Allgemeine Informationen zu SEYBOLD – Agentur für Sichtbarkeit und die Themen, die wir Ihnen bieten. Dazu gehört an vorderster Linie das Thema Sichtbarkeitsmanagement. Wir verstehen unter Sichtbarkeitsmanagement die Marketing-Channel-Übergreifenden Maßnahmen die notwendig sind, um ein Unternehmen oder Marke besser sichtbar zu machen.

Im Allgemeinen Bereich unseres Blogs finden Sie allgemeine Informationen aus der Welt von Online Marketing, Webdesign, SEO, AdWords, Facebook-Anzeigen und vielem mehr.

Rand Fishkin auf der SMX 2017 MUC

SMX 2017 – Was bringt die Konferenz in München?

Eine Konferenz zum 2-Tages-Ticketpreis von ~ 1.400 Euro zzgl. MWSt.

Was kann man dafür erwarten?

Die kurze Antwort: Ziemlich viel. Viele Kollegen aus Agenturen, Head of SEOs großer Unternehmen, Affiliates – und jede Menge Best Practice, auch für Fortgeschrittene.

Opening Keynote: Rand Fishkin – The Search Landscape in 2017

Rand Fishkin auf der SMX 2017 MUC

 

Wie sieht die Google Suchmaschinenlandschaft in 2017 aus? Rand veröffentlich in seinem Vortrag weltweit erstmalig die aktuellen Forschungsergebnisse von MOZ.

Suchanfragen Mobile vs Desktop

Täglich werden über 2 Trillionen Suchanfragen an die Suchmaschine gestellt. Eine Suchanfrage dauert dabei durchschnittlich 55 Sekunden.

12% der Suchergebnisse geht direkt zu anderen Google Angeboten.

8% nutzen den „Zurück-Button“, um wieder zum Suchergebnis zu kommen und ein anderes Angebot aus den Ergebnissen zu wählen.

Spannend dabei: 21% ändern die Suchanfrage nochmal, bevor sie diese an Google abschicken.

Dabei gibt es Unterschiede, so Rand Fishkin, zwischen mobiler Suche und der Desktopsuche. Während es zwar auf mobilen Endgeräten wesentlich mehr Suchanfragen gibt, ist dort der Traffic im Vergleich zu Desktopsuchen deutlich hinterherhinkend. 57% der mobilen Suchanfragen enden ohne einen Klick, weil die Antwort bereits vom Endgerät gegeben wurden. 41% werden dann in der organischen Suche tatsächlich geklickt, während auf AdWords lediglich 2% der Klicks gehen.

Auf dem Desktop schneidet das besser ab, wenn auch nur wenig (Paid-Search bei 2,8%, 62% Klick auf organische Ergebnisse und 35% klicken tatsächlich gar nichts an).

Die Problematik dabei ist, dass viele Snippets bereits die Ergebnisse der Suche anbieten.

Featured Snippets – die Zukunft von SEO?

Die Optimierung von Featured Snippets bietet damit natürlich die Chance, direkt auf Suchanfragen mit einem Ergebnis reagieren zu können. Der Trend, dass sich Google von der Suchmaschine zur Antwortmaschine bewegt, ist mehr als deutlich. Dabei bedeutet aber auch, dass mehr Antworten, die direkt in den Suchergebnissen gezeigt werden gleichzeitig weniger Klicks auf AdWords bedeuten. Diese Entwicklung scheint Google ganz bewusst zu gehen, indem man sich zur Antwortmaschine wandelt.

 

Braucht man 2017 eigentlich noch eine App?

90% der mobilen Nutzung fällt auf Apps zurück. Dabei sind 10% Browser (ja, Browser zählen auch als App). Im Durchschnitt nutzt ein Smartphone-User gerade mal 3 Apps. Meist sind das Facebook, Google Maps und eine dritte App.

Wozu also 2017 noch Apps entwickeln?

Tatsächlich ist die Entwicklung weg von Apps und hin zu PWA (Progressive Web Apps) ein klarer Trend.

Wohin klickt der Nutzer nach einer Suche?

Die Click-Through-Rate ist zwischenzeitlich ein Rankingfaktor für die Google Suchergebnisse. Was aber taucht nach einer Suche in den Ergebnisse auf und worauf klickt der Nutzer nun tatsächlich?

  • AdWords ist mit 50% in den SERPS vertreten, aber nur 3% der Klicks fallen auf AdWords.
  • Google Shopping ist mit 9% vertreten, aber nur 0,55% der Klicks gehen auf die Produkte.
  • Youtube-Ergebnisse kommen zu 6.3% der Suchen und erhalten durchschnittlich 1,8% der Klicks.
  • Der Knowledge-Panel taucht bei 38% der Suchen auf – und wird 0,5% geklickt.
  • 49% der Suchen werden gar nicht geklickt.

 

Rands Ausführungen waren ein sehr interessantes Abbild der Google Suche 2017.

 

Google Analytics Power Reporting für SEO und SEA

Andrew Garberson von Luna Metrics zeigte mehrere Varianten, die sich lohnen, mit Google Analytics zu verfolgen. So sollte jeder drei Levels von Reporting nutzen.

Das tägliche Basic-Reporting umfasst vor allem die Veränderungen im organischen Traffic während das monatliche Reporting ein Multi Channel Reporting ist und verschiedene Punkte darlegt

  • Conversions: Organic vs Paid
    Conversions: Search vs Other
  • SEO Landing Page Traffic
  • Budget Tracking

Und so weiter. Die Ansätze von Andrew sind mit vielen Beispielen direkt übernehmbar für das eigene Reporting und Überprüfung der Analytics Daten.

 

Die Wahrheit über SEO Mythen von John Müller

Googles Webtrends Analyst John Müller räumte auf mit SEO-Mythen und gibt auf die zahlreichen Fragen aus dem Publikum geduldig Antworten. Leider sind die Antworten oft im typischen „Google-Nebulös“ gehalten – Auf keine der Fragen gibt es eine eindeutige Antwort.

John Müller Google

Beispiele:

  • Seiten, die es nicht mehr gibt, wären technisch korrekt mit einem 410 aus dem Index zu kegeln, praktisch reicht aber auch ein 404 (dauert halt minimal länger).
  • Indexierung von Infinite Scroll funktioniert manchmal für 2 oder 3 Seiten, aber der Googlebot bleibt nur eine kurze Zeit und Lazy Loading (also das Laden von Bildern dann, wenn sie ins Bild kommen) kann der Googlebot nicht. Oder manchmal doch? Man weiß es nicht zu 100%. Zugegeben ist das aber auch schwer – ich vermute, dass nicht mal Google weiß, wie die Zusammenhänge der Crawlings und Rankings tatsächlich funktionieren.

Lösungsansätze für immense Herausforderungen

zeigt Oliver Borm (Google) auf. Dabei stellt er zunächst das Cross Device Tracking in den Mittelpunkt, weil sich Menschen sowohl auf mobilen Geräten als auch auf dem Desktop bewegen. Gerade bei AdWords verwendet man hier die künstliche Intelligenz für das Smart Bidding. So bewegt sich Google hier von Mobile First zu AI First und zeigt Smart Bidding mit zwei Klicks im neuen AdWords (AdWords next), das dieses Jahr ausgerollt werden soll.

 

In den Nachmittagsvorträgen habe ich mir Google Tag Manager Hacks zu eigen gemacht, gesehen was die Search Console alles für mich tun kann, wie man idealerweise auch für SEO ein Split-Testing aufsetzt und was alles für die Erstellung eines ordentlichen Feature Snippets notwendig ist.

Interessante Gespräche mit Marcus Tandler oder Christoph Cemper rundeten den Tag für mich ab.

Highlight des ersten Tages aber war die Keynote: „Was wir immer schon wissen wollten: Q&A mit Rand & Wil“, bei dem Rand Fishkin und Wil Reynolds aus dem Nähkästchen plauderten. Das sind auch genau die Momente, die eine solche Konferenz so wertvoll machen und viele neue Denkanstöße oder Bestätigungen mitbringen.

 

Insgesamt ist die Wertigkeit für ein solches Ticket immer wieder gegeben durch den interessante Know How Transfer, den man erlebt. So standen am zweiten Tag wichtige Punkte auf dem Programm wie z.B. das Thema Relaunch bei großen Webseiten oder auch die Problematiken bei internen Verlinkungen.

Aber bei jeder SMX ist ein Vortrag dabei, der allein schon (fast) die Gebühren Wert ist. Für mich – und für viele andere – war das Wil Reynolds dddmit seinem konkreten Ansatz …

… „People First vs Google First“.

Wil berichtet davon, wie er über viele Jahre von 2009 bis 2012 weltweit an oberster Stelle in den Suchergebnisse stand für SEO Agency, SEO Agencies, SEO Consultant, SEO Consultants usw. Tatsächlich hat sich nach seinen Aussagen nicht ein einziges Geschäft über diesen Vorteil angebahnt, weil die Menschen einfach anders suchen.

Das ist auch der zentrale Ansatz – und vielleicht hat mir der Vortrag von Wil deshalb so gut gefallen, weil er sich so deckt mit dem, wie sich Seybold gewandelt hat seit 2013 mit dem Ansatz des Sichtbarkeitsmanagements.

Wil geht grundsätzlich davon aus, dass Menschen nach jemandem suchen, der ihnen helfen kann – und zwar lokal in ihrer Nähe und nicht irgendwo auf der Welt. Und Personen, denen geholfen werden konnte, danken oftmals mit Weiterempfehlungen, was Wil zu dem Ausspruch bringt „Thanks are better than Ranks“.

Ein zufriedener Kunde bringt mehr neues Geschäft für die Agentur, als es die Rankings tun können.

Wil und seine Agentur hören den Kunden ihrer Kunden zu und versuchen herauszufinden, was deren Antrieb ist, wenn sie etwas in Google suchen. Denn es ist wichtig, die Gefühle herauszuarbeiten, die der Suchende hat, anstatt die richtigen Worte zu finden. Worte können je nach Tonation andere Bedeutungen haben (merkt man z.B. schon daran, dass E-Mails viel eher falsch verstanden werden können, als wenn man miteinander telefoniert – E-Mails tragen keine Emotionen).

Dass er damit Erfolg hat, belegt Wil Reynolds mit zahlreichen Beispielen seiner Kunden.

Erfolg in SEO ohne Ranking-Verbesserung

Allein eine Änderung der Meta-Daten mit weniger technischer Terminologie brachte 57% mehr Click-Through und 59% höhere Conversion. Und das alles, ohne dass sich die Position in den Suchergebnissen nur im Geringsten veränderte.

 

SMX München möchte man nicht missen

Mein Fazit für die SMX ist: Man möchte diese Konferenz nicht missen. Nicht nur, dass der Termin für Networking erstklassig geeignet ist und man zahlreiche (neue) Freundschaften schließt – es bietet sich darüber auch der direkte Austausch auf einen sehr hohen Level. Vorträge und Hands-On haben fast durchgehend eine hohe Wertigkeit. Für jeden sind eine Menge technischer Fertigkeiten dabei und was noch wesentlich wichtiger ist: Es gibt Denkanstöße und manchmal ganz neue Sichtweisen.

SMX 2018 also schon mal im Kalender vormerken: 20.03.2018 – 21.03.2018

 

 

SEYBOLD gehört zu den Top 100 SEO Dienstleistern 2017 in Deutschland lt. iBusiness

Top SEO Agentur 2017

SEO Agentur 2017: Schön, ein solches Signet verwenden zu dürfen. Schön damit geschmückt zu werden von einem renommierten Verlag und so zu den Top 100 Dienstleistern in Deutschland gezählt zu werden.

Das dürfen wir ab sofort sagen. Nun ist amtlich, was uns am 20.12.2016 per Email erreichte: Wir sind Top 100 SEO Dienstleister 2017 in Deutschland, basierend auf den Erhebungen von iBusiness.

Top 100 SEO Agentur - Schreiben vom Hightext-Verlag

Dieses Schreiben erhielten wir per E-Mail am 20.12.2016.

Wir haben uns mit unserer Listung auf dem Poster gleichzeitig auch für das iBusiness Top 100 SEO-Siegel qualifiziert. „Sie sind einer der 100 wichtigsten SEO-Dienstleister“ steht im Anschreiben von iBusiness.

iBusiness-Top 100 SEO Dienstleister Poster

Aber noch wichtiger, als diese Auszeichnung sind mir persönlich die Anrufe, die ich in den letzten Tagen erhalten habe.

Heute morgen rief mich ein Kunde aus der Schweiz an, ein Taxi-Unternehmer der unseren Taxi-Fahrpreis-Kalkulator nutzt. „Ich wollte Ihnen sagen, dass Sie einen super Service haben und ich bin sehr zufrieden mit Ihrer Lösung. Wir konnten die Anzahl an Fahrten – vor allem für Unternehmen – deutlich steigern. Heute machen wir mehr Kurierfahrten, mehr Airportservice, mehr Privatfahrten.“

Oder der Local-SEO-Kunde, der anruft und sagt: „Die Maßnahmen schlagen voll ein. Ich habe mehr Anfragen und bin in Google mittlerweile sogar vor meinem größten Konkurrenten. Was können wir als nächstes tun, um das noch weiter auszubauen?“

Danke.

Natürlich freuen wir uns darauf in 2017 unsere Kunden mit unserer besten Leistung zu betreuen. Die Trends in SEO sind nicht zu verkennen. So steht 2017 ganz im Zeichen von Mobile-First, mobilen Webseiten, AMP, aber auch Rich Snippets. Rundum: Es wird immer wichtiger, für die Kunden sichtbar zu sein im Web. Nicht nur in Google, auch über Google hinaus. #BANG – Besser als nur Google.

 

Außerdem:

Klickraten nach Branche

Google AdWords – Welche CTR ist gut in meiner Branche?

Herausragende CTR erzielen – Wie erzielt man bessere Klickraten als die Mitbewerber? AdWords Nutzer stehen häufig vor der Frage, ob die Klickrate, die sie in AdWords erzielen, gut oder schlecht ist. Prinzipielle Aussage vieler Dienstleister war bisher: „Wenn die CTR oberhalb 2% ist, dann ist das herausragend.“ Larry Kim von Worldstream hat nun eine Übersicht […]

Gründe für den Kaufabbruch in Online-Shops

Gründe für den Abbruch beim Einkaufen in Online-Shops

Der meistgenannte Grund für den Abbruch der Onlinekosten sind Lieferkosten:

  • 44,1%    Lieferkosten zu hoch
  • 38,7%    Nicht die gewünschte Zahlungsart vorhanden
  • 38,0%    Gesuchtes Produkt konnte nicht gefunden werden
  • 36,2%    Preis nicht günstiger als in „echtem Laden“
  • 34,3%    Bestellfunktion zu kompliziert oder langweilig
  • 25,2%    Technische Probleme
  • 24,8%    Für Kauf außerhalb des Internets entschieden
  • 22,4%    Datensicherheit schien unzureichend

 

Hauptgrund für den Kaufabrruch in letzter Minute ist meistens das Thema „Versandkosten“ oder fehlende „Zahlungsmethoden“. Über die Häfte der Befragten gibt das als häufigster Auslöser an.

Fast jeder vierte potenzielle Käufer entscheidet sich gegen den Kaufabschluss, weil der Prozess „Kunde werden“ durch das Anlegen eines Kundenkontos zum Schmerz wurde.

Rund ein Drittel geht dann in einem anderen Shop „fremd“, weil dort das Produkt günstiger ist.

Schnelle Lösung für weniger Abbrüche beim Kaufprozess im Onlineshop

Die meisten Gründe für einen Kaufabbruch sind schnell behoben.

Fehlende Zahlungsmethoden können ergänzt werden, aber vor allem muss der Einkauf Spaß machen. Eine optimierte Customer-Journey hilft hier, z.B. mit individuellen Ansprachen des Käufers und schützt vor Kaufabbruch.

Motivierend wirken erfahrungsgemäß Verfügbarkeitsanzeigen („noch xx Stück vorhanden“) oder personalisierte Rabattcodes und prominent platzierte Gutschein-Hinweise. An die Verlustangst der Menschen zu appelieren: „Artikel im Warenkorb werden nicht reserviert“, „Nur noch 2 Stück verfügbar“. Das demonstriert die Dringlichkeit des Kaufes. Unterstützen Sie den Weg des Interessenten zum Kunden, indem Sie ihn in seiner Wahl bestärken „Gute Wahl! Möchten Sie noch weiter einkaufen?“ Auch Formulare können in jedem einzelnen Feld – etwa mittels grünem Häkchen – Bestätigung suggerieren und so vor einem Kaufabbruch schützen.

Anstatt „Gutscheincode“ verwenden Sie das Feld „Ich besitze einen Aktionscode“ (bestenfalls ein Feld, das erst noch ausgeklappt werden muss). Das hilft als kleine Schutzmaßnahme davor, dass beim Auffinden des Gutscheincode-Hinweises der Kauf abgebrochen wird, weil zunächst im Web auf die Suche nach gültigen Codes geforscht wird.

Online Shop wie Ihr Ladengeschäft

Unterstützen lässt sich das durch eine passende AdWords-Anzeige für Kunden, die einen Warenkorb erstellt haben, aber nicht gekauft haben. Diese erhalten dann einen Gutscheincode bei ihrer nächsten Google-Suche angezeigt…

Verknappung der Ware ist auch spannend, z.B. „Kaufen Sie in den nächsten 30 Minuten und erhalten Sie 10% Rabatt“ oder „Die Produkte sind 30 Minuten für Sie reserviert“.

Natürlich müssen Preisangaben, Logistik und vor allen Retourenmanagement transparent sein.

Viele Webshops sind leider noch immer nicht mobil nutzbar bzw. nicht optimiert für mobile Geräte. Das sollte ein wichtiges Thema sein für die nächste Optimierung des Shops.

 

Je ähnlicher der Online-Shop dem Ladengeschäft entspricht, umso einfacher die Bestellung für den Kunden: Einfacher und klarer Eingang (offene Tür), persönliche Beratung, große Hinweise für Raatte und allzit geöffnete Kassen ohne Schlangen.

Das erwarten wir für in „Natura“. Warum also nicht im Webshop genau so präsentieren?

 

Wenn Sie diese Punkte in Ihrem Online-Shop berücksichtigen, wird der Kaufabbruch bei Ihnen weniger häufig vorkommen.

 

Quellen:
Internet World Business 13/06
Ecommerce Lounge 01/14
Statista 09 – 16

CMS Layouts

9 Gesetze, die gutes Webdesign berücksichtigen

Webseiten mit gutem Design und Usability beachten die folgenden 9 Gesetze:

1. Das Gesetz der Gestaltung
Oben Links und oben Rechts ist reserviert für Produktlogo und Suchbox.  Dort erwarten die Internetnutzer das Logo. Ebenfalls in der oberen Reihe muss die Suchbox untergebracht sein (wobei hier mehr Freiheiten bestehen, so lange die Suchbox irgendwo in der Nähe des oberen Bereichs platziert wird).  Eine Abweichung davon bricht die Konvention, riskiert, die Kunden zu verwirren oder zu frustrieren.

2. Das Gesetz der Produkt-Kategorie
Die Navigation für die Produktkategorie muss präsent sein. Ein Erstkäufer kauft nicht per Telefon oder möchte sich direkt in sein Konto einloggen, geschweige denn seine Wunschliste oder seinen Warenkorb sehen. Erstkäufer suchen nach der Suchbox oder der Produktnavigation.

3. Das Gesetz der wichtigen Botschaften
Bieten Sie kostenlose Lieferung an? Dann sollte diese Information etwas größer dargestellt werden, als die Navigation innerhalb der Produktkategorie.

4. Das Gesetz der linken Seite
Die linke Seite ist der wichtigste Bereich auf einer Website. Nutzen Sie diesen für wichtige Aktionsmöglichkeiten und verschwenden Sie diesen nicht für Newsletteranmeldungen oder tägliche News.

5. Das Gesetz der Verfügbarkeit
Die Website muss schnell geladen werden. Bietet Ihr Serviceprovider einen schnellen Webspace? Bieten Sie einen Flyer an oder haben Sie einen umfangreichen Flashbereich? Dauert dieser 30 Sekunden oder mehr, um ihn zu laden? Welche Produkte sind an Lager und welche nicht? Geben Sie darüber Auskunft? Sollten Sie.

6. Das Gesetz von Merchandising
Merchandising und Impulskaufangebote haben auf der linken Seite nichts verloren. Auch sollten diese Bereiche das gleiche Design besitzen, wie die restliche Website.

7. Das Gesetz der Links
Links bedeuten Information. Informationen müssen gut organisiert und vernünftig dargeboten werden.

8. Das Gesetz der genauen Angaben
Angaben innerhalb Ihrer Website, Ihres Shops müssen genau sein. Warum sind bestimmte Produkte „featured products“? Wären es nicht besser „Top-Seller“ oder „Ausverkauf“ oder „Neue Produkte“? Weshalb soll genau dieses Produkt gekauft werde? Achten Sie ganz genau auf die Terminologie Ihrer Aussagen.
9. Das Gesetz der mobilen Nutzung
Alle Seiten müssen ordentlich mobil genutzt werden können.

 

Weiterführende Informationen:

Unser Charity-Projekt „Schorndorf-hilft“ ist Preisträger im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“

Das Charity-Projekt „Schorndorf-hilft“ dient dazu, Hilfsanfragen und -angebote für Menschen in Not zusammenzubringen und zu koordinieren. Dieses Projekt, initiiert durch unseren Agenturnachbarn Jürgen Dobler, ist seit Mitte 2015 zentrale Anlaufstelle für das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe.

schorndorf-hilft

In Zusammenarbeit mit bzwDobler wurde die Website erstellt.

Jetzt ist das Projekt „Schorndorf hilft“ Preisträger im Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“, 2016. Das ehrenamtlich agierende Team wird mit einem Preisgeld von 1.000 Euro bedacht.

Herzlichen Glückwunsch von uns.

Bündnis für Demokratie und Toleranz gegen Extremismus und Gewalt - Schorndorf hilft - Preisträger 2016

Die Pressemeldung gibt es hier.

Amazon-Optimierung: Marktriesen im Sturm erobern!

Produktoptimierung für Amazon – So knacken Sie den Online Riesen.

Wetten, dass man mit 77 Personen auf neun Motorrädern eine Pyramide bilden und in dieser Formation mehr als 100 Meter fahren kann?

Wetten, dass selbst SEO-Erfahrene nicht viel damit anfangen könnten, wenn sie „Suchmaschinenoptimierung“ und „Amazon“ in einem Satz verwenden müssten?

Stimmt übrigens Beides: Am 29. Oktober 1994 gewann die Berliner Polizei bei „Wetten, dass…?“ in Duisburg diese Wette und noch verbinden zu Viele Suchmaschinenoptimierung ausschließlich mit Google. Dabei ist Amazon eine der erfolgreichsten Suchmaschinen, bei der fast ein Drittel aller Anfragen direkt landen.

Schlussfolgerung: Da Amazon eine Suchmaschine ist, muss sie auf einem Algorithmus basieren. Und alles, was auf einem Algorithmus basiert, kann man beeinflussen. Denn ein Suchmaschinen-Algorithmus hat immer dasselbe Ziel: Bewerten, ob ein Inhalt zu einer Suchanfrage passt. Kennt man die Bewertungskriterien eines Algorithmus, kann man seine Inhalte entsprechend daran anpassen.

So geht Optimierung für Amazon:

Sichtbarkeitsmanager Ralf Seybold erklärt erfolgreiche Amazon-Optimierung

Amazon-Optimierung: Ranking-Faktoren

Amazon-Ranking-Faktoren lassen sich in zwei Bereiche gliedern: „Relevanz“ und „Performance“.

Dabei bezieht sich der Bereich „Relevanz“ darauf, wie gut ein Produkt durch seine Beschreibung gefunden werden kann. „Performance“ beschreibt dagegen den Verkaufserfolg und die Qualität eines Verkäufers.

„Relevanz“ kann somit nur von der Suchmaschine und „Performance“ nur von Kunden erzeugt werden.

Ranking-Faktoren für eine erfolgreiche Amazon-Optimierung

Relevanz

Das Bewertungskriterium für Relevanz wird wie bei der üblichen Suchmaschinenoptimierung dem Content entnommen. Je mehr die Produktbeschreibung zu den Keywords und Suchphrasen passt, die von Kunden eingegeben werden, die dieses Produkt kaufen möchten, desto relevanter ist das Produkt für dieses Keyword/ Suchphrase.

Die Relevanz entscheidet also darüber, ob ein Produkt für ein bestimmtes Keyword oder Suchphrase überhaupt angezeigt wird. Und die Performance bestimmt, wie weit oben das angezeigte Produkt steht.

Nun ist es so, dass man bei der Amazon-Optimierung weniger Möglichkeiten hat, als bei der üblichen Website-Optimierung. Bei der Optimierung einer Website unterliegt man nämlich keiner Einschränkung, welche die Länge des Contents bestimmt.

Dem „Theorem des endlos tippenden Affen“ nach müsste eine Website mit unendlich vielen Zeichen mit hoher Wahrscheinlichkeit für alle existenten Keywords relevant sein. Leider bleibt das nur ein Gedankenexperiment, welches aber die Möglichkeiten von Web-Suchmaschinen, Relevanz zu beeinflussen, im Vergleich zu Online-Marketplaces verdeutlichen sollte.

Während man bei einer Website-Optimierung theoretisch unendlich langen Content produzieren könnte, ist das bei einer Amazon-Optimierung ausgeschlossen. Die Erzeugung von Content beschränkt sich hier auf den von Amazon vorgegebenen, für den Käufer sichtbaren Bereich. Zudem ist eine Optimierung lediglich auf 12% des Seitentitels beschränkt, da Amazon die Webseite mit Cross-Selling und dem Hinweis auf andere Produkte, Bewertungen etc. auflockert. Folglich stehen lediglich 12% frei definierbaren Textes zur Verfügung.

Als Relevanz-Faktoren können bei einer Amazon-Optimierung also nur folgende Elemente herangezogen werden:

  • Keywords im Produkttitel à circa 120-150 Zeichen (maximal 200 Zeichen)
  • Keywords in den Bullet Points à 5 Listenpunkte / Bullet Points mit je circa 200 Zeichen
  • Keywords in der Produktbeschreibung à maximal 2.000 Zeichen möglich
  • Keywords in verwandten Schlüsselworten (nur sichtbar in der Seller Central)

Optimierungs-Tipps für mehr Relevanz

  • Auch wenn sich mehr Zeichen verwenden lassen: Lassen Sie es bleiben. Ein Käufer möchte bequem von zu aus Hause einkaufen und keine Romane lesen. Konzentrieren Sie sich auf aufs Wesentliche, bleiben Sie informativ, kurz und prägnant.
  • Die Optimierung der verwandten Schlüsselwörter, die nur für den Händler im Seller Central sichtbar sind, sollte in Bezug auf die Conversion-Wahrscheinlichkeit erfolgen. Das heißt, dass nur auf die Keywords optimiert werden sollte, die tatsächlich zum Kauf eines Produkts verwendet werden. Keywords, die eher Information als Ziel haben, sollten Sie weglassen. Optimieren Sie hinsichtlich der Suchintention – denn bei Amazon wird mehr gekauft und weniger informiert.

Ins Detail: Amazon Produkttitel optimieren

Für die Optimierung eines Amazon-Produkttitels wollen wir näher ins Detail gehen. Das hat auch seinen Grund, denn der Produkttitel ist die erste Kontaktschnittstelle zum Kunden. 90% aller Amazon-Käufer benutzen die Suchfunktion, um ein Produkt zu finden. Ein Thumbnail Ihrer Produktseite erscheint dann in einer Suchergebnisliste mit zig Anderen.

Sie haben 70 Zeichen und ein Bild, um sich abzuheben. Deshalb wollen wir uns die Optimierung eines Produkttitels genauer ansehen:

Keywords im Produkttitel

Wir bereits oben beschrieben, sollte Ihr Produkt erstmal in den SERPs erscheinen, damit ein Kunde auf die Produktseite gelangen kann (Denken Sie an die 90% !). Dazu müssen Sie den Suchalgorithmus von Amazon dazu bewegen, Ihr Produkt für die richtigen Suchworte anzuzeigen. Das passiert dadurch, dass man im Content der Produktseite die Keywords und Suchphrasen verwendet, die tatsächlich von Käufern eingegeben werden.

Da der Algorithmus aber auch die Position dieser Keywords bewertet, fällt der Produkttitel erneut ins Gewicht. Denn die Keywords, die im Produkttitel stehen, haben höchste Priorität. Das bedeutet nicht, dass Keywords nun wahllos aneinander gereiht werden dürfen, ganz nach dem Motto: „Je mehr, desto besser!“. Ganz im Gegenteil, eine gezielte Auswahl der nützlichsten und wichtigsten Keywords hat eine weitaus stärkere Wirkung.

Bei einer gewöhnlichen Suchmaschinenoptimierung findet man diese mit Hilfe des Suchvolumens (Anzahl Suchanfragen für das Keyword pro Monat). Leider stellt Amazon diese Daten nicht bereit. Als Alternativen eignen sich dafür der Google Keyword Planer oder die Autosuggest-Funktion von Amazon. Letztere ist äußerst nützlich, wenn man wissen möchte, welche Suchphrasen Kunden tatsächlich am häufigsten eingeben.

Alleinstellungsmerkmale im Produkttitel

Eine gewöhnliche Amazon-Einkaufssituation: Ein Kunde, der wie die 90% die Suchfunktion benutzt, braucht Kopfhörer und gibt in die Suchmaske natürlich „Kopfhörer“ ein. Daraufhin bekommt er genau 3.595.296 Ergebnisse ausgeliefert. Mehr als 15€ möchte er aber nicht ausgeben. Deshalb filtert er die Suchergebnisse nach Produkten unter 15€. Bleiben immerhin nur noch 2.264.902 übrig. Wie entscheidet er nun, welche Produkte er sich genauer ansehen und später kaufen möchte?

Wie ich bereits sagte: Sie haben „nur“ 70 Zeichen, um die Aufmerksamkeit auf Ihr Produkt zu lenken. Sie brauchen also ein entscheidendes Verkaufsargument. Das sollte etwas sein, was Ihr Produkt von den Produkten Ihrer Konkurrenten unterscheidet. Das kann eine besondere Funktion, eine bestimmte Farbe oder Material sein.

Versetzen Sie sich bei der Formulierung des Produkttitels in die Lage des Kunden: Was würde Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen? In unserem Beispiel wären „Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon“ oder „Kopfhörer verchromt, schwarz (besonders leicht und angenehm zu tragen)“ für den Kunden weitaus attraktiver, als einfach nur „Kopfhörer“.

Marke im Produkttitel?

Für den Produkttitel verwendet man nur die wichtigsten und relevantesten Keywords, das haben wir geklärt. Aber gehört der Markenname dazu? Laut Amazon, grundsätzlich schon. Eine bekannte Marke ist definitiv ein relevantes Keyword, allein aus Vertrauensgründen.

Im Private Label Bereich ist es jedoch nicht so eindeutig: Ist die eigene Marke noch jung und eher unbekannt, sollte man lieber abwägen, ob der Platz mit einem weiteren wichtigen Keyword nicht besser verwendet wäre. Auf der anderen Seite kann sich die Erwähnung der Eigenmarke auch langfristig lohnen.

Eine Faustregel gibt es so im Private Label Bereich nicht. In diesem Fall sollten Sie mit gesundem Menschenverstand gemäß Ihrer Unternehmensstrategie und aktuellen Situation abwägen. Ansonsten gilt: Marken? Ja bitte!

Auch Sozialverhalten gehört zur Amazon-Optimierung..

Performance

Mit einer erfolgreichen Relevanz-Optimierung haben Sie sichergestellt, dass Ihr Produkt für das entsprechende Keyword angezeigt wird. Mit der Performance-Optimierung können Sie nun beeinflussen, wie weit oben in den Suchergebnissen Ihr Produkt stehen wird.

Jedoch ist das mir der Performance nicht so einfach, wie mit der Relevanz. Denn Sie erinnern sich: Performance kann nur von Kunden erzeugt werden. Das heißt, Verkaufspsychologie, Servicequalität und elementare Kundenfreundlichkeit.

Unter „Performance“ fallen 8 Rankingfaktoren, während es bei Relevanz nur 4 sind. Daran lässt sich schon erkennen, wie Amazon seine Prioritäten setzt. Das hat auch einen einfachen Hintergrund, denn Amazon verdient an jedem verkauften Produkt mit und ist somit natürlich daran interessiert, Bestseller ganz oben in der Suchergebnisliste zu positionieren.

Hier sind die Rankingfaktoren für den Bereich „Performance“:

  • Verkaufsrang (auch BSR abgekürzt = Bestsellerrang)
  • Rate an Bestellmängeln
  • Stornorate deiner Bestellungen
  • Rate verspäteter Lieferungen
  • Unzufriedenheit mir Rücksendungen
  • Verstöße gegen Richtlinien
  • Kontaktreaktionszeit
  • Kundenfeedback (bzw. Verkäuferbewertungen)

Ins Detail: Conversion optimieren

Neben den beiden Bereichen „Relevanz“ und „Performance“ gibt es einen dritten Aspekt, der das Produkt der Beiden darstellt: die „Conversion“. Sie beschreibt, wie viele der Amazon-Kunden, die durch eine erfolgreiche Optimierung auf Ihre Produktseite gekommen sind, dann auch tatsächlich etwas gekauft haben. Daher ist Conversion ausschlaggebend für die Erfolgsmessung.

Sie beeinflusst auch den Rankingfaktor „Verkaufsrang“ der Performance, der entscheidend dafür ist, ob Ihre Produkte ganz oben in der Suchergebnisliste stehen können. Denn: Wer mehr verkauft, der füttert auch entsprechend den Geldbeutel von Amazon.

Zwar ist Conversion ausschließlich von der Verkaufsstrategie abhängig und daher individuell, doch der etablierte Plattform-Charakter und die weite Verbreitung erlauben es Amazon, die drei Faktoren herauszubrechen, die sich für die Conversion auf diesem Marketplace bewährt haben:

Verkaufspreis

Entspricht der Verkaufspreis den Erwartungen des Kunden? Ist das Preis-Leistungsverhältnis ausgewogen? Oder wirkt das Produkt „überteuert“ oder „zu billig“?

Rezensionen

Da man beim Online-Shoppen nichts direkt anfassen oder ausprobieren kann, muss man sich auf die Rezensionen seiner Mitmenschen verlassen. Je mehr Bewertungen mit hoher Sternzahl, desto größer der Vertrauensvorschuss. Je weniger von Beidem, desto mehr wird der Eindruck einer „Schwindlerbude“ erzeugt.

Hier gilt, wie sonst auch: Einen guten Ruf verliert man erheblich schneller, als man ihn wieder aufbauen kann.

Produktbilder

Sind fast ebenso vertrauensbildend – oder eben nicht – wie Rezensionen. Wenn man ein Produkt schon nicht anfassen kann, möchte man es zumindest genau betrachten können, um eine Vorstellung dafür zu bekommen, wofür man eigentlich sein Geld ausgibt.

Das bedeutet: Professionelle Produktbilder mit natürlichen Lichtverhältnissen, die die Originalfarben nicht verfälschen, mehrere Perspektiven, Detailaufnahmen und erkennbare Maßstäbe. Und wenn Sie den Vertrauensaufbau ins Ultimative fördern möchten, dann toppen Sie das mit einer 360° Produktansicht.

Ein wenig Know-How am Rande

Ein durchschnittlicher Online-Shop erreicht eine Conversion-Rate von 3%, während es bei Amazon bereits 10-20% sind. Und wer als Händler am Fulfillment by Amazon (FBA) Programm teilnimmt, kann seine Conversion-Rate auf unermessliche Werte von 70% und mehr steigern. Denn das Amazon-Prime-Logo wirkt auf potentielle Käufer wie ein El Dorado für Schnäppchen, Sonderaktionen und kostenlosen Versand.

Nutzen Sie es aus, dass Amazon sich seit Jahren als Nr.1 Verkaufsplattform bewährt hat und holen Sie Kunden dort ab, wo nur noch ein gutes Bild oder ein Sternchen mehr über Conversion entscheiden.

Optimierungs-Tipp für mehr Conversion: Rezensionen

Wieso sich Amazon überhaupt als Nr.1 Verkaufsplattform bewähren konnte, liegt daran, dass es der erste Onlineshop war, der Produktbewertungen von Kunden für Kunden bereitstellte. Amazon erhöht damit die im Bereich E-Commerce eher problematische Kundensicherheit und minimiert das Risiko eines Fehlkaufes.

Vor dem Kauf starten daher viele Kunden ihre Produktrecherche nicht etwa auf der Homepage des Herstellers sondern bei Amazon – weil sie dort direkt einsehen können, was andere vor ihnen bestellt und für gut befunden haben. Je mehr Kunden ein Produkt bewertet haben, desto besser kann man es selbst einschätzen. Somit wirken Artikel mit vielen Rezensionen auf Kunden deutlich anziehender, als Artikel mit wenigen oder gar keinen Bewertungen.

So, wie es die Studie „Macht der Sterne“ von Bosch / Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), der HTW Aalen (E-Commerce und Lehrstuhl für Internationale BWL) und der BIG Social Media GmbH belegt, wirken Artikel mit vielen Bewertungen und einer hohen Sternzahl auf Kunden nochmals attraktiver: Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4.5 Sternen ab 50 Produktrezensionen steigt die Conversion-rate deutlich an. Letztere entscheidet bekanntlich über den Verkaufsrang, einen der wichtigsten Rankingfaktoren bei Amazon.

Außerdem bewertet der Amazon-Algorithmus unabhängig davon Produkte mit vielen Bewertungen positiv. Die Hauptformeln für mehr Conversion sehen also so aus:

Mehr Rezensionen ⇒ mehr Aufmerksamkeit = bessere Verkaufschance ⇒ besseres Ranking

und

Mehr Rezensionen + vorwiegend gute Bewertungen ⇒ hohe Aufmerksamkeit = optimale Verkaufschance ⇒ Top-Ranking

Optimierung muss für jede Amazon-Produktkategorie erfolgen!

Technischer Exkurs: Der Amazon-Produktkatalog

Wenn man als Händler bei Amazon Artikel anbieten möchte, muss man diese zuvor in eine von über 30 000 verschiedenen Kategorien einordnen, den sogenannten „Produktkatalog“.

Der Amazon-Produktkatalog gliedert sich in 10 Hauptkategorien, die jeweils aus vielen weiteren Unterkategorien bestehen:

  • Bücher & Audible
  • Filme, Serien, Musik & Games
  • Elektronik & Computer
  • Haushalt, Garten, Baumarkt
  • Beauty, Drogerie & Lebensmittel
  • Spielzeug & Baby
  • Kleidung, Schuhe & Uhren
  • Sport & Freizeit
  • Auto & Motorrad
  • Gewerbe, Industrie & Wissenschaft

Die Unterkategorien selbst reichen oft bis in die fünfte Ebene, wobei jede Ebene für sich einen „Amazon Node“ (d.h. Knoten oder Pfad) darstellt. Das heißt, der gesamte Produktkatalog ist wie ein Baumdiagramm in verschiedene Nodes gegliedert, welche auch in der URL-Leiste des Browser erkennbar sind.

Der Aufbau des Produktkatalogs dient dazu, die Auffindbarkeit von Produkten für User einfacher zu gestalten. In den Hauptkategorien kann man zum Beispiel auch nach Unterkategorien filtern.

Interessant wird es dann, wenn man annimmt, dass ein Produkt bei Amazon nur einen Verkaufsrang hat, nämlich in der Hauptkategorie. Denn das ist durchaus nicht so! Im Gegenteil, ein Produkt hat genau so viele Verkaufsränge, wie Nodes, in die es eingeordnet wird. Das liegt daran, dass der Produktkatalog so eingerichtet ist, dass jeder Knoten einzeln verarbeitet wird und somit einen eigenen Bestsellerrang zugeteilt bekommt.

So hat das Produkt „Hefeweizen“ sowohl in der Hauptkategorie

„Beauty, Drogerie & Lebensmittel“

als auch in jeder Unterkategorie

„Lebensmittel & Getränke“ ⇒ „Bier, Wein & Spirituosen“ ⇒ „Bier“

ein eigenes Ranking.

Selbst, wenn man als Händler seine Artikel der Einfachheit halber nur in eine Hauptkategorie einordnet, kann es vorkommen, dass der Amazon-Algorithmus die Einordnung des Produkts nach dem Einstellen um weitere Unterkategorien ergänzt. Somit ist es nicht nur sinnvoll die Einordnung selbst zu übernehmen, sondern auch dementsprechend auf jede Unterkategorie zu optimieren.

Denn wenn ein Produkt in allen Kategorien gut rankt, wird die Verkaufschance mit der Anzahl der Kategorien potenziert.

Somit müsste eine nachhaltige Amazon-Optimierung für „Hefeweizen“ für jede der Kategorien

„Beauty, Drogerie & Lebensmittel“ ⇒ „Lebensmittel & Getränke“ ⇒ „Bier, Wein & Spirituosen“ ⇒ „Bier“

eine spezifische Optimierung vorsehen, um tatsächlich alle Optimierungsmöglichkeiten, die Amazon bieten kann, auszuschöpfen.

Amazon-Optimierung sollte nach Suchintention erfolgen!

 Amazon oder Google? – Die Frage nach dem ganzen Rest

Wer es bis hier hin geschafft hat, hat nun (hoffentlich) eine Vorstellung davon, wie Amazon-Optimierung funktioniert. Doch die letzte aller Fragen bleibt dennoch unbeantwortet: Macht für mich eine Amazon-Optimierung überhaupt Sinn?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie wissen, welche Art von User Sie ansprechen möchten. Denn die Intention des Suchenden bestimmt letztendlich, ob er für Sie relevant sein kann.

Grundsätzlich sind Nutzer im Internet mit einer der drei Intentionen unterwegs:

Know-Intention – Ich will etwas wissen.

Die Know-Intention ist der häufigste Grund für die Google-Suche. Der Nutzer braucht genaue Informationen, wie zum Beispiel: „Hefeweizen alkoholfrei Kalorien“. Eine Such- beziehungsweise Antwortmaschine wie Google eignet sich bestens dafür.

Do-Intention – Ich will etwas machen.

Eine Do-Intention, auch transaktionale Suchanfrage genannt, bezeichnet den Fall, wenn ein Nutzer etwas Konkretes haben will (etwas kaufen, bestellen, buchen, reservieren usw.). Alles, was mit Produkten zu tun hat, landet mittlerweile direkt bei Amazon.

Go-Intention – Ich habe ein konkretes Ziel.

Anders als bei der Know-Intention weiß der Nutzer in diesem Fall schon im Voraus, auf welcher Website er landen möchte. Entweder gibt er sein Ziel kurz formuliert in die Suchmaske ein, zum Beispiel: „Franziskaner Weißbier Kundencenter“, oder direkt als URL in die URL-Leiste: „www.franziskaner-weissbier.de“. Für Letzteres eignet sich jeder Browser und für Ersteres nur eine klassische Suchmaschine. Mit Amazon kommt man hier schon rein technisch nicht weiter.

Unter dem Strich lohnt sich eine Amazon-Optimierung immer dann, wenn Ihre Zielgruppe etwas kaufen oder bestellen möchte. Denn dafür ist Amazon tatsächlich die bessere Suchmaschine – auf Amazon suchen nämlich drei Mal so viele Nutzer direkt nach Produkten als bei Google.

Und das aus gutem Grund: Der Amazon-Algorithmus muss nicht erst die Suchintentionen verarbeiten, sondern ist ausschließlich auf Anfragen mit Kaufabsicht konzentriert. Dadurch werden die Suchergebnisse nach den Anforderungen der Kunden generiert, was das Einkaufserlebnis weitaus schneller, übersichtlicher und einfacher gestaltet.

Einhorn-Schokolade – Ritter Sport Server geht down

Montag morgen, 9 Uhr in Waldenbuch. Der Webshop von Ritter Sport ist nicht mehr erreichbar:
Ritter Sport Webshop ist down

Trotz vollmundiger Aussagen, man hätte den Online-Shop im Griff – der Menschenmenge konnte nicht standgehalten werden.

09:20 Uhr: Das Ritter Sport Admin-Team arbeitet verzweifelt daran, den Online-Shop wieder verfügbar zu machen.

Einhorn legt Ritter Sport lahm

Was ging diesem Desaster voraus?

Einhorn Schokolade – Ein echter Erfolg

Flashback: Das Web qualmt und raucht. Es ist magisch. Grund dafür ist die limitierte Einhornschokolade von Ritter Sport. Die glitzernde Schokolade mit dem Wahlspruch quadratisch.magisch.gut. war in aller kürzester Zeit ausverkauft.

Dem Familienunternehmen Ritter Sport ist ein absoluter Marketing-Coup gelungen. Für Dienstag, den 1. November wurde auf 10:00 Uhr angekündigt, es gibt eine Sonderedition:

glittersportUm 10.05 Uhr wurde auf der Facebook-Seite des Unternehmens dann der Verkaufsstart für die Sonderedition (#glittersport) angekündigt.

Facebook Ankündigung

Im Berliner Flaghship-Store war die pinke Schokolade, die ein wenig wie Yogurette schmecken soll, nach wenigen Stunden ausverkauft. Im Fabrikverkauf in Waldenbuch ebenso und sowieso im Online-Shop, wo schon nach kürzester Zeit nichts mehr verfügbar war.

Wer eine ergattern konnte, war glücklich, diese nicht gegessen zu haben. Findige Menschen brachten die Schoki auf EBAY unter die Leute – größere Summen wurden dabei geboten.

Social Media Erfolg Einhornschokolade bei Ebay

Solche Preise stoßen nicht nur den Konsumenten auf, auch das Social Media Team von Ritter Sport hat täglich damit zu kämpfen, dass sich Konsumenten beschweren über die horrenden Preise für die Schokolade.

Social Media Beschwerden

Das Team ist bemüht, die Wogen zu glätten. Bestens vorbereitet und offensichtlich im Umgang mit den Konsumenten gut geschult hatte das Ritter Sport Social Media Team eigentlich alles im Griff.

Jetzt die Idee: Wir legen einfach die Schokolade nochmal neu auf. Und diesmal machen wir vieles besser:

  • Nur eine Bestellung je Kunde
  • Maximal 11 Tafeln können bestellt werden
  • Lieferung in 5 – 7 Wochen
  • Limitiert auf 150.000 Tafeln

So soll jeder, der eine Tafel möchte, auch eine Tafel erhalten können.

Vollmundig verspricht Ritter Sport auf dem Blog:

„Ab kommenden Montag, den 14.11. könnt ihr wieder im Webshop bestellen – hierfür haben wir auch unsere Server-Kapazitäten verbessert und hoffen, dass der Webshop diesmal stabil bleibt.“

Eine Uhrzeit wird nicht genannt und schon bloggen die ersten, es würde 22 Uhr sein. Ab 22 Uhr könne man die Schokolade kaufen. Natürlich erkennt die Masse das:

EinhornGerüchteAuf den Social Media-Kanälen bestätigt Ritter Sport, dass man sich „ab 15 Uhr ein Einhorn ins Haus holen kann“. Allerdings nur auf den Social Media Kanälen – ein krasser Fehler, denn wer die Social Media Kanäle von Ritter Sport nicht abonniert und regelmäßig liest, der weiß nicht seit 11. November 14:30 Uhr, dass die Schokolade ab 15 Uhr bestellbar bleibt.

Wer auf der Website von Ritter Sport sucht, der findet noch um 8:50 keinen Hinweis auf die Uhrzeit, ab der gekauft werden kann.

Und natürlich: Jeder surft die Webseite des Schokoladen-Herstellers aus dem schwäbischen Waldenbuch an. Gleich am Morgen. Die Server halten Stand – bis 9 Uhr.

Ritter Sport: Wenn die Hardware nicht die Versprechungen von Social Media erfüllt

Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass alle Marketing-Abteilungen zusammenlaufen. Wir nennen das Sichtbarkeitsmanagement, wenn es darum geht, über alle digitalen Kanäle mit dem Kunden zu kommunizieren und die Informationen zu verteilen. Enges Verzahnen ist dabei wichtig – eine Abteilung darf man nicht vergessen (… in vielen Unternehmen ist es noch immer so, dass die Administratoren des Webshop-Teams (der Technik) als Laufburschen der Werber dienen… Aber ein Hand in Hand ist wichtig, denn nur wenn jedes Rädchen läuft, dann läufts… zeigt auch dieses Beispiel).

Auf der anderen Seite zeigt das jetzt auch, wie stark die Nachfrage zu erwarten ist… Das Technik Team von Ritter Sport kann jetzt auf 15 Uhr performen – hoffentlich

Aber keine Angst. Wirklich passiert ist nichts. Das Admin-Team von Ritter Sport hat den Server (wieder) zum Laufen gebracht und schon um 09:25 steht zu lesen:

Das Einhorn ist ab 15 Uhr wieder kaufbar

Bleibt abzuwarten, ob Ritter Sport den erneuten Run auf den Server diesmal aushält oder ob wieder alle Systeme ins süße Nirwana verschwinden.

Ab 15 Uhr dann das gleiche Bild. Schon deutlich vor 15 Uhr war der Server nicht mehr erreichbar. Erneut drückt der enorme Ansturm an Kaufwilligen den Magento-Webshop von Ritter Sport in die Knie.

Von einer Optimierung der Serverlast kann hier auf keinen Fall gesprochen werden.

Ritter Sport - Magento Webshop macht die Grätsche

Die Nutzer sind natürlich sehr verärgert.

ritter-sport-unverstaendis

 

Verständlicherweise sind die Nutzer unzufrieden, denn außer den großen Versprechungen wurde nichts gehalten.

Was hätte man machen können?

Möglichkeiten, einen Magento Webshop für großen Ansturm zu optimieren

Die Konfiguration eines E-Commerce-Shops wie ein Magento-Shop ist entscheidend, denn wir leben in einer Welt, in der jede Millisekunde zählt und wir müssen das auf jedem Traffic-Peak beweisen. Konsumenten sind zunehmend ungeduldig geworden und eine langsame Reaktionszeit hat einen negativen Effekt auf die Conversion-Rate. Online Händler müssen sicherstellen, dass der Magento Webshop wachsen kann, indem Server- und E-Commerce-Konfiguration schnell geändert werden kann, wenn es das Unternehmen benötigt.

Ein Magento-Shop ist daher eigentlich dazu da, diese Anforderungen zu erfüllen. Die flexible und leistungsfähige E-Commerce-Plattform kann aber nur skalieren, wenn das perfekte Hosting dazugebucht wird.  Nur eine Multi-Server-Umgebung mit besseren Reaktionszeiten als Standardlösungen ist in der Lage mehr als 5 Millionen Katalogseiten und über eine halbe Million Bestellungen am Tag zu bedienen. Im Ergebnis führt eine Kapazitätssteigerung zu höheren Besucherzahlen und einer verbesserten Conversion Rate. (Im übrigen reduzieren sich durch eine verbesserte Hardware-Effizienz auch die Hosting-Kosten).

 

Ich hätte dem Kunden empfohlen, den Webshop auf ein skalierbares System umzuziehen, vielleicht auch nur kurzfristig. Sehr dafür sprechen die Angebote der Cloud Hosting Dienstleister, wie z.B. Google oder Amazon. Hier findet sich die optimale Kombination aus Daten-Caching, Hardware und Software-Konfiguration zur Verbesserung der Reaktionszeiten und auch eine größere Rechenleistung – zubuchbar, skalierbar.

Die wichtigsten Amazon-Dienste für Magento-Hosting

Amazon Elastic Compute Cloud (EC2)
Amazon Elastic Compute Cloud liefert skalierbare, pay-as-you-go-Berechnungskapazität in der Cloud.

Automatische Skalierung
Mit der automatischen Skalierung kann die Amazon EC2-Kapazität nach festgelegten Bedingungen automatisch nach oben oder unten skalieren.

Elastische Lastverteilung
Elastic Load Balancing verteilt automatisch den eingehenden Anwendungsverkehr auf mehrere Amazon EC2-Instanzen.

Amazon CloudFront (CDN)
Amazon CloudFront ist ein Web-Service, der es ermöglicht, Inhalte mit geringer Latenzzeit über ein globales Netzwerk von Standorten zu verteilen.

Amazon Relational Database Service (RDS)
Amazon Relational Database Service bietet als Webservice die Möglichkeit, eine relationale Datenbank in der Cloud einzurichten, zu betreiben und zu skalieren.

Amazon Route 53
Hochverfügbarer und skalierbarer Domain Name System (DNS) Web Service.

Amazon ElastiCache
Macht „In-Memory-Cache“ in der Cloud zum Kinderspiel.

Amazon Simple Storage Service (Amazon S3)
Skalierbarer Speicher

Vorteile Cloud-Hosting

Durch den Einsatz eines entsprechenden Cloud-Systems gewinnt der Kunde:

  • Flexibilität
    AWS macht das Bedienen und Managen von Servern sehr einfach
  • Geschwindigkeit
    AWS + Magento bietet Ein-Klick-Backup für Testsysteme. Das kann immer dann wichtig sein, wenn große Promotions laufen (wie hier bei Ritter Sport) oder das System aktualisiert werden muss.
  • Verlässliche Performance
    Mit 99,99% Zuverlässigkeit fühlt sich die Website an wie ein Raid-System mit SSD Festplatten und schier unerschöpflichem Plattenplatz.
  • Kostenoptimierung
    Durch die Möglichkeit, das System zu skalieren, muss nur das bezahlt werden, was auch tatsächlich verwendet wird.

Anbieter Cloud Hosting

Wer jetzt die Probleme von Ritter Sport nicht haben möchte, der kann Cloud-Computing kostenlos testen bei:

 

Amazon-SEO: Wofür würden Sie Amazon nutzen?

SEODAY 2016: Das Beste aus einem Tag Köln

Beim SEODAY 2016 gabs gleich von Anfang an ein wirkliches Problem: Welche der parallel stattfindenden Vorträge soll man besuchen? (Fast) alle Vorträge bieten auf den ersten Blick enormen Mehrwert.

Die Hauptthemen beim SEO-DAY 2016

Durch die Bank war für alle Vortragenden die größten Themen:

  • Crawl Budget
  • AMP
  • Content Marketing
  • Links

Das sind die Themen, die derzeit die SEOs umtreiben.

SEO-Tipps von Tobias und Felix

Los ging es mit einem tollen Vortrag von Tobias Fox, der einige sehr spannende Einsichten in den Punkt Keyword-Recherche gab. 13 direkt umsetzbare SEO-Tipps hat Tobias aus dem Hut gezaubert. Gerade im Bereich B2B finden viele Unternehmen es sehr schwierig, passende Keywords zu finden.

Impulse für das Finden neuer Keywords könnten dabei sein: Werkstoffnummern, Materialbeschaffenheit, Branchentrends (Industrie 4.0 z.B.), Sicherheitsnormen, Prüfnormen, Industrie-Standards, physikalische Berechnungen, Zoll- und Einfuhrbestimmungen und und und.

SEODAY Vortrag Tobias Fox

Tobias führte von der Recherche hin zur absoluten Killer-Content-Keyword-Map-mit-SEO. Und wie man mit Google-Docs wichtige Tagesaufgaben löst, zeigte Tobias mit dem Hinweis auf die Website CTRLQ.ORG, einer Sammlung nützlicher Google-Tools.

 

Felix Beilharz zeigt wie man Social Signals auswertet und wie die eigene Website in den Suchergebnissen auftauchen sollte. 24 Tipps, mit denen man gerade im Social Bereich punkten kann. Darunter z.B. Answerthepublic, mit der Suchmaschine können Fragen gelistet werden, die gut als Ansatzpunkte für Content Marketing verwendet werden können.

Beispiel: Stuttgart – Welche Fragen stellen sich nach Stuttgart?

Visualisierte Fragen zum Thema Stuttgart

Spannender Tipp, den ich so noch nicht kannte, ist auch der Serpsimulator, der gute Tipps gibt, wie man die Meta-Description auffrischen kann.

Content-Arten und Netto-Produktionsdauer

Bei Sebastian Erlhofers Vortrag habe ich eine besondere Folie gesehen: Wie lange braucht ein Profi für was? Und dann hat Sebastian Erlhofer hier die benötigten Manntage (oder politisch korrekt: Personentage) aufgeführt:

Wie lange braucht man für ...

Ein ordentliches Whitepaper benötigt 3 Tage Produktionsdauer, Ratgeber 5 Tage, E-Books 10 Personentage und ein ordentlicher Blogbeitrag braucht einen halben Tag. Und da gibt es immer noch Menschen, die glauben, einen guten Artikel könnte man für 20 Euro kaufen. Tsstsstss..

Amazon-SEO und warum das so wichtig ist

Ronny Marx zeigte in seinem Vortrag zu Amazon-SEO, warum Amazon ein wichtiger Bereich ist, wenn man Produkte verkauft.

Amazon-SEO: Wofür würden Sie Amazon nutzen?

55% würden Amazon zum Einkauf von Lebensmitteln nutzen, 65% wären bereit, Reisen bei Amazon zu kaufen. Amazon wird immer mehr das „Google für Produkte“ und deshalb sind Optimierungsmaßnahmen dort notwendig. Das Problem dabei: Lediglich 12% einer Produktseite können direkt vom Nutzer beeinflusst werden – umso wichtiger, dass dies dann richtig geschieht.

Dass sich Content lohnt, zeigte der Beitrag von Takevalue anhand von Grafiken auf:

Content lohnt sich

Obiges Schaubild zeigt den Ausbau von Kategorieseiten mit Content und die damit verbundenen „Mehr-Rankings“.

So sieht das Projektteam idealerweise aus

Catbird-Seat zeigt aus den bisher abgeleisteten Projekten, wie ein ideales Team im Content Marketing aussieht:

das-team-im-content-marketing

Aus jedem Bereich sollte es einen Verantwortlichen beim Kunden geben, so das Fazit.

Technical SEO Tipps von Bastian Grimm

Für mich die spannendsten Vorträge waren die beiden Sessions mit Bastian Grimm. Sehr eindrucksvoll zeigte er auf, wie wichtig es ist, mit Crawl Budget planerisch umzugehen. Crawl-Zeit bei Google ist teuer und daher ist es sehr wichtig, das Crawl Budget ordentlich zu nutzen. Wenn die Seite schnell geladen werden kann, dann kann mit dem zur Verfügung stehenden Crawl-Budget auch mehr erreicht werden.

Sinnvoll dabei ist die Komprimierung von Bildern nach WebP oder die Verwendung der Brotli-Kompression (20 – 30% kleiner) aktuell verwendbar in Chrome, Firefox und Opera.

Wichtig bei der Planung des Crawlings und des Indexings durch Google: Google rendert Websites noch immer mit der Auflösung 1024*768 – und das wird sich im Hinblick auf „Mobile First“, der Verwendung des mobilen Index vor dem Desktop-Index, nicht ändern.

Fazit:

Insgesamt hat sich der SEO-DAY sehr gelohnt, wenn auch die Kombination im Rahmen der Messe etwas unglücklich ist und die Hotelzimmerpreise z.T. um das 3,5-fache erhöht. Von vielen bemängelt war, dass parallel auch der ExpertDay stattfand und somit die Teilnehmer des ExpertDays praktisch keinen Nutzen vom SEODAY hatten. Für mich war die App das nutzloseste Gadget auf dem Event. Hier fehlte eindeutig die Sortierung und Filterung für die einzelnen Vorträge – es war schwierig, den Überblick zu behalten, welche Vorträge wann stattfinden, welche ausfallen und ersetzt werden und so weiter. Diese App hat enormen Nachholbedarf. Vielleicht wäre auch ein „gedrucktes“ Programm, das ausliegt, auch hilfreich für die Planung.

 

safety

Google: Von der Suchmaschine zur Antwortmaschine

Google ist keine Suchmaschine, sondern eine Antwortmaschine

Eigentlich war Google schon seit dem Release 1998 als Antwortmaschine konzipiert. „Informationen der Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nützlich zu machen.“, lautete das erklärte Ziel.

Die Tendenz zur Antwortmaschine war von Anfang an vorhanden und spätestens seit der Übernahme von DeepMind klar erkennbar. Dies wurde als starke Abweichung zu den rein technischen Rankingfaktoren zuvor empfunden.

Mit den eingeschränkten Möglichkeiten der Jahrtausendwende wurden früher alle technischen Elemente eines Dokuments herangezogen, die potentiell eine Auskunft über die Wertigkeit des Seiteninhalts für den Benutzer geben konnten. Es ging darum, Informationen zu ordnen und somit schneller und einfacher auffindbar zu machen.

Googles Erfolg stammt größtenteils von den in den Suchergebnissen geschalteten Werbeanzeigen und konnte sich nur halten, weil die Bedürfnisse der Nutzer mit steigendem Niveau befriedigt werden. Selbstverständlich sind unter solchen Umständen Manipulationsversuche nicht erwünscht.

Ehemals war es möglich, dass eine Website in den Top-Platzierungen rankte, ohne dass sie etwas mit dem Suchwort zu schaffen hatte. Zum Beispiel durch Link-Netzwerke. Wer etwas Bestimmtes sucht und dann solche Websites ausgeliefert bekommt, der wird diese Suchmaschine nicht wieder benutzen. Ergo werden die Betreiber der Suchmaschine dieses Szenario verhindern wollen.

Deshalb ist die immer stärker werdende Tendenz zur Antwortmaschine als unabwendbar für den Erhalt von Googles Erfolg zu betrachten. Aber neu ist sie nicht.

Mit jedem Google-Update werden Möglichkeiten zur Manipulation der angezeigten Suchresultate reduziert. Informationen, die nach Meinung von Google für den Suchenden unnötig sind, werden ausgeschlossen.

safety

Wer hier noch SEO betreiben möchte, muss eher wie ein Mensch, als eine Suchmaschine denken.

Das belegt besonders die Antwort von Gary Illyes (Webspam Team Google) auf der PubCon in Las Vegas 2016 auf die Frage, welche die wichtigsten Punkte sind, die Webseitenbetreiber im Fokus für das Jahr 2017 haben sollten. Nämlich Machine Learning, AMP und strukturierte Daten.

Googles Machine Learning mit dem Ziel, Anfragen besser zu verstehen und vorauszuahnen

Mit der Technik des maschinellen Lernens ist es Googles KI, DeepMind, nun möglich, anhand von Beispielen selbstständig zu lernen, ganz wie ein menschliches neuronales Netz. Somit muss nicht mehr jedes Antwortszenario überprüft werden, sondern die schnellste Antwort wird durch den Abgleich mit bestehenden Daten ausgeliefert. Skynet? Nein, Google.

AMP – Mobile Seiten zuerst

AMP (Accelerated Mobile Pages), eine eingeschränktere HTML-Version für mobile Websites, ist durch den Mobile First Index ins nähere Visier gekommen. Der Mobile First Index sieht vor, dass mobile Versionen von Websites vor ihrem Desktop-Äquivalent indexiert werden. Diese Entscheidung beruht darauf, dass die mobile Suche seit Jahren über 50% aller Suchanfragen ausmacht und stetig steigt.

Mit AMP ist es möglich, Code standardisiert zu verschlanken und somit eine erheblich geringere Ladezeit zu erreichen. Da die Ausgabe der mobilen Website darüber hinaus als Cache-Version auf einen Google-Server erfolgt, sind Ladezeiten zwar einheitlich und äußerst userfreundlich, die Auswirkungen auf den Traffic des eigentlichen Website-Betreibers jedoch umstritten. Das Google AMP-Projektteam gelobt Besserung.

Strukturierte Daten – so holt sich Google die Informationen, die es braucht, ohne dass Google die dazugehörige Website benötigt

Mit Hilfe von strukturierten Daten, einem Auszeichnungsverfahren nach einem vorgegebenen Schema, ist es Google möglich, bestimmte Inhalte direkt auf der Ergebnisseite auszuliefern. So kann jemand, der lediglich nach einem Konzert sucht, diese Informationen bereits auf der Suchergebnisseite finden, auf das Ergebnis klicken und wird dann zu einem Ticketservice weitergeleitet (Wie auch immer die Entscheidungskriterien dafür sind…).

So können bereits Flüge, Hotels und verschiedenste Veranstaltungen direkt auf Google gesucht werden. Dafür bündelt Google Informationen aus strukturierten Daten in Portalmanier – schlecht für Portalanbieter, gut für Google.

Die Vorstufe dazu, die Gewichtung der Rich- und Featured Snippets, kann man schon heute beobachten.

Anfangs wurde vorselektierter Inhalt nur bei sehr einfachen Fragen ausgeliefert, wie zum Beispiel dem Wetter:

Wetterinformationen in Google

Gegenwärtig wird das Ergebnis auch nach Stadtteil-Ebene ausgeliefert

 

Für Wettervorhersagen, Rechnungen, Währungen und vieles mehr wurden eigene Inhaltsausgabe-Formate geschaffen, die direkt als Antwort eingeblendet werden.

Tschenrechnerfunktion in Googlewaehrung Und das war erst der Anfang:tanzen lernen

Ein Video-Thumbnail in voller Größe kann man natürlich auch hervorragend zu Werbezwecken nutzen:

Video Thumbnail in Google

Sehr deutlich sieht man den Hinweis auf die Tour. Wer die Musik gerne hört und davon überzeugt wurde, kann auch nach den Konzertkarten dazu googeln…

Konzerttermine in Google finden

… eine Location aussuchen, die man besuchen möchte…

Tickets für eine Veranstaltung buchen in Google

… und mit einem Klick auf die Quelle (unterer Rand) sofort Tickets bestellen.

Was noch fehlt? Jetzt noch schnell den passenden Flug…

Flug zum Konzert über Google buchen

… und das Hotel dazu buchen – für die After-Show-Party nach bester Rock’n’Roll-Manier. Und das alles von einer Ergebnisseite aus.

Hotelbuchung von der Google SERP-Seite aus

Das alles ist realisierbar, ohne dass die Suchergebnisseite wirklich ernsthaft verlassen werden muss – eben weil die Suchmaschine Google mehr und mehr eine Antwortmaschine wurde.

Google Künstliche Intelligenz – Wie Google lernt, vorauszusehen, was wir eigentlich wollen.

Mit der ständigen Ausweitung und Anpassung der KI wird Google immer besser darin, die Absicht hinter einer Suchanfrage zu verstehen.

Von Pizzeria..

Über Google ine Pizza in Stuttgart bestellen

…über Interpreten…

Wer schrieb die deutsche Nationalhymne

…bis zum Songtext

Songtexte finden auf Google

(den vollständigen Text gibt es dann bei Google Play Musik, wo man das Lied im übrigen auch gleich als MP3 kaufen kann)

und kompletter Discographie…

Lieder und Alben finden in Google

…Google liefert direkte Antworten auf die Fragen der Nutzer.

Man erhält auch interaktive und komplexe Antworten, wenn Inhalte von Google mit der Quelle vereinbar sind.

z.B. hier bei der Weltbank:

Informationen zu komplexen Fragen

Google gibt dabei die Quellen an, damit man zum Ursprung der Information findet. Die Antwortmaschine dient als intelligentes Wikipedia.Lexikoninformationen von Google

Auch Übersetzungen von Redewendungen in mehr als 26 Sprachen gelingen ganz ohne Klick:

Übersetzungen in Google

Und der letzte Schrei – Antworten im Audio-Format:

koller-koller - Antworten im Audioformat von Google

Google lernt Mensch zu sein

So witzig das hier scheint. Mit Produkten wie Amazon Echo, Cortana, Siri oder OK-Google werden wir künftig mehr und mehr Anfragen über unsere Stimme stellen. Die Produkte werden in unsere Wohnungen lauschen und versuchen die passenden Informationen parat zu haben.

Skynet - Ist unsere Zukunft mit Google wie Skynet in Terminator?

(Quelle: http://de.terminator.wikia.com/wiki/Skynet)

Erst vor wenigen Wochen veröffentlicht Wired einen Artikel darüber, dass Googles künstliche Intelligenz lernt, wie ein Mensch zu reden. Sprachassistenten wie der von Google oder Apples Siri könnten bald weniger wie Roboter und mehr wie tatsächliche Menschen klingen. DeepMind, die Künstliche-Intelligenz-Forschungsabteilung von Google, hat einen neuen Ansatz für die Sprachausgabe von Maschinen gefunden. WaveNet heißt das Modell, für das rohe Audiosignale herangezogen werden.

Das System erstellt 16.000 Samples pro Sekunde, wobei die Maschine mit jedem produzierten Signal dazulernt. Die Aufnahmen menschlicher Stimmen werden genutzt und dann bildet die Maschine diese Stimmen nach und kann damit ihre Prognose für die nächste Sprachausgabe verbessern.

Damit weiß Google bald schon, was wir als nächstes sagen werden und kann dann Antworten parat halten:

Viele dieser Direktantworten beantworten die Fragen des Nutzers so genau, dass keine weitere Suche mehr nötig ist. Nur wer wissen möchte, dass „naQ QamchoH ghaH tIr ngogh“ auf Klingonisch „Vollkornbrot“ bedeutet, muss sich an Bing (Bing = Because it’s not Google) wenden.

Martin Luther King in der Knowledge Box

In der sogenannten „Knowledge Box“ am Ende einer Suchergebnisseite (früher rechts am Seitenanfang) können Auszüge aus einem Wikipedia-Artikel stehen, angereichert um ähnliche Informationen aus dem Knowledge-Graph. Oder auch lokale Informationen zu Unternehmen und Einrichtungen aus Google My Business.

Die Oper in Google my Business

Auch die  Einführung des „Google Assistant“ neulich als Erweiterung für Google Allo beweist eine ausgeprägte Antwort-Affinität. Per Spracheingabe kann man so ziemlich jede Frage stellen und bekommt direkt eine präzise Antwort. Auf die Frage, ob ich heute Abend einen Regenschirm gebrauchen könnte, lieferte der Google Assistant das genaue Wetter für meinen derzeitigen Standort:

Google Allo antwortet ausführlich auf Fragen

 

Und wenn ich darum bitte, mein Tagesprogramm zu zeigen, liefert der Google Assistant meine Termine – auf Wunsch auch meine To-Do-Liste:

Google nennt mir meine Termine und To Dos

Seit neuestem auch auf deutsch.

Offensichtlich verfügt der Google Assistant auch über eine Prise (programmierten) Humor:

Google Assistant

 

Schöne neue Welt

Von einer Welt, wie von George Orwell oder Aldous Huxley schon in den 1930er Jahren beschrieben, sind wir heute nicht weg. Skynet, eine intelligente und sich gegen den Menschen richtende Intelligenz, wie in der Terminator-Serie mit Arnold Schwarzenegger zelebriert, wird mehr und mehr eine ernste Zukunftsvision.

Google lernt, bedient unsere Häuser, weiß was wir suchen und kann vermehrt uns die Dinge anbieten, an die wir noch nicht denken. Manipulative Werbeaktionen, in denen wir Menschen zu Käufen getrieben werden, die wir gar nicht brauchen, hat man schon mit der Werbung der 1950er Jahren vorausgesagt. Haben wir Menschen uns einlullen lassen? Manche vielleicht. Werden wir es jetzt tun? Sind wir nicht schon mitten drin?

Die Maschine erleichtert uns das Leben. Wir müssen lernen, dass wir uns nicht bestimmen lassen – denn die Maschine schleicht sind an (und ein), uns mitzubestimmen. Und ganz langsam übernimmt sie das Vordenken.

Aldous Huxley beschrieb eine Gesellschaft in der Zukunft (2540 n.Chr.), in der „Stabilität, Frieden und Freiheit“ gewährleistet scheinen. Menschen werden klassifiziert und herangezüchtet. Alpha-Plus Menschen werden Führungskräfte, Epsilon-Minus die Arbeitsbiene. Der Mensch ist konditioniert auf eine permanente Befriedigung durch Konsum, Sex und eine Droge, die den Mitgliedern der Gesellschaft das Bedürfnis zum kritischen Denken und Hinterfragen der Weltordnung nimmt. Die Regierungen bilden Kontrolleure, die von der Bevölkerung wie Idole verehrt werden. Sind das unsere heutigen Youtube-Stars, denen ein jugendliches Volk bereits alles abkauft und die profitieren von den Werbeeinblendungen mittels Google AdWords auf die Videos?