Firmenpräsentation im Internet Internet Marketing, SEO, Web-Analyse

Gutes Webdesign ist nicht leicht - aber es erzählt eine Geschichte

Üblicherweise sitzt der Designer beim Kunden und erzählt etwas über weiße Flächen, wie man Typographie verwendet, grids benutzt werden und und und.

Was oftmals vergessen wird ist, dass ein gutes Design eine Geschichte erzählen muss. Eine Website muss zur Kommunikation auffordern und darf kein statisches Element sein.

Aber welche Geschichte erzählt mein Design (und wie)?

Der erste Blick richtet sich auf die Grafik, die uns zu allererst ins Auge sticht. Stellen wir uns vor, wir könnten den Text nicht lesen. Was sagt dann die Grafik aus? Welche Resonanz erzeugt sie? Hier beginnt der Designer die Geschichte zu erzählen, was er mit dem Design bezweckt, welches Ergebnis erzielt werden soll. Man nennt dies Grafikresonanz.

Magazine und Webseiten von Magazinen verbinden Grafik und Text sehr eng, siehe z.B. den Stern. Aber auf Magazinseiten müssen die Grafiken wechseln, damit das Design nicht von der erzählten Geschichte differiert. Magazinseiten verbinden Grafiken als schmückendes Beiwerk zum Text. Beides muss harmonieren, um eine Wirkung zu erzielen.

Werden Geschichten ins Online-Format transferiert, ändert sich das Aussehen. Der Farbton ändert sich, der Ansprechton ändert sich, das Kommunikationsverständnis ändert sich, die Bedeutung ändert sich.

In unserem Beispiel sieht die Webseite von Stern im Vergleich zur Printausgabe regelrecht langweilig aus. Die Story ist auf den Inhalt heruntergebrochen und mit etwas Grafik angereichert.

Aber warum ist das Design des Heftes nicht im Web? Der Grund ist ganz einfach: DESIGN KANN NICHT KOMMUNIZIEREN. Das Design im Web hat sich einem gewissen Standard, einem allgemeingültigen Design angepasst. Die Webseiten präsentieren sich in dem Gewand, was allgemein als “gängig” empfunden wird.

Schauen Sie sich die folgenden Webseiten an: Stern, Spiegel, Die Welt, FAZ, Bild.

Sie werden feststellen, dass jeder Pixel, jede Linie, jede “weiße Fläche” die Geschichten des Magazins erzählen. Sieht alles ziemlich gleich aus, oder?

Liegt das an schlechten Designern? Mitnichten. Z.B. die Schriftarten sind im Web wesentlich limitierter, als im Printdesign. Trotzdem generieren viele Designer das Webdesign danach, was in Print gut aussehen würde.

Was ist im Web anders?

  • Die Seitenlänge ist nicht definiert oder limitiert.
  • Im Web sehen wir immer nur einen kleinen Teil der Seite
  • Alles sollte auf einer Seite sein
  • Die Zeit, in der das Publikum erreicht werden muss ist wesentlich kürzer

Online ist alles machbar. Die Navigation kann verändert werden, Inhalte können fortgeführt werden - das Print-Magazin endet mit der letzten Seite, die Online-Variante nicht.

Der Goldene Schnitt, der so oft in Design angefunden wird, basiert auf der Natur. Wir finden ihn dort wieder. Deshalb ist er das Designprinzip. Im Web sieht das aber anders aus, denn Webseiten befinden sich in einer einzigen Dimension (oder innerhalb eines definierten Inhalts). Die Folge ist, dass man eine Website nicht mit dem Auge des Printdesigners anschauen kann (darf).
Das ist auch der Grund, wieso so viele Printdesign-Agenturen katastrophale Webergebnisse abgeben (ok. Auch das hat sich zwischenzeitlich etwas gebessert).

Es ist fast so, als würden wir auf die Erfindung des Automobils zurückschauen. Den dreirädrigen Patentwagen von Karl Benz konnte man mit beliebig vielen Rädern haben, solande es drei waren…
Bis heute wird Design im Web darauf ausgerichtet, was die Technologie hergibt. Prima Beispiel: Das Mercedes-Museum.

Ich denke, dass Webdesign mehr an der Geschichte ausgerichtet sein soll, die das Unternehmen erzählen möchte. Deshalb separieren wir in freshCMS das Design vom CMS, denn wir sind alle in der Lage, etwas zu erzählen, auch wenn wir keine Dpilom-Designer sind.

Lassen Sie sich von Ihrer Umwelt inspirieren, lesen Sie ein Buch oder hören Sie sich ein schönes Lied an. Und dann lassen Sie Ihre Website diese Geschichte erzählen.

No related posts.

Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.

Wollen Sie diesen Artikel kommentieren?

You must be logged in to post a comment.