Mythen
– Pay-per-Click-Anzeigen erhöhen das Ranking
– Pay-per-Click-Aneigen sind schlecht für den Rang im Suchergebnis
Fakt: Anzeigen erhöhen die Chance gefunden zu werden und bieten eine gute Einnahmequelle für Suchmaschinen. Auf den Rang der Website haben sie keinen Einfluß. Vielmehr ist es so, dass Anzeigen bestimmten Keywords zugeordnet sind und unabhängig vom Rang der eigenen Website eingeblendet werden.

Mythen-Gruppe 7: Die SEO-Firmen
Viele Firmen, die Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing verkaufen, stellen folgende Mythen in den Raum
– das Unternehmen ist in der Lage, Webseiten an bestimmte Positionen zu bringen (z.B. auf Platz 1). Fakt: Nicht möglich, es sei denn durch Sponsored-Links oder Pay-per-Click-Ads (Google Adwords zum Beispiel)
– Ihr Suchmaschinenrang ist nur solange gut, solange Sie die SEO-Firma bezahlen. Fakt: Humbug. SEO ist zwar eine regelmäßige Arbeit, die ausgeführt werden muss, aber Ihr Rang sinkt nicht, nur weil Sie niemanden mehr damit betrauen. Trotzdem werden andere Firmen, die SEO betreiben, evtl. Ihre Website überflügeln.
– es gibt eine geheime Methode für SEO
– das Unternehmen hat Beziehungen zu Google. Fakt: Google hat keine Beziehungen zu irgendwelchen SEO-Firmen (zumindest ist darüber nichts bekannt und zudem auch ziemlich unwahrscheinlich)
– ein Top-Platzierung auf Platz 1 sorgt für mehr Besucher oder mehr verkaufte Produkte. Fakt: Gute Rankings müssen dazu da sein, die Personen auf Ihre Seite zu führen, die nach der Phrase oder dem Suchwort suchen. Nichts anderes!
– (mein Favorit) eine Website kann in den Rankings nach oben gebracht werden, ohne dass dafür auf der Website (im Inhalt, im Content) etwas getan werden muss. Fakt: Suchmaschinenoptimierung ist eine ganzheitliche Wissenschaft. Auch auf den Seiten/Inhalten muss es Veränderungen geben.

KEIN MYTHOS: Die Grundlagen für SEO

Eine Suchmaschine funktioniert sehr simpel. Alles, was die Suchmaschine tun muss ist
– Finde die Website
– Sauge sie auf (mit dem Spider)
– Indiziere den Inhalt/die Site
– Erkenne Zusammenhänge, die Relevanz der Seite
– Zeige das Suchergebnis

Das sind die Punkte, die gute SEO-Firmen im Auge behalten.

Sorgen Sie für einen Inhalt – für Suchmaschinen gibt es nichts wichtigeres als guten Inhalt.
Wählen Sie die Ansprache, die Ihr Zielpublikum versteht.

Wichtig für Ihre Platzierung sind in jedem Fall gute Suchworte. Nehmen Sie sich Zeit dafür.
Integrieren Sie diese Suchworte in
– Textankern (
– Auf anklickbaren Grafiken innerhalb des ALT-Attributes
– in Überschriften
– in den Titelzeilen (nie weniger als 10 Worte in der Titelzeile!)
– in den Meta-Descriptions, also der Beschreibung der Website
– im Inhalt

Wenn Sie diese Punkte beachten, sind Sie schon einen großen Schritt weiter und haben einiges an Geld gespart.

Und glauben Sie mir, SEO-Firmen freuen sich, wenn sie Seiten finden, auf denen schon einiges getan ist und man direkt ans Finetuning gehen kann.

Gutes Webdesign ist nicht leicht – aber es erzählt eine Geschichte

Üblicherweise sitzt der Designer beim Kunden und erzählt etwas über weiße Flächen, wie man Typographie verwendet, grids benutzt werden und und und.

Was oftmals vergessen wird ist, dass ein gutes Design eine Geschichte erzählen muss. Eine Website muss zur Kommunikation auffordern und darf kein statisches Element sein.

Aber welche Geschichte erzählt mein Design (und wie)?

Der erste Blick richtet sich auf die Grafik, die uns zu allererst ins Auge sticht. Stellen wir uns vor, wir könnten den Text nicht lesen. Was sagt dann die Grafik aus? Welche Resonanz erzeugt sie? Hier beginnt der Designer die Geschichte zu erzählen, was er mit dem Design bezweckt, welches Ergebnis erzielt werden soll. Man nennt dies Grafikresonanz.

Magazine und Webseiten von Magazinen verbinden Grafik und Text sehr eng, siehe z.B. den Stern. Aber auf Magazinseiten müssen die Grafiken wechseln, damit das Design nicht von der erzählten Geschichte differiert. Magazinseiten verbinden Grafiken als schmückendes Beiwerk zum Text. Beides muss harmonieren, um eine Wirkung zu erzielen.

Werden Geschichten ins Online-Format transferiert, ändert sich das Aussehen. Der Farbton ändert sich, der Ansprechton ändert sich, das Kommunikationsverständnis ändert sich, die Bedeutung ändert sich.

In unserem Beispiel sieht die Webseite von Stern im Vergleich zur Printausgabe regelrecht langweilig aus. Die Story ist auf den Inhalt heruntergebrochen und mit etwas Grafik angereichert.

Aber warum ist das Design des Heftes nicht im Web? Der Grund ist ganz einfach: DESIGN KANN NICHT KOMMUNIZIEREN. Das Design im Web hat sich einem gewissen Standard, einem allgemeingültigen Design angepasst. Die Webseiten präsentieren sich in dem Gewand, was allgemein als „gängig“ empfunden wird.

Schauen Sie sich die folgenden Webseiten an: Stern, Spiegel, Die Welt, FAZ, Bild.

Sie werden feststellen, dass jeder Pixel, jede Linie, jede „weiße Fläche“ die Geschichten des Magazins erzählen. Sieht alles ziemlich gleich aus, oder?

Liegt das an schlechten Designern? Mitnichten. Z.B. die Schriftarten sind im Web wesentlich limitierter, als im Printdesign. Trotzdem generieren viele Designer das Webdesign danach, was in Print gut aussehen würde.

Was ist im Web anders?

  • Die Seitenlänge ist nicht definiert oder limitiert.
  • Im Web sehen wir immer nur einen kleinen Teil der Seite
  • Alles sollte auf einer Seite sein
  • Die Zeit, in der das Publikum erreicht werden muss ist wesentlich kürzer

Online ist alles machbar. Die Navigation kann verändert werden, Inhalte können fortgeführt werden – das Print-Magazin endet mit der letzten Seite, die Online-Variante nicht.

Der Goldene Schnitt, der so oft in Design angefunden wird, basiert auf der Natur. Wir finden ihn dort wieder. Deshalb ist er das Designprinzip. Im Web sieht das aber anders aus, denn Webseiten befinden sich in einer einzigen Dimension (oder innerhalb eines definierten Inhalts). Die Folge ist, dass man eine Website nicht mit dem Auge des Printdesigners anschauen kann (darf).
Das ist auch der Grund, wieso so viele Printdesign-Agenturen katastrophale Webergebnisse abgeben (ok. Auch das hat sich zwischenzeitlich etwas gebessert).

Es ist fast so, als würden wir auf die Erfindung des Automobils zurückschauen. Den dreirädrigen Patentwagen von Karl Benz konnte man mit beliebig vielen Rädern haben, solande es drei waren…
Bis heute wird Design im Web darauf ausgerichtet, was die Technologie hergibt. Prima Beispiel: Das Mercedes-Museum.

Ich denke, dass Webdesign mehr an der Geschichte ausgerichtet sein soll, die das Unternehmen erzählen möchte. Deshalb separieren wir in freshCMS das Design vom CMS, denn wir sind alle in der Lage, etwas zu erzählen, auch wenn wir keine Dpilom-Designer sind.

Lassen Sie sich von Ihrer Umwelt inspirieren, lesen Sie ein Buch oder hören Sie sich ein schönes Lied an. Und dann lassen Sie Ihre Website diese Geschichte erzählen.

.de Seiten nur Mittelmaß

Mittelmaß beim Webdesign

Das Unternehmen Seven49 hat internationale Websites nach Usability untersucht und dabei festgestellt, dass die Webseiten mit der Endung .de im Vergleich mit den internationalen Mittbewerbern lediglich im Mittelmaß sind.

Auffallend dabei: Die TOP-100 Webseiten werden durch Auftritte von Universitäten und Fachhochschulen, Internetfirmen und staatlichen Unternehmen dominiert.

Schwachstellen bei den meisten Seiten sind

  • fehlende Druckseiten
  • technische Qualität
  • Suchmaschinenfreundlichkeit
  • Benutzerfreundlichkeit

In der Studie wurden pro Website knapp 70 Einzelkriterien beurteilt, die unter Berücksichtigung aktueller Standards und Empfehlungen erstellt wurden (W3C-Guidellines, ISO-Standards, RFCs, Jakob-Nielsen-Richtlinien und weitere internationale Qualitätsstandards).

Insgesamt zeigt sich, dass die Zeiten des „ich bin im Internet“ vorbei sind. Jetzt ist Qualität und vor allem ein schlüssiges Konzept gefragt. Die meisten Internetseiten in Deutschland sind lediglich Visitenkarten oder erweiterte Visitenkarten oder Print-Kopien. Die Möglichkeiten, die das Internet bietet, werden nicht oder in einem zu geringen Maß genutzt.

Es ist an der Zeit, den Webauftritt zu überdenken.

Impressum – Telefonnummer auf der Website

Die waslos GmbH & Co KG bietet eine Einmalnummer, die auf der Webseite verwendet werden kann.

Laut Telemediengesetz sind alle Website-Betreiber verpflichtet, die Telefonnummer im Impressum anzugeben. Dabei ist es unwesentlich, ob es sich um eine private oder geschäftliche Telefonnummer handelt. Aufgrund dieser Regelung finden sich viele Website-Besitzer im Fokus verschiedenster Telefonwerbefirmen.

Abhilfe bietet die Einmalnummer:  Sie bauen einen Nummern-Generator in Ihr Impressum ein. Sobald ein Anrufer Sie erreichen möchte, wird eine Nummer generiert, die eine Stunde lang gültig ist und zu Ihrer echten Nummer führt. Die Einmalnummer ist kostenlos, allerdings bezahlt der Anrufer 14 Cent pro Minute !!

Abmahnfalle Widerrufsrecht

Online-Händler, die ihre Widerrufs- beziehungsweise Rückgabebelehrung mit der Formulierung starten: „Die Frist beginnt frühestens…“, verhalten sich wettbewerbswidrig. Darauf weist die IT-Recht Kanzlei in ihrem aktuellen Newsletter hin. Zwar sei die Formulierung auch dem gesetzlichen Widerrufsmuster zu entnehmen, doch das Oberlandesgericht Hamm sah in einem aktuellen Beschluss (15.03.2007 – Az. 4 W 1/07) einen Verstoß gegen die Informationspflichten der §§ 312cc, 312d, 355 BGB.

Die Suchmaschine Google zählt aktuell über 1,5 Millionen Websites, die diese Formulierung enthalten.

Das ist Potential für Abmahnwellen.

Ändern Sie den Passus entsprechend, damit die Formulierung eindeutig wird.

Möglich wäre z.B. (Achtung! Rechtlich ungeprüft. Eine Übernahme erfolgt auf eigene Verantwortung!) „Die Frist beginnt mit Erhalt der Belehrung, die Sie von uns zusammen mit der Lieferung erhalten.“

Update: Datenschutzerklärung

Update:
Zumindest die Ansicht, die Einführung des Telemediengesetzes habe eine Änderung der Rechtslage bezüglich von Informationspflichten im Bereich des Datenschutzes mit sich gebracht, ist falsch.

Tatsächlich hat der Gesetzgeber die bisher bestehenden Pflichten in das neue Gesetz übernommen. Wer also bereits eine dem bisherigen Stand entsprechende Datenschutzerklärung auf seiner Website bereithält, braucht keine Änderungen vorzunehmen. Wer eine solche Erklärung allerdings bislang nicht vorgesehen hat, sollte spätestens jetzt nach Verabschiedung des Telemediengesetzes die notwendigen Maßnahmen ergreifen.

Die Branche rechnet wieder mit Abmahnungswellen!