Google und Flash - was geht, was nicht?
Im Juli hat Google das erweiterte Indizieren von Flash-Dateien angekündigt. Jetzt ist es an der Zeit zu prüfen, was sich in der Zwischenzeit verändert hat und was nicht. Mein Resüme:
Was hat sich geändert?
Google indiziert nun den Textinhalt von SWF-Dateien, inklusive Text-Buttons und Menüs. Selbst URLs, die in einem Flash-File auftauchen kann Google erkennen.
Was bleibt, wie es ist?
- Google erkennt noch immer nicht den Text, der auf Grafiken aufgebracht ist.
- FLV-Files, wie z.B. die von YouTube werden noch immer nicht indiziert (klar: es ist kein Text darin).
- Viele Flash-Websites beinhalten Grafiken und andere multimedialen Inhalte. In solchen Websites findet Google lediglich Textmarken, wie z.B. “loading”, “bitte warten”, “Copyright”.
- Flashfiles, die durch Javascript-Code aufgerufen werden, können nicht gelesen werden.
- HTML- oder XML-Dateien, die innerhalb einer Flash-Animation geladen werden, können nicht indiziert werden (sondern werden als separate Dokumente behandelt)
Warum haben Suchmaschinen wie Google probleme mit Flashdateien?
Flash ist nicht dafür geschaffen, suchmaschinenfreundliche Webseiten zu generieren, deshalb ist es sehr schwer mit reinen Flashseiten gute Suchergebnisse zu erzielen. “Normale” HTML-Webseiten für Suchmaschinen zu generieren ist ein optimaler Weg, um gute Rankings in Suchergebnissen zu erhalten. Reine Flash-Webseiten sollten sehr darauf bedacht sein möglichst sehr viele einkommende Links auf die Website zu bekommen, sonst wird das Ranking ein Chaos.
Flash-Seiten und “normale” HTML-Seiten sind grundlegend verschieden. Vor allem, was die Suchmaschinenfreundlichkeit der Seiten anbelangt:
- Text in Flash kann schwer in wichtige Sektionen getrennt und betrachtet werden
- Flash benutzt keine Highlight-Tafs, wie z.B. <h1> oder <p> oder <div>, um Textgruppen voneinander zu differieren
- Um interessante Effekte zu erzielen wird Text teilweise sogar auf Buchstabeneben heruntergebrochen, was nicht mehr als Text lesbar ist
- Üblicherweise ist der gesamte Inhalt einer Website in einer Datei unter einer URL erreichbar. Innerhalb von Flash kann nicht gelinkt werden. Das macht es für die Suchmaschine schwierig, die relevanten Teile herauszufinden und zu bewerten
- Flash-Websites erhalten keine eingehenden Links auf spezifische Seiten sondern lediglich auf die “Homepage” (das macht es schwierig, den Inhalt zu bewerten)
- Flash-Strukturen sind nicht dazu geeignet hohe Rankings in Suchmaschinen zu erzielen. Viele Flash-Dateien werden sogar von anderen Flash-Dateien angesprochen oder Webseiten verlinken auf diese internen Flash-Elemente.
- Es gibt in Flash keine SEO-Methoden, wie z.B. eindeutige Textlinks, Headlines oder optimierte Markierungen, an denen sich die Suchmaschinen entlangtasten kann.
Aber was kann man tun, um das Ranking einer Flashsite zu verbessern?
- Verzichten Sie an den Stellen auf Flash, an denen Sie es tatsächlich können. Benutzen Sie Flash-Elemente nur dort, wo sie wirklich notwendig werden.
- Kopieren Sie den Textinhalt und die Links aus dem Flashfilm in eine HTML-Version und speichern Sie diese dort, wo auch der Flashfilm liegt
- Benutzen Sie Javascript und CSS um herauszufinden, ob der Besucher Flash anschauen kann und bieten Sie dann den Inhalt an, den er lesen kann. Besucher, die kein Flash lesen können (wie z.B. Suchmaschinen) erhalten dann die HTML-Version
- Kreieren Sie eine reguläre HTML-Website mit dem Content in einem Layer mithilfe von CSS. Positionieren Sie dann das Flash genau darüber. Das erlaubt dem Besucher den Flashinhalt zu sehen, der Suchmaschine aber, die Inhalte zu prüfen und erfassen (Achtung! Manche Suchmaschinen sehen das als SPAM an)
- Benutzen Sie unterschiedliche URLs für unterschiedliche Inhalte der Website, so dass jeder Bereich seine eigene URL bekommt
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