Social Media Marketing für kleine und mittlere Unternehmen
Social-Media-Marketing ist eine Dominanz der großen Unternehmen. Große Budgets bieten die Möglichkeit, sich in Foren zu tummeln, eigene Blogs zu gestalten etc. Aber: Kann ein kleines oder mittelgroßes Unternehmen Social-Media-Marketing betreiben und kann so etwas überhaupt erfolgreich sein?
Kleinere Unternehmen haben die Möglichkeit ihre eigenen Stärken mit dem passenden Medium zu kombinieren, denn tatsächlich haben auch die unterschiedlichen Social-Media-Plattformen (SMP) und -Möglichkeiten ihre Stärken und Schwächen.
Die großen Vorteile sind die Möglichkeit, eine Marke zu schaffen und natürlich entsprechenden Traffic, also Besucher für die eigene Website, zu generieren.
Darüber hinaus kann ein Engagement auf SMPs von Vorteil für die Relevanz der eigenen Websites sein, denn SMPs
- sorgen für viele, qualitative hochwertige Links (also “gute Relevanz”), was wichtig für die Suchergebnisse der Suchmaschinen ist.
- bauen Beziehungen zu Interessenten auf und bieten potentiellen Kunden einen Anhaltspunkt zur Entscheidung für das Unternehmen.
- können direkte Umsätze generieren.
- sorgen für das Aushängeschild eines Unternehmens in seiner Branche/Industrie.
Gerade für kleinere Unternehmen gilt, die Möglichkeiten von SMPs gut abzuwägen, denn ein Engagement ist mit Ausgaben verbunden (Zeit und/oder Geld):
- Wieviel Zeit kann investiert werden?
- Wieviel Geld steht für Social-Media zur Verfügung?
- Wie komplex ist das Konstrukt aus Produkt/Service und was davon eignet sich für Social-Media?
- Was sind die Ziele, die erreicht werden sollen (Erhöhung direkter Umsätze (evtl. web-generiert), Verbesserung der eigenen Marktposition, Aufbau einer Spezialisierung (”Vordenkertum”), etc.)
Wie auch in der Suchergebnis-Positionierung ist das große Problem der SMPs, dass Produkte und Dienstleistungen, die eine Vielzahl von Besuchern versprechen bzw. das größte Interesse ansprechen, auch die sind, bei denen der größte Mitbewerb herrscht. Um so mehr Mitbewerber sich um ein Thema bemühen, um so ausgeprägter (Zeit und Geld!) muss das Thema behandelt werden.
Trotzdem betreiben auch kleinere Mittelständler Suchmaschinenmarketing - obwohl der Wettbewerb groß ist (und gerade deswegen). Aus genau den selben Gründen ist ein Social-Media-Optimierung (SMO) sinnvoll. Die Strategien sind die selben: Eine lokale, z.B. in Winnenden ansässige Bäckerei mit Lieferservice würde eine Google AdWords-Anzeige nicht unter “Bäckerei” veröffentlichen, sondern unter “Bäckerei Winnenden Lieferservice”. Genau das selbe bei SMO.
Welche Möglichkeiten bieten sich beispielsweise an?
1. Yahoo Answers:
Für ein Engagement bei Yahoo Answers wird nicht viel Geld benötigt. Darüber hinaus ist Yahoo Answers für SMMs (Social Media Marketingagenturen) kein sehr dankbares Feld: Es kostet viel Zeit und Wissen, sich dort zu etablieren - und das ist etwas, was ein Unternehmen noch immer besser kann, als eine Agentur.
Yahoo Answers eignet sich, besser als Links oder indirekte Verkaufsanstrengungen, hervorragend zur Generierung von Umsätzen. Damit stellt diese Website eine Ausnahme zu den sonstigen SMPs dar.
Manche Agenturen bieten Schulungen an, damit der Kunde lernt, wie mit Yahoo Answers umgegangen werden und was beachtet werden muss, um Yahoo Answers als SMP erfolgreich nutzen zu können.
Um Yahoo Answers so effektiv wie möglich nutzen zu können, sollte ein (oder mehrere) Mitarbeiter die Antworten auf Fragen bearbeiten (dazu muss niemand aus dem Management involviert werden). Antworten sollten einfach beantwortet und erst wenn bei größeren Fragen (oder Problemen) die Produktmanager oder technischen Spezialisten ins Boot geholt werden.
2. Wikipedia:
Wikipedia bietet sich an, um mit einem geringen Budget gutes Social-Media-Marketing zu leisten. Einziges Problem dabei: Wikipedia mag es nicht, wenn Firmen Informationen zu Artikeln addieren, nur um einen Werbezweck zu erzielen. Die Erfahrungen eines SMM-Spezialisten können sich hier schnell rechnen. Der Marketing-Spezialist weiß, wie ein Artikel oder Link in Wikipedia platziert werden muss, damit er Bestand hat. Zumal gestaltet sich die Bearbeitung von Texten in Wikipedia anders, als in herkömmlichen Applikationen. Auch hier tut Schulung gut!
Wikipedia eignet sich hervorragend für Links (nicht als direkte Links, da die Suchmaschinen weiterführende Links nicht verfolgen, aber indirekt durch den Text), kann also für Traffic auf Unternehmensseiten sorgen.
3. Digg und andere:
Inernational ist Digg derzeit eine der großen Plattformen. Dort aufgeführt zu sein ist in etwa gleichbedeutend mit einem guten Google Ranking bei einem sehr hart umkämpften Suchwort. Digg ist im Social Media das, was Google bei den Suchmaschinen ist.
Nachteil dabei: Der Algorhythmus von Digg ist annähernd kompliziert wie der moderner Suchmaschinen (gerade deshalb, weil schon vielfach versucht wurde, die Plattform “auszutricksen”). Daher ist der Aufwand, den ein kleines oder mittleres Unternehmen betreiben muss, um bei Digg eine Rolle zu spielen, deutlich größer, als was an Zeit/Geld zur Verfügung steht. Zeit und Geld sind es aber wert, denn Digg generiert nicht nur Besucher, sondern kann dazu genutzt werden, strategische Partnerschaften mit “Schlüsselpersonen” (Reporter, DJs, VJs etc.) aufzubauen. Derzeit spielt Digg vorallem im englischsprachigen Bereich eine sehr große Rolle.
Weitere Plattformen die sich sehr gut eignen sind Reddit, Propeller, Delicious oder StumbleUpon (speziell für ganz neue Produkte).
4. YouTube:
YouTube (und seine zahlreichen Pendants) ist ganz anders, als die vorher beschriebenen Social-Media-Websites. Zwar erreicht das Video den Betrachter direkt, aber es bestehen keine Möglichkeiten, Links oder ähnliches zu platzieren. Allerdings kann ein geschickt platziertes Werbevideo (oder technische Dokumentation etc.) für eine höhere Attraktivität innerhalb der Suchmaschinen sorgen. Zum Beispiel finden sich in Google-Suchergebnissen häufig auch Informationen aus YouTube - Tendenz steigend.
Zusammenfassend ist Erfolg auf Social-Media-Plattformen möglich, wenn der Inhalt von hoher Qualität und Kreativität zeugt. Unternehmen, die sich nicht selbst um die Pflege solcher Sites kümmern können, ist ein Engagement in Social-Media immer mit einer finanziellen Investition einhergehend. Entsprechend erfahrene SMMs sind hier sehr wertvoll, können aber auch bei niedrigem Budget wertvolle Tipps geben. Es wird Zeit und/oder Geld kosten, ein mittelständisches Unternehmen erfolgreich auf diesen SMPs zu platzieren. Aber es ist möglich und machbar - erfordert allerdings auch den Willen und das Engagement des Unternehmens.
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